Hund im Auto transportieren: So muss ich Hund und Katze im Auto sichern

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Kaum ein Hund im Auto fühlt sich wirklich wohl, die meisten fahren nur gern mit, weil sie nicht von Herrchen oder Frauchen getrennt sein wollen. Und es ist deren Aufgabe, für die Sicherheit der Fellnase zu sorgen! Wenn man also seinen Hund im Auto transportieren will, ist da so einiges zu beachten.

Gesetzliche Grundlagen für den Hund im Auto (Video)

Wie genau der Hund im Auto zu transportieren ist, dazu sagt das Gesetz nichts. Die StVO sieht kein spezielles Bußgeld vor, wenn Hund und Katze im Auto mitfahren und der Fahrzeugführer nicht für die ausreichende Sicherung der Tiere gesorgt hat.

Doch einen Haken hat diese Sorglos-Taktik: Für eine ungesicherte Ladung sieht der Bußgeldkatalog sehr wohl ein Bußgeld vor und das reicht von 36 Euro bis 60 Euro plus einen Punkt in Flensburg!

Video: Hunde im Auto transportieren: So geht’s richtig | ADAC

Muss der Hund im Auto gesichert werden?

Ein Hund im Auto ist immer ein Sicherheitsrisiko, wenn das Tier nicht ordnungsgemäß gesichert wurde. Nicht nur, dass der Hund die Konzentration des Fahrers beeinträchtigt, so kann auch eine Gefahrensituation zum Beispiel durch ein plötzliches Bremsmanöver entstehen. Versicherungen weigern sich dann, zu zahlen, wenn sich zeigt, dass der Hund nicht ausreichend gesichert war.

Das gilt übrigens selbst bei kurzen Fahrten! Die Gesundheit von Autofahrer und weiteren Insassen wird ebenso gefährdet wie die des Tieres. Die Frage ist also nicht, ob der Hund gesichert werden muss, sondern wie er sicher zu transportieren ist!

Autofahrer in der Pflicht

Versicherungen weigern sich dann, zu zahlen, wenn sich zeigt, dass der Hund nicht ausreichend gesichert war.( Foto: Shutterstock-alexei_tm)

Versicherungen weigern sich dann, zu zahlen, wenn sich zeigt, dass der Hund nicht ausreichend gesichert war.( Foto: Shutterstock-alexei_tm)

Der Autofahrer ist in der Pflicht, das Tier sicher anzuschnallen. Rechtlich gesehen gelten Hund und Katze als Ladung und die muss nach � 23 StVO so gesichert sein, dass keine Gefahr für die Insassen oder für weitere Verkehrsteilnehmer entstehen kann. Der Bußgeldkatalog sieht entsprechende Bußgelder vor, wenn dagegen verstoßen wird.

Spätestens dann, wenn es zu einem Unfall kommt und die Versicherungen herausfinden, dass der Schaden durch das herumfliegende Tier so groß geworden ist, zahlen sie nicht mehr. Idealerweise ist der Hund daher in einer Transportbox gesichert, die wiederum auch selbst gegen ein Umfallen oder Rutschen gesichert werden muss. Auf www.vergleich.org sind verschiedene solcher Boxen für unterschiedliche Hundegrößen zu finden.

Der Autofahrer ist in der Pflicht, das Tier sicher anzuschnallen.  ( Foto: Shutterstock-Andrey_Popov )

Der Autofahrer ist in der Pflicht, das Tier sicher anzuschnallen. ( Foto: Shutterstock-Andrey_Popov )

Den Hund sicher im Auto transportieren

Der ADAC hat verschiedene Sicherungssysteme getestet und dabei herausgefunden, dass sich Hund und Katze am besten in einer Transportbox transportieren lassen. Dort sind die Fellnasen sicher untergebracht und können sich bei einem plötzlichen Bremsmanöver nicht verletzen. Idealerweise sind sie alleine dort gesichert, zwei Tiere in einer Box gefährden sich wieder gegenseitig.

Hund im Auto sicher in der Box verstaut (Video)

Es gibt spezielle Transportsysteme, die mit der Isofix-Halterung im Auto verbunden werden und wodurch die angeblich sichere Fahrt im Auto möglich wird. Doch ganz so sicher sind diese Systeme nicht: Sie schützen zwar den Autofahrer und die Insassen bei einem Unfall, doch der Hund selbst kann sich durch den plötzlichen Ruck an den Gurten böse verletzen.

Der ADAC empfiehlt daher, den Hund in einer stabilen Transportbox zu transportieren. Wie wichtig die passende Fahrzeugausstattung ist, zeigen immer wieder schockierende Bilder von Tieren, die durch das Auto fliegen und die Insassen schwer verletzen.

Bei einer Box gilt, dass diese quer zur Fahrtrichtung und an der Lehne der Rücksitze befestigt werden sollte. Außerdem ist ein Trenngitter zwischen Kofferraum und Passagierbereich wichtig, denn damit wird die Unfallgefahr für die Fahrzeuginsassen deutlich reduziert.

Die Box ist auch dann ideal, wenn der Autofahrer alleine mit dem Hund unterwegs ist, denn wenn sich niemand sonst mit dem Hund beschäftigen kann, ist die Gefahr der Ablenkung groß.

Video: Hunde im Auto

Gefahren durch den ungesicherten Hund im Auto

Ein ungesicherter Hund kann im Auto böse Verletzungen erleiden. Tests des ADAC haben gezeigt, dass bei einer Geschwindigkeit von nur 30 km/h der Hund mit 20 kg Körpergewicht durch die verschiedenen Kräfte zum Geschoss werden kann: mit einer Durchschlagskraft von bis zu 600 kg!

Es kann davon ausgegangen werden, dass mindestens das 25-Fache des Körpergewichts nach vorn fliegt und dort auf die Windschutzscheibe prallt, Experten gehen eher von einer noch größeren Kraft aus.

Die meisten Haftpflichtversicherungen für Autofahrer decken grobe Fahrlässigkeit mit ab. Als solche ist das Mitführen einer ungesicherten Ladung rein versicherungstechnisch nämlich zu sehen. Doch wer keine solche Absicherung in seiner Haftpflicht inbegriffen hat, muss mit bösen Konsequenzen rechnen. Im schlimmsten Fall bleibt der betreffende Unfallverursacher auf seinen Kosten sitzen. Ganz davon abgesehen, dass der Hund oder die Katze durch diese Nachlässigkeit schwer verletzt oder gar getötet werden könnte.

Ein ungesicherter Hund kann im Auto böse Verletzungen erleiden.  ( Foto: Shutterstock-Monika Wisniewska )

Ein ungesicherter Hund kann im Auto böse Verletzungen erleiden. ( Foto: Shutterstock-Monika Wisniewska )

Zwei Urteile zum Thema „Hund im Auto“

Schon häufiger mussten sich die Gerichte mit dem Hund im Auto befassen, der entweder dort zurückgelassen wurde oder bei einem Unfall als Verursacher schwerer Schäden galt. In jedem Fall ist der Hundehalter bzw. der Autofahrer zur Verantwortung zu ziehen, denn ein vom Hund verursachter Schaden ist immer die Schuld des Menschen!

Im zweiten Fall, bei einem ungesicherten Hund im Auto, kommt es häufig gar nicht erst zur Gerichtsverhandlung, weil bereits die Polizei vor Ort und auch die Versicherungen die Schuldfrage einwandfrei klären können. Anders bei einem Hund im Auto, der dort zurückgelassen wurde. Wie entscheiden die Gerichte hier?

Video: Test Hundeboxen fürs Auto: Welche am besten schützen (Vergleichstest Hundetransport)

Urteil 1: Hund darf nicht im Auto bleiben (Video)

Besteht eine offensichtliche Gefährdung für den Hund, darf ein Pkw geöffnet werden. Meist wird dies durch das Einschlagen der Scheibe vorgenommen. So auch im Fall einer Seniorin, die kurz zu ihrer Bank wollte, um dort Geld einzuzahlen. Als sie wieder zu ihrem zuvor geparkten Auto zurückkehrte, war dieses geöffnet worden.

Hündin Mona hatte in der Hitze des sich schnell erwärmenden Innenraums des Fahrzeugs echten Stress erlitten und war inzwischen befreit worden. Die Einschätzungen zurzeit, die die Hündin dort allein gewesen war, waren sehr unterschiedlich. Das Gericht verurteilte die Dame jedoch zu einer Geldstrafe wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz, denn der Hund darf nicht im Auto gelassen werden.

Urteil 2: Keine längere Unterbringung in der Transportbox erlaubt

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hatte sich mit einem Fall beschäftigt, bei dem der Hundehalter seinen Hund während der Arbeitszeit in der Transportbox unterbringen wollte. Doch diese Box sei laut Gericht nur für den Transport geeignet und nicht zur längeren Unterbringung. Der Hund müsse nach beendetem Transport, also bei Erreichen des Ziels, aus der Transportbox befreit werden. Die Klage seitens des Halters wurde abgewiesen.

Am sichersten ist der Hund laut ADAC in einer Transportbox zu transportieren. ( Foto: Shutterstock-thka)

Am sichersten ist der Hund laut ADAC in einer Transportbox zu transportieren. ( Foto: Shutterstock-thka)

FAQs zum Hund im Auto

Ist eine Hundebox Pflicht im Auto?

Eine Hundebox ist keine Pflicht im Auto, doch der Hund gilt als Ladung und muss entsprechend gesichert sein. Er wird ansonsten zum gefährlichen Geschoss und kann die Insassen des Fahrzeugs sowie sich selbst bei einem Unfall schwer verletzen. Außerdem schützt die Hundebox Helfer nach einem Unfall vor einem traumatisierten und dadurch bissigen Hund.

Wo ist der Hund im Auto am sichersten?

Am sichersten ist der Hund laut ADAC in einer Transportbox zu transportieren. Auch ein Anschnallsystem auf dem Rücksitz ist eine Alternative, wenn dieses richtig angelegt wird und fest sitzt.

Wie lange kann ich meinen Hund im Auto lassen?

Darüber, wie lange du einen Hund im Auto lassen kannst, entscheidet der gesunde Menschenverstand. Bei Hitze oder Kälte sollte das Tier nicht länger als unbedingt nötig im Auto bleiben, gerade im Sommer können schon wenige Minuten durch starke Erwärmung des Innenraums tödlich für das Tier sein. Einkaufen fahren und den Hund im Auto lassen ist tabu!

Wie Hund im Kofferraum anschnallen?

Der Hund kann im Kofferraum bestenfalls mit einem Transportgeschirr angeschnallt und gesichert werden. Idealerweise fährt er in einer Transportbox mit und diese wird zusätzlich gegen Rutschen gesichert. Außerdem kann ein Trenngitter zwischen Kofferraum und Passagierbereich die Insassen im Falle eines Unfalls vor der herumfliegenden Transportbox schützen.

Wie transportiert man einen kleinen Hund im Auto?

Kleine Hunde werden am besten in einer Transportbox transportiert, welche im Beifahrerbereich oder vor dem Rücksitz auf dem Boden platziert wird.

Wo kann ich den Welpen im Auto transportieren?

Auch der Welpe ist am besten und sichersten in einer Transportbox zu transportieren. Idealerweise ist eine Person anwesend, die während der Fahrt für Ablenkung sorgt und Kontakt zum Welpen halten kann.

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Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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