Australian Shepherd: so lernt ihr gemeinsam die Natur lieben

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Der Australian Shepherd, auch Aussie genannt, ist ein hoch Intelligenter Hund. Als Hüte- und Treibhund gezüchtet ist der Australian Shepherd ein echtes Arbeitstier. Ohne regelmäßige anspruchsvolle Aufgaben wird der Aussie schnell verhaltensauffällig. Der Aussie fällt durch sein vielfältiges Fellkleid und mögliche unterschiedliche Augenfarben auf.

Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel

Australian Shepherd Aussehen

Ein Hund mit vielen Fellfarben.

Der Australian Shepherd ist ein mittelgroßer Hund mit einem wohlproportionierten, kräftigen Körperbau, der sehr elegant wirkt. Der Kopf des Australian Shepherds mit dem gut ausgeprägten Stop ist eher klein, passt aber doch zum Rest des Körpers. Die Ohren des Aussie sind hoch am Kopf angesetzt und hängen als kleine Dreichecke nach unten. Das Ohrenspiel des Australian Shepherds ist sehr ausgeprägt. Von nach vorne stehend bis nach hinten flach anliegend, jeweils der Situation angepasst. Der Fang des Australian Shepherd ist griffig und sein Gebiss kräftig. Die Nase schwarz oder braun. Rosa Flecken auf der Nase sind nicht Rassetypisch.

Die Rute des Aussies wird in Europa lang gezüchtet. In den USA wird die stummlige, kurze sogenannte „natural bobtail“ Rute bevorzugt. Oft ist diese kurz gezüchtet worden. Es kann aber leider auch vorkommen, dass sie kupiert wurde. Dies ist in Europa verboten.

Das Fell des Australien Shepherds hängt mittellang vom Körper bis unter den Bauch runter. Auffällig ist die buschige Rute und bei Rüden die stark fellige Brust und der üppige Fellkragen um den Hals. An den Rückseiten der Vorderläufe sieht man die lange Fell-Fahne. An der Rückseite der Hinterläufe die üppige Fell-Hose.

Das besondere Erscheinungsbild des Australian Shepherd machen aber wohl die vielfältigen Farb-Varianten und Kombinationen seines Felles und seiner Augen aus. Die Augenfarben des Aussies können braun, bernsteinfarben oder blau sein. Eine Kombination aus zwei unterschiedlichen Augenfarben sowie gepunktet und Marmorierung der Farben sind als Rassetypisch erlaubt. Noch vielfältiger ist die Farbgebung des Fells. Mit den vier Fellgrundfarben: schwarz, braun, blue merle und red merle, gibt es insgesamt 16 Varianten und Kombinationen des Australian Shepherd Fells.

Den Australian Shepherd gibt es in zwei Rassegrößen. Den sogenannten Standard Australian Shepherd und den seit 2019 vom im FCI (Fédération Cynologique Internationale) als „vorläufig“ eingestuften Miniature American Shepherd / Miniature Australian Shepherd auch Mini Aussie genannt.

Die Widerristhöhe des Standard Aussies liegt je nach Geschlecht zwischen 46 und 58 Zentimetern. Das Gewicht liegt bei 17 bis 27 Kilo.

Die Widerristhöhe des Mini Aussies liegt je nach Geschlecht zwischen 33 und 46 Zentimeter. Das Gewicht liegt je nach Geschlecht bei 9 bis 16 Kilo.

Standardisiert ist der Australian Shepherd im FCI in der Gruppe 1, Hütehunde und Treibhunde. Der Mini Aussie ist unter der FCI Standard Nummer 367 vorläufig anerkannt. In der Regel dauert die Umwandlung in eine vollständig anerkannte Rasse bei FCI zwischen 6 und 10 Jahre.

Zusammengefasst ist der Australian Shepherd

  • Mittelgroßer Hund
  • Wohl proportionierter Körper
  • Fell- und Augenfarbe in vielen Varianten

Ohne ein paar Hundehaare ist man nicht richtig angezogen.

 

Australian Shepherd & Charakter

Wer ist hier der Rudelführer?

Der Australian Shepherd ist ein Hund mit einem inneren Auftrag. Als Hüte- und Treibhund von Schafen und Rindern gezüchtet, liegt es in seinen Genen zu Hüten. Und wenn der Aussie keine Schafe hat, dann würde er gern seine Menschen hüten. Diesen Auftrag darf man einem Australian Shepherd ohne Schafsherde nicht erlauben. Aussies könnten sonst ihre Menschen als ihre Herde ansehen und dementsprechend behandeln. Und das kann dann auch mal mit einem Zwacken in die Beine enden, wenn man sich wegbewegen will.

Den Australian Shepherd gibt es nach wie vor als Arbeitsline aber auch als sogenannte Show-Linie. Doch auch die etwas ruhigere Show-Linie hat noch viel Energie, die manchen Halter überfordert.

Der Australian Shepherd ist ein sehr intelligenter, sensibler und ein extrem arbeitswilliger Hund. Da nicht jeder eine Scharfherde sein Eigen nennen kann, benötigt der Aussie einen sportlichen und intellektuellen Ausgleich, der in fordert und auslastet. In der Erziehung benötigt der Aussie einen liebevollen, aber konsequenten Rudelführer. Australian Shepherd sind hervorragende Beobachter. Die geringste Nachlässigkeit oder Unaufmerksamkeit seines Menschen wird sofort registriert und ausgenutzt oder die Rudelführung in Frage gestellt.

Fremden Menschen ist der Australian Shepherd zunächst skeptisch gegenüber. Was ihn auch zu einem gewissen Grad zum Wachhund macht. Der Begriff Mensch-Hund-Team kann beim Australian Shepherd wörtlich genommen werden. Hat sich ein solches Team gebildet, kann man im Hundesport mit einem Aussie sehr erfolgreich sein.

Australian Shepherd lieben es zu rennen, dabei Aufgaben zu bearbeiten und gleich im Anschluss das nächste Kommando zu befolgen. Die meisten Aussies sind gute Schwimmer und lieben es ein paar Runden im Wasser zu drehen. Aber Achtung! Als Mensch muss man aufpassen, den Aussie genügend Ruhezeiten zu geben, denn von allein hört der Shepherd nicht auf zu arbeiten. Damit er zur Ruhe kommt, haben viele Aussie-Besitzer eine Hundebox zuhause, in die er sich zurückziehen kann.

Zusammengefasst ist der Charakter des Australian Shepherd

  • Hütehund
  • Intelligent
  • Guter Beobachter
  • Arbeitswillig
  • Zur Ruhe „zwingen“
Der Australian Shepherd ist ein Hund mit einem inneren Auftrag. Als Hüte- und Treibhund von Schafen und Rindern gezüchtet, liegt es in seinen Genen zu Hüten. ( Foto: Shutterstock-Vivienstock)

Der Australian Shepherd ist ein Hund mit einem inneren Auftrag. Als Hüte- und Treibhund von Schafen und Rindern gezüchtet, liegt es in seinen Genen zu Hüten. ( Foto: Shutterstock-Vivienstock)

Australian Shepherd-Geschichte

Ein Australian, der gar nicht aus Australien kommt.

Der Australian Shepherd kommt gar nicht aus Down Under, sondern stammt aus Nord- und Westamerika. Der genaue Ursprung des Australian Shepherds ist nicht dokumentiert. Man vermutet aber, dass mehrere europäische Schäferhund-Rassen aus Deutschland, Spanien, Österreich aber auch aus Mexiko, im Aussie, wie man ihn heute kennt, stecken.

Vermutlich haben baskische Schafhirten und Schafzüchter, die in Australien lebten, ihre Hütehunde während der großen USA Goldräusche Mitte des 19. Jahrhunderts, mit nach Nord- und Westamerika genommen. Und dort hat man diesen Hunden den Namen Australian Shepherds gegeben. Möglich ist aber auch, dass der Namensgeber die australischen Merino Schafe waren, die von den Schafszüchtern aus Australien mit in den Norden der USA genommen wurden. Den dort hießen diese Schafsrasse Australian Sheps.

Fest steht, dass der baskische Hütehund sich schnell auch einen guten Ruf als Rindertreiber und Rinderhüter auf den Ranchen und Farmen in den USA erarbeitete. Und so begann man auf den Farmen in West- und Nordamerika die Australian Shepherd gezielt zu züchten.

Als Publikumsliebling auf den Rodeo-Shows wurde der bunte Hund immer bekannter und beliebter. 1957 wurde der Australian Shepherd Club of America (ASCA) gegründet und das erste Zuchtbuch für den Aussie eröffnet. 1977 wurde dann schließlich ein einheitlicher Rasse-Standard für den Aussie im American Kennel Club (AKC), dem größten Dachverband der Rassehundezüchter in den USA, festgelegt. Zusammen mit der Fédération Cynologique Internationale (FCI ) und dem British Kennel Club (KC) bildet er gemeinsam die drei großen internationalen Dachverbände für Rasse-Standards von Hunden.

Am 4.6.1996 wurde der Australian Shepherd vom FCI als provisorische Hunderasse anerkannt. Und am 21.5.2007 endgültig als eigenständige Rasse anerkannt. Die FCI führt den Aussie in der Gruppe 1, Hüte- und Treibhunde.

Die Züchtung von kleineren Australian Shepherds, kurz auch Mini Aussis genannt, lief in den USA immer parallel zu den großen Aussies. Im Mai 2019 wurde der Miniature American Shepherd, wie die Rasse offiziell heißt, durch den Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) anerkannt. Der Club für Australian Shepherd Deutschland (CASD) führt für den Miniature American Shepherd das Zuchtbuch.

Am 4.9.2019 wurde der Miniature American Shepherd vom FCI schließlich auch als provisorische Rasse anerkannt. Auf die endgültige Anerkennung darf man wohl, wie damals bei den großen Aussies auch, um die zehn Jahre warten.

Die Geschichte des Australian Shepherd zusammengefasst

  • Von australischen Einwanderern um 1840 in die USA mitgenommen
  • Name leitet sich nicht vom Land Australien ab
  • Als Hüte- und Treibhunde auf den Rinder- und Schafsranchen der USA eingesetzt
  • Dort weitergezüchtet
  • Kleine Aussies wurden parallel zu den großen Aussies gezüchtet
  • 1957 Gründung des Australian Shepherd Club of America
  • 1977 vom American Kennel Club als eigenständige Rasse anerkannt
  • 2007 als eigenständige Rasse im FCI anerkannt
  • 2019 Mini American Shepherds als provisorische Rasse vom FCI anerkannt
Der Australian Shepherd kommt gar nicht aus Down Under, sondern stammt aus Nord- und Westamerika. Der genaue Ursprung des Australian Shepherds ist nicht dokumentiert. ( Foto: Shutterstock-_Julia Remezova )

Der Australian Shepherd kommt gar nicht aus Down Under, sondern stammt aus Nord- und Westamerika. Der genaue Ursprung des Australian Shepherds ist nicht dokumentiert. ( Foto: Shutterstock-_Julia Remezova )

Passt der Australian Shepherd zu mir?

Ein Hund, der einen guten Rudelführer benötigt.

Der Australian Shepherd ist kein Hund für Ersthundebesitzer. Für den sensiblen Australian Shepherd benötigt man nicht nur ausreichend Zeit, sondern auch einen ausgereiften, gradlinigen Charakter, der sich mit Hütehunden auskennt. Ansonsten tanzt der Aussie einen auf der Nase rum, was weder für den Hund noch für den Menschen gut ist.

Der Australian Shepherd ist ein Draußen-Hund. Für Menschen, die sich gern und viel in der Natur aufhalten, ist der Aussie ein idealer Begleiter. Auch sollte man noch fit genug sein, um verschiedenste aktive Hundesportarten, wie zum Beispiel Agility oder Dog Dance mit dem arbeitswilligen Hund auszuprobieren. Auch die geistigen Herausforderungen braucht der Hund.

Ein Haus mit Garten ist besser als eine Etagenwohnung. In Betonwüsten ist der Hund völlig falsch gehalten.

Ob sich Australian Shepherds als Familienhunde eignen ist umstritten. Der Hütetrieb der Hunde kann bei unzureichender und falscher Erziehung zum großen Problem für die ganze Familie werden.

Zusammengefasst passt der Australian Shepherd so zu mir

  • Nicht als Ersthund geeignet
  • Braucht körperliche und geistige Auslastung
  • Als Familienhund umstritten
  • Besser Haus mit Garten als Etagenwohnung
Für den sensiblen Australian Shepherd benötigt man nicht nur ausreichend Zeit, sondern auch einen ausgereiften, gradlinigen Charakter, der sich mit Hütehunden auskennt. ( Foto: Shutterstock-CatrionaC )

Für den sensiblen Australian Shepherd benötigt man nicht nur ausreichend Zeit, sondern auch einen ausgereiften, gradlinigen Charakter, der sich mit Hütehunden auskennt. ( Foto: Shutterstock-CatrionaC )

Australian Shepherd Anschaffung

Von Grundausstattung bis monatliche Kosten.

Als Besitzer eines Australien Shepherds hat man wie alle anderen Hundebesitzer einer mittelgroßen Rasse auch, nicht unerhebliche Kosten. Nicht der Kaufpreis, sondern auch Erstausstattung und Folgekosten schlagen nicht unerheblich ins Haushaltskonto. Für 13 – 15 Jahre sind Futterkosten, Steuern, Versicherungen und Tierarztkosten zu bezahlen. Weiterhin kommen kosten für Pflegeprodukte, Hundetrainer und ggf. Hundesportverein dazu.

Zieht der Aussie in eine Mietwohnung oder Haus, ist der Mietvertrag zu lesen. Wie ist dort die Tierhaltung geregelt? Auch hat jedes Bundesland ein eigenes Hundegesetz. Dies ist wichtig zu kennen. Ein „Das habe ich nicht gewusst“ schützt nicht vor Strafe bei Ordnungswidrigkeiten.

Das aller Wichtigste ist aber die Zeit. Man muss diese Frage ehrlich für sich beantworten. Hat man wirklich die nächsten 13 – 15 Jahre die Zeit für einen so aktiven Hund wie den Australian Shepherd?

Die Anschaffung zusammengefasst

  • Hohe laufende Folgekosten
  • Hundegesetz beachten
  • Hund in Mietobjekten erlaubt?
  • Genügend Zeit für viele Jahre
Als Besitzer eines Australien Shepherds hat man wie alle anderen Hundebesitzer einer mittelgroßen Rasse auch, nicht unerhebliche Kosten. ( Foto: Shutterstock- Sbolotova )

Als Besitzer eines Australien Shepherds hat man wie alle anderen Hundebesitzer einer mittelgroßen Rasse auch, nicht unerhebliche Kosten. ( Foto: Shutterstock- Sbolotova )

Australian Shepherd & Züchter

Nur bei seriösen Züchtern kaufen.

Australian Shepherds erfreuen sich immer mehr an Beliebtheit. Dies haben auch skrupellose Hinterhof-Vermehrer festgestellt. Auf Kosten der Hundegesundheit werden unkontrolliert Welpen vermehrt.

Um diesen kriminellen Unwesen und um die Tiergesundheit der Rasse zu schützen ist es immens wichtig, nur bei seriösen Züchtern einen Australian Shepherd zu kaufen. Diesen findet man bei einem Australian Shepherd Zuchtverband und beim Verband für das Deutsche Hundewesen VDH.

Seriöse Aussie-Züchter achten bei der Verpaarung der Elterntiere auf das Erbgut und legen auch großen Wert auf das Wesen der Hunde.

Man sollte sich die Zeit nehmen, mehrere Züchter zu besuchen. Hat man bei seinem ersten Besuch einen positiven Eindruck erhalten, sollte man diesen Eindruck durch weitere Besuche bestätigt bekommen. Hat man sich für einen Aussie Züchter endschieden, sollte er weiterhin regelmäßig besucht werden, um die Entwicklung des Aussie Welpen zu verfolgen. Auch sollte man sich immer wieder das Muttertier anschauen. Macht die Aussie-Hündin einen gesunden und vertrauensvollen Eindruck. Hat man das Gefühl, etwas stimmt nicht mit dem Züchter, sollte man sich nicht scheuen, den Tierschutz zu informieren.

Ein verantwortungsvoller Züchter will wissen, wer Interesse an seinen Welpen hat. Er will die Menschen und deren Lebensumstände kennen, denen er einen seiner Welpen anvertraut. Auch umgekehrt beantwortet ein guter Züchter gern und ohne Umschweife alle Fragen rund um seine Zucht, die Elterntiere und die Welpen. Auch wird er nach dem Verkauf eines Welpen immer für alle Fragen zur Verfügung stehen. Eine gute Zuchtstätte ist eine nicht zu unterschätzende Anlaufstelle für alle zukünftigen Fragen, die im Leben des vierbeinigen Familienmitgliedes auftreten können. Will ein „Züchter“ die Welpen nur verkaufen, zeigt kein Interesse am Käufer und seinen Lebensumständen oder macht gar Druck, sich schnell zu beeilen mit der Kaufentscheidung, ist dies ein Grund von dieser Zucht Abstand zu nehmen.

Aussie Welpen werden wie alle Hundewelpen von seriösen Züchtern, erst mit Vollendung der 8. Lebenswoche abgegeben. Als Käufer erhält man einen gechipten, geimpften und entwurmten Aussie Welpen. Es gibt einen schriftlichen Kaufvertrag, der EU-Impfpass und der Abstammungsnachweis wird überreicht. Beim Auszug vom Züchter wird auch meist das Futter für die ersten Tage im neuen Heim und eine Kuscheldecke aus der Wurfkiste für den Welpen mitgegeben.

Die Züchter zusammengefasst

  • Bei einem anerkannten Verband Seriösen Züchter suchen
  • Züchter öfter besuchen
  • Züchter hat Interesse am Käufer
  • Hundemutter anwesend und gesund
  • Als Käufer erhält man: Kaufvertrag, Abstammungspapiere und EU-Impfpass
  • Ab der 8. Lebenswoche werden die Welpen abgegeben
  • Der Aussie-Welpe ist gechippt und entwurmt
Man sollte sich die Zeit nehmen, mehrere Züchter zu besuchen. Hat man bei seinem ersten Besuch einen positiven Eindruck erhalten, sollte man diesen Eindruck durch weitere Besuche bestätigt bekommen. ( Foto: Shutterstock-Grigorita Ko)

Man sollte sich die Zeit nehmen, mehrere Züchter zu besuchen. Hat man bei seinem ersten Besuch einen positiven Eindruck erhalten, sollte man diesen Eindruck durch weitere Besuche bestätigt bekommen. ( Foto: Shutterstock-Grigorita Ko)

Australian Shepherd-Preis

Züchterpreise, Erstausstattung und regelmäßige Kostenpunkte.

Australian Shepherd Welpen mit Papieren eines anerkannten Verbandes, werden von seriösen Züchtern zwischen 1.500,- und 2.000,- Euro verkauft. Welpen, die zu Ramschpreisen angeboten werden, sind meist krank und kommen aus dubiosen Hinterhöfen. Wer solche Tiere kauft, unterstützt das Leid der Hunde und den illegalen Welpen Handel.

Zum Einzug des neuen vierbeinigen Familienmitgliedes muss eine Hunde-Erstausstattung gekauft werden. Ein Hundegeschirr, Hundeleine, Hundehalsband, Körbchen, Hundedecke und Näpfe für Wasser und Fressen, stehen ganz oben auf der Einkaufsliste. Wichtig für die Sicherheit im Auto ist eine Transportbox und eine Ruhebox für Zuhause.

Für den Kauf des Futters, der Trainingssnacks und der Kauartikel sollte man sich vorher mit dem Züchter besprochen haben.

Für die Fellpflege muss man eine geeignete Bürste, Flohkamm und Hunde-Shampoo anschaffen. Auch hier weiß der Züchter am besten Bescheid, welche Marken für das Aussie-Fell am geeignetsten sind. Eine Zeckenzange sollte bereits auch zur Erstausstattung gehören. Wie man Zecken am besten und sichersten entfernt, zeigt einem der Tierarzt. Insgesamt muss man ca. mit 450,- bis 500,- Euro für diese Ausgaben rechnen.

Zwischen 180,- bis 250,- Euro liegen die monatlichen Kosten für gutes Futter, Pflegemittel, Hundeschule und/oder Hundeverein, Hundesteuer, Hunde-Haftpflichtversicherung, Hunde-Krankenversicherung und Tierarztkosten.

Australian Shepherd-Welpen

Ein Hundebaby kommt in sein neues Heim.

Aussie Welpen sind wie alle Hundewelpen kleine neugierige Rabauken. Sie wollen ihre Welt entdecken und können sich dabei selbst in Gefahr bringen. Die kleinen Welpen-Zähnchen wollen in alles reinbeißen, daher muss im neuen Zuhause einiges hundesicher gemacht werden. Alle unter Strom stehende Elektrokabel stellen für das Aussie-Leben eine große Gefahr dar. Ebenso Putzmittel oder kleinteilige Gegenstände, die leicht verschluckt werden können. Auch gibt es eine Reihe von Pflanzen und Lebensmittel, die allgemein für Hunde giftig oder sogar Lebensbedrohlich sind. Dies sind:

Gut ist auch, wenn ein Hundetrainer sich vor dem Einzug das neue Heim des Welpen anschauen kann. Hundetrainer haben ein geschultes Auge dafür, was einem Hund alles gefährlich werden kann. Auch geben sie gute Tipps, wo der geeignetste Ruheort für das Hundekörbchen und die Hundebox ist.

Zusammengefasst ist für die Welpen des Aussie wichtig…

  • Das neue Zuhause Hundesicher machen
  • Hundetrainer haben einen geschulten Blick für Gefahren
  • Ruhigen Ort für Körbchen und Hundebox wählen
Aussie Welpen sind wie alle Hundewelpen kleine neugierige Rabauken. Sie wollen ihre Welt entdecken und können sich dabei selbst in Gefahr bringen. ( Foto: Shutterstock-Eve Photography)

Aussie Welpen sind wie alle Hundewelpen kleine neugierige Rabauken. Sie wollen ihre Welt entdecken und können sich dabei selbst in Gefahr bringen. ( Foto: Shutterstock-Eve Photography)

Australian Shepherd: Gesundheit & Pflege

Wer bei einem seriösen Züchter kauft, minimiert erbliche Schäden.

Auch die robusten Australian Shepherds haben mittlerweile einige rassetypische Erbkrankheiten, die durch unkontrolliertes Vermehren unseriöser Züchter entstanden sind. Dazu gehören Hüftgelenksdysplasie (HD), Ellbogendysplasie (ED) und Epilepsie. Auch die Augenkrankheiten Progressive Retina Atrophy (PRA) und Hereditärer Katarakt (HC) sind leider öfter auszumachen. Eine Besonderheit beim Aussie ist der sogenannte MDR1-Defekt. Er führt zu einer Überempfindlichkeit gegenüber verschiedenen Arzneistoffen. Zwei Merle Aussies dürfen auf keinen Fall verpaart werden, da die Welpen an Taubheit und/oder Blindheit erkranken können.

Das Fell des Australian Shepherd ist selbstreinigend. Irgendwann fällt der Dreck einfach raus. Trotzdem muss das Fell aufgrund der Unterwolle am besten täglich gebürstet werden. Auf keinen Fall sollte man das zweischichtige Fell scheren. Die Haarstruktur geht kaputt und beim Nachwachsen verfilzt das Fell noch mehr. Ohren, Augen und Krallen sollten regelmäßig kontrolliert werden.

Sobald man sich einen kleinen Welpen ins Haus holt, sollte man sich schon Gedanken machen, welches Hundefutter das Beste für ihn wäre? Hochwertiges Hundefutter ist eine Investition in seine Zukunft.

 

Gesundheit & Pflege des Australian Shepherd zusammengefasst

  • Hüftgelenksdysplasie (HD)
  • Ellbogendysplasie (ED)
  • Epilepsie
  • Progressive Retina Atrophy (PRA)
  • Hereditärer Katarakt (HC)
  • MDR1-Defekt
  • Regelmäßige Fellpflege
  • Auf keinen Fall das Fell scheren
Auch die robusten Australian Shepherds haben mittlerweile einige rassetypische Erbkrankheiten, die durch unkontrolliertes Vermehren unseriöser Züchter entstanden sind. ( Foto: Shutterstock-pawlove.de )

Auch die robusten Australian Shepherds haben mittlerweile einige rassetypische Erbkrankheiten, die durch unkontrolliertes Vermehren unseriöser Züchter entstanden sind. ( Foto: Shutterstock-pawlove.de )

Australian Shepherd & Erziehung

Aussies sind Spätentwickler.

Mit einem Australian Shepherd sollte man eine gute Hundeschule besuchen, die sich auf Aussies spezialisiert hat oder sich zumindest mit der Rasse gut auskennt. Wenn man bei der Hundeerziehung immer wieder viel von liebevoll und konsequent liest, dann trifft das für die Aussie Erziehung noch mehr zu. Der Australian Shepherd will seinem Menschen gefallen und hat große Freude am Lernen. Mit Clicker-Training erzielt man beim Aussie tolle Erfolge. Aussies sind Spätentwickler und sind erst mit drei, vier Jahren ausgereift. Solange sollte man wie geschrieben, liebevoll und konsequent an der Erziehung arbeiten.

Erziehung zusammengefasst

  • Liebevolle und konsequente Erziehung
  • Clicker-Training
  • Spätentwickler
Mit einem Australian Shepherd sollte man eine gute Hundeschule besuchen, die sich auf Aussies spezialisiert hat oder sich zumindest mit der Rasse gut auskennt. ( Foto: Shutterstock-Christian Mueller )

Mit einem Australian Shepherd sollte man eine gute Hundeschule besuchen, die sich auf Aussies spezialisiert hat oder sich zumindest mit der Rasse gut auskennt. ( Foto: Shutterstock-Christian Mueller )

Australian Shepherd Aktivitäten

Artgerechte Auslastung ist äußerst wichtig für einen Aussie.

Einen Australian Shepherd sollte man sich nur zulegen, wenn man einen Großteil seiner Freizeit aktiv mit ihm verbringen möchte. Dabei ist nur langes Spazierengehen oder am Rad laufen nicht ausreichend. Körperliche und geistige Beschäftigung ist unerlässlich für einen ausgeglichenen Shepherd.

Hundesportarten für den Aussie sind…

  • Agility,
  • Rally Obedience,
  • Dog Dance,
  • Longieren,
  • Treibball oder
  • Mantrailing

sind genau das richtige für ihn. Wird der Aussie nicht artgerecht ausgelastet, wird er verhaltensauffällig. Viele Aussies landen deswegen auch im Tierheim, weil ihre Besitzer mit ihnen überfordert sind.

Aktivitäten zusammengefasst

  • Körperliche und geistige Auslastung
  • Agility
  • Rally Obedience
  • Dog Dance
  • Longieren
  • Treibball
  • Mantrailing
Australian Shepherd Welpen mit Papieren eines anerkannten Verbandes, werden von seriösen Züchtern zwischen 1.500,- und 2.000,- Euro verkauft. ( Foto: Shutterstock-dodafoto)

Australian Shepherd Welpen mit Papieren eines anerkannten Verbandes, werden von seriösen Züchtern zwischen 1.500,- und 2.000,- Euro verkauft. ( Foto: Shutterstock-dodafoto)

 

Zusammenfassung häufig gestellter Fragen

Ist der Australian Shepherd als Ersthund geeignet?

Ehrlicherweise muss man wohl sagen, dass man als Ersthundbesitzer schnell mit einem Aussie überfordert sein könnte. Andere Hunderassen wie ein Golden Retriever machen es einem als Ersthundbesitzer wesentlich leichter.

Ist ein Australian Shepherd ein Familienhund?

An dieser Frage scheiden sich die Geister. Der Hütetrieb und die artgerechte Auslastung eines Aussies kann da schnell zum Problem werden. Letztendlich wird es davon abhängen, wieviel Zeit man in eine gute Erziehung steckt und ob man den richtigen Hundesport für den Aussie wählt.

Kommen Australian Shepherd aus Australien?

Nein. Die Hunde wurden zwar von australischen Schafszüchtern nach Nord- und Westamerika mitgenommen. Aber die richtige Zucht fand erst in den USA statt.

Welche Krankheiten hat der Australian Shepherd?

Leider leidet auch der Aussie mittlerweile durch unseriöse Züchter heute zunehmend unter Erbkrankheiten wie: Hüftgelenksdysplasie (HD), Ellbogendysplasie (ED), Epilepsie, Progressive Retina Atrophy (PRA), Hereditärer Katarakt (HC). Dazu kommt noch die besondere Krankheit des MDR1-Defekts.

Wie laste ich einen Australian Shepherd richtig aus?

Für den Australian Shepherd eigen sich viele Hundesportarten. Agility, Rally Obedience, Dog Dance, Longieren, Treibball oder Mantrailing sind genau nach dem Geschmack des Aussies.

Über den Autor

Simone Heitmann

Simone Heitmann ist nicht nur Journalistin, sondern nicht ganz nebenbei auch mit Herz und Seele Hundefrauchen. Ihr Australian Shepherd Blue Berry begleitet sie auch beruflich und schenkt den Kollegen eine gute Office-Life-Balance. Mit ihm verbringt sie ein Großteil ihrer Freizeit beim Agility oder bei ausgiebigen Wanderungen durch die Natur. Mini Aussie Blue Berry hat sogar ein eigenes Instagram-Profil. Und wer weiß, vielleicht kommt auch bald der zweite Aussie ins Haus. Ihre Philosophie: "Hunde sind nicht unser ganzes Leben, aber sie machen unser Leben ganz.", Roger Caras, Natur- und Tierjournalist.

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