Katzenhaltung: 10 Tipps & die häufigsten Fehler

Bei der Katzenhaltung gibt es einige wichtige Dinge zu beachten, die als Grundlage dienen, damit Tier und Mensch zufrieden sind. Immer wieder zeigen sich Fehler der Halter, die eigentlich vermeidbar gewesen wären.

Die 10 wichtigsten Tipps rund um die Katzenhaltung

Es gibt einige Tipps in Bezug auf die Katzenhaltung, die sich schon häufig bewährt haben. Wer sich eine oder mehrere Samtpfoten anschaffen möchte, der sollte sich möglichst vor der Anschaffung darüber informieren, was die Tiere brauchen, welche Gewohnheiten sie haben und worauf zu achten ist.

1. Die Auswahl der Trinkplätze

Jede Katze sollte feste Trinkplätze haben. Zum Trinken liebt die Katze einen beständigen Platz. (#1)

Jede Katze sollte feste Trinkplätze haben. Zum Trinken liebt die Katze einen beständigen Platz. (#1)

Trinken ist wichtig, das wissen auch die Katzen. Das heißt aber nicht, dass sie sich einfach an dem vorhandenen Napf bedienen. Die Tiere sind durchaus sehr individuell in ihrem Verhalten. So gibt es Katzen, die direkt aus dem Napf trinken. Andere greifen eher zur Gießkanne oder auch der Toilettenschüssel.

Daher ist es sinnvoll, dem Tier verschiedene Trinkplätze zur Verfügung zu stellen. Im Laufe des Zusammenlebens wird sich zeigen, wo die Katze besonders gerne trinkt.

2. Die Pflege

Damit das Fell der Katze schön glänzt und gesund bleibt, braucht es die richtige Pflege. Hier kommt es natürlich auf die Art der Katze an. Wenn die Samtpfote eher kurze Haare hat, dann ist eine nicht ganz so ausgiebige Pflege ausreichend. Gerade Katzen mit langem Haar sind jedoch darauf angewiesen, dass ihnen täglich die Haare gekämmt werden. Passiert das nicht, kann es schnell zu Knoten und Verfilzungen kommen. Zudem nisten sich dann schneller Flöhe ein.

3. Ruhe für die Katze

Es gibt Katzen, die sind sehr schüchtern. Es gibt aber auch Katzen, die echte Draufgänger sind. Aber egal, wie das Verhalten der Katze ist – sie braucht einen Ort, um sich zurückziehen zu können. Es sollte sich um einen sicheren Rückzugsort handeln, der gut geschützt ist und zu dem weder Hunde noch Kinder Zugang haben.

4. Tischregeln für die Katze

wenn die Katze auf dem Tisch steht, begeistert das außer ihr niemanden. Vor allem Gäste mögen dies nicht. (#2)

Wenn die Katze auf dem Tisch steht, begeistert das außer ihr niemanden. Vor allem Gäste mögen dies nicht. (#2)

Wenn die Katze die Gelegenheit hat, dann geht sie auch auf den Tisch. Doch nichts ist so unangenehm wie eine Katze, die über den Esstisch geht, sich hier vielleicht sogar putzt oder selbst vor dem Essen der Menschen nicht Halt macht. Um das zu verhindern, sollte von Anfang an sanft erzogen werden.

Geht die Katze auf den Tisch, wird sie konsequent wieder nach unten gesetzt. Geht sie dann nicht wieder nach oben, bekommt sie eine kleine Belohnung. Das braucht ein wenig Aufwand in den ersten Wochen, der Erfolg hält dann aber dauerhaft an.

5. Kein Luftzug für die Katze

Der Katzenbaum oder auch der Rückzugsort für die Katze sollte so aufgestellt werden, dass hier Zugluft keine Chance hat. Diese ist für die Tiere ungesund und kann dafür sorgen, dass die Katze einen Schnupfen bekommt. Auch an Orten in der Wohnung, wo die Katze häufig zu finden ist, sollte darauf geachtet werden, dass keine Zugluft herrscht.

6. Den Haushalt katzensicher machen

Ein erster Schritt, den Haushalt katzensicher zu machen, ist das Verschließen der Waschmaschine. In der Waschmaschine hat die geliebte Katze nichts verloren! (#3)

Ein erster Schritt, den Haushalt katzensicher zu machen, ist das Verschließen der Waschmaschine. In der Waschmaschine hat die geliebte Katze nichts verloren! (#3)

Katzen sind unheimlich neugierig und haben viel Spaß daran, die Umgebung, in der sie sich finden, zu erkunden. Nicht selten bringen sie sich dabei selbst in Gefahr und können sich beispielsweise auch einer Zwickmühle nicht mehr befreien. Daher ist es wichtig, den Haushalt so weit es geht katzensicher zu machen.

Das bringt erst einmal ein wenig Aufwand mit sich. Allerdings ist es wichtig, darauf zu achten, dass sich die Samtpfote nicht verletzen kann. Die Herdplatten sollten abgedeckt werden. Die Waschmaschine und der Trockner müssen immer verschlossen gehalten werden. Reinigungsmittel sind aus der Katzennähe zu entfernen.

7. Beruhigung für die Katze

Wenn eine Katze neu in eine Umgebung kommt, dann ist sie besonders unsicher. Die ersten Tage legen einen wichtigen Grundstein für die gesamte Beziehung zwischen Halter und Samtpfote. Jeder Tierhalter möchte, dass es seiner Katze gut geht und sie in aller Ruhe dort ankommt, wo sie nun ihr Leben verbringen wird. Hier können beruhigende Accessoires helfen, wie beispielsweise die Katzenminze. Diese trägt ihren Namen nicht umsonst, denn sie wirkt sich ganz besonders entspannend und beruhigend auf die Katze aus. Der Geruch wirkt beruhigend und wird von den Katzen sehr gut angenommen. Häufig sind sie in der Nähe der Pflanze zu sehen.

8. Gegen die Einsamkeit

Wenn die Katze als Wohnungskatze gehalten werden soll, dann ist es sinnvoll sich darüber Gedanken zu machen, ob es nicht noch eine zweite Samtpfote gibt. Katzen können mit Einsamkeit nicht gut umgehen und brauchen die Nähe von anderen Katzen. Wenn Katzen als Einzeltiere gehalten werden, dann kann dies starke psychische Probleme der Tiere nach sich ziehen, die sogar zu Verhaltensauffälligkeiten führen. Natürlich ist es wichtig, dass ausreichend Platz für die zwei Tiere vorhanden ist und sie auch die Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen. Zudem ist es empfehlenswert, für jedes Tier eine eigene Katzentoilette aufzustellen, auch wenn diese dann vielleicht nicht genutzt wird. Die Katze ist als Individuum zu sehen. Wichtig: Sind es ein Männchen und ein Weibchen, ist eine Kastration dringend zu empfehlen, um ungewollten Nachwuchs bei den Katzen zu vermeiden.

9. Schutz für Freigänger

Eigentlich sind Katzen echte Kampfhähne und wissen sich durchzusetzen. Daher braucht sich um einen Freigänger eigentlich keine Gedanken gemacht zu werden. Es gibt aber auch Tiere, die sich schnell einschüchtern lassen durch ihre Artgenossen und dann vielleicht gar nicht mehr nach draußen gehen möchten. Das ist für die Katze nicht gut. Hier braucht sie die Unterstützung von ihrem Halter. In diesem Fall ist es wichtig, einzugreifen und die andere Katze in ihre Schranken zu weisen. Das kann mit einer Wasserpistole sehr gut funktionieren, die bei einem erneuten Angriff auf das Tier gerichtet wird.

10. Vertraute Umgebung auch im Urlaub

Im Urlaub braucht die Katze viel Zuwendung. Die katzenpension ist nicht die beste, aber eine mögliche Lösung, wenn die Samtpfote nicht mit nach Teneriffa kann. (#4)

Im Urlaub braucht die Katze viel Zuwendung. Die Katzenpension ist nicht die beste, aber eine mögliche Lösung, wenn die Samtpfote nicht mit nach Teneriffa kann. (#4)

Bevor sich eine Katze angeschafft wird ist es wichtig sich Gedanken darüber zu machen, was mit der Katze im Urlaub passiert. Natürlich gibt es Pensionen, die gegen Geld die Tiere aufnehmen. Allerdings ist zu bedenken, dass Katzen mit einem Wechsel der vertrauten Umgebung nur sehr schwer umgehen können.

Daher ist es besser, wenn sie zu Hause betreut werden können. Ist es nicht möglich, dass Freunde oder Familie nach dem Tier schauen, kann ein Katzensitter beauftragt werden. Dieser versorgt die Tiere nicht nur, sondern gibt ihnen auch Streicheleinheiten. So können sowohl Katze als auch Besitzer den Urlaub entspannt genießen.

Die häufigsten Fehler bei der Katzenhaltung

Immer wieder machen Katzenhalter Fehler, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken können. Eine artgerechte Haltung beinhaltet nicht nur die Ausstattung der Wohnung und eine gesunde Ernährung. Es ist wichtig, sich mit den Eigenheiten von einem Tier zu beschäftigen und Tipps umzusetzen. Zu den häufigsten Fehlern der Katzenhalter gehören:

1. Keine Kastration

Wer seine Katze oder seinen Kater nicht kastriert oder sterilisiert, der geht bewusst das Risiko einer Vermehrung ein. Er nimmt aber auch in Kauf, dass das Tier überall markiert und damit einen sehr unangenehmen Geruch verbreitet. Daher sollte aus Kostengründen nicht an der Kastration gespart werden. Diese kann beim Eintritt der Geschlechtsreife durchgeführt werden.

2. Die Reinigung der Katzentoilette

Katzen sind sehr reinliche Tiere. Die Samtpfoten schätzen es, wenn Frauchen die Katzentoilette regelmäßig reinigt. (#5)

Katzen sind sehr reinliche Tiere. Die Samtpfoten schätzen es, wenn Frauchen die Katzentoilette regelmäßig reinigt. (#5)

Es ist eine Aufgabe, die wohl niemand gerne übernimmt und dennoch muss sie gemacht werden und zwar regelmäßig. Katzen sind sehr reinliche Tiere. Sie gehen daher ausschließlich auf ihre Toilette und möchten hier ebenfalls Sauberkeit vorfinden.

Ist das nicht der Fall, dann wird die Katze die Katzentoilette nicht mehr aufsuchen und sich anderweitig in der Wohnung erleichtern. Das ist ärgerlich für den Halter, bedeutet aber auch Stress für die Katze. Mit einer regelmäßigen Reinigung lässt sich an dieser Stelle vorbeugen.

3. Die Pflege der Krallen

Die Katze braucht eigentlich keine durch den Menschen durchgeführte Pflege der Krallen, denn sie kümmert sich selbst darum. Das funktioniert aber nur dann, wenn sie auch die Möglichkeit dazu hat. Freigänger gehen an Bäume und kürzen ihre Krallen hier. Wenn eine Wohnungskatze jedoch keinen Kratzbaum oder eine andere Gelegenheit zum Wetzen der Krallen hat, dann wird sie an die Möbel gehen. Zudem werden die Krallen zu lang, was zu Entzündungen führen kann.

4. Kostenplanung

Nicht nur die Anschaffung einer Katze kostet Geld, sondern auch deren Pflege und medizinische Betreuung. Einer der größten Fehler ist es, dies nicht zu beachten und vor dem Problem zu stehen, kein Geld für die Katze zu haben. Das beginnt bei zu billigem und damit minderwertigem Futter und reicht bis zum Verzicht auf die Kastration, um Geld zu sparen. Daher ist es wichtig, monatlich ein Polster für die Katze anzulegen, auf das zurückgegriffen werden kann.

5. Keine festen Essenszeiten

Natürlich ist es meist nur gut gemeint, wenn der Napf immer gefüllt zur Verfügung steht. Das nehmen viele Katzen auch sehr gerne in Anspruch. Allerdings ist ein Überangebot an Nahrung nicht gesund für den Vierbeiner und kann zu Übergewicht führen. Übergewicht ist dann wiederum der Auslöser für andere Erkrankungen, die zu dauerhaften Schäden führen können. Auch Katzen haben grundsätzlich kein Problem damit, zu bestimmten Zeiten zu fressen.

6. Kauf zu junger Kitten

Natürlich sieht es niedlich aus, wie die Kitten bei ihrer Mama liegen und jeder möchte die Kleinen gerne anfassen. Das ist ein ganz normales Gefühl, verleitet aber auch dazu, die Kitten zu früh von der Mutter zu trennen. Damit die Kitten jedoch die Grundlagen für die Stubenreinheit und das Sozialverhalten erlernen können, sollten sie mindestens 12, besser 16 Lebenswochen bei ihrem Muttertier bleiben.


Bildnachweis: © Fotolia – Titelbild + #5 absolutimages, #1 Cozy nook, #2 Africa Studio, #4 mihakonceptcorn, #3 Rasulov

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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