Mit Hunden Gassi gehen: Tipps und Tricks für entspannte Spaziergänge

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Jeder Hundehalter muss dafür sorgen, dass es seinem vierbeinigen Liebling gut geht. Dazu gehört auch, mit den Hunden Gassi zu gehen. Wichtig ist dabei, dass die Spaziergänge entspannt sind, denn nur so haben beide Spaß daran.

Mit Hunden Gassi gehen: Wichtige Tipps vorweg

Dass die Halter von Hunden mit ihren Tieren spaziergehen müssen, ist sogar per Gesetz festgeschrieben worden. Verkündet wurde erst vor Kurzem, dass es die Gassi-Pflicht seit 2021 gibt, auch wenn diese Neuregelung an vielen Hundehaltern vorbeigegangen ist. Hier wurde zum Wohle der Hunde entschieden, die auf Auslauf und Abwechslung in ihrem Alltag angewiesen sind.

Dennoch ist es nicht damit getan, der Fellnase Halsband oder Geschirr anzulegen, die Leine zu befestigen und durch die Umgebung zu laufen. Vielmehr ist es am besten, sich wirklich mit dem Thema zu beschäftigen, ehe mit Hunden das Gassi gehen auf dem Plan steht.

Jeder Hundehalter muss dafür sorgen, dass es seinem vierbeinigen Liebling gut geht. ( Foto: Adobe Stock -  K.- P. Adler )

Jeder Hundehalter muss dafür sorgen, dass es seinem vierbeinigen Liebling gut geht. ( Foto: Adobe Stock – K.- P. Adler )

Tipps für Hundehalter: Mit Hunden Gassi gehen ja, aber unter einigen Bedingungen

Wer mit Hunden Gassi gehen möchte, sollte unbedingt einige Punkte beachten. Viele davon sind selbstverständlich, sollen der Vollständigkeit halber aber hier noch einmal genannt werden:

  • Mehrmals täglich

    Ein Hund braucht nicht nur morgens und abends einen kurzen Marsch um den Block, sondern soll im Laufe des Tages die Gelegenheit bekommen, sich wirklich auszupowern. Wer morgens vor der Arbeit keine Zeit für einen langen Marsch hat, sollte den Hund anderweitig beschäftigen und ihn ermüden. Tagsüber und abends stehen weitere Gänge auf dem Programm, damit keine Langeweile aufkommt.

  • Zeit klug wählen

    Vor allem im Sommer ist es wichtig, die Tageszeit zu nutzen, in denen es nicht zu heiß ist. Frühmorgens macht es noch Spaß, mit Hunden Gassi zu gehen, mittags und nachmittags wird es für Tier und Mensch zur Qual. Zudem belastet ein Spaziergang in der größten Hitze den Kreislauf. Auch im Winter ist es gut, wenn die Tageszeit clever gewählt wird: Morgens ist es am kältesten, dann sollte nicht zwingend die Sportstunde auf dem Plan stehen.

    Vor allem im Sommer ist es wichtig, die Tageszeit zu nutzen, in denen es nicht zu heiß ist. ( Foto: Adobe Stock - Javier brosch )

    Vor allem im Sommer ist es wichtig, die Tageszeit zu nutzen, in denen es nicht zu heiß ist. ( Foto: Adobe Stock – Javier brosch )

  • Auf den Untergrund achten

    Hunde sollten nicht längere Zeit über Asphalt oder Schotter laufen müssen. Das tut den Tieren auf Dauer weh, kann zu rissigen Ballen und Gelenkproblemen führen. Auch dann, wenn der Mensch mit Hund und Fahrrad unterwegs sein möchte, sollte die zu fahrende Strecke klug gewählt werden. Feste Sandwege sind zu bevorzugen.

  • Auf das Tier achten

    Zeigt der Vierbeiner Ermüdungsanzeichen oder scheint sich nicht wohlzufühlen, sollte der Spaziergang abgebrochen werden. Es ist am besten, sich nach dem Hund zu richten, was die Stärke der Anforderungen angeht. Viele Hunde zeigen auch erste Krankheitsanzeichen, indem sie beim Gassi gehen schneller ermüden oder insgesamt weniger fit und interessiert wirken.

Welpen und Junghunde sollten lieber mehrmals am Tag nach draußen kommen, dafür aber kürzere Strecken laufen müssen. ( Foto: Adobe Stock - bmf-foto.de )

Welpen und Junghunde sollten lieber mehrmals am Tag nach draußen kommen, dafür aber kürzere Strecken laufen müssen. ( Foto: Adobe Stock – bmf-foto.de )

Mit Hunden Gassi gehen ja, aber schon im Welpenalter?

Am besten lernen Hunde, wenn sie noch jung sind. Aber gilt das auch für das Spazierengehen? Wer mit Hunden Gassi gehen will, sollte auch auf deren Alter achten. Sehr junge Hunde können noch nicht lange Zeit am Stück laufen und können durch die Überlastung körperlich überfordert werden. Das kann bis zu Schädigungen der Gelenke gehen!

Welpen und Junghunde sollten lieber mehrmals am Tag nach draußen kommen, dafür aber kürzere Strecken laufen müssen. Sie müssen noch lernen, was „stubenrein“ bedeutet und sollten ungefähr alle zwei Stunden nach draußen dürfen. Wichtig für die kleinen Vierbeiner ist, dass sie nicht überfordert werden. Bitte die Erwartungen an den Mini-Hund nicht zu hoch schrauben!

Erwachsene Hunde gehen natürlich auch gerne raus und sollten dabei rund drei bis vier Mal am Tag herumtollen dürfen oder spaziergehen. Je nachdem, wie lange die Spaziergänge dauern, brauchen die Hunde mehr oder weniger Gänge nach draußen. Ist der Hund nach einer langen Gassirunde am Morgen völlig k. o., bleibt er sicherlich gerne liegen und möchte erst abends wieder nach draußen.

Wichtig: Verschiedene Rassen sind sehr lauffreudig, dazu gehören unter anderem verschiedene Windhundarten, Australian Shepherd und Weimaraner neben zahlreichen weiteren Hunderassen. Sie möchten gern lange Strecken laufen und sich so richtig auspowern. Ein gemütlicher Gang um den Block reicht ihnen bei Weitem nicht aus.

Wichtig: Die Tiere zeigen in der Regel an, wenn sie nach draußen wollen. Hundehalter sollten versuchen, die Anzeichen zu erkennen und dem Hund zuvorzukommen. So kann sich nach und nach ein fester Rhythmus etablieren, der die Tagesplanung nicht unwesentlich erleichtert.

Immer noch gibt es viel zu viele Vierbeiner, die scheinbar keinerlei Erziehung genossen haben. ( Foto: Adobe Stock -  Kzenon )

Immer noch gibt es viel zu viele Vierbeiner, die scheinbar keinerlei Erziehung genossen haben. ( Foto: Adobe Stock – Kzenon )

Mit Hunden Gassi gehen und das Tier erziehen

Immer noch gibt es viel zu viele Vierbeiner, die scheinbar keinerlei Erziehung genossen haben. Sie toben wild durch den Park, springen an wildfremden Menschen hoch und belästigen andere Hunde. Wichtig ist, den Vierbeinern ein verträgliches Verhalten nahezubringen, wenn das Zusammenleben von Mensch und Tier reibungslos funktionieren soll. Wer mit Hunden Gassi gehen will, kann diese Zeit gleich für ein kleines Training nutzen. Die Fellnase wird gerne mitmachen!

Spiel und Sport als erzieherische Maßnahme

Besonders wichtig: Hunde, die unterfordert und gelangweilt sind, suchen sich eine Aufgabe. Sie können einen extremen Beschützerinstinkt entwickeln, werden futterneidisch oder zerstören Dinge. Die wichtigste Gegenmaßnahme ist es, den Hund auszulasten und ihm sowohl körperlich als auch geistig genügend Anforderungen zu stellen. Schon kleine Übungen beim Spazierengehen können dabei helfen und stärken nebenbei die Bindung zwischen Mensch und Tier. Ein Beispiel ist das Wechseln der Seiten beim Laufen: Mit einem kleinen Kommando, auch das „Sitz“ oder „Lauf“ an der Ampel ist hilfreich.

Viele Hunde haben einen ausgeprägten Jagdinstinkt, den sie verständlicherweise nicht ausleben sollen. Hier ist das Apportieren eine gute Möglichkeit, um auf der einen Seite den natürlichen Instinkt des Hundes zu befriedigen, auf der anderen Seite die Bindung zum Menschen zu stärken. Ein Futterbeutel wird geworfen, der Hund muss ihn zurückbringen. Erst dann kann er mithilfe seines Menschen an die Beute heran. Eine ausgezeichnete Übung, um den Gehorsam zu stärken und dem Hund zu genügend Bewegung zu verhelfen!

Auch Versteckspiele eignen sich perfekt für unterwegs. Anfangs wird ein Leckerli nur am Wegrand abgelegt, der Hund muss es suchen. Dann kann es in einem Laubhaufen versteckt werden oder hinter Ästen und Baumstämmen. Die Fellnase muss solange warten, bis das Leckerli versteckt ist, was gleichzeitig das Kommando „Bleib!“ festigt. Dann kann die Suche losgehen! Alternativ kann auch nach versteckten Menschen gesucht werden, was vielen Hunden Spaß macht. Als schnelle Finder steht ihnen dann natürlich ein Finderlohn in Form eines Leckerlis zu!

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