Grasmilben an Pfoten beim Hund lösen Juckreiz aus

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Grasmilben an Pfoten beim Hund lösen einen starken Juckreiz aus, weil sie sich festbeißen und Blut saugen.

Was genau sind Grasmilben

Grasmilben gehören zu den Spinnentieren. Die Larven befinden sich zumeist an den Enden von Grashalmen. Dadurch haben sie ihre Bezeichnung bekommen. Die Larven warten nur darauf, dass sie sich in die Haut eines vorbeigehenden Tieres festbeißen können. Dazu bevorzugen sie Hautbereiche, die sehr dünn sind. Bei der Hundepfote sind es die Bereiche zwischen den Zehen. Haben sich die Larven dort festgebissen, saugen sie Blut.

An diesen Stellen reagiert die Haut mit einer kleinen Entzündung, die einen starken Juckreiz hervorruft. Nach etwa 36 Stunden lösen sich die Larven wieder, weil sie dann genug Nahrung aufgenommen haben. Anschließend entwickeln sich daraus die Milben. Ob die Grasmilben die Pfoten vom Hund befallen haben, lässt sich nicht immer sofort erkennen.

Woran erkennen Sie Grasmilben an Pfoten vom Hund?

Dem Hund ist es nicht immer auf Anhieb anzusehen, ob er von den Larven der Grasmilben befallen ist. Beim genauen Hinsehen erkennt der Hundehalter die Larven. Sie sind nur wenige Millimeter groß und weisen eine orange Farbe auf. Erschwerend kommt hinzu, dass die meisten Hunde zwischen den Zehen stark behaart sind. Daher sind die Larven kaum mit bloßem Auge zu erkennen. Beginnt der Hund nach einem Spaziergang über einer Wiese mit dem Lecken der Pfote, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich Grasmilben an den Pfoten beim Hund angesiedelt haben.

Sie lösen einen starken Juckreiz aus. Deshalb leckt sich der Hund und mitunter beißt er sich in die Pfoten. Befinden sich die Larven der Grasmilben an Pfoten vom Hund gehen von ihnen nicht grundsätzlich keine Gefahr aus. Allerdings kommt es bei einigen Tieren zu starken Entzündungen an den Pfoten, die von einem Tierarzt behandelt werden müssen. Die Entzündungen verursachen starke Schmerzen und behindern den Hund beim Laufen. Daher fühlt er sich insgesamt sehr unwohl.

Video: Herbstgrasmilben beim Hund: erkennen und behandeln! (Tierarzt klärt auf)

Grasmilben an Pfoten beim Hund behandeln

Sobald die ersten Symptome auftauchen, sollte sich der Hundehalter einen Überblick verschaffen. Im Zweifelsfall hilft eine Lupe, um die kleinen Plagegeister an den Pfoten erkennen zu können. Sind Grasmilben an Pfoten beim Hund eindeutig erkannt, hilft ein Bad mit einem speziellen Shampoo. Im Fachhandel gibt es spezielle Antimilbenshampoos für Hunde.

Der Hund sollte am besten komplett darin gebadet werden, weil sich die Milben mitunter auch an anderen Körperstellen wie Achselhöhlen oder die Unterseite des Bauches ansiedeln. Durch das Shampoo sterben die Milben ab. Zudem weist es eine heilende Wirkung bei den Bissstellen auf. Dadurch verschwindet der Juckreiz sehr schnell, sodass sich der Hund wieder wohlfühlt.

Ein Bad mit einem Antimilbenshampoo kann aber auch dann erfolgen, wenn noch keine Symptome aufgetreten sind und daher noch nicht erkannt werden kann, ob die Larven den Hund bereits befallen haben. Sobald Sie die eindeutigen Symptome erkennen, ist der Hund auf jeden Fall von den Plagegeistern befallen.

Dem Hund ist es nicht immer auf Anhieb anzusehen, ob er von den Larven der Grasmilben befallen ist. ( Foto: Adobe Stock - chaphot )

Dem Hund ist es nicht immer auf Anhieb anzusehen, ob er von den Larven der Grasmilben befallen ist. ( Foto: Adobe Stock – chaphot )

Im Zweifelsfall einen Tierarzt aufsuchen

Sobald sich Larven an Pfoten vom Hund angesiedelt haben und ein starker Juckreiz aufgetreten ist, besteht die Gefahr, dass sich die befallenen Bereiche entzünden. Das hängt stets vom Hauttyp sowie von der jeweiligen Verfassung des Tieres ab. Entzündungen sind jedoch immer eine große Belastung für den Hund.

Deshalb sollten Sie in diesem Bereich keine Experimente machen und lieber rechtzeitig einen Tierarzt aufsuchen. Dieser kann auch präzise abklären, ob sich tatsächlich Grasmilben an Pfoten vom Hund angesiedelt haben oder ob es eventuell eine andere Ursache gibt. Da der Veterinär sich bestens mit diesen Dingen auskennt, ist seine Expertise gefragt.

Kein Hundehalter möchte, dass es seinem Tier über einen längeren Zeitraum hinweg schlecht geht. Deshalb ist es wichtig, zeitnah eine entsprechende Behandlung einleiten zu lassen. Der Tierarzt kann die Symptome genau deuten und führt eine geeignete Therapie durch. In der Regel verabreicht er eine Salbe oder Tinktur, die den lästigen Juckreiz verringert. Zudem behandelt er den Hund mit einem entzündungshemmenden Medikament.

Daher erholt sich der Hund sehr schnell von den Unannehmlichkeiten und genießt wieder ein unbeschwertes Leben. Geht es dem Hund gut, fühlt sich zumeist auch der Besitzer wohl. Zudem spürt der Hund, dass Frauchen oder Herrchen sich um ihn kümmern, wenn es ihm nicht so gut geht. Dadurch verstärkt sich die Bindung zwischen Mensch und Tier deutlich.

Am besten ist es natürlich, wenn die Larven der Milben gar nicht erst Körperteile des Hundes befallen können. ( Foto: Adobe Stock - chaphot )

Am besten ist es natürlich, wenn die Larven der Milben gar nicht erst Körperteile des Hundes befallen können. ( Foto: Adobe Stock – chaphot )

Den Befall von Larven der Grasmilben vermeiden

Am besten ist es natürlich, wenn die Larven der Milben gar nicht erst Körperteile des Hundes befallen können. Deshalb gibt es einige Maßnahmen, die vorbeugend ergriffen werden können. Hunde lieben es, auf dem Rasen zu toben. Wird dieser jedoch regelmäßig gemäht, haben es die Larven der Milben schwer, weil sie sich immer am oberen Ende der Grashalme aufhalten. Wird der Rasen gemäht, sind daher ebenfalls die Larven verschwunden. Allerdings nur dann, wenn der Grasschnitt vom Rasen entfernt wird. Verbleibt der Rasenschnitt auf der Rasenfläche oder wird das Gras gemulcht, dann bleiben auch die Larven vor Ort.

Die Larven der Grasmilben sind genauso lange aktiv, wie die übliche Vegetationsperiode dauert. Das heißt, die Gefahr, dass sich Grasmilben an Pfoten vom Hund festbeißen, besteht von Anfang April bis Ende Oktober. Allerdings ist die Gefahr im Juli und August besonders hoch, weil dies die beiden wärmsten Monate im Jahr sind. Grasmilben lieben hohe Temperaturen. Falls Sie mit Ihrem Hund auf öffentlichen Grundstücken oder Wiesen und Wäldern während der heißen Sommermonate unterwegs sind, ist es empfehlenswert, den Hund häufiger mit einem geeigneten Shampoo zu baden.

Grasmilben an den Hundepfoten nicht mit Hausmitteln behandeln

Haben Grasmilben die Pfoten vom Hund befallen und sind eindeutige Symptome zu erkennen, sollten Sie gar nicht erst versuchen, diese mit Hausmitteln zu behandeln. Im Gegensatz zu anderen Beschwerden, die an den Pfoten einen Juckreiz auslösen, lassen sich Grasmilben nicht mit Ölen oder anderen Hausmitteln behandeln. Das würde nur zu einer längeren Belastung Ihres Hundes führen.

Die Larven der Plagegeister lassen sich weder abwaschen noch herausziehen. Zudem widerstehen sie sämtlichen Mitteln, die in einem Haushalt verfügbar sind. Deshalb ist der Gang zum Tierarzt immer die beste Wahl. Dieser kann Ihnen zudem hilfreiche Tipps dazu geben, wie Sie zukünftig vermeiden können, dass sich die Larven der Grasmilben an Pfoten Ihres Hundes festbeißen und das Tier beeinträchtigen.

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