Französische Bulldogge: so wird Dein bester Freund daraus

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Die Französische Bulldogge gehört zurzeit mit zu den beliebtesten Hunderassen in Deutschland und ist auch für Menschen geeignet, die sich zum ersten Mal einen Hund anschaffen möchten. Das kleine charmante Kraftpaket fühlt sich bei netten Familien, gechillten Singles oder rüstigen Senioren wohl. Grundsätzlich spricht bei der Rasse nichts gegen eine Haltung in der Stadt.

Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel

Französische Bulldogge: Aussehen

Von den Fledermausohren bis zur Stummelrute ein kleiner kompakter Begleiter.

Die Französische Bulldogge ist ein kleiner, kompakter und muskulöser Hund mit einem quadratischen Kopf, in der Regel großen aufrechtstehenden Fledermausohren und einer stumpfnasigen Schnauze. Die natürliche Rute des Bullys ist tief angesetzt, verjüngt sich rasch und ist eher stummelig zu nennen. Idealerweise ist sie ausreichend lang, um den Anus zu verdecken. Das Fell ist kurz, weich, relativ dünn und ohne Unterwolle.

Die Französische Bulldogge kommt in verschiedenen Fellfarben vor. Schwarz, weiß, braun, rehbraun. Ebenso gibt es falbfarbene, gestromte oder gescheckte Abwandlungen. Die Französische Bulldogge besitzt eine Widerristhöhe bis zu 35 cm. Hündinnen und Rüden können je nach Ausprägung zwischen 8 und 14 kg schwer werden.

Standardisiert ist die Französische Bulldogge im FCI (Fédération Cynologique Internationale), Gruppe 9 als Gesellschafts- und Begleithunde, Sektion 11 Kleine Doggenartige Hunde. Ohne Arbeitsprüfung.

Zusammengefasst ist die Französische Bulldogge…

  • klein
  • kräftig
  • muskulös
  • Fledermausohren
  • stumpfnasig
Der Charakter der Französischen Bulldogge ist einfach zu umschreiben: ein Kampfschmuser vor dem Herrn. (Foto: shutterstock - Vivienstock)

Der Charakter der Französischen Bulldogge ist einfach zu umschreiben: ein Kampfschmuser vor dem Herrn. (Foto: shutterstock – Vivienstock)

Französische Bulldogge: Charakter

Kampfschmuser mit viel Charme und ohne Jagdtrieb

Die Französische Bulldogge ist sehr fixiert auf ihren Zweibeiner und wie alle Hunderassen nicht gern allein. Das Wort Kampfschmuser kann man bei ihnen wörtlich nehmen. Sie lieben es, ihren Menschen zu bekuscheln und abzuschmusen. Daher sollte man darauf achten, dem Bully bezüglich der Zweisamkeit auch Grenzen zu setzen. Das Sofa sollte auch das Sofa vom Menschen bleiben.

Die Französische Bulldogge ist ein verspielter und fröhlicher Hund, mit dem man richtig Spaß haben kann. Da sie auf ihr Mittagsschläfchen nur ungern verzichtet, sollten man ihr auch tagsüber Gelegenheit geben, sich für ein kleines Nickerchen zurückzuziehen.

Der nachfolgenden Infografik kann man unschwer entnehmen: die Französische Bulldogge hat sich auf Platz zwei der Herzen geschmust.

Infografik: Die beliebtesten Hunderassen der Deutschen

Infografik: Die beliebtesten Hunderassen der Deutschen

Bellen ist nicht unbedingt die Kommunikationsart, mit der sich die Bulldogge bemerkbar macht. Der French Bully ist meist leise. Doch bei Fremden kann schon mal angeschlagen werden, um Haus, Hof und Menschen zu beschützen. Doch lässt sie sich aber auch genauso schnell wieder beruhige. Ein großes Plus ist, dass er kein Jagdtrieb besitzt.

Im Sozialverhalten mit anderen Hunden ist die Französische Bulldogge in der Regel gechillt. Doch kann es passieren, dass aufgrund der weitaufgerissenen, großen Augen, andere Hunde diesen Gesichtsausdruck als zu provokant empfinden und darauf reagieren. Im Umgang mit Kindern verhält sich die Französische Bulldogge sehr liebevoll. Auch im Haushalt lebende Katzen sind in der Regel kein Problem.

Stundenlange Spaziergänge oder gar als Laufpartner für Jogger zu dienen, ist überhaupt nichts für die Französische Bulldogge. Sie hat sich eher der Gemütlichkeit verschrieben. Aber für eine Spieleinheit ist der Bully immer zu haben.

Zusammengefasst ist die Französische Bulldogge…

  • Gemütlich
  • Verschmust
  • Fröhlich
  • Familienhund, Single, Senioren
  • Keine Sportskanone
  • Keinen Jagdtrieb
Die Geschichte der Französischen Bulldogge beginnt in England - was man ihr heute nicht mehr ansieht, oder? (Foto: shutterstock - Cookie Studio)

Die Geschichte der Französischen Bulldogge beginnt in England – was man ihr heute nicht mehr ansieht, oder? (Foto: shutterstock – Cookie Studio)

Französischen Bulldogge: Geschichte

Ein kleiner Franzose erobert die Welt

Die Französische Bulldogge von heute ist eine vergleichsweise junge Hunderasse mit aber sehr alten Wurzeln. Die Rasse stammt aus der Familie der Molosser, zu denen auch die Möpse, Bordeaux Doggen und Mastiffs zählen.

Die ursprüngliche Bulldogge stammt aus England und wurde dort als mutiger und aggressiver Bullenbeißer und Hetzhund gezüchtet. Es wird vermutet, dass englische Weber ihre Englischen Bulldoggen Anfang des 19. Jahrhunderts mit nach Frankreich auf das Festland nahmen und dort weiterhin für Hundekämpfe missbrauchten. Kleinwüchsige Hunde dieser Rasse wurden als Rattenfänger eingesetzt. Erst als die Hundekämpfe verboten wurden, wurde die Englische Bulldogge in Frankreich als Gesellschaftshund weiter gezüchtet und vermutlich wurden Mops und Terrier mit eingekreuzt. Die kleinsten Exemplare von ihnen mit hochstehenden Ohren wie eine Fledermaus wurden mit Vorliebe für die Zucht verwenden und fanden bald Anklang bei der Pariser Boheme. Später auch bei den adligen und wohlhabenden Bevölkerungsschichten von Frankreich.

Der erste Rasseverein der Französischen Bulldogge wurde 1880 in Paris ins Leben gerufen. Als einige Exemplare gegen Ende des 19. Jahrhunderts wieder nach Großbritannien kamen, wurden sie mangels eigenen Standards wie Englische Bulldoggen gerichtet und wegen der großen Fledermausohren zunächst verspottet. 1888 erhielt die Rasse dann ihren eigenen Standard, der offizielle Stammvater der Französischen Bulldogge war der berühmte Rüde „Loupi“.

Einen absoluten Hype erlebte die Französische Bulldogge zum Ende des 19. Jahrhunderts, als sich 1898 der englische König Eduard VII eine Französische Bulldogge zulegte. Von der Fédération Cynologique Internationale anerkannt, wird die Französische Bulldogge in die FCI Gruppe 9 eingeordnet. In dieser Gruppe befinden sich heute insgesamt 26 Gesellschafts- und Begleithunde.

Zusammengefasst: die Geschichte des französischen Bully

  • Junge Hunderasse mit alten Wurzeln
  • Stammt von der Englischen Bulldogge ab
  • Wurde in Frankreich als Gesellschaftshund weitergezüchtet
  • Seit 1888 als FCI Rasse anerkannt

„Passt sie zu mir?“ ist die falsche Frage. Richtiger muss es heißen: „Welche Französische Bulldogge passt am Besten zu mir?“ (Foto: shutterstock – Happy monkey)

Passt die Französische Bulldogge zu mir?

Französische Bulldogge benötigten den richtigen Halter

Französische Bulldogge passen, wenn man keine sportiven Höchstleistungen mit seinem Hund erringen will, man gerne schmust und einen treuen Begleiter ohne Jagdambitionen haben möchte. Ob er in der Stadt oder auf dem Land lebt, ist dem Bully dabei eigentlich egal, Hauptsache man hat genügend Zeit für ihn und er muss nicht ständig allein bleiben. Denn als sehr Menschen bezogener Hund, mag er das gar nicht. Als Ersthundebesitzer macht es der kleine Charmeur einen leicht, denn seine Ansprüche halten sich in Grenzen. Er eignet sich auch gut als Familienhund sowie als Begleiter für Singles oder auch Senioren.
Als ausgewiesener Sonnenanbeter, sollte man allerdings auf die Gesellschaft des Bullys verzichten. Denn Hitze und auch Kälte verträgt die Rasse nicht gut. Urlaube sollten man daher danach ausrichten oder den Hund in eine Hundepension geben.

Wenn man zur Miete wohnt, ist es wichtig sein Umfeld und dem Vermieter mitzuteilen, dass man sich einen kleinen vierbeinigen Hausgenossen zulegen möchte. Ebenso sollte man sich im Vorfeld über die Vorschriften zur Hundehaltung in seiner Stadt oder Gemeinde informieren.

Wenn man den Bully sogar mit zur Arbeit nehmen darf, ist auch hier im Vorfeld mit den Kollegen zu sprechen und es lohnt sich, beim Bundesverband für Bürohunde e.V. sich Informationsmaterial schicken zu lassen.

Adresse des Bundesverband Bürohund e.V.

Bundesverband Bürohund e.V.
c/o Markus Beyer
Riemannstr. 22
10961 Berlin

E-Mail: info@bv-bürohund.de
Web: www.bv-bürohund.de

Die Haltung im Freien oder gar in einem Zwinger ist für diese Rasse definitiv nicht geeignet.

Zusammengefasst: Haltung der Französischen Bulldogge

  • Zeit und Anwesenheit
  • Keine sportlichen Höchstleistungen
  • Als Ersthund geeignet
  • Familien, Single und Senioren geeignet

Französischen Bulldogge: Anschaffung

Worüber man sich als Erstes Gedanken machen sollte

Wenn man sich eine Französische Bulldogge anschaffen will, sollte man sich bewusst machen, dass es sich um ein Lebewesen handelt, für das man bis zu zwölf Jahre die Verantwortung übernimmt. Das bedeutet, man muss sich bezüglich des Zeitaufwands und der nicht unerheblich laufenden Kosten für diesen Zeitraum sehr bewusst sein. Es ist eigentlich egal, ob man in einem Haus mit Garten oder in einer Stadtwohnung lebt, denn der relativ anspruchslose Bully fühlt sich überall da wohl, wo er mit seinem Menschen zusammen sein kann.

Französische Bulldogge: Preise

Einen gesunden Bully gibt es nicht zum Ramschpreis

Die Preise für Bully-Welpen variieren stark und sind bei reinrassigen und gesunden Hunden vom seriösen Züchter mit 900,- bis 1800,- Euro zu benennen. Es lohnt sich aber diese Summe zu investieren, damit man einen gesunden, gepflegten und sozialisierten Welpen bekommt.

Französische Bulldogge: Züchter

Seriöse Züchter setzten auf Qualität nicht auf Quantität

Seriöse Züchter züchten in der Regel eine, maximal zwei Hunderassen und leben mit ihren Tieren unter einem Dach. Sie wollen sich von den potenziellen Welpenkäufern einen Eindruck machen und laden sie daher zu sich ein. Wenn ein Welpe in eine Familie mit Kindern einziehen soll, wird der Züchter sich auch von den Kindern einen Eindruck machen wollen. Ein guter Züchter kennt den Charakter seiner Welpen bereits sehr gut. Daher ist es ratsam, auf die Empfehlung des Züchters, welcher Welpe am besten passen würde, als Käufer zu hören und nicht nach dem Aussehen eines Welpen zu entscheiden.

Ehrliche Züchter verkaufen ihre Welpen auch nicht aus dem Kofferraum eines Autos. Im Übrigen gibt auch kein verantwortungsvoller Züchter seinen Welpen vor Vollendung der 8. Lebenswoche ab.

Französische Bulldogge: Welpen

Worauf ist beim Welpenkauf zu achten?

Als Käufer sollte man darauf bestehen, sich das Umfeld des Züchters, in dem der Welpe hineingeboren wurde, anschauen zu dürfen.

Diese Fragen sollten Sie sich stellen

  • Macht das Umfeld einen aufgeräumten und hygienischen Eindruck?
  • Wieviel Tiere leben beim Züchter?
  • Wieviel Rassen werden gezüchtet?

Ein seriöser Züchter wird sich ebenso im Vorfeld einen genauen Eindruck vom potenziellen Käufer machen wollen und ist sehr darauf bedacht, dass sein Welpe nur in gute Hände kommt. Es ist also als positiv anzusehen, wenn man selbst auch sehr genau vom Züchter befragt wird.

Die Fragen „Wirken die Welpen aufgeschlossen?“ „Ist der Züchter in einem VDH anerkannten Verband?“ „Wird der Hund vom Tierarzt geimpft, gechipt und mit anerkannten Papieren abgegeben?“ sollte man ohne Umschweife beantwortet bekommen.

Wichtige Überlegungen und Fragen bei der Anschaffung

  • Hat man rund 12 Jahre lang genügend Zeit für einen Hund?
  • Hat man auch die finanziellen Mittel für ein ganzes Hundeleben?
  • Kommt der Welpe aus einer seriösen Zucht?
  • Ist der Welpe bei Abgabe geimpft und gechipt?
  • Hat der Welpe bei Abgabe alle nötigen Papiere wie Impfausweis und Ahnentafel?

Französischen Bulldogge: Gesundheit & Pflege

Kompakt und robust. Doch einiges gilt es zu beachten.

Aufgrund der kurzen Nase der Französischen Bulldogge kann Kurzatmigkeit bei dieser Rasse vorkommen. In besonders schweren Fällen kann eine kleine Operation Abhilfe verschaffen. Bei der Pflege einer Französischen Bulldogge sollte insbesondere das Kontrollieren der empfindlichen Augen im Focus stehen. Die großen Kulleraugen neigen zu einer Bindehautentzündung, die nicht nur für andere Hunde hoch ansteckend ist, sondern auch für den Menschen. Ebenso eine regelmäßige Kontrolle der Ohren sollte auf dem Pflegeprogramm stehen. Genauso sollten die Falten im Gesicht und am Körper regelmäßig mit einem feuchten Tuch gereinigt werden, um Entzündungen vorzubeugen. Weitere typische Krankheitsbilder der Französischen Bulldogge sind Hautprobleme und Allergien. Gelegentlich kann diese Rasse auch Schwierigkeiten mit der Bandscheibe haben.

Die Körpertemperatur

Die Bulldogge kann aufgrund der erschwerten Atmung und dem flachen Gesicht ihre Körpertemperatur nicht gut regulieren. Bei hohen Temperaturen neigt die Bulldogge besonders zur Überhitzung, weshalb ihr immer ein schattiges Plätzchen und genug Wasser zur Verfügung stehen sollte. Auch ist es wichtig bei Kälte nicht zu lange draußen zu bleiben, da die Bullys ein sehr dünnes Fell haben und zu Erkältungen neigen. Ein Wintermantel ist daher nicht nur ein modisches Accessoire für diese Rasse, sondern durchaus sinnvoll für die Gesundheit. Im Allgemeinen sind regelmäßige Tierarztbesuche zu empfehlen, um mögliche Krankheiten schon frühzeitig festzustellen. Die Lebenserwartung einer Französischen Bulldogge liegt bei guter Gesundheit zwischen 10 bis 12 Jahren.

Zusammengefasst

  • Kurzatmigkeit
  • Regelmäßige Augen- und Ohrenpflege
  • Hautprobleme
  • Allergien
  • Hitzeempfindlich
  • Kälteempfindlich
Zur Ernährung der französischen Bulldogge gibt es auch einiges zu sagen. (Foto: shutterstock - DreamBig)

Zur Ernährung der französischen Bulldogge gibt es auch einiges zu sagen. (Foto: shutterstock – DreamBig)

Bild: https://www.shutterstock.com/de/image-photo/adorable-french-bulldog-puppies-1167992638

Französischen Bulldogge & Ernährung

Worauf muss man achten?

Eine gesunde und agile Französische Bulldogge sollte je nach Größe und Geschlecht zwischen 8 bis 14 Kilogramm auf die Waage bringen. Bei der Ernährung unterscheidet sich die Französische Bulldogge nicht groß von anderen Rassen. Wichtig ist, dass das Futter dem Hund schmeckt und alle wichtigen Nährstoffe enthalten sind.

Dabei sollte darauf geachtet werden, dass der Fleischanteil um die 70% liegt und keine übermäßigen Fettmacher wie Getreide im Napf landen. Denn der Bully neigt dazu relativ schnell Speck an den Rippen anzusetzen. Daher sollte auch auf das Beimischen von Gemüse und Obst geachtet werden. Auf Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker oder Farbstoffe sollte komplett verzichtet werden.

Das richtige Welpenfutter

Im Welpenalter ist ein spezielles Welpenfutter für den kleinen Racker zu wählen und später im Junghundealter, ist auf ein weniger gehaltvolles Futter zu wechseln. Senioren benötigen dann wieder ein spezielles Futter, das ihren Bedürfnissen gerecht wird. Ob man sich bei der Ernährung für Trockenfutter, Nassfutter oder für die BARF-Methode entscheidet, ist letztendlich Geschmackssache des Hundes.

Wichtig ist aber bei jeder Fütterungsart, dass der Vierbeiner immer ausreichend frisches Wasser zur Verfügung hat. Dabei kann man auch gern in verschiedenen Räumen jeweils einen Trinknapf platzieren.

Zusammengefasst: so sieht gutes Futter aus

  • Immer ausreichend Wasser
  • Altersgerecht füttern
  • Auf die Futtermenge achten
  • Keine übermäßigen Fettmacher
  • Auf Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker und Farbstoffe verzichten
Bei der Ernährung der Welpen der Französischen Bulldogge muss besonders auf altersgerechte Fütterung geachtet werden. (Foto: shutterstock - Tienuskin)

Bei der Ernährung der Welpen der Französischen Bulldogge muss besonders auf altersgerechte Fütterung geachtet werden. (Foto: shutterstock – Tienuskin)

Französische Bulldogge & Erziehung

Auch Bullys müssen erzogen werden.

Die Französische Bulldogge hat ein ausgeglichenes, gemütliches Wesen, jedoch ist sie auch mit einer etwas stärkeren ausgeprägten Starrsinnigkeit versehen. Eine liebevolle und konsequente Erziehung ist bei dieser Hunderasse also notwendig.

Noch bevor der neue Mitbewohner einzieht, sollte man sich verschieden Hundeschulen ansehen und bei der, die einen am meisten Zusagt einen Platz buchen. Wenn man später das Gefühl hat, es passt doch nicht, sucht man sich eine andere Hundeschule. Man kann sich hier ruhig auf sein Bauchgefühl verlassen.

Der Bully liebt es mit kleinen Aufgaben gefordert zu werden. Grundsätzlich ist aber bei der Hundeerziehung darauf zu achten, dass man den Hund nicht überfordert. Denn dann erreicht man genau das Gegenteil – einen unausgeglichenen Hund. Sinnvoll sind daher kleine, aber regelmäßige Trainingseinheiten, die man zum Beispiel bei Spaziergängen einbauen kann.

Zusammengefasst: so erziehe ich meinen Bully am besten

  • Liebevoll
  • Konsequent
  • Keine Überforderung
Die Erziehung der Französischen Bulldogge und ihrer Welpen sollte ebenso konsequent wie liebevoll erfolgen. Wie das zu kombinieren ist? Finden Sie es heraus! (Foto: shutterstock - Vikafoto33)

Die Erziehung der Französischen Bulldogge und ihrer Welpen sollte ebenso konsequent wie liebevoll erfolgen. Wie das zu kombinieren ist? Finden Sie es heraus! (Foto: shutterstock – Vikafoto33)

Französische Bulldogge: Aktivitäten

Gehirnjogging und mäßig Sport machen dem kleinen Franzosen Freude.

Hauptsache nicht allein. Die Französische Bulldogge liebt es einfach gemütlich in Gesellschaft zu sein. Spaziergänge sind ok, sollten aber nicht zu lang, dem Alter des Hundes angemessen und nicht zu schnellen Fußes sein. Zudem sollte die ausgewählte Wegstrecke für die kurzen Beinchen passen. Spaziergänge am Strand können daher schnell zu anstrengend für den Vierbeiner sein und auf Grund seiner Kurzatmigkeit zur Qual werden.

Auch ist er auf Grund seines Körperbaus kein guter Schwimmer. Der French Bully ist nun mal keine Sportskanone. Daher ist Kopfarbeit eine optimale Freizeitbeschäftigung für den kleinen Franzosen. Das Einüben von Tricks ohne große körperliche Anstrengung ist optimal für den kleinen Racker. Sportarten wie Treibball, Obedience oder Dogdancing sind daher genau richtig für ihn.

Das Spielen mit Artgenossen macht der Bulldoggen große Freude. Dabei sollte man als Zweibeiner darauf achten, dass das Größen- und Gewichtsverhältnis mit den Spielkameraden ähnlich ist. Ein Bully wird keine Freude daran haben, von einem sportiven und laufstarken Hund überrannt zu werden.

Auch die beliebte Hundesportart Agility ist aufgrund seiner Physionomie nicht für ihn geeignet. Am liebsten mag er ganz gechillt in Gesellschaft seines Menschen sein und einfach auch mal nichts machen. Lassen Sie ihm das aber nicht allzu oft durchgehen, denn die Französische Bulldogge neigt dazu dick zu werden.

Zusammengefasst: das mag der Bully am liebsten

  • Keine Sportskanone
  • Kopfarbeit mit Tricks
  • Treibball
  • Obedience
  • Dogdancing
  • Keine Überforderung
Aktivitäten und Sport für die Französische Bulldogge. Mehr die kleinen Brötchen, aber stets mit Elan! (Foto: shutterstock - anetapics)

Aktivitäten und Sport für die Französische Bulldogge. Mehr die kleinen Brötchen, aber stets mit Elan! (Foto: shutterstock – anetapics)

Wichtige Fragen einfach zusammengefasst

Wie sieht eine Französische Bulldogge aus?

Die Französische Bulldogge ist ein kleiner, kompakter und kräftiger Hund. Rassetypisch ist ein quadratischer Kopf, stehenden Fledermausohren und eine stumpfnasige Schnauze. Der Bully hat eine Stummelrute, die idealerweise noch den Anus verdeckt. Das Fell ist kurz, weich, relativ dünn und ohne Unterwolle.

Die Französische Bulldogge kommt in verschiedenen Fellfarben vor. Von Schwarz, braun, rehbraun über creme zu weiß. Ebenso gibt es falbfarbene, gestromte oder gescheckte Fellzeichnungen.

Was muss ich beim Kauf einer Französischen Bulldogge beachten?

Die Französische Bulldogge ist ein beliebter Modehund, daher sollte man ausschließlich bei einem seriösen Züchter kaufen. Nur so hat man die Sicherheit, dass man einen gesunden Hund bekommt.

Fragen wie:

  • Ist das Umfeld, in dem der Welpe aufwächst, sauber und hygienisch?
  • Gibt es einen Spielbereich für die Welpen?
  • Ist das Muttertier anwesend und macht einen gesunden, offenen und freundlichen Eindruck?
  • Machen die Geschwisterwelpen einen gesunden, offenen und freundlichen Eindruck?
  • Ist der Welpe bei Abgabe mindestens acht Wochen alt, mehrfach entwurmt und geimpft?
  • Ist der Züchter im VDH (Verband für das deutsche Hundewesen)? Hat der Welpe bei Abgabe alle wichtigen Papiere (Kaufvertrag, Impfpass, Abstammungsurkunde)

Was muss man über eine Französische Bulldogge wissen?

Die Französische Bulldogge wird bei guter Haltung um die 12 Jahre. Wie alle Hunde wird sie nicht unerheblich an Zeit und Geld kosten. Der Bully ist keine Sportskanone dafür sehr Menschenbezogen und verspielt. Die Aktivitäten sollte man daher artgerecht anpassen. Hitze und Kälte setzen dem kleinen Franzosen sehr zu.

Ein kühles Plätzchen im Sommer und ein Mäntelchen im Winter dient seiner Gesundheit. Typische Bully Krankheiten sind Bindehautentzündung, Rachenentzündungen, Ohrenentzündungen, Allergien und Hüftprobleme. Die Französische Bulldogge hat in der Regel keine Probleme mit Kindern, Katzen oder anderen Hunden. Der kleine Dickschädel benötigt eine liebevolle und konsequente Erziehung.

Wie oft muss eine Französische Bulldogge Gassi?

Eine Französische Bulldogge artgerecht zu halten bedeutet auch, ihr ausreichend Zeit zur Bewegung und Kontaktmöglichkeiten mit anderen Artgenossen zu geben. Man sollte daher tagsüber alle vier Stunden eine Gassirunde drehen. Mit dem French Bully kann man keine sehr langen Strecken gehen. Jedoch sollte man ihr aber ausreichend Gelegenheit zum Lösen geben.

In der Regel müssen sich Hunde je nach Fütterungsart (Barf, Nass, Trocken) zwei bis fünf Mal am Tag lösen. Im Sommer sollten die Gassirunden aufgrund der Hitze in die frühen Morgen- und späten Abendstunden gelegt werden.

Sind Französische Bulldoggen aggressiv?

Der kleine Franzose ist von Haus aus ein sanftmütiger und verschmuster Hund. Er wird im Standardregister des FCI (Fédération Cynologique Internationale) in der Gruppe 9 der Gesellschafts- und Begleithunde geführt.

Was ihn aber auszeichnet ist sein Mut, gegeben falls Frauchen und Herrchen zu beschützen. Das hat aber an sich nichts mit einem aggressiven Hund zu tun. Um aus einem French Bully einen aggressiven Hund zu machen gehört schlechte, nicht artgerechte Haltung oder Tierquälerei dazu.

Kann eine Französische Bulldogge schwimmen?

Nein, denn die Französische Bulldogge ist aufgrund ihrer Physionomie ein sehr schlechter Schwimmer. Die Beinchen sind einfach zu kurz und der Kopf zu schwer, um sich über Wasser zu halten. Daher wird der kleine Franzose in der Regel von sich aus, nicht weiter als mit den Pfötchen ins Wasser gehen. Eine Bauchabkühlung bei Hitze im Sommer ist für ihn auch noch akzeptabel.

About Author

Simone Heitmann

Simone Heitmann ist nicht nur Journalistin, sondern nicht ganz nebenbei auch mit Herz und Seele Hundefrauchen. Ihr Australian Shepherd Blue Berry begleitet sie auch beruflich und schenkt den Kollegen eine gute Office-Life-Balance. Mit ihm verbringt sie ein Großteil ihrer Freizeit beim Agility oder bei ausgiebigen Wanderungen durch die Natur. Mini Aussie Blue Berry hat sogar ein eigenes Instagram-Profil. Und wer weiß, vielleicht kommt auch bald der zweite Aussie ins Haus. Ihre Philosophie: "Hunde sind nicht unser ganzes Leben, aber sie machen unser Leben ganz.", Roger Caras, Natur- und Tierjournalist.

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