Chihuahua: das musst Du tun, um mit ihm auszukommen

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Der Chihuahua ist der kleinste Hund der Welt, dafür aber mit einem großen Ego ausgestattet. Chihuahuas sind trotz ihrer geringen Größe relativ robust und lieben, auf ihre Verhältnisse abgestimmte, sportliche Aktivitäten. Ob Langhaar Chihuahua oder Kurzhaar Chihuahua, mit viel Temperament wollen die kleinen Zwerge ihre Welt entdecken.

Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel

Chihuahua Aussehen

Ein Apfelköpfchen mit zwei Fledermausohren.

Der Chihuahua fällt als erstes durch sein kleines Apfelköpfchen mit den großen Fledermausohren auf. Zwei dunkle Kulleraugen und ein vorwitziges Näschen runden das Bild ab. Der kleine Körper des Chihuahuas ist eher rechteckig. Seine Rute ist mäßig lang und mit der Spitze Richtung Rücken gedreht. Den Chihuahua gibt es in zwei Fellvariationen. Das Fell des Langhaar Chihuahuas kann leicht gewellt oder auch glatt sein.

Der Kurzhaar Chihuahua hat glattes und dichtanliegendes Fell. Die Fellfarben haben ein sehr breites Spektrum. Von verschiedensten Braun– und Cremetönen, über grau, blau, schwarz und weiß, gelb und gold kann alles vertreten sein.

Ebenfalls ist die Fellmusterung des Chihuahuas vielfältig. Von zweifärbig und dreifärbig, Merle, Tuxedo, Harlequin, Gepunktet über Tabby, Sable, Saddle und Blanket.

Mit einer Widerristhöhe von nur 14 – 18 cm ist der Chihuahua die kleinste Hunderasse der Welt. Auf der Waage bringt es der kleine Zwerg nur auf 1,5 – 3 Kilogramm. Standardisiert ist der Chihuahua im FCI (Fédération Cynologique Internationale) in der Gruppe 9, Gesellschafts- und Begleithunde, Sektion 6 Chihuahueño.

Zusammengefasst ist der Chihuahua…

  • Die kleinste Hunderasse der Welt
  • Apfelköpfchen, Fledermausohren, Kulleraugen
  • Es gibt ihn mit langem und kurzem Fell
  • Vielfältige Farbvarianten und Fellmusterungen sind möglich
  • Fliegengewicht auf der Waage
 

Chihuahua & Charakter

Ein kleiner, temperamentvoller Hund mit großem Ego

Chihuahuas sind sehr temperamentvolle und aufgeweckte Hunde. Chihuahuas lieben es die Welt mit ihren Menschen zu entdecken. Ist der Chihuahua der Meinung, er bekommt nicht genügend Aufmerksamkeit von seinem Menschen, wird er um jeden Preis auf sich Aufmerksam machen.

Chihuahuas sind sehr loyale Hunde. Sie leiden sehr, wenn sie regelmäßig zu lange alleingelassen werden und werden dann häufig verhaltensauffällig. Chihuahuas benötigen trotz ihrer Zwergen Größe relativ viel Auslauf und Bewegung.

Sie werden gern geistig und körperlich gefordert. Daher sind Chihuahuas, wie jedes andere Tier auch, als Accessoire in Handtaschen fehlplatziert. Die kleinen Temperamentsbolzen neigen dazu, ihre Menschen, auch ohne Anlass, zu verteidigen. Dabei vergessen Chihuahuas gern ihre Größe und Kraft und legen sich durchaus auch mit einem Dobermann an.

Eine liebevolle, aber konsequente Erziehung ist daher unbedingt angebracht. Chihuahuas neigen zum Bellen und zum Knurren. Auch dabei kann von Beginn an die richtige Erziehung helfen, dieses Verhalten in den Griff zu bekommen.

Zusammengefasst ist der Charakter eines Chihuahua…

  • Temperamentvoll
  • Sehr menschenbezogen
  • Großes Ego
  • Neigt zum Bellen und Knurren
  • Intelligent
  • Sportiv
Der Charakter des Chihuahua? Sehr temperamentvoll und viel Ego. (Foto: shutterstock - Jennay Hitesman)

Der Charakter des Chihuahua? Sehr temperamentvoll und viel Ego. (Foto: shutterstock – Jennay Hitesman)

Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.

(Antoine De Saint-Exupéry)

Chihuahua-Geschichte

Ein kleiner Azteke als Führer ins Jenseits

Die Herkunft des Chihuahuas ist nicht ganz 100% sichergestellt. Der Chihuahua aber ist höchstwahrscheinlich mexikanischer Abstammung. Vermutlich aus dem nördlichen Bundesstaat Chihuahua, der an die USA grenzt, mit gleichnamiger Hauptstadt. Noch heute leben dort wilde kleine Hunde, die dem heutigen Chihuahuas sehr ähnlich sind – daher der Name.

Bereits im 8. Jahrhundert sollen Chihuahua ähnliche Hunde von den Tolteken domestiziert worden sein. Auf Wandmalereien und Tonscherben wurden von Archäologen in Tolteken Siedlungen Abbildungen von Hunden entdeckt, die dem heutigen Kurzhaar Chihuahua sehr ähnlich sind. Ab dem 14. Jahrhundert soll dann die Hochkultur der Azteken den kleinen Hund in ihren Tempeln gehalten haben. Als Führer für die Toten, sollte der kleine Chihuahua die Verstorbene ins Jenseits geleiten. Demnach wird er wohl im Toten-Ritual der Azteken auch oft als Opferhund sein Leben gelassen haben.

Ab dem 19. Jahrhundert entdeckten Reisende aus den USA und Europa den kleinen Chihuahua in Mexiko. Sie nahmen ihn als Urlaubs-Souvenir mit und machten ihn so auf der ganzen Welt bekannt. 1959 wurde der Chihuahua als Rasse durch die FCI (Fédération Cynologique Internationale) anerkannt.

Zusammengefasst die Herkunft des Chihuahua…

  • Der Chihuahua ist vermutlich ein Mexikaner
  • Azteken hielten sie wahrscheinlich in ihren Tempeln
  • Begleiteten die Toten ins Jenseits
  • Im 19. Jahrhundert in die USA und nach Europa gebracht
  • 1959 als Rasse anerkannt
Die Geschichte des Chihuahua? Er kommt aus der Stadt Chihuahua in Chihuahua. Ehrlich! (Foto: shutterstock - Hurianova Olga)

Die Geschichte des Chihuahua? Er kommt aus der Stadt Chihuahua in Chihuahua. Ehrlich! (Foto: shutterstock – Hurianova Olga)

Passt der Chihuahua zu mir?

Als Mode-Accessoire nicht geeignet.

Wer sich einen Chihuahua anschaffen will muss sich im Klaren sein, dass er für ca. 16 – 18 Jahre die Verantwortung für ein Lebewesen übernimmt. Der Chihuahua ist sehr menschenbezogen und viele Stunden allein zu Hause ist eine Qual für ihn. Auch die luxuriöseste Hundebetreuung im Urlaub ist für den Chihuahua kein Ersatz für seinen Menschen. Daher sollten zukünftige Urlaube mit dem kleinen Racker geplant werden. Zeit ist einer der obersten Prioritäten bei der Anschaffung dieser Hunderasse.

Der Chihuahua ist ein aktiver Hund, der beschäftigt und gefordert werden will. Hundesport, Tricks beibringen und schöne Spaziergänge sollten daher auf der To-do-Liste eines jeden Chihuahua Besitzers stehen. Für Hundeanfänger ist die selbstbewusste Rasse eine kleine Herausforderung. Doch wenn man von Beginn an eine geeignete Hundeschule besucht und liebevoll, aber konsequent dem kleinen Egomanen seine Grenzen aufzieht, ist er auch für Hundeanfänger erziehbar.

Als Familienhund eignet sich der Chihuahua nur semi-gut. Die Kinder im Haushalt sollten schon etwas älter sein als 5 oder 6 Jahre. Als Fellpartner für Alleinstehende mit Zeit ist der Chihuahua sehr gut geeignet. Ob der Chihuahua in der Stadt oder auf dem Land lebt ist ihm egal, Hauptsache er ist ausgelastet und bei seinem Menschen.

Die Fellpflege ist nicht besonders aufwendig. Um den Dreck zu entfernen und Verfilzungen vorzubeugen, sollte das Fell ein bis zwei Mal die Woche gebürstet werden.

Viele Hundeschulen und Hundetrainer bieten eine Welpen-Kaufberatung im Vorfeld an. Gemeinsam im Gespräch wird die Frage beantwortet, welche Hunderasse passt am besten zu den spezifischen Lebensumständen eines Menschen oder einer Familie. Möglicherweise erfährt man so von Hunderassen, die noch besser zu einem passen.

Zusammengefasst ist der Chihuahua…

  • Menschenbezogen
  • Für Alleinstehende mit Zeit geeignet
  • Für Familien mit Kindern ab dem 6. Lebensjahr geeignet
  • Als Ersthund eine Herausforderung
  • Stadt geeignet

 

Wie passt der Chihuahua zu mir? Na, raten Sie mal.. (Foto: shutterstock - alexks)

Wie passt der Chihuahua zu mir? Na, raten Sie mal.. (Foto: shutterstock – alexks)

Chihuahua Anschaffung

Ein Chihuahua kostet Zeit und Geld

Chihuahuas leben 16 bis 18 Jahre. Für diesen Zeitraum übernimmt man die Verantwortung für ein Lebewesen. Im Sinne einer artgerechten Tierhaltung, sollte man sich daher ehrlich die Frage beantworten, ob man für den sehr menschenbezogenen Chihuahua die Zeit und auch die finanziellen Mittel hat. Neben den Anschaffungs- und Ausstattungskosten für den Chihuahua, kommen die laufenden Kosten dazu: Futter, Pflegemittel, Steuer, Versicherung, Tierarzt und Hundeschule.

Ebenso wichtig ist es, sich als Chihuahua Halter über die Gesetzgebung zur Hundehaltung in seinem Bundesland zu informieren. Ausreden wie, das habe ich nicht gewusst, akzeptiert kein Ordnungsamt. Alleinstehende Chihuahua Besitzer sollten im Vorfeld abklären, wo der kleine Racker versorgt werden kann, wenn ein Krankenhausaufendhalt oder ein anderer Notfall eintritt. Ein Blick in den Mietvertrag verrät, wie das Thema Tierhaltung in einer Mietwohnung geregelt ist.

Die Anschaffung zusammengefasst

  • Genügend Zeit und Geld vorhanden?
  • Gesetzgebung zur Hundehaltung beachten
  • Mietvertrag überprüfen
Die Anschaffung des Chihuahua will gut geplant sein. (Foto: shutterstock - kamilpetran)

Die Anschaffung des Chihuahua will gut geplant sein. (Foto: shutterstock – kamilpetran)

Chihuahua & Züchter

So findet man einen seriösen Züchter.

Seriöse Chihuahua Hundezüchter planen ihre Verpaarungen sehr genau und achten über die genetische Vielfalt. Eine große Gefahr von genetischen Fehlern wie Missbildungen, Krankheiten, neurologischen Beeinträchtigungen und dergleichen besteht, wenn die Elterntiere des Chihuahua-Welpen zu nah miteinander verwandt sind.

Auch wenn ein nicht einwandfrei genetischer Welpe keine Symptome eines genetischen Fehlers zeigt, trägt er trotzdem diese Gefahrenquelle für eventuelle Nachkommen in sich. Beim Kauf von Chihuahua-Welpen sollte man auch sicher gehen, dass die Elterntiere nicht zu klein sind. Sogenannte Teacup-Chihuahuas sind aus Tierschutzgründen nicht erwünscht.

Seriöse Chihuahua-Züchter sind Mitglied in einem Zuchtverein oder Dachverband wie dem Verband für das Deutsche Hundewesen VDH.

Bei Chihuahua-Welpen aus Kleinanzeigen oder von angeblich privaten Züchtern ist Vorsicht geboten. Es kann sich um Welpen aus sogenannten Welpen-Fabriken handeln. Es existiert ein mafiöser Schwarzmarkt für Hundewelpen, deren Abstammung und Herkunft völlig im Dunklen liegen. Die Welpen sind in der Regel krank und die Muttertiere werden als Gebärmaschinen missbraucht.

Hat man einen seriösen Chihuahua-Züchter gefunden, macht man einen Besuchstermin aus und schaut sich die Zuchtstätte an. Zu beurteilen ist dann: Ist die Zuchtstätte sauber und macht einen aufgeräumten Eindruck? Ist die Welpen-Wurfbox und das Welpengehege sauber und Welpen gerecht eingerichtet? Macht die Zuchtstätte einen liebevollen, Hundegerechten Eindruck? Sind die Elterntiere der Welpen anwesend und machen einen gesunden und ausgeglichenen Eindruck?

Vorsicht ist geboten, wenn das Muttertier nicht da ist! Machen die Welpen einen gesunden und aufgeweckten Eindruck? Man sollte sich auf jeden Fall die Zeit nehmen, mehrere Züchter zu besuchen und die Züchter, die in die engere Wahl kommen, mehrmals aufsuchen. Seriöse Züchter beantworten gern alle Fragen rund um die Welpen, Elterntiere und ihre Zucht.

Ein verantwortungsvoller Züchter interessiert sich für die Menschen, an die er seinen Welpen verkauft. Er fragt genau nach den Lebensverhältnissen der potenziellen Käufer und den zukünftigen Haltungsbedingungen für den kleinen Welpen. Abstand sollte man nehmen, wenn der angebliche Züchter keinerlei Interesse am potenziellen Welpen-Käufer zeigt, sondern nur am Verkauf interessiert ist.

Wenn man das Gefühl hat etwas stimmt nicht mit der Zuchtstätte, den Elterntieren oder den Welpen, geht man wieder. Im Sinne des Tierwohls sollte man sich dann auch nicht scheuen, den Tierschutz zu informieren.

Chihuahua-Welpen werden wie alle Hundewelpen von seriösen Züchtern, im Alter von acht bis neun Wochen abgegeben. Bei Übergabe ist der Welpe gechippt und entwurmt. Neben seinem Abstammungsnachweis wird auch der EU-Impfpass überreicht. Liebevolle Züchter geben auch das gewohnte Futter für die ersten Tage im neuen Heim und eine Decke aus der Wurfbox mit.

Züchter zusammengefasst

  • Einen seriösen Züchter auswählen
  • Züchter mehrmals besuchen
  • Machen die Elterntiere einen guten Eindruck
  • Machen die Welpen einen gesunden Eindruck
  • Abstand nehmen, wenn der Züchter kein Interesse am Käufer zeigt
  • Welpe wird frühestens mit acht Wochen abgegeben
  • Welpe ist gechippt, entwurmt, hat Abstammungspapiere und einen EU-Impfpass
Der Züchter bedarf gerade beim Chihuahua des besonderen Augenmerks. (Foto: shutterstock - Sergey Lavrentev)

Der Züchter bedarf gerade beim Chihuahua des besonderen Augenmerks. (Foto: shutterstock – Sergey Lavrentev)

Chihuahua-Preis

Anschaffungs- und Folgekosten.

Ein Chihuahua-Welpe aus einer seriösen Zucht kostet um die 1.000 bis 1.500 Euro. Werden Chihuahua-Welpen deutlich unter diesem Preis angeboten, sollte man Vorsicht walten lassen.

Für die Erstausstattung mit Leine, Geschirr, Halsband, Transportbox, Körbchen, Decke, Näpfe, Fressen, Kauartikel, Leckerlis, Bürsten, Flohkamm, Hunde-Shampoo, Zeckenzange und Spielzeug muss man durchschnittlich mit 250,- bis 350,- Euro rechnen.

Wie bei allen Hunden bestehen die laufenden Kosten für einen Chihuahua aus: Futter, Pflegemittel, Steuer, Versicherung, Tierarzt, Hundeschule/Hundeverein. Die monatlichen Kosten können variieren, da es auf die Art und den Umfang der Versicherung ankommt, wie oft man zum Tierarzt muss, welche Kurse und Aktivitäten man in der Hundeschule/Hundeverein besucht. Man sollte aber mit 70,- bis 140,- Euro im Monat rechnen.

 

Chihuahua-Welpen

Ein Welpe zieht in sein neues Zuhause.

Vor dem Einzug des Chihuahua-Welpen müssen die vier Wände Hundesicher gemacht werden. Elektrokabel, kleine Teile oder Kinderspielzeug, Putzmittel und giftige Pflanzen und Lebensmittel stellen große Gefahrenquellen für alle Hunde dar.

Bereits vor dem Einzug des kleinen Chihuahua Welpen sollte man nach einer passenden Hundeschulen suchen und sie vorab besuchen. Auch hier ist wieder das Bauchgefühl ein guter Ratgeber. Im Idealfall hat man sich bereits im Vorfeld von einem Hundetrainer oder Hundeschule zum Welpen-Kauf beraten lassen.

Der kleine Chihuahua wird die nächsten 16 – 18 Jahre, das Leben seiner Menschen als Familienmitglied mitbestimmen. Zunächst muss aber der Welpe seine bisher gewohnte Umgebung verlassen, Mama und Geschwister hinter sich lassen, um in sein neues Zuhause zu ziehen. Man sollte diese schwere Zeit für den Chihuahua-Welpen besonders rücksichtsvoll, angenehm und stressfrei gestalten. Nach rund einer Woche sollte der Welpe gut bei seiner neuen Familie angekommen sein.

Ein ruhiger Ort für das Körbchen ist wichtig, damit der kleine Welpe zur Ruhe kommen kann und sein noch hohes Schlafbedürfnis abgedeckt wird. Der Schlafplatz sollte weder Zugluft ausgesetzt sein noch zu viel Sonneneinstrahlung haben.

Chihuahua-Welpen sind bei Einzug in ihr neues Zuhause mindestens 8 Wochen alt. In diesem Zeitraum beginnt bei allen Hunden die wichtige Sozialisierungsphase. In der 9.- 12. Lebenswochen wird die Art des sozialen Umgangs zwischen Hund und Menschen unwiderruflich geprägt.

Die Dinge, die ein Welpe in diesem Zeitraum erlebt und erlernt, wird sein zukünftiges Verhalten wesentlich beeinflussen. Gleichzeitig muss man aber aufpassen, dass man denn Chihuahua-Welpen körperlich und geistig nicht überfordert.

Zusammengefasst Einzug Chihuahua-Welpe

  • Für wenig Stress beim Einzug sorgen
  • Ruhigen Schlafplatz für das Körbchen wählen
  • Haus oder Wohnung Hundesicher machen
  • Welpenschule besuchen
  • Sozialisierungsphase in der 9.-12. Lebenswoche

Giftigen Pflanzen für Hunde

  • Kirschlorbeer
  • Amaryllis
  • Begonien
  • Christrosen
  • Efeu
  • Eibe
  • Engelstrompete
  • Narzissen
  • Goldregen
  • Holunder
  • Krokus
  • Weihnachtsstern

Tödliche Lebensmittel für Hunde

  • Obstkerne
  • Rosinen und Weintrauben
  • Avocado
  • Schokolade und Kakao
  • Alkohol und Hopfen
  • Koffein
  • Knoblauch und Zwiebeln
  • Rohes Schweinefleisch

Giftige Lebensmittel für Hunde

  • Nachtschattengewächse (rohe Kartoffeln, Auberginen, Tomaten)
  • Rohe Hülsenfrüchte
  • Walnüsse und Macadamia-Nüsse
  • Salz
  • Süßstoff
  • Milch
  • Getränke allgemein
  • Speck
  • Geflügelknochen
Für die Chihuahua-Welpen sollte das zuhause hundesicher gemacht werden. Wirklich. (Foto: shutterstock - alexks)

Für die Chihuahua-Welpen sollte das zuhause hundesicher gemacht werden. Wirklich. (Foto: shutterstock – alexks)

Chihuahua: Gesundheit & Pflege

Unseriöse und unkontrollierte Vermehrung fordert ihren Tribut.

Der Chihuahua ist bereits seit längerer Zeit ein sehr beliebter Modehund. Dies führt dazu, dass die kleine Hunderasse von unseriösen Züchtern unkontrolliert vermehrt wird. Auf die Genetik und Gesundheit der Hunde wird keine Rücksicht mehr genommen. Erbkrankheiten konnten sich so verbreiten. Vermehrt treten daher bei Chihuahuas Zahnfehlstellungen oder frühzeitiger Zahnverlust, Spaltrachen, Herzklappenprobleme, Wasserköpfigkeit, Rückwärtsniesen/-atmen und Kniescheibenprobleme auf. Durch Zucht, die nicht dem Tierwohl dient, wurden auch viel zu große Augen für den kleinen Schädel angezüchtet. Bindehautentzündungen und Augenprobleme sind die Folge.

Bei der Chihuahua Pflege gilt es die großen Ohren regelmäßig zu säubern. Aber auf keinen Fall mit einem Wattestäbchen. Der Tierarzt zeigt, wie es richtig gemacht wird. Auch die Augen benötigen eine besondere Pflege. Zahnstein muss bei kleinen Hunden öfter als bei größeren Hunderassen entfernt werden.

Das Fell muss regelmäßig gebürstet werden. Da der Chihuahua keine Unterwolle hat, dient ein Mäntelchen bei Regen und Kälte der Gesundheit.

Der kleine Chihuahua frisst keine großen Mengen. Daher muss sein Futter sehr hochwertig sein, um ihn mit allen Nährstoffen zu versorgen. Ein Fleischanteil von 70% sollte in der täglichen Mahlzeit enthalten sein. Damit dem kleinen Körper nicht unnötig Wasser entzogen wird, ist es besser auf Trockenfutter zu verzichten. Nassfutter oder Barfen ist empfehlenswert.

Vorsicht ist geboten, wenn der Chihuahua Durchfall hat. Der kleine Körper dehydriert bei Wasserverlust sehr schnell. Es besteht dann Lebensgefahr.

Zusammengefasst Gesundheit & Pflege des Chihuahua

  • Überproportional mit genetischen Krankheiten belastet
  • Ohren und Augen sauber halten
  • Fell regelmäßig bürsten
  • Bei Regen oder Kälte ein Mäntelchen
  • Hochwertiges Fressen
  • Durchfall kann schnell Lebensbedrohlich werden
Gesundheit & Pflege sind beim Chihuahua etwas schwierig. (Foto: shutterstock - Andrii Medvednikov)

Gesundheit & Pflege sind beim Chihuahua etwas schwierig. (Foto: shutterstock – Andrii Medvednikov)

Chihuahua & Erziehung

Eine Herausforderung, die sich lohnt

Der kleine Chihuahua hat ein riesengroßes Ego. Seiner Meinung nach steht er im Zentrum der Welt. Ein Chihuahua benötigt daher von Beginn an eine liebevolle und konsequente Erziehung. Am besten ist, man sucht schon vor Einzug des kleinen Egomanen nach einer guten Hundeschule.

Dem kleinen Racker macht es Spaß, wenn sich sein Mensch mit ihm beschäftigt. Wenn der Mensch dies für die Erziehung nutzt, haben beide eine Win-Win-Situation. Der Chihuahua ist sehr menschenbezogen, daher sollte das Alleinsein frühzeitig Minute um Minute erlernt werden.

Zusammengefasst ist der Chihuahua

  • Herausforderung bei der Erziehung
  • Freudig bei der Sache
  • Alleinlassen von Anfang an üben
Mit der Erziehung des Chihuahua muss man früh und energisch beginnen. (Foto: shutterstock - Ruslan Shugushev)

Mit der Erziehung des Chihuahua muss man früh und energisch beginnen. (Foto: shutterstock – Ruslan Shugushev)

Aktivitäten des Chihuahua

Ein Hund für fast alle Fälle.

Chihuahua wollen der Welt zeigen, dass sie da sind. Ob beim Agility über Hürden springen oder durch Tunnel flitzen, flott durch den Park marschieren, beim Dog Dance Jarabe Tapatio tanzen oder Tricks lernen – der Chihuahua ist für viele Beschäftigungsarten zu begeistern.

Bei aller Begeisterung des Chihuahuas, muss man als Mensch aber aufpassen, den kleinen Mexikaner nicht zu überfordern. Lieber kleinere Übungseinheiten von 10 Minuten über den Tag einbauen als stundenlanges üben am Stück. Tipp: Regelmäßige Ruhezeiten festigen das Gelernte im Gehirn.

Aktivitäten des Chihuahua zusammengefasst

  • Für vieles zu begeistern
  • Spazierengehen
  • Agility
  • Dog Dance
  • Tricks
  • Ruhezeiten beachten
Die bevorzugten Aktivitäten des Chihuahua sind Spazierengehen und Agility. (Foto: shutterstock - cynoclub)

Die bevorzugten Aktivitäten des Chihuahua sind Spazierengehen und Agility. (Foto: shutterstock – cynoclub)

 

Wichtiges Infos zusammengefasst

Wie alt werden Chihuahuas?

Chihuahuas aus einer seriösen Zucht können bei guter Gesundheit und Pflege 16-18 Jahre werden.

Kann man einen Chihuahua allein lassen?

Ein Chihuahua ist sehr menschenbezogen und sollte daher nicht lang allein sein. Und je jünger ein Hund ist, desto weniger sollte er allein gelassen werden.

Wie lange kann ein Chihuahua allein sein?

Wenn man frühzeitig und langsam Minute um Minute mit dem Training beginnt, kann man sich auf 3-4 Stunde hocharbeiten. Länger sollte der Chihuahua nicht allein sein.

Wie anfällig sind Chihuahua für Krankheiten?

Chihuahua sind zurzeit Modehunde und viel unseriöse Züchter treiben ihr Unwesen. Unkontrollierte Vermehrung ohne genetisch passende Verpaarungen haben den Chihuahua für viele Krankheiten anfällig gemacht. Zahnfehlstellungen, Spaltrachen, Herzklappenprobleme Wasserköpfigkeit und Kniescheibenprobleme sind leider oft vertreten.

Ist der Chihuahua ein Familienhund?

Als Familienhund eignet sich der kleine Chihuahua nur mittelmäßig. Bei der Neuanschaffung eines Chihuahuas sollten bereits im Haushalt wohnende Kinder älter sein als 6 Jahre.

Über den Autor

Simone Heitmann

Simone Heitmann ist nicht nur Journalistin, sondern nicht ganz nebenbei auch mit Herz und Seele Hundefrauchen. Ihr Australian Shepherd Blue Berry begleitet sie auch beruflich und schenkt den Kollegen eine gute Office-Life-Balance. Mit ihm verbringt sie ein Großteil ihrer Freizeit beim Agility oder bei ausgiebigen Wanderungen durch die Natur. Mini Aussie Blue Berry hat sogar ein eigenes Instagram-Profil. Und wer weiß, vielleicht kommt auch bald der zweite Aussie ins Haus. Ihre Philosophie: "Hunde sind nicht unser ganzes Leben, aber sie machen unser Leben ganz.", Roger Caras, Natur- und Tierjournalist.

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