Shiba Inu: Klein aber Oho

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Der Shiba Inu zählt mit zu den ältesten Hunderassen. Ursprünglich aus Japan stammend, ist der Shiba Inu heute weltweit bekannt. Mit einem starken Willen und großen Mut ausgestattet, ist der ehemalige Jagdhund auch heute noch recht eigenwillig. Der Shiba Inu benötigt einen erfahrenen Hundeführer, der sensibel, aber sehr konsequent diesen Hund erzieht und führt.

Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel

Shiba Inu Aussehen

Ein Urhund, der manchmal wie ein kleiner Fuchs aussieht

Der kleine Shiba Inu fällt als erstes durch seine ausdrucksstarke Gesichtsmaske auf. Mit den kleinen, dreieckigen, spitzen, weit auseinander stehenden Ohren und aufmerksamen Augen, könnte man auf den ersten Blick meinen, ein Fuchs steht vor einem. Das dichte kurze Fell des Shiba Inu hat einige Farbvarianten zu bieten. Von braun über rot nach gold, bis creme sind einige Fellfarben möglich.

Sesam bezeichnet beim Shiba Inu Farbkombinationen aus den genannten Fellfarben. Nach dem Rassestandard muss die Fellfärbung Urajiro aufweisen. Dies bedeutet, dass seitlich der Schnauze und an den Backen, unter der Schnauze, am Hals, an Brust und Bauch, an der Unterseite der Rute sowie an der Innenseite der Vorder- und Hinterläufe, helle, weißliche Behaarung zu sein hat.

Die Rute trägt der Shiba Inu gerollt und dicht über den Rücken. Die Beine sind lang. Die Widerristhöhe bei Hündinnen beträgt um die 36,5 cm und bei Rüden um die 39,5 cm. Die Proportionen des Shiba Inu sind insgesamt sehr harmonisch. Laut Rassestandard soll das Verhältnis von Widerristhöhe zur Körperlänge 10:11 betragen.

Ein Shiba Inu sieht zusammengefasst so aus

  • Ein kleiner Hund
  • Fuchsähnliches Gesicht
  • Spitze Ohren
  • Dichtes Fell in verschiedenen Sesamtönen
  • Fellfärbung sollte Urajiro aufweisen
  • Rute gerollt über den Rücken
  • Harmonische Proportionen

Mit einem kurzen Schweifwedeln kann ein Hund mehr Gefühl ausdrücken als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.

(Louis Armstrong)

Der kleine Shiba Inu fällt als erstes durch seine ausdrucksstarke Gesichtsmaske auf. Mit den kleinen, dreieckigen, spitzen, weit auseinander stehenden Ohren und aufmerksamen Augen, könnte man auf den ersten Blick meinen, ein Fuchs steht vor einem. ( Foto: Shutterstock-Ricantimages)

Der kleine Shiba Inu fällt als erstes durch seine ausdrucksstarke Gesichtsmaske auf. Mit den kleinen, dreieckigen, spitzen, weit auseinander stehenden Ohren und aufmerksamen Augen, könnte man auf den ersten Blick meinen, ein Fuchs steht vor einem. ( Foto: Shutterstock-Ricantimages)

Shiba Inu & Charakter

Wachsam, loyal und doch unabhängig

Shiba Inu sind Jagdhunde, die ihren eigenen Kopf haben. Das „will to please“, das vielen Jagdhunden zu eigen ist, wird man jedoch beim Shiba Inu vergeblich suchen. Wie sein entfernter Verwandter der Spitz, ist auch der Shiba Inu ein sehr wachsamer Hund. Neigt aber weniger zum Bellen, wie der Spitz.

Sein ausgeprägtes Territorialverhalten, lässt ihn nur wenig Freundschaften mit anderen Hunden schließen. Zudem macht dem Shiba Inu sein angeborenes Misstrauen schwer, mit anderen Hunden oder Menschen warm zu werden.

Seinem Menschen gegenüber zeigt sich der Shiba Inu aber meist loyal. Was aber nicht gleichzusetzen ist, dass er seinen Zweibeiner automatisch als Rudelführer anerkennt. Dies kann man aber dem Shiba Inu mit einer ruhigen, aber sehr konsequenten Erziehung durchaus beibringen.

Dazu bedarf es jedoch eines erfahrenen Hundeführers, der mit natürlicher Autorität und ohne Gewalt seine Position als erster Chef klar macht.

Der Shiba Inu ist ein sehr kluger Hund. Die kleinsten Schwächen oder Inkonsequenzen seines Menschen wird er sofort ausnutzen, um auszuloten, ob nicht doch er der Boss ist.

Typisch Shiba Inu zusammengefasst

  • Sehr eigenwillig
  • Territorial
  • Wachsam
  • Klug
  • Loyal
Shiba Inu sind Jagdhunde, die ihren eigenen Kopf haben. Das „will to please“, das vielen Jagdhunden zu eigen ist, wird man jedoch beim Shiba Inu vergeblich suchen. ( Foto: Shutterstock-TOM KAROLA )

Shiba Inu sind Jagdhunde, die ihren eigenen Kopf haben. Das „will to please“, das vielen Jagdhunden zu eigen ist, wird man jedoch beim Shiba Inu vergeblich suchen. ( Foto: Shutterstock-TOM KAROLA )

Shiba Inu-Geschichte

Ein nationales Naturdenkmal aus Japan

Der Shiba Inu stammt aus den japanischen Bergregionen und wurde dort viele Jahrhunderte als Jagdhund für kleine Tiere, wie Waldvögel eingesetzt. Gefundene Hundeskelette bewiesen, dass der Shiba Inu bereits 8.000-10.000 Jahre vor Christi Geburt gelebt hat und bis heute unverändert im Aussehen und Skelettbau ist.

Der Shiba Inu ist somit einer der Urhunde, dessen genetische Verwandtschaft noch direkt auf den Wolf zurückzuführen ist. Shiba bedeutet auf Japanisch Hund, das Wortzeichen Inu hat mehrere Bedeutungen. Es bezeichnet einen rötlichen Strauch, bedeutet aber auch „klein“.

Viele Jahrhunderte blieb der Shiba Inu reinrassig, da in seinem Lebensraum in den japanischen Bergen keine andere Hunderasse vorkam. Erst als britische Reisende, Ende des 19. Jahrhunderts den japanischen Jagdhund entdeckten, fingen sie an, in den Shiba Inu typisch englische Jagdhunde wie Setter oder Pointer einzukreuzen.

Wenige Jahrzehnte später gab es fast keine reinrassigen Shiba Inu mehr. 1928 schließlich taten sich mehrerer Liebhabe der Shiba Inu zusammen, um den japanischen Jagdhund gezielt zu züchten.

Vermutlich wurde er so vor dem Aussterben gerettet. Bereits 1934 gab es einen Rassestandard und 1937 wurde der Shiba Inu zum japanischen National Naturdenkmal erhoben.

Vom FCI (Fédération Cynologique Internationale) wird der Shiba Inu seit 1964 in der Gruppe 5, Spitze und Hunde vom Urtyp, Sektion Asiatische Spitze und verwandte Rassen geführt.

Shiba Inu – Kurze Zusammenfassung der Geschichte

  • Uralter reinrassiger Jagdhund aus den Bergen Japans
  • Durch Einkreuzungen von englischen Jagdhunden fast ausgestorben
  • Ab 1928 wieder gezielt gezüchtet
  • 1934 Rassestandards festgelegt
  • Seit 1964 als Rasse vom FCI anerkannt
Der Shiba Inu ist somit einer der Urhunde, dessen genetische Verwandtschaft noch direkt auf den Wolf zurückzuführen ist. ( Foto: Shutterstock-Ricantimages )

Der Shiba Inu ist somit einer der Urhunde, dessen genetische Verwandtschaft noch direkt auf den Wolf zurückzuführen ist. ( Foto: Shutterstock-Ricantimages )

Passt der Shiba Inu zu mir?

Ein Hund, der nicht für Hundeanfänger geeignet ist

Sieht man den Shiba Inu zum ersten Mal, kann man sich seiner Faszination kaum entziehen. Doch bei der Frage, ob man sich diesen Hund zutraut, sollte der Verstand wieder eingeschaltet werden.

Der Shiba Inu ist in der Erziehung ein anspruchsvoller Hund und benötigt bereits eine gute Portion an Sachkenntnis und Erfahrung im Umgang mit Hunden.

Sowohl seine sehr ausgeprägte Selbständigkeit, sein Jagdtrieb und auch sein ebenfalls sehr ausgeprägtes Territorialverhalten können bei einer falschen Sozialisierung und Erziehung, zu unschönen und auch gefährlichen Situationen führen.

Mit einem gefestigten und ausgeglichenen Charakter als Hundeführer muss der Shiba Inu sensibel, aber konsequent erzogen und geführt werden. Dafür sollte man Zeit haben und sich der Herausforderung täglich aufs Neue stellen wollen.

Als Jagdhund aus den Bergen liebt es der Shiba Inu bei jeder Witterung draußen zu sein. Sein dichtes Fell hält Wind, Regen und Schnee gut ab. Für Wanderungen und naturnahe, lange Spaziergänge ist der Shiba Inu der richtige Hund. Wer sich gern und lang draußen aufhält, hat im Shiba Inu einen guten Begleiter. Warme Regionen hingegen sind nichts für ihn.

Als Familienhund eignet sich der kleine Japaner nur semi gut. Im Haushalt lebende Kinder sollten auf jeden Fall schon älter sein. Auch mit weiteren tierischen Hausgenossen könnte es auf Grund jagdlichen und territorialen Veranlagung Probleme geben.

Passt der Shiba Inu zu mir zusammengefasst

  • Kein Anfängerhund
  • Erfahrener Hundeführer
  • Sensible, aber konsequente Erziehung
  • Zeit für die Herausforderung
  • Gern draußen sein bei jeder Witterung
  • Als Familienhund nur semi geeignet
Sieht man den Shiba Inu zum ersten Mal, kann man sich seiner Faszination kaum entziehen. Doch bei der Frage, ob man sich diesen Hund zutraut, sollte der Verstand wieder eingeschaltet werden. ( Foto: Shutterstock- Trybex)

Sieht man den Shiba Inu zum ersten Mal, kann man sich seiner Faszination kaum entziehen. Doch bei der Frage, ob man sich diesen Hund zutraut, sollte der Verstand wieder eingeschaltet werden. ( Foto: Shutterstock- Trybex)

Shiba Inu Anschaffung

Viele Fragen sind im Vorfeld der Anschaffung zu klären

Ist man der Meinung, dass man sich einen Shiba Inu als vierbeinigen Freund zutraut, übernimmt man vom ersten Tag an eine große Verantwortung für den Hund. Das Leben des Shiba Inu wird nun von der Kompetenz seines Menschen abhängen, ob er ein artgerechtes und sorgenfreies Hundeleben führen kann.

Viele wichtige Fragen und Regeln zur Haltung sollte man daher bereits im Vorfeld der Anschaffung geklärt haben:

  • Hat man wirklich die Zeit und auch die finanziellen Mittel ein Hund für 15 Jahre zu halten
  • Kommt eventuell auch eine andere Hunderasse infrage
  • Kann man den Shiba Inu artgerecht halten
  • Sind alle Familienmitglieder einverstanden mit der Auswahl des Hundes
  • Wo wird der Hund im Krankheitsfall oder im Urlaub untergebracht

Auch rechtliche Fragen sind im Vorfeld abzuklären:

  • Falls man zur Miete wohnt: wie ist die Tierhaltung im Mietvertrag geregelt
  • Wie sind die Bestimmungen zur Hundehaltung im Bundesland, in dem man wohnt

Ist nun die Entscheidung für die Anschaffung eines Shiba Inu nach reiflicher Überlegung gefallen, muss als nächstes eine seriöse Zucht gefunden werden. Dabei sollte man sich Zeit lassen, um gründlich zu suchen.

Denn bereits bei der Auswahl der Elterntiere des zukünftigen Fellfreundes, werden die Weichen für seine Gesundheit, Charakter und Wesen gelegt.

Anschaffung Shiba Inu zusammengefasst

  • Hohe Verantwortung für bis zu 15 Jahre
  • Frageliste an sich selbst richten
  • Rechtliche Fragen abklären
  • Einen seriösen Züchter finden
Ist man der Meinung, dass man sich einen Shiba Inu als vierbeinigen Freund zutraut, übernimmt man vom ersten Tag an eine große Verantwortung für den Hund. ( Foto: Shutterstock-Africa Studio)

Ist man der Meinung, dass man sich einen Shiba Inu als vierbeinigen Freund zutraut, übernimmt man vom ersten Tag an eine große Verantwortung für den Hund. ( Foto: Shutterstock-Africa Studio)

Shiba Inu & Züchter

Gesunde Shiba Inu mit einem positiven Wesen bekommt man bei seriösen Züchtern

Einen Shiba Inu trifft man nicht alle Tage auf der Straße. Auch die Anzahl der Shiba Inu Züchter ist relativ gering im Vergleich zu Züchtern anderer Hunderassen. Ein guter Shiba Inu Züchter legt, wie alle seriösen Hundezüchter, sehr viel Wert auf gesunde und wesensfeste Tiere.

Bereits bei der Verpaarung der Elterntiere wird bei verantwortungsvollen Züchtern darauf geachtet, dass diese wichtigen Parameter an die Nachkommen weitervererbt werden.

Bei der Suche nach einem seriösen Shiba Inu Züchter wird man auf der Seite des VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) oder beim ShCD (Shiba Club Deutschland) fündig.

Seriöse Züchter lieben ihre Welpen wie ihre eigenen Kinder. Man sollte sich daher darauf einstellen, dass man bei einem Besuch auch Fragen gestellt bekommt, wie die zukünftigen Lebensbedingungen der kleinen Shiba aussehen.

Empfiehlt der Züchter nach dem Kennenlernen einen bestimmten Welpen aus einem Wurf, sollte man diese Empfehlung annehmen. Der Züchter kennt das Wesen seine Welpen bereits nach ein paar Lebenswochen sehr gut und kann besser einschätzen, welches Hund-Mensch-Team gut zusammenpassen würde.

Leider gibt es aber auch bei den Shiba Inu windige Hinterhof-Vermehrer, die nur Geld mit den Hunden machen wollen. Gesundheit und Wesen der Elterntiere und Welpen ist ihnen völlig egal.

Wenn man also eine Zuchtstätte besucht, sollte man darum auf einige Dinge achten:

  • Machen der Züchter und die Zuchtstätte einen seriösen Eindruck
  • Wirkt der Zuchtort aufgeräumt und hygienisch
  • Leben die Hunde mit dem Züchter unter einem Dach und haben Familienanschluss
  • Machen die Hunde und Welpen einen aufgeweckten und gesunden Eindruck
  • Ganz wichtig: Ist zumindest die Mutter der Welpen anwesend und wirkt gesund
  • Ist die Welpenkiste sauber und liebevoll eingerichtet
  • Haben die Welpen einen Welpenspielplatz, der sie fördert und fordert

Wie alle Hundewelpen von seriösen Züchtern, werden auch Shiba Inu Welpen frühestens mit der 8. oder 9. Lebenswoche in ihr neues Zuhause abgegeben. Die kleinen Fellnasen sind zu diesem Zeitpunkt bei seriösen Züchtern bereits geimpft, gechipt und entwurmt.

Als Käufer erhält man den Gesundheitsnachweis des Welpen und einem EU-Heimtierausweis, die Abstammungsurkunde und selbstverständlich einen schriftlichen Kaufvertrag zum Welpen.

Zusammengefasst Shiba Inu & Züchter

  • Nur bei seriösem Züchter kaufen
  • Checkliste Zuchtstätte und Züchter
  • Welpen werden frühestens mit 8./9. Wochen abgegeben
  • Welpe ist geimpft, gechipt und entwurmt
  • Kaufvertrag, EU-Heimtierausweis, Gesundheitsnachweis, Abstammungsurkunde
Ist nun die Entscheidung für die Anschaffung eines Shiba Inu nach reiflicher Überlegung gefallen, muss als nächstes eine seriöse Zucht gefunden werden. ( Foto: Shutterstock-_JanWolanski.com)

Ist nun die Entscheidung für die Anschaffung eines Shiba Inu nach reiflicher Überlegung gefallen, muss als nächstes eine seriöse Zucht gefunden werden. ( Foto: Shutterstock-_JanWolanski.com)

Shiba Inu-Preis

Die meisten Shiba Inu Zuchten sind liebevolle Hobbyzuchten. Seriöse Züchter investieren viel Zeit, Liebe und auch Geld in ihre Tiere und die Welpenaufzucht. Monetär rechnet sich das in der Regel nicht, wenn man auf das Wohl der Tiere achtet.

Für einen Shiba Inu Welpen aus einer guten Zuchtstätte mit allen Papieren bezahlt man zwischen 1.700 und 2.500 Euro. Bei Shiba Inu Welpen, die deutlich unter diesem Preis liegen, ist genau hinzuschauen. Hilfreich dafür ist die oben aufgeführte Checkliste Shiba Inu & Züchter.

Shiba Inu-Welpen

Ein sicheres Hundezuhause und eine gute Sozialisierung sind wichtig für kleine Welpen

Wenn man einen seriösen Shiba Inu Züchter gefunden und sich für einen Welpen entschieden hat, dauert es meist noch ein paar Wochen, bevor das neue Familienmitglied in sein neues Zuhause einzieht. Diese Zeit kann man ganz wunderbar nutzen, um das neue Zuhause des kleinen Shiba Inu vorzubereiten.

Es gilt nun, die zukünftigen vier Wände des Shiba Inu Hundesicher zu machen. Oftmals ist Menschen gar nicht bewusst, wie vielen Gefahrenquellen ein kleiner Welpe ausgesetzt ist. Wie bei kleinen Menschenkindern auch, sollte für die Unversehrtheit des Welpen Treppenabgänge gesichert werden und Türen mit Türstoppern vor dem zufallen gehindert werden. Somit kann man gut verhindern, dass sich möglichst keine Knochen gebrochen oder Pfötchen gequetscht werden können.

Wie alle Welpen ist auch der Shiba Inu Welpe neugierig und verspielt. Nichts ist vor seinen kleinen Mäulchen sicher. Daher sollten Elektrokabel und kleine Teile, die angeknabbert und verschluckt werden können unzugänglich verstaut werden. Auch Putz- und Arzneimittel gehören wie bei kleinen Menschenkindern so aufbewahrt, dass sie unerreichbar bleiben.

Zudem gibt es eine ganze Menge an Pflanzen und Lebensmitteln, die für Hunde giftig und sogar Lebensbedrohlich sein können. Eine Übersicht dazu findet man auf unserer Rasseportrait-Seite des Pomeranian .

Weiterhin kann man die Zeit bis zum Einzug des kleinen Shiba Inu dafür nutzen, sich nach einer zertifizierten Hundeschule umzuschauen. Auch wenn man bereits viel Erfahrung mit Hunden hat, ist ein Welpenkurs in einer guten Hundeschule für die Sozialisierung und Erziehung sehr hilfreich.

Besonders der Territorial veranlagte Shiba Inu kann dort unter kontrollierter Aufsicht sozialisiert werden. Oft haben sich dort schon Hundefreundschaften für ein ganzes Leben ergeben.

Ein Shiba Inu Welpe zieht ein zusammengefasst

  • Wartezeit für die Vorbereitung nutzen
  • Vier Wände auf giftige Pflanzen und Lebensmittel checken
  • Lebensgefährliche Quellen wie Stromkabel und Arzneimittel beseitigen
  • Türen und Treppen sichern
  • Zertifizierte Hundeschule mit Welpenkursen suchen
Wenn man einen seriösen Shiba Inu Züchter gefunden und sich für einen Welpen entschieden hat, dauert es meist noch ein paar Wochen, bevor das neue Familienmitglied in sein neues Zuhause einzieht. ( Foto: Shutterstock-Africa Studio)

Wenn man einen seriösen Shiba Inu Züchter gefunden und sich für einen Welpen entschieden hat, dauert es meist noch ein paar Wochen, bevor das neue Familienmitglied in sein neues Zuhause einzieht. ( Foto: Shutterstock-Africa Studio)

Shiba Inu: Gesundheit & Pflege

Eine gesunde Hunderasse, die kaum Anfälligkeiten zeigt

Der Shiba Inu ist eine Hunderasse, die in ihrer erblichen Substanz kaum Auffälligkeiten für Hundekrankheiten zeigt. Kommt der Shiba Inu aus einer seriösen Zucht, wird man in der Regel einen gesunden Hund haben.

Typische Hundekrankheiten wie Hüftgelenksdysplasie (HD) oder Ellenbogendysplasie (ED)werden beim Shiba Inu nur selten diagnostiziert. Auch die Augenkrankheit Progressive Retinaatrophie (PRA) wird nur selten festgestellt.

Die Fellpflege allerdings ist beim Shiba Inu während des Fellwechsels schon aufwendiger. Das kurze Fell beim Shiba Inu besteht aus einem graden Deckhaar und sehr feiner Unterwolle. Damit die herausfallenden Haare während des Fellwechsels nicht auf der Haut picken und jucken, sollte man ihn einmal am Tag kurz abbürsten.

Außerhalb des Fellwechsel ist der Shiba Inu pflegeleichter. Einmal die Woche kurz abbürsten sollte man den Hund allerdings schon. Dabei kann man auch gleich den allgemeinen Zustand des Hundes kontrollieren. Dazu gehören Augen, Ohren, Zähne und Krallen.

Shiba Inu Gesundheit und Pflege zusammengefasst

  • Eine in der Regel gesunde Hunderasse
  • Fell während des Fellwechsels regelmäßig bürsten
  • Regelmäßig den allgemeinen Zustand von Augen, Zähnen, Pfoten und Krallen kontrollieren
Der Shiba Inu ist eine Hunderasse, die in ihrer erblichen Substanz kaum Auffälligkeiten für Hundekrankheiten zeigt. Kommt der Shiba Inu aus einer seriösen Zucht, wird man in der Regel einen gesunden Hund haben. ( Foto: Shutterstock-Grisha Bruev_)

Der Shiba Inu ist eine Hunderasse, die in ihrer erblichen Substanz kaum Auffälligkeiten für Hundekrankheiten zeigt. Kommt der Shiba Inu aus einer seriösen Zucht, wird man in der Regel einen gesunden Hund haben. ( Foto: Shutterstock-Grisha Bruev_)

Shiba Inu & Erziehung

Die Eigenwilligkeit und Selbstbestimmtheit des Shiba Inu ist eine Herausforderung

Der Shiba Inu ist kein Anfängerhund. Selbst erfahrene Hundeführer müssen dem Shiba Inu letztendlich eine gewisse Eigenständigkeit und Selbstbestimmtheit lassen. Ein „will to please“ wie bei vielen anderen Jagdhunden, wird man nie in dieser Rasse finden. Schließlich ist der Freiheitsdrang einer der genetisch bedingten Wesenszüge des Shiba Inu.

Doch trotzdem, muss natürlich auch der Shiba Inu gehorchen und führbar sein. Der Shiba Inu ist ein sensibler Hund, dementsprechend muss mit ihm auch umgegangen werden. Gleichzeitig bedarf es aber einer stringenten Konsequenz in der Erziehung, was eben die Herausforderung darstellt.

Ebenso wichtig wie die Erziehung ist auch die Sozialisierung des Shiba. Sein angeborenes Territorialverhalten sollte von Beginn an unterbunden werden. Genauso wie seine Dominanz gegenüber anderen Hunden.

Zusammengefasst Shiba Inu Erziehung

  • Kein Anfängerhund
  • Sensibler Umgang mit konsequenter Erziehung
  • Sozialisierung wichtig
  • Territorial- und Dominanzverhalten unterbinden
  • Eigenständigkeit und Selbstbestimmtheit ist Wesensbedingt
Der Shiba Inu ist kein Anfängerhund. Selbst erfahrene Hundeführer müssen dem Shiba Inu letztendlich eine gewisse Eigenständigkeit und Selbstbestimmtheit lassen. ( Foto: Shutterstock-_Grisha Bruev )

Der Shiba Inu ist kein Anfängerhund. Selbst erfahrene Hundeführer müssen dem Shiba Inu letztendlich eine gewisse Eigenständigkeit und Selbstbestimmtheit lassen. ( Foto: Shutterstock-_Grisha Bruev )

Shiba Inu Aktivitäten

Wie alle Jagdhunde, ist auch der Shiba Inu ein „Draußen-Hund“

Der Shiba Inu ist als Jagdhund am liebsten draußen unterwegs. Als Sportpartner fürs Joggen, Radfahren oder Wandern ist er sofort dabei. Auch als Segelhund wurde er schon auf Booten gesichtet – selbstverständlich immer mit einer Hundeschwimmweste ausgestattet.

Welche und ob überhaupt der Shiba sich für typische Hundesportarten wie Agility, Rally Obedience oder Mantrailing begeistert, hängt vom Charakter des jeweiligen Shiba ab. Auch bei der Vorliebe seiner Freizeitaktivitäten bleibt er eigenwillig. Als Mensch muss man herausfinden, was ihn begeistert.

Wie bei allen Hunden, sollte man natürlich auch beim Shiba Inu darauf achten, dass seine Knochen und Gelenke in der Wachstumsphase als Welpe und Junghund nicht zu sehr beansprucht werden. Eine Schonung der Knochen und Gelenke im ersten Lebensjahr bedeutet eine Investition in die spätere Gesundheit eines Hundes.

Zusammenfassung Aktivitäten

  • „Draußen-Hund“
  • Als Partner für viele Bewegungssportarten geeignet
  • Viele Hundesportarten möglich
  • Gelenke im ersten Lebensjahr schonen
Der Shiba Inu ist als Jagdhund am liebsten draußen unterwegs. Als Sportpartner fürs Joggen, Radfahren oder Wandern ist er sofort dabei. ( Foto: Shutterstock-_Thürler Baptiste )

Der Shiba Inu ist als Jagdhund am liebsten draußen unterwegs. Als Sportpartner fürs Joggen, Radfahren oder Wandern ist er sofort dabei. ( Foto: Shutterstock-_Thürler Baptiste )

Häufige Fragen zum Shiba Inu

Woher kommt der Shiba Inu?

Der Shiba Inu ist ein Jagdhund aus den Bergen Japans. Er wird dort seit vielen Jahrtausenden für die Jagd auf Kleintiere eingesetzt.

Ist der Shiba Inu als Familienhund geeignet?

Als Familienhund ist der Shiba Inu nur mäßig geeignet. Wenn Kinder im Haushalt sind, sollten sie schon älter sein, um respektvoll und rücksichtsvoll mit dem Hund umgehen zu können.

Wie erzieht man einen Shiba Inu?

Der Shiba Inu ist ein eigenwilliger Hund, der gern selbständige Entscheidungen trifft. Damit es nicht zu gefährlichen Situationen kommt, benötigt der Shiba Inu unbedingt eine liebevolle, aber sehr konsequente Erziehung.

Ist der Shiba Inu für Hundeanfänger der passende Hund?

Als Hundeanfänger ist vom Shiba Inu abzuraten. Die Rasse ist sehr eigenwillig und selbst für erfahrene Hundehalter eine Herausforderung.

Kann man den Shiba Inu in der Stadt halten?

Als Jagdhund ist der Shiba Inu am liebsten draußen. In einer Stadtwohnung sollte man ihn nur halten, wenn er ausreichend und artgerecht ausgelastet wird. Dazu gehört neben viel Bewegung auch die geistige Auslastung.

About Author

Simone Heitmann

Simone Heitmann ist nicht nur Journalistin, sondern nicht ganz nebenbei auch mit Herz und Seele Hundefrauchen. Ihr Australian Shepherd Blue Berry begleitet sie auch beruflich und schenkt den Kollegen eine gute Office-Life-Balance. Mit ihm verbringt sie ein Großteil ihrer Freizeit beim Agility oder bei ausgiebigen Wanderungen durch die Natur. Mini Aussie Blue Berry hat sogar ein eigenes Instagram-Profil. Und wer weiß, vielleicht kommt auch bald der zweite Aussie ins Haus. Ihre Philosophie: "Hunde sind nicht unser ganzes Leben, aber sie machen unser Leben ganz.", Roger Caras, Natur- und Tierjournalist.

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