Schwarzkümmelöl für den Hund: Wirkung, Dosierung & Nebenwirkungen

Schwarzkümmelöl (Nigella Sativa) ist schon seit langer Zeit als wahres Allheilmittel für den Menschen bekannt. Doch nicht nur bei der Anwendung bei zweibeinigen Patienten zeigt sich die positive Wirkung, auch Vierbeiner wie Hunde oder Pferde profitieren von diesem natürlichen Mittel. Unkompliziert in der Anwendung (einfach über das Futter geben), mit einem umfassenden Wirkungsspektrum versehen und gut bekömmlich: Das ist Schwarzkümmelöl!

Positive Seiten von Schwarzkümmelöl

Ob bei Hunden oder beim Menschen: Schwarzkümmelöl konnte sich in der Vergangenheit schon vielfach bewähren. Vor allem seit dem Jahr 2014 wurde das Allheilmittel bekannter und auch 2015 konnte sich sein Erfolg fortsetzen. Für Tiere und Menschen positiv: Die Anwendung und Dosierung ist ganz einfach und so verwundert es nicht, dass Schwarzkümmelöl bereits in vielen Haus- und auch Stall- sowie Tierapotheken zum Standard gehört.

Vielseitige Wirkstoffe sorgen dafür, dass sich Tiere und Menschen wohler fühlen. Dabei wurde ägyptisches Schwarzkümmelöl schon vor Jahrhunderten im Orient angewendet – dort überrascht es heute natürlich niemanden mehr, dass dieses Öl neuerdings so positiv beworben wird.

Schwarzkümmelöl kann verschiedenen Beschwerden vorbeugen bzw. lindert diese. An dieser Stelle sei besonders darauf hingewiesen, dass das Öl im Gegensatz zu vielen anderen Ölen – wie etwa das allseits beliebte Teebaumöl – für Tiere verträglicher ist. Viele ätherische Öle schaden mehr als sie nutzen, rufen Allergien und teilweise schwere Atemprobleme hervor. Ägyptisches Schwarzkümmelöl hingegen ist uneingeschränkt empfehlenswert.

In Schwarzkümmelöl sind Prostaglandine enthalten, die dafür sorgen, dass die diversen Beschwerden gelindert werden, unter denen Menschen, Hunden leiden. Dabei sind Allergien für Hunde gar nicht mehr so selten, auch sie leiden in jüngster Zeit vermehrt unter den Folgen von Flohbissen, können schwere Probleme mit der Atmung bekommen oder reagieren auf einzelne Bestandteile des Futters mit einer Allergie. Selbst für den Fall, dass der Allergie- oder Krankheitsauslöser gefunden wird, muss das gesamte Immunsystem aufgebaut werden. Es gilt, Lösungen zu finden, die auch im Alltag mit Hunden anwendbar sind und sich leicht integrieren lassen. Das Problem an umfassenden Lösungen ist schließlich nicht umsonst die Umsetzbarkeit und das Durchhalten im oft stressigen Alltag. Ägyptisches Schwarzkümmelöl stärkt das Immunsystem, kann Schmerzen lindern und Entzündungen hemmen. Für Menschen, Hunden gibt es aber noch deutlich umfassendere Anwendungsgebiete dieses Öls:

Probleme mit der Atmung

Hunde reagieren mit der Ausschüttung von Histaminen, wenn sie mit allergieauslösenden Stoffen in Berührung kommen – dieser Vorgang unterscheidet sich nicht von dem beim Menschen. Nun gibt es die Möglichkeit, das betreffende Allergen gänzlich zu meiden oder es wird versucht, dieses zu neutralisieren. Genau das ist mit Schwarzkümmelöl möglich. Die bereits erwähnten Prostaglandine wirken ausgleichend und befreien somit von Juckreiz oder Atembeschwerden.

Hunde mit Epilepsie

Auch Hund e leiden immer häufiger unter Epilepsie. Verschiedene Antiepileptika sind auf dem Markt und können die Beschwerden auch in vielen Fällen mindern oder die Anfälle in ihrer Häufigkeit reduzieren. Durch eine Verabreichung von Schwarzkümmelöl (hier über das Futter) können die Krankheitsanfälle reduziert werden. Verantwortlich ist dafür das Thymokinon. Dabei ist diese Wirkung des Öls schon seit Jahrtausenden bekannt und es wird auch eingesetzt, wenn konventionelle Medikamente nicht wirksam sind – mit Erfolg! Dosiert wird für Hunde wie folgt: Pro Kilogramm Körpergewicht wird über mehrere Wochen hinweg ein Milligramm Öl verabreicht.

Entzündungen bei Hunden

Wie auch beim Menschen zeigt sich die positive Wirkung von Schwarzkümmelöl bei Hunden. Gerade bei Erkrankungen wie Rheuma oder Arthritis lindert das Öl die Schmerzen und beruhigt Entzündungen. Außerdem wird das Immunsystem gestärkt, wodurch die Tiere auch selbst besser in der Lage sind, mit den degenerativen Vorgängen in ihrem Körper fertig zu werden.

Verletzungen beim Hund

Gerade Hunde ziehen sich häufig oberflächliche Verletzungen zu. Zur besseren Heilung kann Schwarzkümmelöl auf die betroffenen Stellen getupft werden – hier sind Desinfektion und Pflege in einem zu finden. Auch bei Ekzemen sorgt das Öl für ein rascheres Abklingen der Beschwerden.

Zecken und andere Parasiten bei Hunden

Zecken werden mehr und mehr zur Plage, egal, ob für den Menschen, für den Hund. Vor allem die Borreliose ist hier stark auf dem Vormarsch und die Sterberate aufgrund dieser von Zecken übertragenen Krankheit steigt. Dabei ist eine Zecke schnell mitgenommen: Beim Spaziergang durch Wald und Flur hält sich die Zecke am Fell des Hundes fest und sucht sich schon bald eine warme und trockene Körperstelle, wo sie in aller Ruhe Blut abzapfen kann. Je länger die Zecke dabei die Gelegenheit zum Saugen hat, desto gefährlicher wird es: Die Borrelien werden mit dem Speichel der Zecken übertragen. Die Folgen sind oft erst Wochen oder Monate später erkennbar – im Fell war die Zecke schließlich nicht sichtbar und hat sich irgendwann fallen gelassen. Meist wird nicht einmal bemerkt, dass überhaupt eine Zecke vorhanden war, weil durch das Fell auch die typische Rötung der Haut nicht sichtbar wird.

Video „Zecken entfernen“

Nun stellte 2014 ein Mann aus Regensburg fest, dass sein Hund keine Zecken mehr mit nach Hause brachte, nachdem er ihn mit Schwarzkümmelöl behandelt hatte. Einige Tropfen über das Fell gegeben hätten schon ausgereicht, um diese Wirkung gegen Zecken zu erzielen. Dabei waren im Jahr 2015 sogar noch mehr Zecken als 2014 unterwegs – der positive Effekt wurde aber auch im Zeckenjahr 2015 beobachtet.

Auch Flöhe mögen – ebenso wie die Zecke – das Schwarzkümmelöl nicht. Damit ergibt sich eine natürliche Alternative zu chemischen Repellents, die bei Hunden gegen Zecken angewendet werden. Wobei das Schwarzkümmelöl sogar noch beim Menschen zur Vorbeugung gegen Zecken eingesetzt werden kann!

Schönheitspflege für Hunde

Schwarzkümmelöl ist für Hunde auch bei der Fellpflege sehr interessant: Nur wenige Tropfen auf die Bürste gegeben, schon glänzt das Fell wunderbar und ist seidig und weich. Dabei verstärkt die Gabe des Öls über das Fell die Wirkung noch, die durch die wenigen Tropfen über dem Futter erreicht wird.

Die Dosierung des Öls für Hunde

Die Dosierung des Schwarzkümmelöls ist ganz einfach: Pro Kilogramm Körpergewicht wird ein Milligramm Schwarzkümmelöl gegeben. Wie viele Tropfen das sind, wird am besten ausgemessen. Dabei können die Tropfen über das Futter gegeben werden – oder sie werden über ein Leckerli gegeben und fallen so gar nicht mehr auf. Geht es um Zecken und andere Parasiten, so reichen acht bis zehn Tropfen im Trinkwasser. Für Hunde ist die äußerliche Anwendung zusätzlich zum Futter zudem empfehlenswert. Katzen schlecken sich durch die Fellpflege das Öl meist wieder ab, was zu Leberversagen führen kann.

Vorsicht mit Schwarzkümmelöl bei Katzen!

Wie wir von Herrn Strachwitz erfahren haben, ist insbesondere darauf zu achten, dass mehrfach mit Schwarzkümmelöl behandelte Katzen an Leberversagen sterben können. Wir danken Herrn Strachwitz für den wertvollen Hinweis.

Fazit: Manchmal kann es so einfach sein. Schwarkümmelöl für den Hund einfach dem Futter beimischen oder auf die Haut auftragen und so auf völlig natürliche Art und Weise das Immunsystem des Tieres stärken und seine Widerstandsfähigkeit gegen bakterielle Eindringlinge zu erhöhen. Es ist wirklich gut verträglich für die meisten Hunde und ruft auch praktisch keine Allergien hervor. Diese können sehr wohl mitunter auftreten, wenn man etwa das eigentlich sehr populäre Teebaumöl verwendet. Anders beim Schwarzkümmelöl, welches auch sehr jungen oder älteren Hunden verabreicht werden kann.

Trotzdem noch einmal die wichtigsten Tipps in der Zusammenfassung: Dieses Naturprodukt gehört tatsächlich zu den guten Mitteln, welche auf sanfte Weise die Abwehr des Hundes stärkt und auch konkret gegen Zecken eingesetzt werden kann. Halter sollten aber wissen, dass Hautkrankheiten oder Asthma nicht sofort verschwinden. Schwarzkümmelöl für den Hund sollte grundsätzlich länger verwendet werden. Und auch noch, nachdem die Symptome verschwunden sind. Wenn sich die Beschwerden des Tieres gebessert haben, also nicht gleich das Produkt absetzen. Ideal ist, in einem Zeitraum von etwa zwei Wochen das Mittel schrittweise geringer zu dosieren. Genauso falsch wäre übrigens, dieses während der eigentlichen Behandlung überzudosieren.

Schwarzkümmelöl für den Hund: Haltbarkeit und ideale Lagerung für dieses  Naturprodukt

Wie lange ist ein Schwarzkümmelöl eigentlich haltbar? Etwa neun bis zehn Monate. Wurde das Mittel bereits geöffnet, kann es noch bis zu einem Vierteljahr verwendet werden. Dann sollte es auch verbraucht sein, denn ein Teil der Wirkstoffe geht verloren und dann muss man es dem Vierbeiner auch nicht mehr zufüttern oder auf die Haut auftragen. Gelagert werden sollte es an einem dunklen und kühlen Ort. Beim Kauf sollten Besitzer zudem immer darauf achten, dass es sich zu 100% um ein Naturprodukt handelt. Das Öl sollte also komplett von Zusätzen befreit sein und auch weder Aromen, Farbstoffe oder Konservierungsstoffe enthalten. Dieses ist natürlich dann relevant, wenn der Hund bereits unter einer Futterallergie leidet und sowieso schon von Einschränkungen betroffen ist.

Im Allgemeinen kann man bei diesem Öl wirklich von einer Art Allheilmittel für viele Erkrankungen sprechen. Und weil auch gezielt das Immunsystem des Hundes gestärkt wird, ist davon auszugehen, dass viele Erkrankungen schon im Vorfeld entweder sich nicht entwickeln oder deren Schwere beeinflusst wird. Insofern kann eine klare Empfehlung für dieses Naturprodukt ausgesprochen werden. Auch die meisten Tierärzte kennen die Wirksamkeit und raten Haltern bei vielen Erkrankungen zunächst einmal zu diesem besonderen Öl. Es ist doch wirklich schön, bei manchen Krankheiten des Hundes (natürlich nicht bei allen) so gut helfen zu können.

Noch mehr Informationen gefällig? Erfahren Sie hier mehr zum Thema Schwarzkümmelöl.


Bildnachweis: © Fotolia – Titelbild: hjschneider

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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