Zwergpinscher: Was der „Kleine Dobermann“ besonders liebt

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Der Zwergpinscher gehört zu den ältesten Hunderassen. Er ist niedlich und kompakt. Vom Aussehen her gleicht er dem Dobermann. Mutig und wachsam begleitet er bei langen Spaziergängen seine Bezugsperson. Mit viel Zeit und konsequenter Erziehung werden auch Familien viel Freude mit dem Zwergpinscher haben.

Zwergpinscher-Aussehen

Kleiner Hund mit markanter Fellzeichnung

Das Aussehen des Zwergpinschers ähnelt sehr dem des Deutschen Pinschers oder dem Dobermann und gerne wird er auch Miniatur Ausgabe seines Artgenossen bezeichnet. Der Zwergpinscher erreicht eine maximale Größe von 25 bis 30 Zentimeter. Der Körper des Zwergpinschers ist muskulös und elegant. Das Fell ist kurz. Der Kopf des Zwergpinschers ist eher kräftig mit einer flachen und faltenlosen Stirn.

Die Ohren können stehend oder auch nach vorne eingeklappt sein. Die Fellstruktur des kleinen Hundes ist glatt und glänzend. Die Fellfarben gehen von Rotbraun, Dunkelbraun bis hin zu Schwarz.

Merkmale des Zwergpinschers sind der scharf abgegrenzte Brand über den Augen, an der Halsunterseite, an den Pfoten, an den Innenseiten, der Hinterläufe, am Mittelfuß der Vorderläufe und unter der Rutenwurzel. Nicht alle Zwergpinscher haben diese Färbungen.

Ebenfalls ein markantes Merkmal des Zwergpinschers, sind zwei Dreiecke auf der Brust.

Das Aussehen des Zwergpinschers ähnelt sehr dem des Deutschen Pinschers oder dem Dobermann und gerne wird er auch Miniatur Ausgabe seines Artgenossen bezeichnet.  (Foto: Shutterstock-Anna Krivitskaya )

Das Aussehen des Zwergpinschers ähnelt sehr dem des Deutschen Pinschers oder dem Dobermann und gerne wird er auch Miniatur Ausgabe seines Artgenossen bezeichnet. (Foto: Shutterstock-Anna Krivitskaya )

 

Zusammenfassung

Zusammengefasst lässt sich das Aussehen des Zwergpinschers so beschreiben

  • Ähnlichkeit mit dem Deutschen Zwergpinscher und dem Dobermann
  • Maximale Größe zwischen 25 und 30 cm
  • Muskulös und elegant
  • Kurzes Fell
  • Kräftiger, faltenloser Kopf mit flacher Stirn
  • Abgegrenzter Brand verteilt über den ganzen Körper
  • Markante Dreiecke an der Brust

Zwergpinscher-Charakter

Kleiner Hund mit großem Beschützerinstinkt

So klein der Vierbeiner auch ist, sein Beschützerinstinkt ist sehr ausgeprägt. Seinem Besitzer ist er treu ergeben. Die agilen Vierbeiner braucht besonders viel Bewegung. Joggen, Wandern, Radfahren: Sie möchten überall dabei sein. Hundesport wie Agility ist genau das Richtige für den Zwergpinscher.

Für Workaholics ist der Zwergpinscher die falsche Hunderasse, eine artgerechte Haltung wäre in diesem Fall nicht möglich und die Entscheidung sollte dann eher auf eine andere Hunderasse fallen. Der Zwergpinscher ist sehr menschenbezogen und auf seine Bezugsperson fixiert. Seine Vorfahren besaßen einen starken Wachinstinkt. Dieser ist auch heute noch sehr ausgeprägt.

Wichtig ist, dass das Beschützerverhalten nicht in Aggressivität umschlägt. Sozialisierung sollte deshalb schon im Welpenalter an oberster Stelle stehen. Je früher damit begonnen wird, desto besser. Im zunehmenden Alter wird es immer schwieriger ihm sein Fehlverhalten abzugewöhnen.

So klein der Vierbeiner auch ist, sein Beschützerinstinkt ist sehr ausgeprägt. ( Foto: Shutterstock- AntiD )

So klein der Vierbeiner auch ist, sein Beschützerinstinkt ist sehr ausgeprägt. ( Foto: Shutterstock- AntiD )

Zusammenfassung

Zusammengefasst lässt sich der Charakter des Zwergpinschers so beschreiben

  • Braucht viel Bewegung
  • Ist nicht gern allein
  • Sozialisierung schon im Welpenalter wichtig
  • Menschenbezogen
  • Ausgeprägter Wachinstinkt

Zwergpinscher: Gesundheit & Pflege

Ein anspruchsloser, pflegeleichter kleiner Hund

Der Zwergpinscher verlangt keine zeitaufwendige Pflege. Ab und zu das Fell bürsten ist vollkommen ausreichend. Augen, Ohren, Zahne und seine Krallen sollten aber in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden.

Wenn der ein oder andere Passant verwundert an einem Hund mit Mäntelchen vorbeigeht, dann könnte es ein Zwergpinscher sein. Bei niedrigen Temperaturen sind die kleinen Vierbeiner sehr empfindlich und brauchen ein Mäntelchen.

Einige wenige rassetypischen Krankheiten hat der kleine robuste Zwergpinscher. Sein Hauptproblem ist seine Verzwergung, die von seriösen Züchtern abgelehnt wird. Hunde unter 4 Kg leiden deshalb an zahlreichen Krankheiten wie extremer Nervosität mit Dauerzittern und verkürzter Lebenserwartung.

Hinzukommen könnte noch

Ohrrandprobleme (Ohrrand-Nekrose): Diese Krankheit lässt sich an Verdickungen oder kleinen Bläschen an den Ohrrändern erkennen.

Patellaluxation (Kniescheibenverrenkung): Bei dieser Krankheit sitzt die Kniescheibe nicht mehr richtig in der Gleitrinne oder springt manchmal raus. Damit diese Krankheit nicht auf die Welpen übertragen wird, lassen verantwortungsvolle Züchter potenziellen Elterntiere vor der Verpaarung darauf untersuchen. Zum Glück wurde diese Krankheit durch diese Vorsorge deutlich seltener.

Progressive Retinaatrophie (PRA): Diese Krankheit ist leider nicht heilbar. Hierbei ist die Netzhaut des Auges betroffen, was mit zunehmendem Altem zur Erblindung führt.

Schablonenkrankheit: Bei dieser Krankheit fallen zunächst die Haare an den Ohren des Hundes aus. In einigen Fällen breitet sich die Krankheit über das ganze Fell aus.

Auch beim Hundefutter ist der Zwergpinscher pflegeleicht. Grundsätzlich kann er sowohl von Trockenfutter als auch Nassfutter ernährt werden. Eine gesunde Ernährung kann vielen Krankheiten vorbeugen.

Die Gesundheit des kleinen Kerlchens ist auch abhängig von dem Futter, das ihm seine Herrn geben. Wie bei jeder anderen Hunderasse auch sollte man auch den Zwergpinscher nur mit hochwertigem Hundefutter versorgen.

 

Der Zwergpinscher verlangt keine zeitaufwendige Pflege. Ab und zu das Fell bürsten ist vollkommen ausreichend. ( Foto: Shutterstock- _DedovStock )

Der Zwergpinscher verlangt keine zeitaufwendige Pflege. Ab und zu das Fell bürsten ist vollkommen ausreichend. ( Foto: Shutterstock- _DedovStock )

Zusammenfassung

Zusammengefasst lässt sich über Gesundheit & Pflege des Zwergpinschers sagen

  • Ab und zu das Fell bürsten
  • Hundemäntelchen bei Minustemperaturen
  • Hauptproblem die Verzwergung
  • Hunde unter 4 Kg kürzere Lebenserwartung und Dauerzittern

Zwergpinscher-Geschichte

Ein treuer Begleiter der Kutscher und fahrenden Händler

Der Zwergpinscher ist ein Nachkomme einer früher in Mitteleuropa sehr verbreiteten klassischen Hunderasse. Fuhrleute brauchten damals einen treuen Begleiter, der in der Lage war, die anstrengenden und langen Tagesfahrten zuverlässig und wachsam zu behüten.

Wenn für das Tagwerk getan war, die Pferde und Maultiere in ihren Ställen standen, fing die Arbeit für den Vorfahren des Zwergpinschers erst an. Die Hunde hielten nicht nur Wache, sondern befreiten den Stall auch vor Ungeziefer wie Mäuse und Ratten. Schnell bekamen sie Bezeichnungen wie „Rattler“ oder auch „Stallpinscher“. Noch vor 120 würden alle Pinscher und Schnauzer-Rassen unter dieser Rubrik geführt.

Erst ab 1870 begann man die heute bekannten Pinscher und Schnauzer-Rassen nach ihren jeweiligen Größen und Farbeinschlägen zu differenzieren. Hier entstand dann der Zwergpinscher als reiner Begleithund.

Aufgrund seiner zierlichen und kleinen Körpermaße eignete er sich perfekt als Stadthund. Bereits 1925 konnte man schon 1.300 Eintragungen im Zuchtbuch finden.

Seit weit über 100 Jahre hat sich der Zwergpinscher schon als perfekter Begleiter für Stadtmenschen bewährt. 1895 legte man den Deutschen Schnauzer- und den Pinscher-Club zusammen und es entstand der Pinscher-Schnauzer Club. Dieser ist auch heute noch weltweit für die offiziellen Standards des Zwergpinschers verantwortlich.

Der Zwergpinscher ist ein Nachkomme einer früher in Mitteleuropa sehr verbreiteten klassischen Hunderasse.  ( Foto: Shutterstock-  Lisjatina  )

Der Zwergpinscher ist ein Nachkomme einer früher in Mitteleuropa sehr verbreiteten klassischen Hunderasse. ( Foto: Shutterstock- Lisjatina )

Zusammenfassung

Zusammengefasst lässt sich über die Geschichte des Zwergpinschers berichten

  • Nachkomme einer Hunderasse aus Mitteleuropa
  • Begleiteten Kutscher und Händler bei ihren Fahrten
  • Bewachte die Tiere im Stall
  • Reinigten den Stall von Ungeziefer
  • 1895 entstand der Schnauzer und Pinscher Club

Passt der Zwergpinscher zu mir?

Als Ersthund eher bedingt geeignet

Der Zwergpinscher gehört zu den 100 beliebtesten Hunderassen. Wenn man sich gern draußen bewegt und sich gerne viel Zeit für den Hund nimmt, dann hat man einen anhänglichen, anpassungsfähigen und menschenbezogenen Familienhund.

Lebt man in einer Stadtwohnung ist es für diesen kleinen Hund auch kein Problem, Voraussetzung ist, dass er sich regelmäßig draußen austoben kann. Kleine Kinder benehmen sich kleinen Hunden gegenüber eher tollpatschig. Daher ist es besser, wenn die Kinder schon größer sind und rücksichtsvoll mit ihm umgehen.

Jeder Hund hat seinen eigenen Kopf, den er gerne mal durchsetzen möchte. Die Erziehung sollte daher konsequent, aber liebevoll sein. Laute Kommandos sollten vermieden werden, der sensible Hund reagiert unter Umständen mit Angst oder Misstrauen. Das ist keine gute Basis für eine erfolgreiche Erziehung.

Zwergpinscher sind intelligente Hunde mit hoher Lernbereitschaft. Ihn zu erziehen ist mit seiner schnellen Auffassungsgabe keine besonders schwere Aufgabe.

Der Zwergpinscher gehört zu den 100 beliebtesten Hunderassen. ( Foto: Shutterstock-  TsElena  )

Der Zwergpinscher gehört zu den 100 beliebtesten Hunderassen. ( Foto: Shutterstock- TsElena )

Zusammenfassung

Zusammengefasst passt der Zwergpinscher zu mir?

  • Erfahrung mit Hunden ist sinnvoll
  • Ruhig, aber konsequent erziehen
  • Recht eigenwillige Rasse
  • Größere Kinder in der Familie wären besser
  • Intelligenter Hund mit hoher Lernbereitschaft

Zwergpinscher-Anschaffung

Treuer Begleiter für Familien mit etwas größeren Kindern

Wer sich mit dem Gedanken befasst, einen Hund zu adoptieren sollte sich über die lange Lebensdauer der Zwergpinscher bewusst sein. Bis zu 15 Jahre können die Kleinen schon mal alt werden. Bei guter Pflege sogar auch etwas älter.

Die ein oder andere Frage sollte man sich im Vorfeld ehrlich beantworten:

  • Passen die Familienverhältnisse zu einem Zwergpinscher?
  • Sind alle in den haushaltlebenden Personen mit dem Familienzuwachs einverstanden?
  • Sind alle bereit Verantwortung für ihn zu übernehmen?
  • Hat der Hund genügend Platz im Leben der neuen Besitzer?

Auch als Single ist es problemlos möglich, sich einen Zwergpinscher anzuschaffen. Auch in einer Mietwohnung fühlt er sich wohl. Allerdings ist der menschenbezogene, temperamentvolle Hund nicht gern allein. Ideal ist hier die Möglichkeit, den kleinen Vierbeiner mit ins Büro nehmen zu können.

Nicht zuletzt muss auch an die Kosten gedacht werden. Zu den kommen noch die Ausgaben für die Erstausstattung, das Futter und Leckerlis, die Tierarztkosten, die Hundesteuer und die Versicherungen. Ist der Züchter beim VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) ist man auf der sicheren Seite eine gute Zuchtstätte gefunden zu haben. Wenn eine Zwergpinscher Welpe dann zwischen 950-1500 Euro kostet ist das durchaus gerechtfertigt.

Wer sich mit dem Gedanken befasst, einen Hund zu adoptieren sollte sich über die lange Lebensdauer der Zwergpinscher bewusst sein. ( Foto: Shutterstock- Fulcanelli )

Wer sich mit dem Gedanken befasst, einen Hund zu adoptieren sollte sich über die lange Lebensdauer der Zwergpinscher bewusst sein. ( Foto: Shutterstock- Fulcanelli )

Zwergpinscher & Erziehung

Jeder Hund egal welche Rasse benötigt eine gute Erziehung

Kleine Rassen wie der Zwergpinscher müssen ebenso konsequent erzogen werden, wie große Rassen. Der quirlige Zwergpinscher braucht eine ruhige, liebevolle Erziehung und umfassende Sozialisierung bereits im Welpenalter.

Ein Zwergpinscher möchte seinem Besitzer gefallen. Aus diesem Grunde reichen kleine Gesten und wenige Worte bei der Erziehung aus. Er lernt blitzschnell und merkt sofort, wenn Hundehalter nachlässig und inkonsequent sind.

Das Training spielerisch mit sowohl geistiger als auch körperlicher Auslastung zu gestalten, ist der Schlüssel zum Erfolg. So werden die Kleinen zu liebevollen Spielgefährten. Ein Besuch in einer Hundeschule ist ratsam, dort lernt der kontaktfreudige Hund unter anderem den sozialisierten Umgang mit seinen Artgenossen.

Kleine Rassen wie der Zwergpinscher müssen ebenso konsequent erzogen werden, wie große Rassen.  (Foto: Shutterstock- BetterPhoto )

Kleine Rassen wie der Zwergpinscher müssen ebenso konsequent erzogen werden, wie große Rassen. (Foto: Shutterstock- BetterPhoto )

Zusammenfassung

Zusammengefasst lässt sich über Erziehung des Zwergpinschers sagen

  • Konsequent, ruhig und liebevoll
  • Mit der Sozialisierung schon im Welpenalter beginnen
  • Geistig und körperlich auslasten
  • Besuch in einer Hundeschule m
 

Häufige Fragen zum Zwergpinscher

Ist der Zwergpinscher ein Familienhund?

Der Zwergpinscher kann als Familienhund gehalten werden. Der kleine Hund ist lebhaft, temperamentvoll, selbstsicher und ausgeglichen. Diese Eigenschaften machen ihn zu einem angenehmen Familien- und Begleithund.

Kann der Zwergpinscher allein bleiben?

Der Zwergpinscher sollte nicht lange allein bleiben. Er ist ein sehr menschenbezogener Hund. Alleinsein mag er nicht gerne. Wenn er in der Erziehungsphase auch daran gewöhnt wurde, mal für wenige Stunden allein zu bleiben geht das sicher, für das Alleinsein den ganzen Tag über ist der Zwergpinscher nicht gemacht.

Ist der Zwergpinscher auch als Ersthund geeignet?

Der Zwergpinscher ist nur bedingt als Ersthund geeignet. Ein bisschen Erfahrung als Hundehalter wäre ratsam aber mit konsequenter, liebevoller und ruhiger Erziehung ist der Zwergpinscher auch für Neulinge geeignet.

Neigt der Zwergpinscher zum Kläffen?

Der Zwergpinscher neigt grundsätzlich zum Kläffen. Aber bei körperlicher und geistiger Auslastung ist die Reizschwelle des Zwergpinschers hoch und er kläfft nicht.

Über den Autor

Julia Roß

Julia Roß ist noch neu im Team. Seit einigen Monaten hat auch sie eine Fellnase an ihrer Seite. Die kleine Fay ist ein Mix aus Beagle und Labrador und stellt seit ihrem Einzug die Welt ihres Frauchens auf den Kopf. Die Autorin studierte Online-Journalismus an der Hochschule Darmstadt und schreibt seither liebend gern über alles, was ihr Interesse weckt.

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