Wildborn African Outback 2020: das Hundefutter im Test

Im Internet bei CheckForPet gibt es zahlreiche Testberichte und Bewertungen zu Wildborn Hundefutter. Das haben wir uns einmal genauer angesehen und das Alleinfuttermittel Wildborn African Outback genauer unter die Lupe genommen. Das Trockenfutter soll ausschließlich Straußenfleisch enthalten und verspricht, getreidefrei zu sein.

Wie exotisch ist Wildborn African Outback wirklich?

Außerdem lockt es mit hochwertigen Futterzusätzen wie z. B. dem seltenen Tausendgüldenkraut – eine wahre Wunderwaffe unter den Heilkräutern. Exotisch klingt das Wildborn African Outback auf jeden Fall und die Redaktionsterrier sind schon ganz gespannt, ob es sich lohnt, einen kulinarischen Ausflug ins ferne Afrika zu wagen.

Welches Hundefutter eignet sich für welchen Hund?

BARF = Biologisch Artgerechte Rohfütterung, der Hundehalter stellt das Futter aus rohen Einzelbestandteilen selbst zusammen und muss dabei gut auf ein ausgewogenes Verhältnis der verschiedenen Futteranteile achten.

Eine der häufigsten Fragen in der heutigen Hundehaltung dreht sich rund um das Thema Ernährung. Schließlich möchte man für den eigenen Hund nur das Beste. Aber wie genau findet man heraus, was genau „das Beste“ ist? Fertiges Alleinfuttermittel oder BARF? Trockenfutter oder Nassfutter? Straußenfleisch oder Rindfleisch? Ist getreidefrei automatisch besser?

Fragt man unsere Redaktionsterrier, erhält man nur sabbernde Vorfreude auf jede dieser Fragen und ganz unrecht haben sie damit nicht. Hunde sind Allesfresser und „gut“ ist zunächst, was schmeckt und vertragen wird. Das hochwertige und prämierte Hundefutter nützt dem informierten Hundehalter nichts, wenn der eigene Hund es nicht fressen möchte oder es schlicht und einfach nicht verträgt. Die Verträglichkeit von Hundefutter hängt dabei nicht zwangsläufig mit der Qualität der Inhaltsstoffe zusammen, sondern mit den ganz individuellen Bedürfnissen des eigenen Hundes. Allergien und Unverträglichkeiten spielen dabei eine immer größer werdende Rolle und daher ist es durchaus wichtig, genau zu wissen, was im jeweiligen Hundefutter enthalten ist.

Ein Beispiel aus dem Leben mit den Redaktionsterriern

Der Nährstoffbedarf und somit die Futtersorte richtet sich nach Alter, Größe, Aktivität, Verträglichkeit, Allergien, Zusatzgabe von Leckerlies und Kauartikeln und natürlich auch den individuellen Vorlieben des Hundes

Redaktionsterrier „Einstein“ ist schon 14 Jahre alt und obwohl er noch fit und gesund ist, hat er natürlich ein ganz anderes Aktivitätslevel als sein 7-jähriger vierbeiniger Kollege „Uno“. Beides sind Parson Russell Terrier, die im selben Haushalt leben, einen ähnlichen Tagesablauf haben und trotzdem ganz unterschiedlich ernährt werden müssen. Einstein verwertet Nassfutter besser als Trockenfutter und verträgt mittlerweile nur noch Pferde- und Kalbfleisch. Uno hingegen verträgt Geflügel im Allgemeinen nicht sehr gut, kann aber ansonsten verwerten und fressen was er möchte. Da er einen hohen Stoffwechsel hat und sportlich geführt wird, bekommt er ein sehr protein- und fetthaltiges Futter. Für Uno ist außerdem ein Futter besser, dass man auch gut als Belohnungsleckerlies unterwegs füttern kann. So kommt er auch an ereignisreichen Tagen, an denen wir viel unterwegs sind, auf seine tägliche Futterration. Da Uno (auch wenn er das anders sieht) ein eher kleiner Hund ist, eignen sich kleine Kroketten dafür besser, Nassfutter ist eher ungeeignet.

Ob man lieber barft oder ein Alleinfuttermittel füttert, darf dabei auch der Hundehalter entscheiden. Wir in der Redaktion gehören eher zum Typ „Dosenöffner“ und „Tütenaufreißer“ und hätten es gerne bequem und schnell bei der Fütterung. Trotzdem ist es uns natürlich wichtig, was im Fertigfutter enthalten ist.

Was darf in gutem Hundefutter enthalten sein?

Ein gutes Alleinfuttermittel muss laut Gesetz alles enthalten, was Hunde benötigen, um ihren täglichen Nährstoffbedarf zu decken. Da Hunde zu den Fleischfressern gehören, sollte der Fleischanteil im Hundefutter tatsächlich den größten Teil ausmachen. Dabei sollte man darauf achten, dass auch hochwertiges Muskelfleisch enthalten ist. Günstige Schlachtabfälle, wie z. B. Innereien, enthalten zwar ebenfalls lebenswichtige Nährstoffe, sollten aber nicht die einzige Fleischquelle sein. Tierische Nebenerzeugnisse, wie z. B. Hufe, Schnäbel oder Haare werden vom Hund nicht ausreichend verwertet und sollten in gutem Hundefutter gar nicht oder nur in sehr geringen Mengen zu finden sein. Verschiedene Obst- und Gemüsesorten liefern wichtige Vitamine, Fette und Öle sorgen dafür, dass die Nährstoffe gut aufgenommen und verarbeitet werden.

Die Sache mit dem Getreide

Getreide ist nicht automatisch schädlich für Hunde, kann aber zu Unverträglichkeiten führen. Dies ist von Hund zu Hund unterschiedlich und muss durch Ausschlussdiäten getestet werden. Der Getreideanteil im Futter sollte aber auch bei Verträglichkeit den Fleisch- oder Fischanteil nie übersteigen.

Heutzutage scheint es immer wichtiger zu sein, dass ein gutes Alleinfuttermittel auch getreidefrei ist. Doch ist getreidehaltiges Hundefutter automatisch schlechter? Natürlich gibt es Hunde, die kein Getreide vertragen und in diesem Fall sollte natürlich konsequent darauf verzichtet werden. Ansonsten ist Getreide ein Kohlenhydratlieferant und enthält im Wesentlichen Stärke. Stärke ist auch für Hunde ein Energieträger und kann als solcher in geringen Mengen verarbeitet werden. Größere Mengen hingegen führen zu Durchfall. Daher sollte man darauf achten, dass der Kohlenhydratanteil im Futter nicht zu hoch ist. Das bezieht sich aber nicht nur auf Getreide, auch Kartoffeln enthalten z. B. Kohlenhydrate und können bei einem zu hohen Fütterungsanteil zu Problemen führen. Es ist aber sicher richtig, dass manche Hersteller zu billigen Getreidesorten greifen, um ein Alleinfuttermittel inhaltlich „aufzufüllen“.

Was ist im Wildborn African Outback enthalten?

Jetzt wird es exotisch! Wir schauen einmal genauer hin und möchten wissen, wie viel Straußenfleisch im African Outback enthalten ist. Wie hoch ist der Fleischanteil und was genau kann eigentlich dieses Tausendgüldenkraut?

Zusammensetzung der Inhaltsstoffe

Auf der Wildborn-Seite finden sich ausführliche Angaben zu den Inhaltsstoffen des Wildborn African Outback. Doch was bedeuten diese eigentlich?

Kartoffelflocken (min. 48%), Straußenfleisch (min. 20% getrocknet und gemahlen), Rübentrockenschnitzel entzuckert, Apfel (getrocknet) (min. 5%), tierisches Fett, Erbsen (getrocknet) Proteinhydrolysat, Bierhefe (getrocknet), Kartoffelprotein, Brennnessel (getrocknet), Brombeerblätter (getrocknet), Schafgarbe (getrocknet), Fenchel (getrocknet), Kümmel (getrocknet), Kamillenblüten (getrocknet), Mistelkraut (getrocknet), Enzianwurzel (getrocknet), Tausendgüldenkraut (getrocknet 0,03%).

Auf den ersten Blick fällt bereits die Reihenfolge in der Auflistung der Inhaltsstoffe auf. Der Inhaltsstoff, der in der größten Menge enthalten ist, wird an erster Stelle genannt, dann folgen absteigend die weiteren Zusätze. Leider stehen hier die Kartoffelflocken mit mindestens 48 % ganz vorne. Es könnten also sogar noch mehr Kartoffelflocken enthalten sein, Getreide sucht man hier erfreulicherweise aber vergeblich. Straußenfleisch ist mit mindestens 20 % an zweiter Stelle ausgewiesen.

Der Fleischanteil im Wildborn African Outback Hundefutter ist somit nicht sehr hoch. Positiv ist zwar, dass Wildborn auf seiner Seite erklärt, dass vorwiegend hochwertiges Muskelfleisch vom Strauß verarbeitet wurde, aber der genaue prozentuale Anteil von Muskelfleisch und Schlachtabfällen wird nicht ausgewiesen.

Die Aussage auf der Website, dass zu 100 % Straußenfleisch verarbeitet wurde, ist eine wichtige Angabe für Hunde mit Unverträglichkeiten und Allergien. Bei den Inhaltsstoffen tauchen dann aber auch nicht näher definierte tierische Fette auf und somit eignet sich das Futter trotz des so seltenen Straußenfleisches schon fast nicht mehr für eine Ausschlussdiät bei Allergien. Ein sehr sensibler Hund könnte auf die verschiedenen tierischen Fette reagieren, wenn er z. B. kein Schwein oder Geflügel verträgt. Uno hat nur eine leichte Unverträglichkeit auf Geflügel und würde wahrscheinlich gar nicht reagieren, wenn wir das Wildborn African Outback über einen längeren Zeitraum füttern würden.

Die restlichen Inhaltsstoffe sind hochwertig und abwechslungsreich, aber abgesehen vom Apfel und dem Tausendgüldenkraut nicht mit näheren Mengenangaben versehen. Wir sehen hierfür aber tatsächlich auch keine Notwendigkeit, obwohl so natürlich indirekt verhindert wird, dass man berechnen kann, wie viele Kartoffelflocken denn nun tatsächlich enthalten sind.

Das Tausendgüldenkraut

Am Ende der Liste der Inhaltsstoffe findet sich mit 0,03 % auch das Tausendgüldenkraut. Diese Heilpflanze ist bis jetzt nur in ganz wenigen Alleinfuttermitteln enthalten und eine echte Wunderwaffe bei Problemen mit dem Verdauungstrakt, dem Magen und bei Appetitlosigkeit. Außerdem kann es eine fiebersenkende Wirkung haben, unterstützt Leber und Niere und stärkt bei Erschöpfung und nach Krankheiten.

Das Tausendgüldenkraut gehört zu den seltenen Enziangewächsen und enthält die Bitterstoffe Amarogentin und Gentiopikrin. Wie bei allen Heilpflanzen sollte es nicht zu einer Überdosierung kommen, deswegen finden wir es richtig gut, dass hier nicht auf eine Prozentangabe verzichtet wurde und keine bedenklichen Mengen enthalten sind.

Checkliste „Analytische Bestandteile“


Die analytischen Bestandteile im Hundefutter helfen, das Hundefutter an den Nährstoffbedarf des eigenen Hundes anzupassen.

Analytische Bestandteile

  • Protein: 21,0 %
  • Fettgehalt: 10,0 % 
  • Rohfaser: 3,0 % 
  • Rohasche: 7,8 %
  • Calcium: 1,3 %
  • Phosphor: 0,95 %
  • Natrium: 0,25 %
  • Omega-3-Fettsäuren 0,22 %
  • Omega-6-Fettsäuren 1,35 %
Idealwerte der analytischen Bestandteile bei einem „guten“ Hundefutter:
Protein: 20 % – 25 %
Fettgehalt: 10 % – 15 %
Rohfaser: 1,5 % – 3 %
Rohasche: unter 10 %

Das Wildborn African Outback fällt hierbei durch einen sehr geringen Protein- und Fettgehalt auf und eignet sich dadurch besonders gut für etwas weniger aktive Hunde und Hunde mit ruhigerem Stoffwechsel.

Auch Hunden, die leicht zu Übergewicht neigen, kann man das African Outback mit Straußenfleisch bedenkenlos füttern. Durch den hohen Kartoffelflockenanteil ist der Rohfaseranteil (unverdauliche pflanzliche Wasserstoffe) eher im oberen Bereich und kann bei manchen Hunden mit 3 % bereits zu Blähungen führen.

Das Wildborn African Outback Hundefutter im Alltag

In welchen Mengen kann man das Wildborn African Outback Hundefutter kaufen?

Das African Outback mit Straußenfleisch gibt es in der praktischen Testgröße von 500 g. Das finden besonders die Redaktionsterrier zum Anbeißen, da wir so gerne mal eine Probiergröße für die beiden bestellen. Sollte das Futter nicht schmecken oder nicht vertragen werden, wirft man keine große Futtermenge weg.
Wenn sich „Tütenaufreißer“ und Hund für das getreidefreie African Outback mit Straußenfleisch entschieden haben, gibt es das Futter in Säcken zu 2 kg, 8 kg und 15 kg zu kaufen. Je größer der Futtersack ist, desto günstiger ist das Futter im Verhältnis. Allerdings sind die Säcke nicht wiederverschließbar (warum eigentlich nicht?) und so muss man mit einer luftdichten Futtertonne oder Frischeclips Abhilfe schaffen.

Wie viel kostet das Alleinfuttermittel?

Je nach Futtersackgröße bezahlt man für das Kilo Wildborn African Wild Outback mit Straußenfleisch zwischen 7,98 Euro (500 g) und 4,19 Euro (15 kg). Es lohnt sich also definitiv, große Mengen zu kaufen, sofern man diese lagern kann. Einstein wiegt 8 kg und sollte laut Herstellerangaben ungefähr 130 g pro Tag fressen. Mit einem 15 kg-Sack für 62,90 Euro kämen wir also locker 3 Monate aus. Somit gehört das Hundefutter zwar durchaus zu den hochpreisigen Sorten im Wildborn-Angebot, dafür bekommt man aber auch hochwertige Inhaltsstoffe wie Straußenfleisch und das Tausendgüldenkraut.

Wie füttert man das Wildborn African Outback?

Nassfutter und Frischfleisch werden vom Hund am schnellsten verdaut, Trockenfutter hat eine längere Verdauungszeit. Dies ist wichtig zu wissen, für die Ruhepausen nach dem Fressen. Der Hund darf sich immer ganz normal bewegen, aber mit vollem Magen sollte der Hund keinen Sport treiben oder wild herum toben.

Trockenfutter sollte immer gut aufgeweicht und mit ausreichend Wasser gefüttert werden. Die Kroketten quellen sonst noch mehr im Magen nach und verlängern die Verdauungszeit. Außerdem erhöht sich das Risiko einer Magendrehung, wenn zu große Mengen Trockenfutter auf einmal ohne zusätzliches Wasser gefüttert werden.
Die Kroketten sind für unseren Bedarf etwas zu groß und eignen sich eher nicht für eine Belohnung unterwegs oder beim Terrier-Training. Für große Rassen sollte das aber kein Problem sein, da sie natürlich größere Futtermengen aufnehmen dürfen. Das Futter riecht angenehm und zerbröselt nicht so leicht, sodass es gut mitgenommen werden kann.

Die Redaktionsterrier sind kein wirklich guter Maßstab für den Geschmack, da den beiden grundsätzlich alles schmeckt und kein Futter verschmäht wird. Hier gilt: Probieren geht über studieren und die kleine Probenpackung lädt ganz unverbindlich zum Geschmackstest ein.

Lohnt sich der kulinarische Ausflug ins African Outback?

Das Wildborn African Outback mit Straußenfleisch hat durchaus einige Schwächen in der Zusammensetzung. Der geringe Fleischanteil und der hohe Anteil an Kartoffelflocken sprechen jetzt erst mal nicht direkt für eine uneingeschränkte Weiterempfehlung. Für den vergleichsweise hohen Preis wünscht man sich dann doch eine sorgfältige Auflistung der Inhaltsstoffe ohne versteckte Überraschungen.

Für Hunde mit Fleischunverträglichkeiten oder vielen Allergien kann das African Outback mit Straußenfleisch aber tatsächlich die Lösung zu einer beschwerdefreien Ernährung sein, da komplett auf Getreide verzichtet wird und (fast) ausschließlich seltenes und somit allgemein gut verträgliches Straußenfleisch verwendet wird. Hochwertige Zutaten, wie das Tausendgüldenkraut, ergänzen das exotische Futterangebot. Die Redaktionsterrier würden bestimmt gerne mal probieren.

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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