Immobilien in Namibia: mit dem Hund nach Afrika auswandern

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Wieso möchte ein Hundebesitzer plötzlich Immobilien in Namibia kaufen? Was zieht den Deutschen nach Afrika? Nun, wer einmal im Urlaub die flirrende Hitze über der Serengeti, die Sossusvlei in Namibia oder wunderbare Momente beim Bereisen der Städte wie Windhoek, Rundu, Swakopmund, Oshakati und Walvis Bay erlebt hat, der kann sicher verstehen, dass es so manchen Menschen wieder dorthin zieht. Beim Auswandern jedoch kommt noch eine weitere Sache hinzu: der Hund muss mit. Das jedoch kann ungeahnte Konsequenzen haben.

Auswandern mit Hund: gut geplant ist halb gewonnen

Das Auswandern an und für sich ist kein Problem. Wer für sich entscheidet, völlig neu anfangen zu wollen, der setzt dies um. Natürlich bedarf es einiger organisatorischer Aufwände – schließlich will man ja in der neuen Heimat auch seinen Platz in der dortigen Gesellschaft finden.

Von Arbeitsplatz bis Wohnung oder Haus reichen da die Aufgaben, die vor der Fahrt gelöst werden wollen. Trifft man die Entscheidung nicht nur für sich – und da kommt nun wieder der geliebte Vierbeiner ins Spiel – hat man so manchen Gedanken mehr durch den eigenen Kopf zu jagen.

 

Einreise mit dem Hund: Quarantäne droht

Viele Länder haben Einreisebestimmungen für Tiere, speziell Hunde. Australien beispielsweise schreibt für Hunde eine einmonatige Quarantäne vor. Das wird für unser geliebtes Tier natürlich zur Tortur. Die Trennung von den vertrauten Personen ist eine starke psychische Belastung. Hinzu kommt die plötzliche völlig ungewohnte Umgebung in der Quarantäne-Station. Man kann es eigentlich mit einem plötzlichen 1-monatigen Umzug ins Tierheim vergleichen. Will man das seinem Tier zumuten?

Kulturelle Unterschiede

Hunde haben in Namibia und Afrika generell einen ganz anderen Stellenwert als in Deutschland. Sie gelten als unrein und minderwertig. Hunde laufen größtenteils als Straßenhunde völlig frei herum. Wenn man mit dem eigenne Tier durch die Straßen geht (an der Leine natürlich) dann kann es schon mal vorkommen, dass sie (oder er) die anderen Hunde ziemlich anzickt. Die Umstände wären also ganz anders als hier in Deutschland.

Es dürfte schwer sein, den dortigen Menschen den Stellenwert eines Tieres in der europäischen Gesellschaft nahe zu bringen. Somit sind natürlich gewisse Konflikte vorprogrammiert. Und wenn sie (oder er) dann noch „angstaggressiv“ reagiert ( z.B. gegenüber einem Kind ), dann hat man ein echtes Problem.

Wer im Urlaub in Afrika oder auch in Südeuropa schon mal Straßen- oder Streunerhunde gefüttert hat, wird sich sicher noch an die Reaktionen der Menschen erinnern. Die meisten waren sicher keinesfalls freundlich, im besten Fall eher verständnislos. So mancher dachte sicher, dass man das Geld, dass statt in Hundefutter zu investieren, besser den Kindern hätte schenken sollen.

 

Arbeiten in Namibia

Die meisten Arbeitsplätze findet man in Windhoek. Dies hat zur Folge, dass sehr viele Menschen nach Windhoek abwandern – ca. 200 Personen täglich. Wenn man bedenkt, dass Namibia gerade einmal zwei Millionen Einwohner hat, ist diese Zahl vergleichsweise hoch. Die Arbeitslosenquote in Namibia liegt bei ca. 51 %, die Jugendarbeitslosigkeit sogar bei 67 %. Ländliche Gebiete offerieren meist nur einfache Arbeiten für unqualifizierte Arbeitnehmer.

Die Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung ist in Namibia ebenfalls eine Hürde. Diese werden nämlich nur sehr begrenzt vergeben. Wer allerdings einer der wenigen dringend benötigten Berufsgruppen wie Ärzte, Informations- und Telekommunikations-Experten angehört, hat den Vorteil dass die Genehmigungen schneller und großzügiger erteilt werden. Dennoch ist es sehr schwierig, eine Arbeitserlaubnis in Namibia zu bekommen.

Aufenthaltsdauer von mehr als drei Monaten

Das Touristenvisum erlaubt nur einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen pro Kalenderjahr – also etwa drei Monate. Dabei kann man wählen, ob die 90 Tage an einem Stück oder in mehreren Zeiträumen in Namibia zugebracht werden. Wer in Namibia arbeiten oder zu studieren möchte, benötigt auf jeden Fall eine Arbeitserlaubnis oder ein Study Permit.

Gleiches gilt übrigens auch für Kinder. Als Ausländer mit Investor-Status gelangt man etwas einfacher an diese Genehmigungen. Das Touristen-Visum kann zwar vom namibischen Ministry of Home Affairs verlängert werden – das geschieht allerdings so gut wie nie.

 

Immobilien in Namibia: wo findet man sein neues zuhause?

Wir bleiben mal bei unserem Beispiel Namibia, wenngleich es auch jedes andere Land dieser Erde hätte sein können. Ägypten oder Malaysia hätten auch nicht mehr oder weniger Probleme aufgeworfen. Wir haben Namibia nicht ganz ohne Grund gewählt. Seit mehreren Jahren zieht es mehr und mehr Europäer in das afrikanische Land. Sicher sind viele Europäer auch beruflich in Namibia engagiert, jedoch kaufen zunehmend viele Europäer Immobilien in Windhuk oder anderswo in Namibia.

Noch 2012 lag Namibia laut der südafrikanischen First National Bank (FNB) weltweit hinter Hongkong, Brasilien und Dubai als Region mit den am schnellsten ansteigenden Häuserpreisen. Wenngleich die Preise schon 2013 nicht mehr ganz so schnell weiter stiegen, haben die Immobilienpreise seit 2008 immerhin verdoppelt.

Die große Nachfrage bewirkt, dass auf dem Immobilienmarkt zunehmend hochpreisige oder minderwertige Immobilien zu finden sind. Keine gute Ausgangssituation für einen Auswanderer. Schließlich möchte man sein Startkapital nicht für den Immobilienerwerb aufzehren. Wer als Auswanderer keine profunden Kenntnisse des dortigen Immobilienmarktes mitbringt, ist den dortigen Maklern ausgeliefert. Immobilien in Namibia zu kaufen kann also zum Prüfstein für das gesamte Vorhaben des Auswanderns werden.


Bildnachweis: © morguefile.com – krumdieck

Über den Autor

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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