Dürfen Hunde Eis essen: Welche Ernährung bekommt Hunden im Sommer?

Im Hochsommer stellen Menschen die Ernährung um und gönnen sich gern eine kühle Erfrischung. Hundebesitzer fragen sich: Dürfen Hunde Eis essen oder schadet dies dem vierbeinigen Familienmitglied?

Dürfen Hunde Eis essen: Welche Art von Abkühlung vertragen Hunde?

Spätestens wenn im Sommer die Temperaturen über die 30-Grad-Marke steigen, stöhnen die meisten Menschen unter der Hitze. Für uns ist es ganz selbstverständlich, die Ernährung an die Außentemperaturen anzupassen. Statt Schnitzel und Pommes gibt es einen leichten Salat.

Als Nachtisch genießen wir dann gern ein leckeres Eis, um uns ein wenig Abkühlung zu verschaffen. Nicht selten trifft den Hundebesitzer dabei der berüchtigte Hundeblick seines vierbeinigen Freunds und angesichts des dichten Fells und angestrengten Hechelns fragen wir uns: Dürfen Hunde Eis essen?

Video: „Dürfen Hunde Eis essen?“

Dürfen Hunde Eis essen: Vertragen Hunde im Sommer diese Abkühlung?

Im Prinzip sind uns unsere Haustiere recht ähnlich und passen ihre Essgewohnheiten ebenso wie wir der Jahreszeit an. Im Winter darf es ruhig etwas mehr und deftiger sein und im Sommer sind kleinere Portionen gefragt.

Niemand verspürt Heißhunger, wenn Temperaturrekorde fallen. Das gilt ganz besonders für Hunde, die kaum Schweißdrüsen haben und sich nur durch Hecheln ein wenig Abkühlung verschaffen können. Oberstes Gebot ist somit, dem Hund immer ausreichend Wasser zur Verfügung zu stellen.

Hinsichtlich des Futters ist es empfehlenswert, den Hund schon am frühen Morgen und dann wieder am Abend zu füttern. Da frisches Futter bei hohen Temperaturen schneller verdirbt und außerdem Schädlinge anzieht, sollte der Napf unmittelbar nach der Mahlzeit gesäubert werden. Auch der Wassernapf muss vor jedem neuen Befüllen gründlich gesäubert werden und an einem schattigen Ort stehen.

Im Prinzip sind uns unsere Haustiere recht ähnlich und passen ihre Essgewohnheiten ebenso wie wir der Jahreszeit an. ( Foto: Shutterstock- _Stock-Studio)

Im Prinzip sind uns unsere Haustiere recht ähnlich und passen ihre Essgewohnheiten ebenso wie wir der Jahreszeit an. ( Foto: Shutterstock- _Stock-Studio)

Hunde haben einen sehr empfindlichen Magen-Darm-Trakt und neigen außerdem dazu, die Nahrung hinunterzuschlingen. Die Tiere reagieren sehr sensibel auf kaltes Futter, das direkt aus dem Kühlschrank kommt.

Deshalb sollte man das Hundefutter erst auf Zimmertemperatur erwärmen lassen, bevor man es in den Napf füllt. Ansonsten drohen Übelkeit, Durchfall und Erbrechen. Doch auch Hunde genießen eine kleine Erfrischung und deshalb muss die Frage: Dürfen Hunde Eis essen? nicht pauschal verneint werden.

Die Lust auf eine Abkühlung bei brütender Hitze teilen Hunde mit ihren menschlichen Freunden. ( Foto: Shutterstock- Mostovyi Sergii Igorevich )

Die Lust auf eine Abkühlung bei brütender Hitze teilen Hunde mit ihren menschlichen Freunden. ( Foto: Shutterstock- Mostovyi Sergii Igorevich )

Dürfen Hunde Eis essen? – Ja, wenn einige Regeln beachtet werden

Die Lust auf eine Abkühlung bei brütender Hitze teilen Hunde mit ihren menschlichen Freunden. Hunde leiden sogar noch mehr als Menschen unter starker Hitze, denn sie sind je nach Rasse an niedrigere Temperaturen angepasst.

Kurzhaarige Hunderassen tolerieren Temperaturen zwischen 20 bis 25 Grad Celsius, bei langhaarigen Rassen sind 15 bis 20 Grad Celsius ideal. Ein Husky fühlt sich hingegen erst bei Temperaturen unter 15 Grad Celsius richtig wohl. Es liegt also nahe, dem Hund mit einem erfrischenden Eis ein wenig Abkühlung zu verschaffen.

Das Haustier vom eigenen Eis etwas abzugeben, ist jedoch keine gute Idee. In den meisten Fällen wird eine kleine Menge Speiseeis zwar keine gravierenden Folgen haben, aber gesund ist „Menscheneis“ für Hunde mit Sicherheit nicht.

Wer seinem Hund ein kühles Eis spendieren möchte, kann unterschiedliche Varianten ( Foto: Shutterstock-Firn)

Wer seinem Hund ein kühles Eis spendieren möchte, kann unterschiedliche Varianten ( Foto: Shutterstock-Firn)

Dürfen Hunde Eis essen? Speiseeis ist schädlich!

Speiseeis besteht überwiegend aus Sahne, Milch, Zucker, Früchten, Süßstoff, Schokolade und Eiern. Sahne und Milch führen häufig zu Unverträglichkeiten wie starken Blähungen, Durchfall oder Erbrechen, denn Hunden fehlt nach der Welpenzeit das Enzym, mit dem der Milchzucker im Verdauungstrakt aufgespalten wird. Deshalb sollten Hunde nicht mit Milchprodukten gefüttert werden.

Die Kaloriendichte von Milchprodukten fördert darüber hinaus Übergewicht und ernsthafte Erkrankungen wie Hunde-Diabetes. Aus diesem Grund sollte Hundefutter niemals Zucker enthalten. Das ist ein weiterer Aspekt, weswegen die Frage: Dürfen Hunde Eis essen? nicht einfach bejaht werden kann. Im Speiseeis ist in jedem Fall zu viel Zucker enthalten.

Regelrecht schädlich sind Schokolade und der Süßstoff Xylit. In Schokolade ist der Stoff Theobromin enthalten, der bei Hunden Übelkeit, Durchfall, Erbrechen und im schlimmsten Fall schwere Krankheitssymptome hervorrufen kann.

Der künstliche Süßstoff Xylit ist sogar extrem schädlich, denn er bewirkt einen Blutzuckerspiegelabfall (Hypoglykämie), der tödlich enden kann. Außerdem wird durch Xylit die Leber irreversibel geschädigt. Aus diesen Gründen sollte man seinem Hund kein Speiseeis als Abkühlung geben. Es stehen jedoch andere eisige Erfrischungen zur Verfügung, die nicht schädlich sind.

Dürfen Hunde Eis essen? Diese Eisvarianten verträgt ein Hund

Wer seinem Hund ein kühles Eis spendieren möchte, kann unterschiedliche Varianten wählen:

  • spezielles Hundeeis
  • eingefrorenes Hundefutter
  • selbstgemachtes Eis für Hunde

Dürfen Hunde Eis essen? Spezielles Hundeeis kaufen

Findige Hersteller von Hundefutter haben die Marktlücke Hundeeis entdeckt und bieten mittlerweile ein breites Spektrum an Eissorten für den Hund an. Bei diesem Hundeeis sind die Inhaltsstoffe auf die Bedürfnisse des Vierbeiners abgestimmt.

Die bunten Verpackungen unterscheiden sich erst auf den zweiten Blick vom Speiseeis und auch im Hinblick auf die Geschmacksrichtungen ist die Auswahl groß. „Peanut Banana“, „Frozen Yoghurt“ und „Wildlachs – Möhre“ sind nur einige der Sorten, mit denen Hundehalter ihrem vierbeinigen Freund im Sommer eine Freude machen können.

Speiseeis besteht überwiegend aus Sahne, Milch, <strong>Zucker</strong>, Früchten, Süßstoff, Schokolade und Eiern. Sahne und Milch führen häufig zu Unverträglichkeiten wie starken Blähungen, Durchfall oder Erbrechen. ( Foto: Shutterstock- Everita Pane)

Speiseeis besteht überwiegend aus Sahne, Milch, Zucker, Früchten, Süßstoff, Schokolade und Eiern. Sahne und Milch führen häufig zu Unverträglichkeiten wie starken Blähungen, Durchfall oder Erbrechen. ( Foto: Shutterstock- Everita Pane)

Dürfen Hunde Eis essen? Abkühlung mit eingefrorenem Hundefutter

Eine besonders einfache, schnelle Möglichkeit, Hundeeis selbst herzustellen, besteht darin, Hundeleckerli in der Tiefkühltruhe einzufrieren und dem Vierbeiner als Snack zu servieren.

Sehr beliebt ist die Variante, ein Leckerli mit Fleischbrühe zu begießen und dann einzufrieren. Auch das Einfrieren von Fleischbrühe in Eiswürfelbehältern ist eine Möglichkeit, dem Hund eine kühle Erfrischung zu bescheren.

Video: Rezept: Hundeeis zur Abkühlung

Dürfen Hunde Eis essen? Am besten schmeckt selbstgemachtes Hundeeis

Es gibt im Internet zahlreiche Rezeptideen für selbstgemachtes Hundeeis, die zum einen sehr preiswert sind und zum anderen dem Haustier garantiert nicht schaden. Jeder Hundehalter weiß zudem genau, welches Futter sein Hund fressen darf und welches ihm nicht so gut bekommt.

Selbstgemachtes Hundeeis bietet die Möglichkeit, eine gesunde Alternative zum gekauften Hundeeis herzustellen, die außerdem jeden Tag frisch zubereitet werden kann. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Inhaltsstoffe, die Allergien auslösen, vermieden werden.

Für uns Menschen ist Eis eine süße Leckerei. Für unsere Hunde gilt jedoch: Es gehört keinesfalls Zucker ins Hundeeis. Ansonsten sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt.

Viele Hundebesitzer orientieren sich an der BARF Methode, wenn es darum geht, das Fressen für ihren Hund auszuwählen. BARF steht für „bones and raw food“ (Knochen und rohes Futter) oder für „biologically appropriate raw food“, was der deutschen Übersetzung „biologisch artgerechtes rohes Futter“ entspricht.

Man kann für seinen Hund sowohl ein eher süßes als auch ein eher herzhaftes Hundeeis zubereiten. Milch gehört nur als leichter verdauliche Sauermilchvariante (beispielsweise Hüttenkäse oder Joghurt) ins Hundeeis. Süßes Hundeeis wird mit verschiedenen Früchten zubereitet. Herzhaftes Hundeeis enthält Zutaten wie Leberwurst, Fleisch, Gemüse und Kräuter.

Darüber hinaus kann man das selbstgemachte Hundeeis mit Gemüsebrühe, Leckerlis, Trocken- und Nassfutter, Haferflocken, Reis, Maisgrieß oder Hirse verfeinern und abwandeln.

Selbstgemachtes Hundeeis bietet die Möglichkeit, eine gesunde Alternative zum gekauften Hundeeis herzustellen, die außerdem jeden Tag frisch zubereitet werden kann. ( Foto: Shutterstock- _Javier Brosch )

Selbstgemachtes Hundeeis bietet die Möglichkeit, eine gesunde Alternative zum gekauften Hundeeis herzustellen, die außerdem jeden Tag frisch zubereitet werden kann. ( Foto: Shutterstock- _Javier Brosch )

Herstellung von Hundeeis

Für die Herstellung von Hundeeis besorgt man zunächst die Zutaten aus den Bereichen:

  • Obst
  • Gemüse
  • Kräuter
  • Fleisch
  • Wurst
  • Sauermilchprodukte
  • sonstiges (Haferflocken u. ä.)

Die Zutaten werden püriert und mit einem Sauermilchprodukt oder Wasser vermischt. Die Masse wird nun in Formen gefüllt und tiefgefroren. Nach wenigen Stunden ist das Hundeeis fertig und kann dem Hund als Abkühlung zum Fressen gegeben werden. Es ist empfehlenswert, das Hundeeis ein wenig antauen zu lassen, da Hunde nicht kauen, sondern schlingen.

Tiefgefrorenes kann deshalb schnell zu Magenproblemen führen. Wer kein Risiko eingehen will oder weiß, dass sein Hund sehr empfindlich ist, sollte das Hundeeis als Crushed- Eis zubereiten. Dieses Hundeeis ist gesund und schmeckt.

Die Frage: Dürfen Hunde Eis essen? kann somit ganz klar bejaht werden.

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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