Golden Retriever: so findet ihr schnell zusammen

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Der Golden Retriever, liebevoll auch Golden oder Goldie genannt, ist wohl der beliebteste Familienhund. Weltweit hat der Golden Retriever eine riesengroße Fangemeinde. Dies hat der Golden Retriever seinem ausgeglichenen Wesen, seinem treuen Charakter und seiner bestechenden Schönheit zu verdanken. Der Golden ist ein echtes Arbeitstier und gehört gefordert und gefördert.

Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel

Golden Retriever Aussehen

Das Idealbild eines Hundes.

Beim Golden Retriever fällt als erstes das schöne, goldfließende Fell auf. Die Fellfarben des Golden Retrievers reichen von Rotgold, Gelbgold über Gold bis hin zu Weißgold. Am Rücken des Golden Retrievers liegt das Fell eng an. Bauch, Brust, Rückseite der Vorderläufe und die Rute sind hingegen stark befedert. Durch seine üppige Unterwolle kann der Golden Retriever gut auch kältere und nässere Tage vertragen.

Der Kopf des Golden Retriever ist wie sein gesamter Körperbau wohl proportioniert. Der Stop ist deutlich ausgeprägt. Das Maul groß und weich. Die Nasenfarbe des Golden Retriever kann sich im Sommer von schwarz in hell umfärben. Den dunkeln Augen mit dem weichen Blick kann man kaum widerstehen. Der Körper des Golden Retriever hat einen kräftigen und muskelösen Bau. Die Widerristhöhe liegt je nach Geschlecht zwischen 51 und 61 Zentimetern. Das Gewicht liegt bei 34 bis 40 Kilo.

Standardisiert ist der Golden Retriever im FCI (Fédération Cynologique Internationale) in der Gruppe 8, Apportierhunde, Stöberhunde und Wasserhunde.

Zusammengefasst ist der Golden Retriever…

  • Mittelgroßer Hund
  • Wohl proportionierter Körper
  • Fellfarbe in vielen Varianten von Gold
  • Fließendes, fedriges Fell

Wenn es im Himmel keine Hunde gibt, gehe ich auch nicht dorthin.

(Pam Brown)

 

Golden Retriever & Charakter

Ein friedvoller und gutmütiger Arbeitshund.

Der Golden Retriever begeistert Jäger, Familien, Dienst- und Rettungshundeführer zugleich. Golden Retriever wollen gefordert werden. Um den Golden Retriever artgerecht zu halten, sollte man diesen Wesenszug fördern. Umso abwechslungsreicher das tiergerechte Trainings- oder Arbeitsprogramm gestaltet wird, desto ausgeglichener ist der Golden.

Der Golden Retriever wird in zwei Linien gezüchtet: die Field Trial Linie für die Jagd und die Show Linie für Familien.

Der Golden Retriever ist ein friedvoller, fröhlicher und verspielter Hund. Der Golden ist ein sehr bewegungsfreudiger Hund und rennt gern mit anderen Fellnasen um die Wette. Apportieren und schwimmen ist ebenfalls eine große Leidenschaft von ihm. Ängstlichkeit oder Zögerlichkeit sind keine typischen Charaktereigenschaften des Golden.

Golden Retriever lernen sehr schnell und wollen ihrem Menschen gefallen. Er ist somit leicht zu führen und das Erlernen neuer Dinge macht ihm Spaß. Daher wird der Golden auch oft als Assistenzhund, Rettungshund oder als Drogenspührhund ausgebildet. Als soziales Wesen ist der aufgeschlossene und intelligente Golden gern mit seinen Menschen zusammen. Regelmäßiges, langes Alleinsein ist daher nichts für ihn.

Regen oder Schnee macht dem Golden Retriever nichts aus und auch an solchen ungemütlichen Tagen wird der Golden auf seine ausgiebigen Gassi-Runden bestehen.

Zusammengefasst ist der Charakter des Golden Retriever…

  • Intelligent
  • Arbeitsfreudig
  • Verspielt
  • Menschenbezogen
Der Golden Retriever ist ein friedvoller, fröhlicher und verspielter Hund. Der Golden ist ein sehr bewegungsfreudiger Hund und rennt gern mit anderen Fellnasen um die Wette. ( Foto: Shutterstock- Veronika Seppanen)

Der Golden Retriever ist ein friedvoller, fröhlicher und verspielter Hund. Der Golden ist ein sehr bewegungsfreudiger Hund und rennt gern mit anderen Fellnasen um die Wette. ( Foto: Shutterstock- Veronika Seppanen)

Golden Retriever-Geschichte

Der Ursprung sind vier schottische Mädchen.

Die Geschichte des Golden Retrievers ist noch nicht sehr alt, dafür aber gut dokumentiert. In Schottland, wie in ganz Großbritannien war es eine der vornehmsten Freizeitbeschäftigungen auf die Jagd zu gehen. Auch Sir Dudley Majoribanks(1820 – 1894), Rechtsanwalt und Politiker, und späterer Lord of Tweedmouth, war ebenfalls ein begeisterter Jäger. Zudem beschäftigte er sich mit der Zucht von Hunden, die im speziellen erlegtes Flugwild apportieren sollten.

1864 kaufte er von einem Schuhmacher aus Brighton einen gelben Wavy-Coated-Retriever auch St. Johns Dog genannt und mittlerweile ausgestorben. Der Rüden, der „Nous“ genannt wurde, war der einziger gelbe Welpe des Wurfes. Seine Geschwister waren alle schwarz. Majoribanks nahm den Hund mit auf sein neuerworbenes Anwesen „Guisachan“ in den schottischen Highlands.

Dort wurde Nous, für Wavy-Coated-Retriever typisch, als Apportierhund für die Wildgeflügel- Jagd ausgebildet. 1868 ließ er seine Tweed-Water-Spaniel-Hündin „Belle“ mit Nous verpaaren. Auch die Tweed-Water-Spaniels waren begeisterte Apportierer und Schwimmer. Daher war das Ziel, einen Hund zu züchten, der aus großer Entfernung Wild aufspüren und aus dem Wasser apportieren konnte. Leider ist der Tweed-Water-Spaniel ebenfalls heute ausgestorben.

Sir Dudley Majoribanks erhielt aus der Verpaarung von Nous und Bell einen Wurf mit vier gelben Welpen – alles Hündinnen. Die Mädchen von Bell und Nous und deren Nachfahren wurden weiter mit Wavy-Coated-Retrievern und Tweed-Water-Spaniels, sowie mit Irish Settern verpaart. Auch soll in einer Linie der Nachfahren ein sandfarbener Bluthund mit eingekreuzt sein. Somit gilt dieser erste Wurf von Bell und Nous als der Ursprung des heutigen Golden Retrievers.

Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelten sich zwei Linien innerhalb der Golden Retriever Zucht. Zum einen die Field-Trial-Retriever, die sich hervorragend für die Jagd eignen. Sowie die Show Linie deren Züchter nicht nur Ausstellungserfolge im Blick haben, sondern auch die Eignung als Familienhund. Der Retriever typische Bring- und Beutetrieb ist bei der Show Linie wenig bis kaum ausgeprägt.

1913 wurde der gelbgoldene Retriever offiziell vom britischen Kennel Club als Retriever Rasse anerkannt. 1920 wurde in England der erste Rasseclub gegründet und die Rasse in Golden Retriever umbenannt.

Am 2.12.1954 wurde der Golden Retriever im FCI (Fédération Cynologique Internationale) in der Gruppe 8, Apportierhunde, Stöberhunde und Wasserhunde als Rassehund anerkannt.

Die Geschichte des Golden Retriever zusammengefasst

  • Mitte des 19. Jahrhunderts in Schottland gezüchtet
  • Als Jagdhund zum Apportieren eingesetzt
  • 1913 vom englischen Kennel Club als Rasse anerkannt
  • Mitte 20. Jahrhundert zweite Linie als Show und Familienhund
  • 1954 als Rasse im FCI standardisiert
Die Geschichte des Golden Retrievers ist noch nicht sehr alt, dafür aber gut dokumentiert. ( Foto: Shutterstock- rebeccaashworth )

Die Geschichte des Golden Retrievers ist noch nicht sehr alt, dafür aber gut dokumentiert. ( Foto: Shutterstock- rebeccaashworth )

Passt der Golden Retriever zu mir?

Zeit, körperliche und geistige Auslastung ist für den Golden wichtig.

Golden Retriever sind sehr menschenbezogene Hunde und brauchen die soziale Nähe zu ihren Menschen. Wer berufsbedingt sein Tier regelmäßig lang allein lassen muss, sollte sich keinen Hund anschaffen. Ebenso braucht der Golden Retriever die körperliche und geistige Auslastung.

Für Couchpotatos oder Caféhaus-Sitzer ist der Golden daher nichts. Wer sich einen Golden anschafft, übernimmt die nächsten 10 – 14 Jahre die Verantwortung für das Lebewesen und sollte körperlich in der Lage sein, dem Tier täglich ausgiebig Bewegung zu geben.

Der aktive Golden Retriever will beschäftigt und gefordert werden. Schwimmen und Apportieren sind seine größten Leidenschaften und sollten ihm täglich geboten werden.

Golden Retriever benötigen Platz. Ein Haus mit Garten ist besser als eine Etagenwohnung in der Stadt. Wird der Hund nicht ausgelastet oder falsch gehalten, wird er verhaltensauffällig.

Die Show Linie des Golden Retriever eignet sich sehr gut als Familienhund. Singles, die die Zeit haben den Bedürfnissen des Hundes auch allein gerecht zu werden, ist der Goldie ein ergebener Hundefreund. Menschen älteren Semesters müssen sich aufrichtig einschätzen, ob sie den täglichen Bewegungsdrang des Golden gerecht werden können.

Wer sich einen Hund anschaffen möchte, sollte sich als erstes seine eigenen Lebensbedingungen anschauen und dementsprechend die geeigneten Hunderassen vorab anschauen. Hundeschulen und Hundetrainer stehen dafür bereits im Vorfeld beratend zur Verfügung.

Zusammengefasst passt der Golden Retriever so zu mir…

  • Ein menschenbezogener Hund
  • Braucht viel Bewegung
  • Geistige Beschäftigung
  • Familien geeignet
  • Besser Haus mit Garten als Etagenwohnung mit Balkon
Wer sich einen Hund anschaffen möchte, sollte sich als erstes seine eigenen Lebensbedingungen anschauen und dementsprechend die geeigneten Hunderassen vorab anschauen. ( Foto: Shutterstock-_Photo-SD)

Wer sich einen Hund anschaffen möchte, sollte sich als erstes seine eigenen Lebensbedingungen anschauen und dementsprechend die geeigneten Hunderassen vorab anschauen. ( Foto: Shutterstock-_Photo-SD)

Golden Retriever Anschaffung

Was ist alles zu bedenken?

Für den Golden Retriever gilt, wie bei allen Hunden, neben den Anschaffungskosten auch immer die Folgekosten zu bedenken. Fressen, Pflegemittel, Hundesteuer, Kranken- und Haftpflichtversicherung, Tierarzt und Hundetraining sind nicht unerhebliche Summen, die man regelmäßig zu bezahlen hat. Und bei dem ein oder anderen Neuhundebesitzer wird sich auch die Frage stellen, ob man das passende Auto für einen mittelgroßen, bis zu 40 Kilo wiegenden Hund hat.

Bereits vor der Anschaffung sollte man die Gesetze zur Hundehaltung in seinem Bundesland gut kennen. Wird der Hund in gemieteten Wohnraum leben, sollte man sich vorher seinen Mietvertrag zum Thema Tierhaltung durchlesen. Auch die Nachbarn sollte man vor dem Einzug des neuen Familienmitgliedes informieren.

Zudem ist der erhebliche Zeitaufwand für den Hund nicht zu unterschätzen. Der Golden Retriever ist ein sehr aktiver Hund, der nicht nur für 30 Minuten am Tag beschäftigt werden will. Man sollte dem Hund täglich ein abwechslungsreiches, ausgiebiges und artgerechtes Hundeprogramm bieten, um ihn richtig auszulasten.

Die Anschaffung zusammengefasst

  • Zeit und Geld vorhanden?
  • Hundegesetz seines Bundeslandes kennen
  • Mietvertrag durchlesen
Bereits vor der Anschaffung sollte man die Gesetze zur Hundehaltung in seinem Bundesland gut kennen. ( Foto: Shutterstock-goodluz )

Bereits vor der Anschaffung sollte man die Gesetze zur Hundehaltung in seinem Bundesland gut kennen. ( Foto: Shutterstock-goodluz )

Golden Retriever & Züchter

Seriöse Züchter achten auf die Gesundheit ihrer Tiere.

Wer sich für einen Golden Retriever entschieden hat, sollte sich einen seriösen Züchter suchen. Golden Retriever sind sehr beliebt und der kriminelle Welpen-Schwarzmarkt-Handel mit ihnen boomt nach wie vor. Der einst kerngesunde Golden Retriever kann mittlerweile durch unseriöse Vermehrung einige Erbkrankheiten in sich tragen. Häufig sind dies: Hüftgelenksdysplasie (HD), Ellbogendysplasie (ED), Epilepsie und Augenkrankheiten.

Um diese typischen Golden Retriever Erbkrankheiten möglichst auszuschließen, sollte man nur bei einem seriösen Züchter seinen Welpen kaufen. Sie legen bei Verpaarungen der Elterntiere neben dem Wesenszug auch intensives Augenmerk auf das Erbgut sowie die Ahnen der Hunde.

Einen seriösen Golden Retriever Züchter findet man bei einem Golden Retriever Zuchtverband oder beim Verband für das Deutsche Hundewesen VDH. Ist man der Meinung einen seriösen Züchter gefunden zu haben, schaut man sich als erstes die Zuchtstätte an. Diese sollte einen sauberen und aufgeräumten Eindruck machen. Die Golden werden nicht im Zwinger gehalten. Das Welpengehege ist sauber und liebevoll eingerichtet.

Das Muttertier der Welpen muss anwesend sein und einen gesunden und offenen Eindruck machen. Ein seriöser Züchter hat ein inniges und vertrauensvolles Verhältnis zu seinen Hunden. Sollte man das Gefühl haben, die Hunde sind ängstlich oder fürchten sich gar vor dem Züchter, sollte man von dieser Zuchtstätte Abstand nehmen.

WICHTIG: Hat man den Eindruck, etwas stimmt mit dem Züchter oder der Zuchtstätte nicht oder es handelt sich um skrupellose Hinterhof-Vermehrer, sollte man im Sinne des Tierwohls den Tierschutz oder die Polizei informieren.

Aufgrund der wichtigen Entwicklungsphasen eines Hundewelpen, geben seriöse Züchter ihre Welpen nicht vor Vollendung der 8. Lebenswoche weg. Ab der 9. Lebenswoche beginnt bei Hundewelpen die sogenannte Sozialisierungsphase.

Dies ist der geeignetste Zeitpunkt, um einen Welpen in sein neues Zuhause ziehen zu lassen. Golden Retriever Welpen sind bei Abgabe gechipt, geimpft und entwurmt. Der Käufer erhält einen EU-Impfausweis, einen zertifizierten Abstammungsnachweis und einen Kaufvertrag.

Liebevolle Züchter geben ihren Welpen das gewohnte Futter für die ersten Tage im neuen Heim mit. Eine Kuscheldecke, die noch nach Mama und den Geschwistern riecht, macht den Umzug für den kleinen Welpen etwas leichter.

Die Züchter zusammengefasst

  • Seriösen Züchter suchen
  • Mehrmals den Züchter besuchen
  • Züchter hat Interesse am Käufer
  • Hundemutter anwesend und gesund
  • Welpen munter und gepflegt
  • Welpen werden erst nach der 8. Lebenswoche abgegeben
  • Käufer erhält Kaufvertrag, Abstammungspapiere und EU-Impfpass
  • Welpe ist gechippt und entwurmt

Entwicklungsphasen des Hundes als Welpe

  • Vegetative Phase, 1.-2. Woche
  • Übergangsphase, 2. Woche
  • Prägungsphase, 3.-8. Woche
  • Sozialisierungsphase, 9.-12. Woche > Einzug in sein neues Zuhause
  • Rangordnungsphase, 13.-16. Woche
  • Rudelordnungsphase, 5-6. Monat
  • Pubertät, 7.-12. Monat
  • Der erwachsene Hund, 3-7 Jahre
  • Hundesenioren, ab 8 Jahre
Einen seriösen Golden Retriever Züchter findet man bei einem Golden Retriever Zuchtverband oder beim Verband für das Deutsche Hundewesen VDH. ( Foto: Shutterstock- Wittybear )

Einen seriösen Golden Retriever Züchter findet man bei einem Golden Retriever Zuchtverband oder beim Verband für das Deutsche Hundewesen VDH. ( Foto: Shutterstock- Wittybear )

Golden Retriever-Preis

Anschaffungskosten, Erstausstattung und kontinuierliche Kosten.

Golden Retriever Welpen von einem seriösen Züchter, der Mitglied in einem VDH anerkannten Golden Retriever Zuchtverein ist, kosten zwischen 1.800, – und 3.000, – Euro. Bei Golden Retriever Welpen, die deutlich unter diesem Preis liegen, sollte man sehr aufmerksam hinschauen!

Zieht ein Welpe neu ins Haus, kommen die Kosten für die Hunde-Erstausstattung hinzu. Dies sind: Hundegeschirr, Hundeleine, Hundehalsband, eine Transportbox für das Auto, ein Welpen-Körbchen, später das Körbchen für den ausgewachsenen Hund, Decke, Näpfe und Spielzeug. Dazu kommt: Fressen, Kauartikel und Leckerlis. Für die Pflege muss angeschafft werden: Bürsten, Flohkamm, Hunde-Shampoo und Zeckenzange. Für die Erstausstattung eines Golden Retrievers muss man ca. 450,- bis 500,- Euro ausgeben.

Regelmäßige Kostenpunkte sind: Futter, Hundesteuer, Hunde-Haftpflichtversicherung, empfehlenswert eine Hunde-Krankenversicherung, Tierarztkosten, Pflegemittel, Hundeschule und/oder Hundeverein. Die Ausgaben liegen dafür monatlich bei ca. 180,- bis 250,- Euro.

Golden Retriever-Welpen

Ein Goldie zieht ein

Wenn ein Golden Retriever Welpe als neues Familienmitglied in sein Zuhause zieht, sollten die vier Wände für den kleinen Racker bereits hundesicher gemacht worden sein. Wichtig ist, dass der neugierige Golden Retriever Welpe sich nicht selbst gefährden kann. Man muss daran denken alle elektronischen Kabel vor den kleinen Welpen-Zähnchen wegzuräumen.

Wie bei Menschenkindern auch, müssen Putzmittel, giftige Pflanzen und kleinteilige Gegenstände aus ihrer Reichweite gebracht werden. Zudem kommt, dass es Lebensmittel gibt, die für Hunde giftig und zum Teil sogar lebensbedrohlich sind.

Jeder Hund braucht einen Rückzugsort. Sollten Kinder im Haushalt leben, ist es wichtig, dass sie dies verstehen und dem Hund dort nicht stören. Am besten ist es, das Körbchen an einem ruhigen Ort zu platzieren, an dem weder Zugluft noch Sonneneinstrahlung die Erholung stören können.

Die ersten Tage im neuen Heim sind für den Golden Retriever Welpen schwierig. Er hat nun nicht mehr seine Geschwister und seine Mutter um sich und ist daher verunsichert. In dieser Zeit sollte man extra sensibel mit dem neuen Familienmitglied umgehen, um ihn die Umstellung so leicht wie möglich zu gestalten.

Zusammengefasst Einzug Golden Retriever-Welpe

  • Ein hundesicheres Zuhause
  • Ruhigen Rückzugsort für das Körbchen und Näpfe wählen
  • Besonders sensibel in den ersten Tagen im neuen Heim

Giftige Pflanzen für Hunde

  • Kirschlorbeer
  • Amaryllis
  • Begonien
  • Christrosen
  • Efeu
  • Eibe
  • Engelstrompete
  • Narzissen
  • Goldregen
  • Holunder
  • Krokus
  • Weihnachtsstern

Tödliche Lebensmittel für Hunde:

  • Obstkerne
  • Rosinen und Weintrauben
  • Avocado
  • Schokolade und Kakao
  • Alkohol und Hopfen
  • Koffein
  • Knoblauch und Zwiebeln
  • Rohes Schweinefleisch

Giftige Lebensmittel für Hunde

  • Nachtschattengewächse (rohe Kartoffeln, Auberginen, Tomaten)
  • Rohe Hülsenfrüchte
  • Walnüsse und Macadamia-Nüsse
  • Salz
  • Süßstoff
  • Milch
  • Getränke allgemein
  • Speck
  • Geflügelknochen
Um diese typischen Golden Retriever Erbkrankheiten möglichst auszuschließen, sollte man nur bei einem seriösen Züchter seinen Welpen kaufen. ( Foto: Shutterstock-NotarYES )

Um diese typischen Golden Retriever Erbkrankheiten möglichst auszuschließen, sollte man nur bei einem seriösen Züchter seinen Welpen kaufen. ( Foto: Shutterstock-NotarYES )

Golden Retriever: Gesundheit & Pflege

Skrupellose Hinterhof-Vermehrer haben der Rassegesundheit geschadet

Der Golden Retriever ist seit vielen Jahrzehnten einer der beliebtesten Familienhunde weltweit. Dies hat leider auch geldgierige Hinterhof-Vermehrer auf den Plan gerufen. Unkontrollierte Verpaarungen, kranke Elterntiere, unhygienische Zuchtstätten und nicht artgerechte, tierquälerische Haltung fordern auch beim Golden Retriever ihren Tribut.

Beim Kauf eines Golden Retriever sollte man einige Erbkrankheiten genau abchecken. Dazu gehören Hüftgelenksdysplasie (HD), Ellbogendysplasie (ED) und Epilepsie. Augenkrankheiten wie Progressive Retina Atrophy (PRA) und Hereditärer Katarakt (HC) gehören leider auch dazu.

Das Risiko dieser Krankheiten lässt sich zwar durch den Kauf bei einem seriösen Züchter minimieren aber leider auch nicht ganz ausschließen.

Der Golden Retriever besticht durch sein schönes Haarkleid. Dies ist regelmäßig zu Bürsten, damit es glänzend und seidig bleibt. Zudem haart der Golden ganzjährig und neigt zu Verfilzungen – dagegen hilft nur Bürsten. Wie bei jedem anderen Hund sind auch regelmäßig die Ohren zu säubern, die Krallen zu schneiden und die Augen zu kontrollieren.

Entscheidet man sich für einen kleinen Welpen, sollte man diesen auf jeden Fall für eine seriöse Zuchtstätte entscheiden. Aber nicht nur das, auch hochwertiges Hundefutter sorgt für ein langes, gesundes Hundeleben.

 

Gesundheit und Pflege zusammengefasst

  • Hüftgelenksdysplasie (HD)
  • Ellbogendysplasie (ED)
  • Epilepsie
  • Progressive Retina Atrophy (PRA)
  • Hereditärer Katarakt (HC)
  • Regelmäßige Fellpflege
Beim Kauf eines Golden Retriever sollte man einige Erbkrankheiten genau abchecken. ( Foto: Shutterstock-rebeccaashworth)

Beim Kauf eines Golden Retriever sollte man einige Erbkrankheiten genau abchecken. ( Foto: Shutterstock-rebeccaashworth)

Golden Retriever & Erziehung

Wenn die Grundkommandos zu 99,9% sitzen, hat man zu 100% Spaß.

Auch so ein gutmütiger Hund wie der Golden Retriever muss eine Erziehung erhalten. Denn einen gut erzogenen Hund kann man sehr viel mehr Freiheiten zugestehen. Nach dem „Sitz“ und „Platz“ ist der Rückruf „Hier“ das wichtigste Signal. Wenn die Grundkommandos zu 99,9 % funktionieren, hat man zusammen 100% Spaß und Freude.

Darauf lassen sich dann weitere großartige Aktivitäten mit dem Golden aufbauen. Der Golden Retriever ist ein Hund, der schnell und gern lernt. Selbst für Hundeanfänger sollte der Golden daher kein Problem bezüglich der Erziehung darstellen.

Zusammengefasst die Erziehung des Golden Retriever

  • Gelehriger Hund
  • Hundeanfänger beißen sich nicht die Zähne aus
  • Grundkommandos sind die Bausteine für viele Aktivitäten
Auch so ein gutmütiger Hund wie der Golden Retriever muss eine Erziehung erhalten. ( Foto: Shutterstock-rebeccaashworth)

Auch so ein gutmütiger Hund wie der Golden Retriever muss eine Erziehung erhalten. ( Foto: Shutterstock-rebeccaashworth)

Golden Retriever Aktivitäten zusammengefasst

  • Spazierengehen
  • Schwimmen
  • Radfahren
  • Wandern
  • Apportieren
  • Mantrailing
  • Agility
  • Dog Dance

Draußen sein gehört zum Leben eines Golden.

Der Golden Retriever ist ein Hund, der sich in der Natur am wohlsten fühlt. Für aktive Outdoor-Menschen ist der Golden der optimale Begleiter. Es muss dann auch nicht die Bergwanderung sein. Lange und abwechslungsreiche Spaziergänge mit der Möglichkeit eine Runde zu schwimmen ist ideal für die täglichen Gassigänge.

Am Wochenende kann dann gern mehr abgefordert werden. Wandern, Radtouren oder ein intensiv Apportier-Kurs, sind ganz nach dem Geschmack des Golden Retrievers. Aber nicht nur die körperliche Auslastung ist eine artgerechte Haltung für den Golden, sondern auch seine Intelligenz muss gefordert und gefördert werden. Hundesportarten wie Mantrailing, Agility aber auch Dog Dance passen gut zum Golden Retriever.

Der Golden Retriever aus der sogenannten Show Linie eignet sich auch sehr gut für Familien mit Kindern. Durch seine ausgeglichene und freundliche Art kann er sich gut in eine Familie integrieren. ( Foto: Shutterstock- Prystai )

Der Golden Retriever aus der sogenannten Show Linie eignet sich auch sehr gut für Familien mit Kindern. Durch seine ausgeglichene und freundliche Art kann er sich gut in eine Familie integrieren. ( Foto: Shutterstock- Prystai )

 

Wichtige Fragen hier im Überblick

Ist der Golden Retriever ein Familienhund?

Der Golden Retriever aus der sogenannten Show Linie eignet sich auch sehr gut für Familien mit Kindern. Durch seine ausgeglichene und freundliche Art kann er sich gut in eine Familie integrieren.

Wo ist der Unterschied zwischen Golden Retriever und Labrador Retriever?

Beide Rassen stammen von einer kleinen Version des Neufundländers, dem mittlerweile ausgestorbenen St.-Johns-Hund ab. Doch der heutige Golden Retriever hat noch drei weitere Rassen in seinen Genen. Den auch mittlerweile ausgestorbenen Tweed-Water-Spaniel, Irish Setter und zu Beginn der Zucht, wurde einmal ein sandfarbener Bluthund eingekreuzt.

Sind Golden Retriever pflegeleicht?

Das viele Fell des Golden Retrievers ist bei regelmäßigen Bürsten kein Problem. Vernachlässigt man das Bürsten des Fells, neigt es aufgrund der starken Unterwolle zu Verfilzungen. Durch regelmäßiges bürsten hat man auch weniger Hundehaare in den eigenen vier Wänden oder im Auto.

Ist der Golden Retriever krankheitsanfällig?

Durch unseriöse Züchter und skrupellose Hinterhof-Vermehrer, leidet die Rasse insgesamt heute zunehmend unter Erberkrankungen wie: Hüftgelenksdysplasie (HD), Ellbogendysplasie (ED), Epilepsie, Progressive Retina Atrophy (PRA), Hereditärer Katarakt (HC).

Was muss man bei der Anschaffung eines Golden Retriever beachten?

Um einen gesunden Hund zu bekommen, sollte man nur bei einem seriösen, verbandsangehörigen Züchter einen Golden Retriever kaufen. Sehr wichtig ist auch Zeit. Ein Golden Retriever, der nicht ausgelastet ist, wird verhaltensauffällig.

Über den Autor

Simone Heitmann

Simone Heitmann ist nicht nur Journalistin, sondern nicht ganz nebenbei auch mit Herz und Seele Hundefrauchen. Ihr Australian Shepherd Blue Berry begleitet sie auch beruflich und schenkt den Kollegen eine gute Office-Life-Balance. Mit ihm verbringt sie ein Großteil ihrer Freizeit beim Agility oder bei ausgiebigen Wanderungen durch die Natur. Mini Aussie Blue Berry hat sogar ein eigenes Instagram-Profil. Und wer weiß, vielleicht kommt auch bald der zweite Aussie ins Haus. Ihre Philosophie: "Hunde sind nicht unser ganzes Leben, aber sie machen unser Leben ganz.", Roger Caras, Natur- und Tierjournalist.

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