CBD-Öl für den Hund: Fit, gesund und agil bis ins hohe Alter

Cannabis für Haustiere klingt zunächst seltsam. Da jedoch auch Hunde und andere Haustiere sogenannte Cannbinoid-Rezeptoren haben, ist es nur logisch, dass diese ebenfalls auf die Wirkung von Cannabinoiden ansprechen.

Natürlich sind CBD und die anderen Inhaltsstoffe von Cannabis kein Allheilmittel, aber positive Erfahrungsberichte von Tierhaltern zeugen davon, dass Cannabis eine echte Behandlungsalternative darstellen kann.

Medizinisches Cannabis für Haustiere

Seit die Gesetzgebung in Deutschland etwas gelockert ist und der Bundestag 2017 das „Gesetz Cannabis als Medizin“ beschlossen hat, fragen sich viele Tierhalter, ob die positiven Wirkungen von Cannabis auch beim Tier helfen können. Die Anwendung ist im Prinzip ganz einfach. Cannabisöl lässt sich unter das Futter mischen oder in einzelnen Tröpfchen in die Schnauze träufeln. Wer es ausprobieren möchte, sollte mit seinem Tierarzt darüber sprechen.

Ist dieser dem Thema gegenüber nicht besonders aufgeschlossen ist es dennoch wichtig sich ausführlich zu informieren. So gibt es online kostenlose, aber wertvolle Informationen zum Thema „CBD für Haustiere“. Am Anfang sollten Tierhalter sehr vorsichtig mit einer niedrigen Dosierung beginnen und das Tier in der nächsten Zeit genau beobachten. Nach und nach kann dann die Dosis erhöht werden, im Normalfall nach Ablauf einer Woche.

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht CBD als ungefährliche Substanz. CBD-Öl, das in der Veterinärmedizin zum Einsatz kommt ist genau genommen ein Nahrungsergänzungs- und kein Arzneimittel. Dennoch kann es zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen. So kann es beispielsweise der Grund dafür sein, dass Wirkstoffe nicht so schnell ausgeschieden werden. Wer dann die Arznei im gewohnten Zeitabstand weiter verabreicht, kann eine Überdosierung dieses nicht ausgeschiedenen Medikaments verursachen. Deshalb ist es ratsam, die Gabe von Cannabisöl vorher mit einem Tierarzt zu besprechen, der diesem Thema positiv begegnet.

Video: Cannabisöl – der letzte Schrei für Haustiere in den USA

Was sind Cannabinoide?

Cannabinioide sind die natürlichen Inhaltsstoffe der Cannabis-Sativa-Pflanze. Eine solche Pflanze enthält circa 500 organische Verbindungen, von denen 85 zu den Cannabinoiden zählen. Einige dieser Verbindungen sind psychoaktiv, die meisten allerdings nicht. Die bekanntesten Cannabinoide sind das Tetrahydrocannabinol, kurz THC genannt, und das Cannabidiol, kurz CBD genannt. THC hat im menschlichen Körper ebenfalls eine heilsame Wirkung, da es allerdings gleichzeitig psychoaktiv ist, kommt es in der Medizin nicht zum Einsatz. Es kann Paranoia und Ängstlichkeit hervorrufen. CBD ist nicht psychoaktiv und hat zahlreiche positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Weitere Informationen zu Cannabinoiden und ihrer Wirkung hat der Deutsche Hanfverband zusammengestellt.

Die Hanfpflanze

Die Hanfpflanze kennen die Menschen schon seit Jahrhunderten als Nutzpflanze. Früher haben sie daraus Fasern hergestellt, aus denen sie Kleider und Wäsche nähten. Auch heute ist die Hanffaser beispielsweise als Dämm- und Baustoff im Einsatz. Außerdem ist sie eine Alternative für die Papierherstellung. Da die Pflanze auch eine berauschende Wirkung hat, ist sie sehr in Verruf geraten und der Gesetzgeber hat den Anbau und die Verbreitung verboten. Der Anbau ist heute unter strengen Auflagen wieder erlaubt.

Dass Cannabisöl ebenfalls eine hervorragende Wirkung aufweist, haben Wissenschaftler erst viel später herausgefunden. Es macht nicht nur Menschen, sondern auch Vierbeiner vitaler und gesünder.

Die Herstellung von Hanföl

Hanföl gehört zu den Speiseölen und ist häufig ein Nahrungsergänzungsmittel. Die Samen des Nutzhanfs (Cannabis sativa) werden dazu ausgepresst. Das ätherische Öl, das berauschende Substanzen enthält, wird aus den Blättern gewonnen. Also müssen Verbraucher Vorsicht walten lassen und darauf achten, das ätherische Öl und das Speiseöl nicht miteinander zu verwechseln!

Für die Herstellung von Cannabisöl müssen die Samen ganz reif sein. Sie werden zunächst gründlich gereinigt, mehrfach gewaschen und anschließend getrocknet. Das dauert alles zusammen mehrere Tage. Erst danach erfolgt die Weiterverarbeitung.

Die getrockneten Samen werden gepresst, wobei das Öl entsteht. Am besten ist ein Verfahren, bei dem die Samen kalt gepresst werden. Damit bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe weitgehend erhalten. Kalt gepresstes Hanföl ist leicht an seiner grün-gelblichen Farbe zu erkennen.

Hanföl hat einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, dieser liegt bei mehr als 80 Prozent. (#01)

Hanföl hat einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, dieser liegt bei mehr als 80 Prozent. (#01)

Hanföl und seine Inhaltsstoffe

Hanföl hat einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, dieser liegt bei mehr als 80 Prozent. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Omega-6-Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Allein dadurch wird Cannabisöl zu einer wertvollen Nahrungsergänzung.

Hanföl enthält noch weitere wertvolle Inhaltsstoffe:

  • Omega-3-Fettsäuren
  • Vitamin E für Bindegewebe und Immunsystem
  • Kalium für das Herz, Blutdruck und die Muskulatur
  • Magnesium für das Knochenwachstum, das Nervensystem und gegen Stress
  • Kalzium für Knochen und Zähne
  • Eisen für die Bildung des roten Blutfarbstoffes
  • Zink für das zentrale Nervensystem und die Immunabwehr
  • Vitamine B1 und B12 für die Verdauung, Herz, Muskeln, Kreislauf, Wachstum und die Fortpflanzung.

Wer seinen Hund nach der BARF-Methode ernährt, findet in Hanföl einen wertvollen Zusatzstoff.

Die Dosierung von Hanföl sollte sehr vorsichtig erfolgen, da jedes Tier anders reagiert. (#02)

Die Dosierung von Hanföl sollte sehr vorsichtig erfolgen, da jedes Tier anders reagiert. (#02)

Die Dosierung von Cannabisöl bei Hunden

Die Dosierung von Hanföl sollte sehr vorsichtig erfolgen, da jedes Tier anders reagiert. Hier gilt wie bei so vielem: „Erst die Dosis macht das Gift“. Am Anfang sollte ein Tropfen genügen, nach und nach, am besten einmal pro Woche, lässt sich die Dosis steigern. Der Tagesbedarf des Hundes richtet sich nach seinem Gewicht.

Als grobe Richtlinie für die wöchentliche Dosis sollte ein kleiner Hund bis 12 kg zwischen 2,5 und 5 ml bekommen. Ein mittelgroßer Hund zwischen 12 und 25 kg 5 bis 10 ml und ein großer Hund ab 26 kg Körpergewicht 10 bis 15 ml. Als Dosierungshilfe kann ein Teelöffel dienen. Ein Teelöffel entspricht etwa 5 ml Cannabisöl. Diese Angaben sind lediglich als Richtlinie oder Empfehlung anzusehen und ersetzen keinesfalls den tierärztlichen Rat.

Mit welchen Risiken und Nebenwirkungen ist zu rechnen?

Hanföl ist ein Naturprodukt. Wird ein schonend hergestelltes, kalt gepresstes Öl verwendet, sind bislang kaum Nebenwirkungen bekannt. In sehr seltenen Fällen kann es zu allergischen Reaktionen kommen.

Bei Überdosierung kann das Tier empfindlich reagieren. Dann kommt es zu Durchfällen und Erbrechen und insgesamt zu einem instabilen Verdauungssystem.

Wird das Hanföl zusammen mit Schokolade verabreicht – was ein absolutes No-Go ist, kann das gefährlich bis lebensbedrohlich werden. Die Lebensgefahr besteht allerdings nicht wegen des Gehalts als Cannabinoiden, sondern wegen der Inhaltsstoffe der Schokolade. Diese enthält Theobromin, das in zu hoher Dosierung für Hunde tödlich ist.

Im Internet gibt es weitere Hinweise für „Eignung und Anwendung“ von Cannabisöl für Hunde, dort können sich alle informieren, vor allem wenn der Tierarzt dem Thema skeptisch gegenübersteht.

Hanföl ist ein Naturprodukt. Wird ein schonend hergestelltes, kalt gepresstes Öl verwendet, sind bislang kaum Nebenwirkungen bekannt. (#02)

Hanföl ist ein Naturprodukt. Wird ein schonend hergestelltes, kalt gepresstes Öl verwendet, sind bislang kaum Nebenwirkungen bekannt. (#02)

Bei welchen Beschwerden hilft Cannabisöl?

Cannabisöl bringt für alle Tiere gesundheitlichen Nutzen, auch wenn sie vollständig gesund sind. Es kann aber auch bei psychischen und körperlichen Beschwerden helfen.

CBD-Öl hat folgende Wirkungen bei Tieren:

  • Es reduziert Angst- und Stressreaktionen.
  • Es lindert chronische Schmerzen.
  • Es beruhigt und entspannt.
  • Es verbessert neurologische Funktionen.
  • Es macht beweglicher, agiler und verbessert die Aktivitäten.
  • Es unterstützt das Verdauungs- und das Immunsystem.

Bei den folgenden Symptomen kann CBD-Öl helfen:

  • Angstzustände, wenn der Hund beispielsweise nicht alleine sein kann oder wenn er Angst vor Feuerwerk (Silvester) hat.
  • Schmerzen
  • Infektionen
  • Wundheilung
  • Verdauungsstörungen, Erbrechen
  • altersbedingten Symptomen
  • psychischen Störungen
  • epileptischen Anfällen.

Video: Herstellung von Hanföl – Besuch in der Ölmühle Dörnthal

Wenige Studien zu CBD für Tiere verfügbar: Es besteht Forschungsbedarf

Hunde haben wie alle Säugetiere Cannabinoid-Rezeptoren, weshalb sie auf eine Behandlung mit Hanföl ansprechen. Doch veterinärmedizinische Studien zu diesem Thema gibt es noch nicht viele.

Die bisher bekannten Fakten lassen hoffen, dass aus der Marihuana-Pflanze bald mehr Medikamente für Mensch und Tier entwickelt und erprobt werden. Die antikonvulsive und antiepileptische Wirkung des CBD ist schon seit 1988 bekannt. Doch dadurch, dass Cannabis lange Zeit als illegal verteufelt war, war die medizinische Forschung nur eingeschränkt möglich.

Erfahrungsberichte von mutigen Tierhaltern machen Hoffnung

Einige Tierhalter möchten nicht so lange warten und haben selbst die Bandbreite der möglichen Anwendungen ausprobiert. Dabei gab es auch Erfahrungsberichte zu Behandlungserfolgen bei Hunden mit Krebserkrankungen.

CBD und die anderen Inhaltsstoffe der Hanfpflanze sind sicherlich kein Allheilmittel, aber es eröffnen sich ganz neue Behandlungsmöglichkeiten – auch bei schwerwiegenden Erkrankungen.


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Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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