Berner Sennenhund: darum muss man dieses Landei lieben!

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Berner Sennenhunde sind ehemalige Arbeitshunde. Der Berner Sennenhund wurde im Schweizer Kanton Bern als Wach-, Treib- und Zughund auf den Almen und Bauerhöfen gehalten. Heute ist der imposante und kräftige Berner Sennenhund ein beliebter Familienhund. Die selbstsichere, gutmütige und menschenbezogene Art des Berner Sennenhundes macht ihn auch zu einem guten Rettungshund.

Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel

Berner Sennenhund Aussehen

Ein Hund, der nicht zu übersehen ist.

Den Berner Sennenhund kann man nicht übersehen. Die imposante Größe des Berner Sennenhundes und sein kräftiger Kopf fallen schon von weitem auf. Der üppige Körper ist harmonisch und wohl proportioniert gebaut.

Setzt sich der Berner Sennenhund in Bewegung, kann man gut erkennen, dass er sich den Anschub aus den Hinterläufen holt. Sein kraftvoller und gleichmäßiger Lauf wirkt aber trotz der Üppigkeit nicht plump.

Der Berner Sennenhund hat langes, glattes oder leicht gewelltes, tiefschwarzes Fell. Schwarz ist die bestimmende Grundfarbe des Berner Sennenhundes. Die satten Abzeichen in braunrot befinden sich um die Maulwinkel, an den Backen, über den Augen, an den vier Beinen und auf der Brust. Die weißen Abzeichen sind als symmetrische Blesse am Kopf und zieht sich bis zur Schnauze durch.

Ebenfalls weiße Abzeichen sind an der Kehle und an der Brust deutlich als Kreuz wahrzunehmen. Weiße Pfoten und eine weiße Rutenspitze sind als Ideal beim Berner Sennenhund gewünscht. Die lange schwarze Rute ist sehr buschig und reicht bis zu den Sprunggelenken.

Hunde wurden speziell für Kinder gemacht. Sie sind die Götter der Fröhlichkeit.

(Henry Ward Beecher)

Rüden können eine Widerristhöhe von 70 Zentimetern erreichen. Hündinnen bis zu 66 Zentimetern. Ausgewachsen bringt der Berner Sennenhund bis 50 Kilogramm auf die Waage.

Im FCI (Fédération Cynologique Internationale) ist der Berner Sennenhund in der Gruppe 2, Pinscher und Schnauzer – Molosser – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen.

Aussehen zusammengefasst

  • Ein großer Hund
  • Üppiger Körperbau
  • Hauptfarbe schwarz
  • Braunrote und weiße Abzeichen
  • Lange buschige Rute
Den Berner Sennenhund kann man nicht übersehen. Die imposante Größe des Berner Sennenhundes und sein kräftiger Kopf fallen schon von weitem auf. ( Foto: Shutterstock-_Eve Photography)

Den Berner Sennenhund kann man nicht übersehen. Die imposante Größe des Berner Sennenhundes und sein kräftiger Kopf fallen schon von weitem auf. ( Foto: Shutterstock-_Eve Photography)

Berner Sennenhund & Charakter

Ein gutmütiger Schweizer, den nichts so schnell aus der Ruhe bringt.

Der Berner Sennenhund ist ein gutmütiger und friedvoller Hund. Selbstsicher läuft der Berner Sennenhund durch Leben und ist dabei mit großem Mut ausgestattet. Der große Schweizer ist zwar sehr aufmerksam, jedoch als Wachhund nur mäßig geeignet. Der Berner Sennenhund ist nämlich ein sehr menschenfreundlicher Hund und Aggressivität ist ihm fremd.

Fremden gegenüber bleibt er aber distanziert und beobachtend. Bei seiner Menschendfamilie zeigt der Berner Sennenhund eine grenzenlose Gutmütigkeit und Anhänglichkeit. Auch im Umgang mit kleinen Kindern zeigt er eine sehr hohe Reizschwelle, was den ehemaligen Bauernhund heute zu einem idealen Familienhund macht.

Das Temperament des Berner Sennenhundes ist eher gemächlich. Als ehemaliger Arbeitshund lässt sich der Schweißer noch heute gut erziehen und leicht führen. Jedoch bei Aufgaben oder Kommandos, die ihm als Hund nicht logisch erscheinen, muss man schon mal konsequenter dranbleiben.

Der Berner Sennenhund liebt den Schnee und das weite Land. Mit seinem dichten Fell kann er Stundenlang im Schnee spazieren gehen. Hitze mag er dagegen überhaupt nicht.

Charakter zusammengefasst

  • Gutmütig
  • Friedvoll
  • Liebevoll
  • Anhänglich
  • Hohe Reizschwelle
  • Leicht dickköpfig
Das Temperament des Berner Sennenhundes ist eher gemächlich. ( Foto: Shutterstock- otsphoto )

Das Temperament des Berner Sennenhundes ist eher gemächlich. ( Foto: Shutterstock- otsphoto )

Berner Sennenhund-Geschichte

Vom Dürrbächler zum Berner Sennenhund.

Der Ursprung des Berner Sennenhundes ist nicht ganz geklärt. Es werden aber Molosser und Mastiff-Artige Ahnen vermutet, die römische Legionen im ersten Jahrhundert vor Christus mit in die Schweizer Alpenregion gebracht haben und sich dort mit den einheimischen Hunden kreuzten. In Gräbern aus der Bronzezeit (2200 bis 800 v. Chr.) und der Eisenzeit (500 – 335 v. Chr.) hat man Hundeskelette gefunden, die diese Vermutung untermauern.

Die offizielle Heimat des Berner Sennenhundes ist heute das Berner Oberland in der Schweiz. Dort wurde der große, schwarz, braun, weiße Hund auf den Bauernhöfen, Almen und Sennen als Wach-, Treib- und Zughund eingesetzt. Besonders um das Gasthaus Dürrbächler bei Riggisberg im Kanton Bern wurde dieser dreifärbige Sennen- und Hofhund von den dortigen Bauern viel gehalten und gezüchtet.

Daher wurde dieser Hund auch erst „Dürrbächler“ genannt. 1902 wurde der Dürrbächler das erste Mal auf einer Hundeausstellung gezeigt. Der Dürrbächler war sofort ein Erfolg und bereits 1907 wurde der „Schweizerische Dürrbach-Klub“ gegründet, um aus ihm einen Rassehund zu machen. Bereits 1910 wurde der nun genannte Berner Sennenhund schließlich als Rasse anerkannt.

Der Züricher Geologe Albert Heim (1849 – 1937) war auch ein leidenschaftlicher und bedeutender Kynologe seiner Zeit. Er machte den Vorschlag, den Dürrbächler in „Berner Sennenhund“ um zu benennen, um seine Verwandtschaft mit den anderen Sennenhunden der Schweiz hervorzuheben.

Seine Rassestandards des Schweizer Sennenhundes, des Appenzeller Sennenhundes, des Entlebucher Sennenhundes und des Berner Sennenhundes sind bis heute bedeutende Werke der wissenschaftlichen Lehre von Haushunden.

Die Anerkennung der Rasse durch den FCI (Fédération Cynologique Internationale) erfolgte 1955. Aufgenommen in der Gruppe 2, Pinscher und Schnauzer – Molosser – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen.

Die Geschichte zusammengefasst

  • Vorfahre vermutlich Molosser und Mastiff-Artige Hunde
  • Von italienischen Soldaten in die Alpenregion gebracht
  • Verpaarung mit Alpenhunden
  • Erst Dürrbächler genannt
  • Von Albert Hein in Berner Sennenhund umbenannt
  • Seit 1910 als Rasse anerkannt
Die offizielle Heimat des Berner Sennenhundes ist heute das Berner Oberland in der Schweiz. Dort wurde der große, schwarz, braun, weiße Hund auf den Bauernhöfen, Almen und Sennen als Wach-, Treib- und Zughund eingesetzt. ( Foto: Shutterstock- Grigorita Ko)

Die offizielle Heimat des Berner Sennenhundes ist heute das Berner Oberland in der Schweiz. Dort wurde der große, schwarz, braun, weiße Hund auf den Bauernhöfen, Almen und Sennen als Wach-, Treib- und Zughund eingesetzt. ( Foto: Shutterstock- Grigorita Ko)

Passt der Berner Sennenhund zu mir?

Ein Landei durch und durch.

Der Berner Sennenhund ist als ehemaliger Bauernhund auch heute noch ein Landei. Er benötigt große Räume und Flächen, um sich wohl zu fühlen. Einen Berner Sennenhund in einer Wohnung in der Stadt ohne Garten zu halten wäre nicht artgerecht. Auch Treppensteigen bekommt dem schweren Schweizer nicht. Man sollte ein geräumiges Haus und einen großen Garten haben, damit sich das große Tier entfalten kann.

Der Berner Sennenhund ist nicht unbedingt als agil zu bezeichnen, benötigt aber mehrere längere Spaziergänge am Tag. Seine Intelligenz als Hütehund muss gefordert und gefördert werden. Zum Beispiel mit einer Ausbildung zum Rettungshund, bei der Fährtenarbeit oder im Zughundesport.

Die Fellpflege beim Berner Sennenhund ist aufwendig und zeitintensiv. Mehrmals die Woche muss es gebürstet werden. Im Fellwechsel werden überall Haare vom Hund zu finden sein. Wichtig ist auch im Vorfeld beim Arzt testen zu lassen, ob man eventuell eine Hundehaar-Allergie hat.

Als sehr menschenbezogener Hund mag er auch nicht lang allein sein. Für Familien mit Kindern eignet sich der Berner Sennenhund gut. Seine ausgeglichene und ruhige Art kann nichts so schnell aus der Ruhe bringen. Wenn mal alleinstehend ist, sollte man vorabgeregelt haben, wo der Hund bei einer Erkrankung untergebracht werden kann.

Bei artgerechter Haltung kommt man in der Regel auch als Ersthundbesitzer gut mit dem Berner Sennenhund zurecht. Bei einem so großen Hund wie dem Berner Sennenhund muss man auch damit rechnen, dass man bei einigen Menschen nicht mehr zu Besuchen eingeladen wird.

Zusammengefasst: so passt der Berner Sennenhund zu mir

  • Nicht stadtgeeignet
  • Braucht viel Platz
  • Lange Spaziergänge
  • Benötigt intelligente Beschäftigung
  • Pflegeaufwendiges Fell
  • Auf Allergien testen lassen
  • Menschenbezogen
  • Familienhund
Als sehr menschenbezogener Hund mag er auch nicht lang allein sein. Für Familien mit Kindern eignet sich der Berner Sennenhund gut. ( Foto: Shutterstock-Djordje Ognjanovic)

Als sehr menschenbezogener Hund mag er auch nicht lang allein sein. Für Familien mit Kindern eignet sich der Berner Sennenhund gut. ( Foto: Shutterstock-Djordje Ognjanovic)

Berner Sennenhund Anschaffung

Ein großer Hund der viel Platz benötigt.

Der Berner Sennenhund ist ein großer Hund, der ausreichend Platz drinnen und draußen benötigt. Ein Haus mit Garten sollte vorhanden sein. Für die nächsten 7 bis 10 Jahre ist der Berner Sennenhund ein festes Mitglied der Familie und ist gern überall dabei – auch im Urlaub. Nicht jedes Hotel wird einen doch relativ stark haarenden, 70 cm großen Hund aufnehmen.

Die Verantwortung für ein artgerechtes und gesundes Hundeleben liegt nun nicht mehr in den Händen des Züchters, sondern bei seinen neuen Menschen. Es ist wichtig, sich dieser Verpflichtung sehr bewusst zu sein. Die wichtigste Überlegung vor der Anschaffung ist daher, genau abzuwägen, ob man dieser Pflicht für ein ganzes Hundeleben gerecht wird. Passt der Berner Sennenhund in die persönliche Lebensplanung der nächsten 7 bis 10 Jahre?

Dabei ist nicht nur der Zeitfaktor zu bedenken. Der Kostenfaktor bei einem großen Hund wie dem Berner Sennenhund ist erheblich. Allein das wichtige hochwertige Futter für einen ausgewachsenen Berner Sennehund wird mehrere hundert Euro im Monat betragen. Große Hunde kosten mehr Geld als kleine Hunde. Dies ist auch bei der Hundeausstattung, Hundesteure, Tierarztkosten und den Versicherungen der Fall. Eventuell muss sogar ein neues Auto angeschafft werden.

Auch wenn der gutmütige Berner Sennenhund keinen Jagdtrieb zeigt, sollte man das Hundegesetzt seines Wohnortes kennen und die Bestimmungen zur Hundehaltung während der Brut- und Setzzeit von Wildtieren.

Tipp:

Hundeschulen und Hundetrainer bieten oft schon im Vorfeld eine Beratung zum Welpen-, Hundekauf an. Die Hundeprofis können sehr gut helfen, beim Wunsch ein vierbeiniges Familienmitglied die passende Rasse für die individuellen Lebensumstände der Zweibeiner zu finden.

Anschaffung zusammengefasst

  • Verantwortung für bis zu 10 Jahren
  • Ausstreichend Platz vorhanden?
  • Passt ein Hund in die Lebensplanung?
  • Sehr hohe Kosten für einen großen Hund
  • Gesetzgebung zur Hundehaltung kennen
  • Welpenkaufberatung
Der Berner Sennenhund ist ein großer Hund, der ausreichend Platz drinnen und draußen benötigt. Ein Haus mit Garten sollte vorhanden sein. ( Foto: Shutterstock-Sirius3001)

Der Berner Sennenhund ist ein großer Hund, der ausreichend Platz drinnen und draußen benötigt. Ein Haus mit Garten sollte vorhanden sein. ( Foto: Shutterstock-Sirius3001)

Berner Sennenhund & Züchter

Seriöse Züchter erkennt man auch am Geruch.

Die Entscheidung für einen Berner Sennenhund-Welpen ist gefallen. Nun heißt es im nächsten Step einen seriösen Züchter zu recherchieren. Einen Berner Sennenhund bei einem seriösen und verantwortungsvollen Züchter zu kaufen bedeutet, in die Gesundheit seines neuen vierbeinigen Mitbewohners zu investieren.

Denn leider gibt es auch bei der Berner Sennenhund Rasse viele Hinterhof-Vermehrer, die auf Kosten der Gesundheit der Elterntiere und der Welpen nur am schnellen Geld interessiert sind. Weder sind diese Leute einem Berner Sennenhund Züchterverband oder dem Verband für das Deutsche Hundewesen VDH angeschlossen. Listen von seriösen Züchtern findet man eben dort.

Seriöse Züchter informieren bereits im Vorfeld über eine Wurfplanung. Dabei wird über beide Elterntiere informiert, sowie deren Ahnentafel und die tierärztlichen Befunde gezeigt. Es ist gut, wenn man sich bereits jetzt schon die Zuchtstätte anschaut und sich persönlich ein Bild davon macht.

Hat man einen Züchter gefunden und einen Besuchstermin vereinbart, heißt es aufmerksam bleiben und dem Züchter im Gespräch auf den Zahn fühlen. Das Gute bei einer Vorabbesichtigung ist, dass man meist nicht durch niedliche Welpen abgelenkt wird. Einen seriösen Züchter zeichnet eben auch aus, dass er nicht ständig Massen von kleinen Welpen hat.

Man sollte sich gut auf diesen Besuchstermin vorbereiten und seine Fragen auf einem Zettel bei sich haben. Weiterhin gibt es einige Dinge, auf die man achten sollte, wenn man das erste Mal eine Zuchtstätte besucht:

  • Wohnt der Züchter mit seinen Hunden unter einem Dach.?
  • Ist drinnen und draußen ausreichend Platz für große Hunde vorhanden?
  • Es wird nach Hund riechen. Aber es sollte weder nach Urin, Kot oder sonst wie unangenehm stinken?
  • Wirkt die Zuchtstätte sauber, gepflegt und hygienisch?
  • Wenn Welpen da sind: Ist die Wurfkiste ebenfalls sauber?
  • Haben die Hunde Familienanschluss?
  • Beantwortet der Züchter alle Fragen zur Rasse und seiner Zuchtstätte bereitwillig und gern?
  • Stellt der Züchter selbst auch Fragen zu den zukünftigen Lebensbedingungen seines Hundewelpen?
  • Sind die anwesenden Hunde dem Züchter gegenüber nicht eingeschüchtert oder gar ängstlich?
  • Zeigen die anwesenden Hunde ein freundliches und zutrauliches Verhalten?
  • Wenn Welpen da sind: Wirken sie gesund, neugierig und aufgeweckt?
  • In der Regel ist die Anzahl von Hunden im Haus oder auf dem Zuchtgelände überschaubar.
  • In der Regel werden auch nicht sehr viel mehr Rassen gezüchtet.
  • Auf keinen Fall wird man genötigt oder unter Druck gesetzt einen Welpen sofort zu kaufen.
  • Auch für weitere Besuche steht die Zuchtstätte offen?

Tipp:

Man kann sich auf sein Bauchgefühl verlassen. Wenn man den Eindruck hat, etwas stimmt mit der Zuchtstätte nicht, kauft man dort keinen Welpen!
Hat man sogar die Vermutung, es handelt sich um einen unseriösen Hinterhof-Vermehrer, sollte man sich im Sinne des Tierschutzes nicht zurückhalten, den Tierschutz zu informieren.

Seriöse Züchter geben Welpen mit 8 oder 9 Wochen ab. Als Käufer erhält man einen Kaufvertrag, der alles Wichtige enthält wie:

  • Daten des Züchters
  • Daten des neuen Halters
  • Name des Welpen
  • Wurfdatum
  • Geschlecht
  • Beschreibung des Welpen. Insbesondere bei Besonderheiten.
  • Zuchtbuchnummer
  • Ahnentafel
  • Transpondernummer
  • Tierärztliche Untersuchungsergebnisse bei Abgabe
  • Ob der Hund zukünftig als Zuchthund eingesetzt wird
  • EU-Heimtierpass

Züchter zusammengefasst

  • Nur bei seriösem Züchter kaufen
  • Checkliste für den Erstbesuch machen
  • Mehrere Züchter Besuchen
  • Abgabe der Welpen ab der 8 Woche
  • Schriftlicher Kaufvertrag
Hat man einen Züchter gefunden und einen Besuchstermin vereinbart, heißt es aufmerksam bleiben und dem Züchter im Gespräch auf den Zahn fühlen. ( Foto: Shutterstock- Kwadrat)

Hat man einen Züchter gefunden und einen Besuchstermin vereinbart, heißt es aufmerksam bleiben und dem Züchter im Gespräch auf den Zahn fühlen. ( Foto: Shutterstock- Kwadrat)

Berner Sennenhund-Preis

Ein seriöse Hundezüchter macht keinen Gewinn.

Die meisten seriösen Berner Sennenhund Züchter sind, wie die meisten seriösen Hundezüchter anderer Rassen auch, mit viel Herzblut und Zeitaufwand bei der Sache. Sie sind Züchter aus Leidenschaft und nicht um reich zu werden.

Der Kaufpreis von ca. 1.800 Euro für einen Berner Sennenhund-Welpen mit Papieren von einem seriösen Züchter, deckt, wenn überhaupt, grade mal die Kosten rund um die Zucht. Die Zeit, die ein seriöser Züchter für eine liebevolle und artgerechte Haltung und Aufzucht seiner Hunde und Welpen aufbringt, wird unbezahlbar bleiben.

Für den neuen Berner Sennenhund Hundebesitzer wird der Anschaffungspreis jedoch das günstigste im gemeinsamen Leben sein. Für einen Berner Sennenhund muss man bei jeglichen Anschaffungen in XXL denken. Sei es bei der orthopädischen Hundematte, Hundegeschirr, Hundeleine, Näpfe, Bürsten und Pflegeprodukte.

Hat man bisher noch kein großes Auto gefahren, benötigt man es jetzt – inklusiv Hundebox und einer Lauframpe zum Einsteigen. Die laufenden Kosten für Futter, Trainingsleckerlis, Kotbeutel, Versicherungen, Steuern und Tierarzt sind bei großen Hunden ebenfalls beachtlich. Im Jahr kommen da mehrere tausend Euro zusammen. Dies sollte unbedingt bedacht werden und seine Finanzen dahingehend vor der Anschaffung überprüfen.

Berner Sennenhund-Welpen

Safty first in Heim, Garten und unterwegs.

Zuerst sind aber die vier Wände und der Garten für den noch kleinen Schweizer Hundesicher zu machen. Gegenstände, die ihn verletzten oder gar lebensgefährlich werden können müssen aus seiner Reichweite gebracht werden.

Dabei ist daran zu denken das aus dem kleinen Berner Sennenhund schnell ein großer Berner Sennenhund wird. Aber auch Dinge, die einem selbst lieb und teuer sind, zum Beispiel Schuhe, sollten aus der Reichweite der kleinen scharfen Welpenzähnchen gebracht werden.

Hundesicherheit im Haus

  • Elektrokabel sicher verlegen und Steckdosen absichern
  • Für Hunde giftige Pflanzen entsorgen
  • Für Hunde giftige Lebensmittel wegpacken
  • Mülleimer für den Hund unzugänglich machen
  • Putzmittel und Chemikalien hundesicher aufbewahren
  • Medikamente (vom Nachttisch) wegräumen
  • Kleinteilige Gegenstände forträumen, damit sie nicht verschlugt werden können
  • Schutzgitter für Treppen im Haus. Insbesondere an die Kellertreppe denken.
  • Türstopper, damit sich Kopf, Rute und Pfoten nicht einklemmen lassen.

Hundesicherheit im Garten

  • Grundstück komplett eingezäunt und auch gegen Untergrabung gesichert.
  • Giftige Gartenpflanzen vom Grundstück nehmen.
  • Alle scharfen Gartengeräte sicher wegstellen.
  • Dünger, Gifte, Reinigungsmittel hundesicher aufbewahren.
  • Rassehunde werden gestohlen. Daher auch im Garten beaufsichtigen.

Hundesicher unterwegs

  • Im Auto nur in einer Transportbox oder im abgesicherten Kofferraum transportieren
  • Ableinen nur wenn er zu 99% abrufbar ist.
  • Aufpassen, dass der Hund nichts aufnimmt (Giftköder-Gefahr)
  • Fremden Hunden vorsichtig nähern.
  • NIEMALS vor Geschäften anbinden und allein lassen! Rassehunde werden gestohlen.
  • NIEMALS allein im Auto lassen! Diebstahl Gefahr und Überhitzung bei Wärme.
Zuerst sind aber die vier Wände und der Garten für den noch kleinen Schweizer Hundesicher zu machen. Gegenstände, die ihn verletzten oder gar lebensgefährlich werden können müssen aus seiner Reichweite gebracht werden. ( Foto: Shutterstock-Danielle Valiquette )

Zuerst sind aber die vier Wände und der Garten für den noch kleinen Schweizer Hundesicher zu machen. Gegenstände, die ihn verletzten oder gar lebensgefährlich werden können müssen aus seiner Reichweite gebracht werden. ( Foto: Shutterstock-Danielle Valiquette )

Berner Sennenhund: Gesundheit & Pflege

Durch unseriöse Züchter treten vermehrt einige Krankheiten auf.

Beim Berner Sennenhund wurde durch unseriöse Züchter viel Inzucht betrieben, daher besteht noch heute ein nur eingeschränkter Genpool zu Verfügung. Dies kann zu einer Anfälligkeit von Erbkrankheiten führen. Nierenprobleme und Gelenkserkrankungen wie Ellenbogen- und Hüftgelenksdysplasie können vermehrt auftreten. Auch Krebserkrankungen kommen beim Berner Sennenhund vermehrt vor. Seriöse Züchter achten heute umso mehr bei der Verpaarung auf gesunde Eltern und Ahnen.

Hitze macht dem Kreislauf des schweren Hundes mit dem dicken Fell zu schaffen. Das üppige Fell des Berner Sennenhundes muss mehrmals die Woche gebürstet werden, um Verfilzungen vorzubeugen und den Glanz des Felles zu erhalten. Am Fellglanz erkennt man beim Sennenhund auch sehr gut, ob er hochwertiges Futter erhält, das ihn ausreichend mit allen Vitaminen und Nährstoffen versorgt.

Um die Bildung von Zahnstein zu vermeiden, sollte man die Zähne des Hundes regelmäßig mit einer Hundezahnbürste reinigen. Wie bei allen Hunden sind zudem Augen, Ohren, Pfoten und Krallen regelmäßig zu kontrollieren.

Zusammengefasst Gesundheit & Pflege des Berner Sennenhundes

  • Vermehrt Erbkrankheiten
  • Vermehrt Gelenkserkrankungen
  • Vermehrt Krebserkrankungen
  • Aufwändige Fellpflege
Hitze macht dem Kreislauf des schweren Hundes mit dem dicken Fell zu schaffen. Das üppige Fell des Berner Sennenhundes muss mehrmals die Woche gebürstet werden, um Verfilzungen vorzubeugen und den Glanz des Felles zu erhalten. ( Foto: Shutterstock-_xkunclova)

Hitze macht dem Kreislauf des schweren Hundes mit dem dicken Fell zu schaffen. Das üppige Fell des Berner Sennenhundes muss mehrmals die Woche gebürstet werden, um Verfilzungen vorzubeugen und den Glanz des Felles zu erhalten. ( Foto: Shutterstock-_xkunclova)

Berner Sennenhund & Erziehung

Ein gelehriger Hund, der aber durchaus hinterfragt.

Der Berner Sennenhund wurde als Arbeitshund für den Bauernhof gezüchtet. So sind eine angeborene Führigkeit und Gelehrigkeit in seinem Charakter verankert. Aufgrund seiner Intelligenz und seiner Selbstsicherheit ist er aber durchaus auch in der Lage, Aufgaben, Kommandos und Befehle zu hinterfragen, wenn sie ihm nicht einleuchten.

Mit liebevoller Konsequenz und schmackhaften Leckerlis gelingt es aber auch Ersthundbesitzern einen Berner Sennenhund zu überzeugen und zu erziehen.

Erziehung kurz und knapp

  • Angeborene Führigkeit
  • Gelehrig
  • Anweisungen werden auch mal hinterfragt
  • Für Ersthundbesitzer eine machbare Aufgabe
Mit liebevoller Konsequenz und schmackhaften Leckerlis gelingt es aber auch Ersthundbesitzern einen Berner Sennenhund zu überzeugen und zu erziehen. ( Foto: Shutterstock- Kzenon _)

Mit liebevoller Konsequenz und schmackhaften Leckerlis gelingt es aber auch Ersthundbesitzern einen Berner Sennenhund zu überzeugen und zu erziehen. ( Foto: Shutterstock- Kzenon _)

Berner Sennenhund Aktivitäten

  • Wagenziehen
  • Bergrettung
  • Mantrailing
  • Fährtenarbeit

Traditionell bringt Wagenziehen viel Freude.

Der Berner Sennenhund liebt lange Spaziergänge. Wenn sich dabei eine Wasserstelle zur Abkühlung finden lässt – umso besser. Da der Berner Sennenhund ein schwerer Hund ist sind Hundesportarten wie Agility, die die Gelenke belasten nicht geeignet für ihn.

Traditionell bringt Wagenziehen allen Sennenhunden sehr viel Freude. Aber auch eine Ausbildung zum Rettungshund ist sinnvoll für ihn. Mantrailing und Fährtenarbeit sind auch nach seinem Geschmack.

Wie bei vielen großen Hunderassen, liegt die Lebenserwartung beim Berner Sennenhund zwischen 7 und 10 Jahre. ( Foto: Shutterstock-_Anke van Wyk )

Wie bei vielen großen Hunderassen, liegt die Lebenserwartung beim Berner Sennenhund zwischen 7 und 10 Jahre. ( Foto: Shutterstock-_Anke van Wyk )

Weitere Fragen im Überblick

Wie viel Bewegung braucht ein Berner Sennenhund?

Für einen Berner Sennenhund muss man über den Tag verteilt mehrere längere Spaziergänge einplanen.

Wieviel Pflege braucht das Fell vom Berner Sennenhund?

Das Fell des Berner Sennenhundes ist sehr pflegeintensiv. Mehrmals in der Woche muss das Fell gebürstet werden, um Verfilzungen vorzubeugen.

Wie alt wird ein Berner Sennenhund?

Wie bei vielen großen Hunderassen, liegt die Lebenserwartung beim Berner Sennenhund zwischen 7 und 10 Jahre.

Sind Berner Sennenhunde für Familien geeignet?

Durch seine ausgeglichene und ruhige Art ist der Berner Sennenhund auch gut für Familien mit Kindern geeignet.

Ist der Berner Sennenhund für die Stadt geeignet?

Als ehemaliger Bauernhund ist der Berner Sennenhund ein Landei. Auch heute sollte er in einem Haus mit ausreichend Platz und mit Garten gehalten werden.

About Author

Simone Heitmann

Simone Heitmann ist nicht nur Journalistin, sondern nicht ganz nebenbei auch mit Herz und Seele Hundefrauchen. Ihr Australian Shepherd Blue Berry begleitet sie auch beruflich und schenkt den Kollegen eine gute Office-Life-Balance. Mit ihm verbringt sie ein Großteil ihrer Freizeit beim Agility oder bei ausgiebigen Wanderungen durch die Natur. Mini Aussie Blue Berry hat sogar ein eigenes Instagram-Profil. Und wer weiß, vielleicht kommt auch bald der zweite Aussie ins Haus. Ihre Philosophie: "Hunde sind nicht unser ganzes Leben, aber sie machen unser Leben ganz.", Roger Caras, Natur- und Tierjournalist.

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