Havaneser: wann die sportive Seidenwolke perfekt zu Dir passt

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Der Havaneser ist ein kleiner, intelligenter Hund, der mit seinem Menschen eng verbunden ist. Er liebt es immer wieder neue Tricks einzuüben und verschiedene Hundesportarten kennenzulernen. Für Spaziergänge ist er der ideale Begleiter. Kindern gegenüber ist er aufgeschlossen und liebt es mit ihnen zu toben. Sein seidiges Fell hat zwar kaum Unterwolle ist aber sehr pflegeintensiv.

Havaneser Aussehen

Eine sportive Seidenwolke auf vier Pfoten

Der Havaneser fällt schon von weitem durch sein schönes, langes, seidiges Fell auf. Es ist weich, glatt und nur die Spitzen sind leicht gelockt. Die Fellfarben des Havanesers sind vielfältig. Von verschiedensten Braun– und Cremetönen, über grau, blau, schwarz und weiß. Der Körper des kurzbeinigen Havanesers wirkt rechteckig, der Kopf quadratisch.

Seine dunklen mandelförmigen Augen haben einen fröhlichen Ausdruck. Trotz seine geringen Widerristhöhe von nur 23 – 27 cm ist der Havaneser eine kleine Sportskanone. Auf die Waage kann es der kleine Hund immer hin bis zu 6 Kilogramm bringen.

Standardisiert ist der Havaneser im FCI (Fédération Cynologique Internationale) in der Gruppe 9, Gesellschafts- und Begleithunde. Sektion 1 Bichons und verwandte Rassen.

Zusammengefasst ist der Havaneser…

  • Ein kleiner Hund
  • Seidiges, langes Fell in verschiedenen Farben
  • Mandelförmige dunkle Augen

Havaneser & Charakter

Ein intelligenter Charmeur für die ganze Familie

Der Havaneser ist ein unkomplizierter, freundlicher und anhänglicher Familienhund. Neugierig und aufgeschlossen erobert der kleine Charmeur die Herzen im Sturm. Aufgrund seiner Intelligenz lernt der Havaneser sehr schnell und hat großen Spaß daran, wenn man ihm kleine Kunststücke und Tricks beibringt.

Der kleine Racker ist meist gut gelaunt und für viele Unternehmungen zu haben. Auch anderen Tieren gegenüber ist der Havaneser aufgeschlossen und fordert oft zum Spielen auf. Seinen wachsamen Augen entgeht nichts. Daher ist er auch ein guter Wachhund, ohne gleich los zu kläffen.

Wird der Havaneser nicht ausgelastet und zu wenig Aufmerksamkeit von seinen Menschen bekommt, macht er sich aber durchaus bellend bemerkbar. Viel allein lassen sollte man den menschenbezogenen Havi nicht. Es macht ihn einfach unglücklich, nicht mit seinem Menschen zusammen zu sein.

Zusammengefasst ist der Havaneser…

  • Unkompliziert
  • Freundlich
  • Intelligent
  • Aufmerksam
  • Menschenbezogen
Der Charakter des Havanesen? Er will nicht ohne seinen Menschen sein! (Foto: shutterstock - michaelheim)

Der Charakter des Havanesen? Er will nicht ohne seinen Menschen sein! (Foto: shutterstock – michaelheim)

Havaneser-Geschichte

Ein Exil-Kubaner der die Welt eroberte

Der Havaneser stammt, wie es der Name schon vermuten lässt aus Kuba. Seinen Ursprung hat die Rasse aber in Europa. Vermutlich haben spanische Seefahrer den verwandten Malteser aus Europa nach Südamerika mitgenommen, wo er sich dann auf Kuba unabhängig zu einer eigenen Rasse entwickelte.

Die kubanische Oberschicht liebte diesen Hund und züchtete ihn durch Kreuzungen mit einheimischen Hunden zu einem Begleit- und Gesellschaftshund weiter. Ab dem 19. Jahrhundert kam schließlich die nun neue Hunderasse durch Reisende wieder zurück nach Europa.

Während der Kubanischen Revolution von 1953 – 1959 floh die wohlhabende kubanische Klasse in die USA und nahm auch teilweise ihre Havaneser Hunde mit. In den USA wurden dann mit elf Havanesern die Zucht des kleinen Exil-Kubaners weiterbetrieben. Zum Glück erfreute sich der bezaubernde Hund dort schnell großer Beliebtheit. Auf Kuba hingegen hatte der Hund als Sinnbild der Oberschicht keinen guten Stand mehr.

Heute ist der kleine charmante Havaneser auf der ganzen Welt vertreten.

Die Geschichte zusammengefasst

  • Der Havaneser stammt vom Malteser ab
  • Von spanischen Seefahrern mit an Bord genommen
  • Wurde auf Kuba weitergezüchtet
  • Im 19. Jahrhundert wieder nach Europa gebracht
  • Als Exil-Kubaner in die USA geflohen
Die Geschichte des Havaneser beginnt nicht in Kuba, aber läuft dort ganz lange durch. (Foto: shutterstock - Dorottya Mathe)

Die Geschichte des Havaneser beginnt nicht in Kuba, aber läuft dort ganz lange durch. (Foto: shutterstock – Dorottya Mathe)

Wenn es keine Hunde gäbe, würde ich nicht leben wollen.

(Arthur Schopenhauer)

Passt der Havaneser zu mir?

Der Havi ist wie ein Kind mit Fell.

Auch der Havaneser ist wie viele Begleit- und Gesellschaftshunde sehr menschenbezogen. Viele Stunden allein zu Hause ist nichts für den Havaneser. Zukünftige Urlaube sollten mit Hund geplant werden, da auch die beste Hundebetreuung für den Havaneser kein Ersatz für seinen Menschen ist. Zeit ist daher einer der obersten Prioritäten bei der Anschaffung dieser Hunderasse.

Der Havaneser will beschäftigt und gefordert werden. Hundesport, Tricks beibringen und schöne Spaziergänge sollten daher auf der To-Do-Liste eines jeden Havi Besitzer stehen. Für Hundeanfänger eignet sich diese liebenswerte und leicht erziehbare Rasse besonders gut. Durch die fehlende oder kaum vorhandene Unterwolle ist der Havi auch für Allergiker geeignet.

Kinderfreundlich und verspielt ist er der ideale Familienhund. Wenn er bei Alleinstehenden sogar dann noch im Mittelpunkt steht umso besser. Ob der Havaneser in der Stadt oder auf dem Land lebt ist ihm egal, Hauptsache er ist ausgelastet und bei seinem Menschen.

Nicht zu unterschätzen ist der Pflegeaufwand für das Fell. Einmal am Tag sollte das schöne Fell gebürstet werden, um den Dreck zu entfernen, Verfilzungen vorzubeugen und den seidigen Glanz beizubehalten.

Übrigens bieten fast alle Hundeschulen und Hundetrainer eine Welpen-Kaufberatung an. Im Vorfeld wird gemeinsam im Gespräch die Frage beantwortet, welche Hunderasse passt am besten zu den spezifischen Lebensumständen eines Menschen oder einer Familie. Man sollte dieses Angebot annehmen. Möglicherweise erfährt man so von Hunderassen, die noch viel besser zu einem passen.

Zusammengefasst ist der Havaneser sehr…

  • Menschenbezogen
  • Zeitintensiv
  • Für Alleinstehende geeignet
  • Für Familien mit Kindern geeignet
  • Aufwendige Fellpflege
  • Als Ersthund geeignet
  • Stadt geeignet

 

Wie passt der Havaneser zu mir? Diese frage kann man nur mit

Wie passt der Havaneser zu mir? Diese frage kann man nur mit „perfekt“ beantworten! (Foto: shutterstock – Boryana Manzurova)

Havaneser Anschaffung

Ehrlich zu sich selbst sein

Wer sich einen Havaneser zulegen will sollte sich bewusst sein, dass man für die nächsten 13 bis 15 Jahre die Verantwortung für ein Lebewesen übernimmt. Im Sinne der artgerechten Haltung sollte man sich ehrlich die Frage beantworten, ob man für diesen sehr menschenbezogenen Hund wirklich Zeit hat.

Auch der finanzielle Aspekt muss genau bedacht werden. Neben den Anschaffungs- und Ausstattungskosten kommen die laufenden Kosten dazu. Futter, Pflegemittel, Steuer, Versicherung, Tierarzt und Hundeschule müssen regelmäßig bezahlt werden.

Alleinstehende sollten im Vorfeld abklären, wo der Hund untergebracht werden kann, wenn ein Krankenhausaufendhalt oder ein anderer Notfall eintritt. Ebenso wichtig ist sich über die Gesetzgebung zur Hundehaltung in seinem Bundesland zu informieren. Ausreden wie, das habe ich nicht gewusst, akzeptiert kein Ordnungsamt.

Ein Blick in den Mietvertrag verrät, wie das Thema Tierhaltung geregelt ist. Auch wenn der Havaneser keinen Jagdtrieb hat ist es gut zu wissen, wann die Brutzeit von Wildtieren ist, da es in dieser Zeit eine Anleinpflicht für alle Hunde gibt.

Die Anschaffung zusammengefasst

  • Zeit und Geld vorhanden?
  • Gesetzgebung zur Hundehaltung beachten
  • Mietvertrag überprüfen

Havaneser & Züchter

So findet man einen seriösen Züchter

Seriöse Havaneser Züchter sind Mitglied in einem Zuchtverein oder Dachverband wie dem Verband für das Deutsche Hundewesen VDH. Seriöse Hundezüchter planen ihre Verpaarungen sehr genau und achten über die genetische Vielfalt. Elterntiere des Havaneser-Welpen dürfen nicht nah miteinander verwandt sein, damit eben diese genetische Vielfalt erhalten bleibt.

Ansonsten besteht die große Gefahr von genetischen Fehlern wie Missbildungen, Krankheiten, neurologischen Beeinträchtigungen und dergleichen. Auch wenn ein nicht einwandfrei genetischer Welpe keine dieser Symptome zeigt, trägt er trotzdem diese Gefahrenquelle für seine eventuellen Nachkommen in sich.

Bei Havaneser-Welpen aus Kleinanzeigen oder von angeblich privaten Züchtern ist Vorsicht geboten. Es kann sich um Welpen aus sogenannten Welpen-Fabriken handeln. Es existiert ein mafiöser Schwarzmarkt für Hundewelpen, deren Abstammung und Herkunft völlig im Dunklen liegen. Die in der Regel krank sind und deren Muttertiere als Gebärmaschinen missbraucht werden.

Hat man einen seriösen Havaneser-Züchter gefunden, macht man einen Besuchstermin aus und schaut sich die Zuchtstätte an. Man sollte sich auf jeden Fall mehrere Züchter anschauen und die Züchter, die in die engere Wahl kommen, mehrmals besuchen.

Fragen wie: Ist die Zuchtstätte sauber und macht einen aufgeräumten Eindruck? Ist die Welpen-Wurfbox und das Welpengehege sauber und Welpen gerecht eingerichtet? Macht die Zuchtstätte einen liebevollen, Hundegerechten Anschein?

Sind die Elterntiere des Welpen anwesend und machen einen gesunden und ausgeglichenen Eindruck? Vorsicht ist geboten, wenn das Muttertier nicht da ist! Machen die Welpen einen gesunden und aufgeweckten Eindruck? Man sollte Abstand nehmen, wenn man das Gefühl hat etwas stimmt nicht mit der Zuchtstätte, den Elterntieren oder den Welpen.

Züchter beantworten gern alle Fragen rund um ihre Zucht. Auch fragt ein seriöser Züchter ausgiebig nach den Lebensverhältnissen der potenziellen Käufer und den zukünftigen Haltungsbedingungen für den Welpen. Ein guter Züchter interessiert sich dafür, an wen er einen Welpen verkauft. Abstand sollte man nehmen, wenn der angebliche Züchter keinerlei Interesse am potenziellen Welpen-Käufer zeigt, sondern nur am Verkauf interessiert ist.

Welpen werden im Alter von acht bis neun Wochen abgegeben. Bei Übergabe ist der Welpe gechippt und entwurmt. Neben seinem Abstammungsnachweis wird auch der EU-Impfpass überreicht. Liebevolle Züchter geben auch das gewohnte Futter für die ersten Tage im neuen Heim und eine Decke aus der Wurfbox, die noch nach der Mutter und den Geschwistern riecht, mit.

Züchter zusammengefasst

  • Einen seriösen Züchter auswählen
  • Züchter mehrmals besuchen
  • Machen die Elterntiere einen guten Eindruck
  • Machen die Welpen einen gesunden Eindruck
  • Abstand nehmen, wenn der Züchter kein Interesse am Käufer zeigt
  • Welpe wird frühestens mit acht Wochen abgegeben
  • Welpe ist gechippt, entwurmt, hat Abstammungspapiere und einen EU-Impfpass
Wie finde ich einen guten Havaneser-Züchter? Unsere Tipps erklären es Ihnen. (Foto: shutterstock - Dorottya Mathe)

Wie finde ich einen guten Havaneser-Züchter? Unsere Tipps erklären es Ihnen. (Foto: shutterstock – Dorottya Mathe)

Havaneser-Preis

Anschaffungs- und Folgekosten.

Ein Havaneser-Welpen vom Züchter kostet in der Regel um die 1.500 Euro. Werden Havaneser angeboten, deren Preis deutlich darunter liegt, sollte man Vorsicht walten lassen.

Für die Erstausstattung mit Leine, Geschirr, Halsband, Transportbox, Körbchen, Decke, Näpfe, Fressen, Kauartikel, Leckerlis, Bürsten, Flohkamm, Hunde-Shampoo, Zeckenzange und Spielzeug muss man ca. mit 300,- bis 400,- Euro rechnen.

Wie bei allen Hunden bestehen die laufenden Kosten für einen Havaneser aus: Futter, Pflegemittel, Steuer, Versicherung, Tierarzt, Hundeschule/Hundeverein. Die monatlichen Kosten können variieren, da es auf die Art und den Umfang der Versicherung ankommt, wie oft man zum Tierarzt muss, welche Kurse und Aktivitäten man in der Hundeschule/Hundeverein besucht. Grob sollte man aber zwischen 70,- und 150,- Euro im Monat rechnen.

Havaneser-Welpen

Ein Welpe zieht in sein neues Zuhause.

Der kleine Havaneser wird nun für die nächsten 13 – 15 Jahre, das Leben seiner neuen Menschen umkrempeln. Zunächst muss aber der Havaneser-Welpe seine gewohnte Umgebung beim Züchter verlassen, Mama und Geschwister hinter sich lassen, um in sein neues Zuhause zu ziehen. Die neuen Menschen des Havanesers sollten daher diese schwere Zeit für den Welpen rücksichtsvoll, angenehm und stressfrei gestalten.

Der Schlafplatz für den Havaneser sollte sorgsam gewählt werden. Ein ruhiger Ort für das Körbchen ist wichtig, damit der kleine Welpe zur Ruhe kommt und sein noch hohes Schlafbedürfnis abgedeckt wird. Der Platz sollte weder Zugluft ausgesetzt sein noch zu viel Sonneneinstrahlung haben.

Noch vor dem Einzug des Havaneser-Welpen müssen die vier Wände Hundesicher gemacht werden. Elektrokabel, Putzmittel und giftige Pflanzen stellen große Gefahrenquellen dar. Ebenso kleine Teile oder Kinderspielzeug, das herumliegt. Auch sollte man sich bereits vor Einzug des Welpen nach passenden Hundeschulen umsehen und sie vorab besuchen. Auch hier ist wieder das Bauchgefühl ein guter Ratgeber. Im Idealfall hat man sich bereits von einem Hundetrainer oder Hundeschule zum Welpen-Kauf beraten lassen.

Wenn der Havaneser-Welpe in seiner 8. oder 9. Lebenswoche bei seinen neuen Menschen einzieht, wächst er gerade in die sogenannte Sozialisierungsphase rein. In der Zeit der 9.- 12. Lebenswochen wird die Art des sozialen Umgangs zwischen Hund und Menschen unwiderruflich geprägt.

Alle Dinge, die ein Welpe in diesem Zeitraum mit Spaß und Freude lernt oder erlebt, wird sein zukünftiges Verhalten wesentlich beeinflussen. Je nach Entwicklungstand des Welpen, kann diese Phase aber auch um zwei bis drei Wochen länger anhalten.

Zusammengefasst Einzug Havaneser-Welpe

  • Für wenig Stress beim Einzug sorgen
  • Ruhigen Schlafplatz für das Körbchen wählen
  • Haus oder Wohnung Hundesicher machen
  • Welpenschule besuchen
  • Sozialisierungsphase in der 9.-12. Lebenswoche

Zu den giftigen Pflanzen für Hunde zählen…

  • Kirschlorbeer
  • Amaryllis
  • Begonien
  • Christrosen
  • Efeu
  • Eibe
  • Engelstrompete
  • Narzissen
  • Goldregen
  • Holunder
  • Krokus
  • Weihnachtsstern
Einen ruhigen Schlafplatz für das Körbchen hätten die Havaneser Welpen gerne. (Foto: shutterstock - Dorottya Mathe)

Einen ruhigen Schlafplatz für das Körbchen hätten die Havaneser Welpen gerne. (Foto: shutterstock – Dorottya Mathe)

Havaneser: Gesundheit & Pflege

Robuster Kubaner mit pflegeintensivem Fell.

Havaneser sind robuste Kerlchen. Kommen sie aus einer seriösen Havaneser-Zucht wird man bei artgerechter Haltung kaum gesundheitliche Probleme haben. Wenn man beim Havaneser von Schwachstellen sprechen kann, dann sind es wie bei vielen kleinen Hunden die Kniescheiben und beim Havaneser zudem die Augen. Die Augen des Havanesers sind durch die progressive Retinaatrophie oder auch kurz PRA genannt, gefährdet.

Die PRA ist ein langsam fortschreitendes (progressiv) Absterben/Zugrundegehen (Atrophie) der Netzhaut (Retina), die zur Blindheit führt. Man sollte sich daher von seinem Havaneser-Züchter die letzten Untersuchungsergebnisse der Augen von den Elterntieren zeigen lassen. Die Augen des eigenen Tieres sollte man zudem beim Tierarzt regelmäßig untersuchen lassen.

Am Havaneser ist das besonders schöne Fellkleid auffällig. Dies ist aber auch sehr pflegebedürftig. Bürsten ist unablässig, damit es schön üppig und seidig wird und keine Verfilzungen entstehen. Fellpflege steht somit auf der täglichen To-Do-Liste. Das Positive, dass der Havaneser kaum bis kein Fell verliert. Die Augen des kleinen Exil-Kubaners sollten frei sein, um Augenentzündungen zu vermeiden. Entweder bindet man die Haare des Havanesers über den Augen mit einem kleinen Zopf hoch oder man lässt das Gesicht von einem Hundefriseur von den Haaren freischneiden.

Der Havaneser besitzt kaum bis keine Unterwolle und sein Deckhaar ist nicht regenabweisend. Daher ist ein Mäntelchen bei Regen oder kalten Wetter kein modisches Accessoire, sondern dient der Gesundheit und dem Wohlbefinden. Da der Havaneser aus der Karibik stammt macht ihm Hitze weniger Probleme als anderen Hunden. Doch ist an heißen Tagen auch zu beachten, dass der Havi, wie alle Hunde kaum schwitzen kann. Ein schattiges Plätzchen mit ausreichend Wasser weiß er daher auch sehr zu schätzen.

Zusammengefasst ist die Gesundheit des Havanesers…

  • Eher robust
  • Kniescheiben und Augen sind anfällig
  • Pflegeintensives Fell
  • Keine Unterwolle
  • Hundemantel dient der Gesundheit
Die Gesundheit des Havanesers ist sehr robust. (Foto: shutterstock - BIGANDT.COM)

Die Gesundheit des Havanesers ist sehr robust. (Foto: shutterstock – BIGANDT.COM)

Havaneser & Erziehung

Streber ist sein zweiter Vorname.

Havaneser lassen sich leicht erziehen. Sie lernen gern und wollen ihrem Menschen gefallen. Havaneser spielen für ihr Leben gern. Eine Welpenschule und im Anschluss eine Junghundegruppe zu besuchen macht daher sehr viel Sinn. Im Spiel lernen sie schnell die Grundkommandos, auf denen sich dann leicht die weitere Erziehung aufbauen lässt. Grade daher ist der Havi auch für Ersthunde-Besitzer der ideale Hund.

Mit freudigem Lob und liebevoller Konsequenz erreicht man beim Havaneser sehr schnell Erfolge. Das Thema Alleinlassen sollte man auf keinen Fall beim anhänglichen Havi aus den Augen lassen. Diese Situation sollte von Beginn an eingeübt werden.

Zusammengefasst ist die Erziehung des Havanesers…

  • Leicht erziehbar
  • Freudig bei der Sache
  • Alleinlassen von Anfang an üben
Die Erziehung des Havanesers fällt sehr leicht. (Foto: shutterstock - Vista Photo)

Die Erziehung des Havanesers fällt sehr leicht. (Foto: shutterstock – Vista Photo)

Havaneser Aktivitäten

  • Für vieles zu begeistern
  • Spazierengehen
  • Agility
  • Dog Dance
  • Tricks
  • Ruhezeiten beachten

Ein Hund mit vielen Interessen sucht gleichgesinnten Menschen.

Havaneser lieben es mit ihren Menschen die Welt zu entdecken. Ob stolz durch den Park marschieren, beim Dog Dance Salsa tanzen, Tricks einüben oder beim Agility über Hürden springen, durch Tunnel flitzen und über Wippen laufen – der Havaneser ist für viele Beschäftigungsarten zu begeistern. Nicht von ungefähr ist der Havaneser auch als Zirkushund viel anzutreffen gewesen.

Doch bei aller Begeisterung des Havi, muss man als Mensch aufpassen, den kleinen Wirbelwind nicht zu überfordern. Lieber kleinere Übungseinheiten von 10 Minuten über den Tag einbauen als Stundenlanges üben am Stück. Regelmäßige Ruhezeiten festigen das Gelernte im Gehirn.

shutterstock - Bildagentur Zoonar GmbH

Wichtige Infos zusammengefasst

Wie pflegeintensiv ist das Fell des Havanesers?

Der Havaneser hat ein pflegeintensives Fell. Tägliches Bürsten ist wichtig, um sein Fell vor Verfilzungen zu schützen und es seidig zu halten.

Kann man einen Havaneser allein lassen?

Einen Havaneser sollte man nicht lang allein lassen. Es ist ein sehr menschenbezogener Hund und braucht den sozialen Kontakt mit ihm. Daher sollte man mit Havi-Welpen früh anfangen, das Alleinsein zu trainieren.

Wie lange kann ein Havaneser allein sein?

Das Alleinsein muss mit einem Havaneser früh eingeübt werden. Man beginnt mit kurzen Intervallen von 1 – 2 Minuten und verlängert dann die Zeit. Länger als 3 – 4 Stunden sollte ein Havaneser nicht allein sein.

Was kostet ein Havaneser?

Ein Havaneser-Welpe von einem seriösen Züchter kostet um die 1.500 Euro. Der Welpe ist dann gechipt, entwurmt, geimpft und hat anerkannte Papiere.

Wie oft muss man mit einen Havaneser Gassi gehen?

Havaneser lieben es draußen aktiv zu sein. 3 – 4-mal am Tag sollte man rund 1 bis 1,5 Stunden mit ihnen unterwegs sein.

About Author

Simone Heitmann

Simone Heitmann ist nicht nur Journalistin, sondern nicht ganz nebenbei auch mit Herz und Seele Hundefrauchen. Ihr Australian Shepherd Blue Berry begleitet sie auch beruflich und schenkt den Kollegen eine gute Office-Life-Balance. Mit ihm verbringt sie ein Großteil ihrer Freizeit beim Agility oder bei ausgiebigen Wanderungen durch die Natur. Mini Aussie Blue Berry hat sogar ein eigenes Instagram-Profil. Und wer weiß, vielleicht kommt auch bald der zweite Aussie ins Haus. Ihre Philosophie: "Hunde sind nicht unser ganzes Leben, aber sie machen unser Leben ganz.", Roger Caras, Natur- und Tierjournalist.

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