Warum lecken Hunde?

Ob zur Begrüßung, beim Spielen oder ohne ersichtlichen Grund – Hunde lieben es, Artgenossen, Menschen und sich selbst zu lecken. Doch was steckt hinter dem Phänomen?? Warum lecken Hunde uns das Gesicht ab? Warum lecken Hunde irgendwie immer und überall?

Lecken zwischen Jungtier und Mutter – Soziale Interaktion

Ab dem ersten Tag seiner Geburt wird der Welpe vom Muttertier trocken geleckt. Dies dient aber nicht allein der täglichen Hygiene, sondern ist auch Ausdruck der Mutter-Kind-Interaktion. So erkundet die Mutter die Charakteristika des Körpers und den Geruch des Jungtieres. Das ständige Lecken bringt ihre Fürsorge und Zuneigung zum Ausdruck und vermittelt dem Neugeborenen ein Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Wertschätzung.

Lecken zur Nahrungsaufnahme

Wenn sich der Welpe langsam von den Zitzen der Mutter zu lösen beginnt und selbstständig Nahrung aufnehmen will, ist er anfangs noch nicht im Stande, größere Stücke ohne fremde Hilfe zu zerlegen und zu fressen. Er ist auf die Hilfe des Muttertieres oder anderer Rudelmitglieder angewiesen. Durch Lecken animiert er sie, die vorverdaute Nahrung wieder hochzuwürgen, sodass er sie von der Schnauze ablecken kann. Auf diese Weise stillt er aber nicht nur sein Hungergefühl, sondern bringt dem erwachsenen Hund zugleich Vertrauen, Respekt und Unterwürfigkeit entgegen.

Lecken aus Zuneigung

Der Hund ist ein ausgesprochen soziales Wesen, das durch Lecken seine Zuneigung, Unterwürfigkeit, Vertrauen und Fürsorge nach außen kehrt. Das gegenseitige Putzen und Pflegen unter Artgenossen deutet also auf ihre innige Bindung hin. Dies lässt sich auch auf den Menschen übertragen. Leckt der Hund Gesicht und Hände ab, verdeutlicht er seinem Herrchen damit Vertrauen, Zuneigung und Fürsorge. Er betrachtet den Mensch als sein Muttertier, dem er sich verbunden fühlt und dem er zu Dankbarkeit verpflichtet ist.

Warum lecken Hunde uns nur so gern das Gesicht ab?

Warum lecken Hunde uns nur so gern das Gesicht ab?

Läufigkeit

Steht eine Hündin kurz vor der Läufigkeit, schwillt die Vulva an und sondert eine schleimige, rosa bis tiefrot gefärbte Flüssigkeit aus. Die Schwellung sowie die Blutung veranlassen das Tier, sich ständig im Genitalbereich zu lecken.

Aufmerksamkeit erregen

Fühlt sich der Hund unbeachtet, versucht er die Aufmerksamkeit seines Herrchens zurückzugewinnen. Eine Möglichkeit ist das Ablecken von Händen und Gesicht. Er drängt sich ins Bild und will sich die fehlende Aufmerksamkeit auf diese Weise zurückerobern.


Bildnachweis: © Fotolia-Christin Lola

Über Klaus Müller-Stern

Klaus Müller-Stern

Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

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