BARFen mit Frostfutter? Petman BARF-in-One – was taugt das Tiefkühl-BARF-Komplettmenü?

Immer mehr Hundebesitzer möchten ihre Hunde an eine Ernährung nach dem BARF-Prinzip gewöhnen, weil das laut Tierärzten der natürlichen Ernährung von Hunden entspricht. Als Ausweg zum SelbstBarfen (mit Frostfutter) bieten sich da BARF-Komplettmenüs, die es Online oder im Fachhandel tiefgekühlt zu kaufen gibt.

Einfach Barfen mit Frostfutter

Nicht nur für uns Menschen ist eine gesunde Ernährung sehr wichtig. Als Hundehalter möchte man natürlich vor allem auch für die eigenen Hunde nur das Beste. Aus diesem Grund spielt BARF seit einigen Jahren eine immer größere Rolle und nicht selten wird das „biologisch artgerechte Rohfüttern“ als die einzig natürliche Hundenahrung gepriesen. Auch das Online-Angebot ist schwindelerregend schnell am Wachsen. Wir haben so im Barf-Shop von Petman direkt alles gefunden, was man zum Barfen benötigt und der ambitionierte Hundehalter kann hier nach Herzenslust stöbern, um sich mit allem einzudecken, was das Hundeherz höherschlagen lässt.

Doch nicht jedem fällt es leicht, nach dem Puzzle-Prinzip alle wichtigen Zutaten rechtzeitig zu bestellen, in der empfohlenen Menge pro KG Hundegewicht auszurechnen und anschließend entsprechend des Mischverhältnisses zusammenzuwürfeln.

Richtig genial ist daher das Barfen mit Frostfutter erst jetzt geworden: Die Petman BARF-In-One Komplettmenüs enthalten alles im passenden Mischverhältnis – und das super leicht portionierbar (25g-Portionen, ähnlich wie beim Blubb-Spinat). Dies erleichtert das Barfen mit Frostfutter allen, die die Rohfütterung schnell und unkompliziert mögen oder sich unsicher bei der Berechnung des Nährstoffbedarfs sind und sich die Zusammenstellung des Futters nicht zutrauen. Doch was genau ist so ein BARF-In-One Komplettmenü eigentlich?

Was ist ein BARF-In-One Komplettmenü?

Das BARF-In-One Komplettmenü der Firma Petman ist für alle Hundehalter geeignet, die nicht die Zeit oder die Erfahrung haben, um einzelne BARF-Komponenten richtig zu berechnen und zu mischen. Das BARF-In-One Komplettmenü, aus dem Shop des Herstellers Petman, regelt das für alle Hundehalter. Auch wir Dogfluencer in der Redaktion haben nicht immer die nötige Zeit, nach Sport oder Trick-Dogging-Training in der Küche noch aufwändige Barf-Mischungen zusammenzustellen. Daher greifen wir selbst gerne auf das Barfen mit Frostfutter zurück, schließlich bedeutet es wenig Aufwand, ist schnell und unkompliziert. „Klingt fast zu schön, um wahr zu sein!“ sagen da einige. Beim Barfen in Einzelteilen weiß man genau was drin ist – kann man den Inhaltsstoffen vertrauen?

Eignet sich das BARF-In-One Komplettmenü als Dauerlösung zum Barfen mit Frostfutter?

Laut Gesetz müssen Alleinfuttermittel alles enthalten, was Hunde benötigen, um ihren täglichen Nährstoffbedarf decken zu können. Hunde sind Fleischfresser und somit ist ein großer Fleischanteil im Futter Pflicht. Aber Fleisch ist nicht gleich Fleisch – so macht es bekanntlich einen erheblichen Unterschied, ob nur Fleischabfälle aus Schlachtbetrieben oder viel hochwertigeres Muskelfleisch verarbeitet werden.

Welche Zutaten sind die Richtigen?

Angefangen mit hochwertigem Muskelfleisch, sollte auch gegartes Obst und Gemüse enthalten sein, damit Hunde eine leichtverdauliche Quelle für Vitamine zugeführt bekommen. Ebenso brauchen sie Fette und Öle, und je nach dem auch noch Spurenelemente, wie Mineralstoffe, bzw. Elektrolyte. Bei einem Alleinfuttermittel muss der Hersteller also wirklich an alles gedacht haben, denn damit muss der gesamte Nährstoffbedarf des Hundes gedeckt werden. Innereien dienen Hunden als Quelle für Vitamin B-12, müssen allerdings nur gelegentlich gereicht werden.

Was ist noch wichtig?

Manche Hersteller greifen auch auf die industrielle Resterampe zurück und mischen Tierische Nebenerzeugnisse, wie zum Beispiel Knochenmehl, Schnäbel und Hufe unter. Doch dieses billige Füllmaterial sollte am besten gar nicht verfüttert werden. Sie können im Verdauungstrakt des Hundes kaum verarbeitet werden.
Die Vorgaben der Deklarationspflicht bei Alleinfuttermitteln werden leider noch nicht von allen Produzenten erfüllt, und so wird in vielen Fällen bei angeblichen Barf-Komplettmenüs der versteckte Hinweis abgedruckt, man solle noch zusätzlich Knochenmark füttern oder auch frisches Öl zum Futter hinzugeben. Das sind dann eindeutige Anzeichen dafür, dass das ausgewählte Barf Frostfutter Komplettmenü doch nicht alles enthält, was der Hund täglich braucht. Gelackmeiert ist der Hundehalter – und in der Pflicht, darauf zu achten, dass es nicht zu Mangelerscheinungen bei den Vierbeinern kommt.
Das BARF-In-One Komplettmenü aus dem Petman Barf Shop ist nicht solch eine Mogelpackung. Die Deklaration auf der Verpackung kennzeichnet das Frostfutter eindeutig als Alleinfuttermittel und auch in der Fütterungsempfehlung wird keine weitere Beigabe geraten.

Infografik: Futterarten für Hunde im Vergleich

Infografik: Futterarten für Hunde im Vergleich

Enthält das BARF-In-One Komplettmenü von Petman Getreide?

Das BARF-In-One Komplettmenü Geflügel. (Foto: Vivian Hinz)

Das BARF-In-One Komplettmenü Geflügel. (Foto: Vivian Hinz)

Auf Grund der hohen Glyphosat-Belastung von Getreide ist es sehr vielen Hundehaltern heutzutage wichtig, dass Weizen und ähnliches nicht mehr im Hundefutter vorkommt. Die Wichtigkeit von Getreide in der Hunde-Ernährung ist bis heute unklar, es heißt aber gerade von Tierärzten immer wieder, dass Getreidesorten für Hunde keine natürliche Nahrungsquelle darstellen könnten. Somit ist für die meisten Halter mit empfindlichen Hunden, die Unverträglichkeiten oder Allergien haben, klar, dass das Futter getreidefrei sein muss. Doch im Allgemeinen können Getreide auch ein Lieferant von Kohlenhydraten sein.

Welche Vorteile können Getreide im Hundefutter bieten?

Bekanntlich sorgen große Mengen an Getreide bei Hunden für Durchfall, jedoch eine kleine Menge ist zu empfehlen. Getreide sorgt als Kohlenhydratlieferant dafür, dass dem Hund über einen längeren Zeitraum Energie zur Verfügung steht und er somit aktiv bleiben kann. Das gilt auch für Kartoffeln, denn diese bieten ganz ähnliche Vorteile.

Das BARF-In-One Komplettmenü vom Hersteller Petman ist in vielen verschiedenen Sorten erhältlich und so beinhalten manche auch diese hochwertigen Getreidesorten. Andere Produzenten beziehen da einfachere Marktbestände, die von der Brot- und Back-Industrie abgelehnt wurden. Einige Frostfutter Barf-Sorten verzichten sogar ganz auf Getreide. Da dienen Kartoffeln, Rüben und Kürbis als gelungene Alternative als Kohlenhydrat-Spender und sogar noch Vitamin-Lieferant im Nebengewerbe. Die Deklaration vom BARF-In-One Komplettmenü der Firma Petman macht deutlich, ob Getreide in der ausgewählten Sorte enthalten ist oder nicht. Auch wenn teilweise nicht sofort erkennbar, wie viel der jeweiligen Zutat verarbeitet wurde, so durchblickt man direkt die Kohlenhydratquelle.

Infografik: Optimale Nährstoff-Verteilung für Hunde

Infografik: Optimale Nährstoff-Verteilung für Hunde

Und wer sich nicht sicher ist, ob der eigene Hund Getreide verträgt, orientiert sich einfach an den getreidefreien Sorten für sich und seinen Hund. Weitere Infos dazu findet man auf der Webseite des Herstellers.

Wie geeignet ist das BARF-in-One Frostfutter?

Welche Packungsgrößen sind gängig beim Barfen mit Frostfutter?

Sämtliche Zutaten für die verschiedenen Sorten der BARF-In-One Komplettmenüs werden zunächst schockgefrostet und anschließend tiefgekühlt verarbeitet, indem sie gründlich zerkleinert und anschließend vermischt werden. Aus der Rohmasse werden anschließend 25-Gramm Stücke gepresst, wovon immer 30 Stück in Tüten abgefüllt werden. Da die Lieferkette an die Fachhändler und Barf Shops lückenlos erfolgt, und die Kühlkette ganzjährig ununterbrochen besteht, hat der Hundehalter nach Kauf eines 750 Gramm Beutels den Vorteil, dass die Portionen einzeln entnehmbar und anschließend ganz leicht aufzutauen sind.
Bevor man also das Frostfutter verfüttert, taut man einfach die entsprechende Menge über mehrere Stunden im Kühlschrank allmählich auf – z.B. über Nacht! Das sorgfältige Mischen der Rohstoffe des BARF-In-One Komplettmenüs im Herstellungsprozess sorgt dafür, dass das Mischverhältnis der optimalen Nährstoff-Verteilung für Hunde vom Halter konsequent eingehalten wird.

Warum sollte man BARF nur im Fachhandel kaufen?

Der Vergleich mit den Büroklammern verdeutlicht die Größe der Portionsstücke von BARF-in-One Geflügel. ( Foto: Vivian Hinz )

Der Vergleich mit den Büroklammern verdeutlicht die Größe der Portionsstücke von BARF-in-One Geflügel. ( Foto: Vivian Hinz )

Der Online-Versandhandel ist für Tiefkühlprodukte nicht die beste Idee. Da das Barf-In-One Komplettmenü in allen Sorten sehr viel Rohfleisch enthält, wie es sich beim Barfen mit Frostfutter gehört, sollte das Produkt unterwegs auf keinen Fall antauen. Je nach Onlineshop kann da eine durchgängige Lieferkette bis zur Haustür überhaupt nicht mehr gewährleistet werden, denn viele Händler haben die Problematik leider nicht auf dem Schirm.

Wird das Paket an einem Freitag verschickt, kann es sogar übers Wochenende im Lager komplett auftauen. Kommt das Futter angetaut an, sollte man es nicht nochmal einfrieren, da dann die vorportionierten 25 Gramm-Stücke nicht mehr einzeln entnehmbar sind – sie würden aneinander festfrieren und zu einer homogenen Masse werden. Rohes Fleisch sollte, wenn einmal angetaut, sowieso nicht erneut tiefgefroren werden. Da ist der Kauf im Fachhandel der deutlich sicherere Weg.

Unkomplizierte Zubereitung beim BARF-In-One Komplettmenü

Die Portionierung von Tiefkühl-BARF ist immer ein Thema. Bei den bereits fertig portionierten Stücken von BARF-in-One ist die Portionierung leichter, denn mit den 25-Gramm-Stücken fällt dies leicht, ohne das Fertigbarf auftauen zu müssen. (Foto: Vivian Hinz)

Die Portionierung von Tiefkühl-BARF ist immer ein Thema. Bei den bereits fertig portionierten Stücken von BARF-in-One ist die Portionierung leichter, denn mit den 25-Gramm-Stücken fällt dies leicht, ohne das Fertigbarf auftauen zu müssen. (Foto: Vivian Hinz)

Im Alltagsstress muss auch bei uns ein schnelles und unkompliziertes Barfen für den Vierbeiner möglich sein. Muss es mal schnell gehen, greifen Barf-Muffel gerne mal zur Nassfutter-Dose, anstatt sich intensiv mit der Zubereitung der Mahlzeit herumzuschlagen. Das gilt im übertragenen Sinne ja auch für uns Menschen. Da bietet die Vorportionierung zum Barfen mit diesem Frostfutter eine wahre Abkürzung. Man zählt lediglich die Portionen ab, taut sie auf und fertig ist die Mahlzeit.

Eine wahre Alternative ist es gerade auch für Hundehalter, die sich selbst vegetarisch oder vegan ernähren. Hier muss nicht mit rohem Fleisch und Innereien herumgemixt werden. Die Fellnase erhält seine fleischhaltiges Rohfutter sodass Herrchen und Frauchen sich nicht mehr ekeln brauchen.

Auch bereits Überzeugte kommen hier beim Barfen auf ihre Kosten. Wird der Alltag mal hektisch oder geht es ab in den Urlaub können das BARF-In-One Menü zum Barfen mit Frostfutter eine echte Alternative über kurze oder auch längere Zeit sein.

Was kostet das Barfen mit Frostfutter der Marke Barf-In-One Komplettmenü?

Petman rät allen Hundehaltern, die verschiedenen Frostfutter- bzw. Tiefkühlprodukte im Fachhandel vor Ort zu beziehen, da nur so die Kühlkette gewährleistet wird. Antauen is‘ nich‘. Das ist natürlich schon eine kleine Umgewöhnung für bequeme Online-Kunden, wie wir sie sind, da man bei einer Anlieferung an die Haustür logischerweise vor Ort sein muss, um das Frostfutter direkt in die Tiefkühltruhe zu packen. Ablegen auf der Terrasse? Bitte nicht! Abgeben beim Nachbar? In den allermeisten Fällen wird da von der Liebe des Nächsten etwas zu viel abverlangt – also auch eher keine Option.

Also ab ins Auto, Kühltasche eingepackt und auf zur nächsten Zoohandlung! Hat man die Tiefkühltasche vergessen, kann man meist an der Kasse auch eine kaufen – so gut sind die Händler im Tierbedarf heutzutage ausgestattet.

Auf der Internetseite findet sich sogar ein „Laden-Finder“, der Interessierten zeigt, wo sich in der näheren Umgebung der nächste Händler für das Petman BARF-In-One Komplettmenü befindet. Da es bei diesem Frostfutter viele verschiedene Sorten gibt, variieren hier auch die Preise. Die außergewöhnliche Sorte „Buffy“ beispielsweise, die aus proteinreichen Buffalowürmern hergestellt wird, ist da der preisliche Spitzenreiter. Die Sorte BARF-In-One Geflügel dagegen bewegt sich im Mittelfeld. Es ist im Fachhandel beispielsweise schon für 4,69 Euro für 750 g erhältlich.

Tabelle: Vergleich BARF-Komplettmenüs. Packungsgrößen, Preis der Tagesration. Quelle: Angaben der Hersteller, Eigene Recherchen

Tabelle: Vergleich BARF-Komplettmenüs. Packungsgrößen, Preis der Tagesration.
Quelle: Angaben der Hersteller, Eigene Recherchen

Für unseren Uno benötigen wir 150 g pro Tag, verteilt auf 6 Portionen. Das macht dann circa 0,94 Euro pro Tag und etwa 28 Euro im Monat. Das Nassfutter, mit welchem er üblicherweise gefüttert wird, kostet da sogar mehr. Da finden wir, dass wir uns den hohen Fleischanteil, die sehr gute Qualität und die kinderleichte Handhabung durch die Vorportionierung gerne häufiger gönnen können. Ob Qualität und Verträglichkeit des Frostfutters uns wirklich auf Dauer zufrieden stellen, kann natürlich nur ein Langzeittest beweisen. Wir sind gespannt!

Der Bedarfsrechner

Wer sich unsicher ist, wie man den Tagesbedarf des eigenen Vierbeiners berechnet, findet bei Petman außerdem einen leicht bedienbaren Bedarfsrechner. Dieser rechnet nach Angabe einiger Infos die genaue Fütterungsmenge an BARF-In-One aus, die die Fellnase pro Tag braucht.

Doch Vorsicht, diese Angaben sollten nur als Empfehlung gesehen werden. Man sollte als Hundehalter unbedingt bedenken, wie viel man zusätzlich an Belohnungen und Hundeeis den Hunden beifüttert. Bei Uno macht das bei einem Körpergewicht von 6 kg, bei einem hohen Aktivitätsniveau, aber auch vielen kleinen Belohnungen während des Trainings, einen Unterschied von etwa 50 g pro Tag – das entspricht zwei ganzen Tiefkühlkroketten des Komplettmenüs.

Unsere Erfahrung aus der Praxis

In unserer Redaktion füttern wir den beiden Terriern Einstein und Uno nun seit vier Wochen die Sorten BARF-in-One Komplettmenü Pferd und Geflügel. Beim etwas älteren Einstein ist schon länger bekannt, dass er Pferdefleisch viel besser verträgt, also haben wir damit begonnen. Pferdefleisch hat außerdem einen geringeren Fettanteil und passt somit gut zum langsameren Stoffwechsel unseres Seniors. Der jüngere Uno darf wie immer etwas mehr bekommen, auch in Hinblick auf den Fettgehalt, und deswegen haben wir ihm die Sorte Geflügel serviert.

Entsprechend der Petman-Empfehlung haben wir das Frostfutter im Futterfachhandel vor Ort gekauft und ganz sachgerecht in einer Tiefkühltasche nach Hause transportiert. So haben wir die gewohnte Online-Bestellung umgangen. Da müssen wir uns keine Sorgen machen, ob das Futter zuhause jemand für uns annehmen kann und es muss auch kein Nachbar gebeten werden, das Paket zu öffnen, um anschließend das Futter für uns in das Gefrierfach zu packen, damit nichts antaut.

Und was tut man, wenn von den Nachbarn niemand zuhause wäre? Sicher wird das Paket dann in einer Post-Filiale abgestellt – Abholung erst am nächsten Werktag möglich. Je nach Öffnungs- und Wochenendzeiten kann man sich da dann sicher schon auf einen aufgetauten, wohlriechenden Frischfleischbrei einstellen.

Diese ganzen Komplikationen gibt es einfach im Fachhandel nicht, weil wir uns über die Petman-Webseite direkt den nächsten Händler in unserer Nähe anzeigen lassen um dann dort unsere Sorten fürs Barfen mit Frostfutter einkaufen.

Die Fütterung funktioniert tatsächlich sehr unkompliziert. Wir haben uns schnell an den neuen und einfacheren Ablauf gewöhnt, tauen rechtzeitig die entsprechende Menge sauber und geruchsfrei auf (etwa vier Stunden vor der Mahlzeit wird geraten) und die Terrier dürfen dann ihr Frischfleisch genießen. Beiden schmeckt es wirklich sehr, sie vertragen es bestens und sind ungebremst fit und aktiv. Uns ist aufgefallen, dass die beiden deutlich weniger koten, daher nehmen wir an, dass das Futter offensichtlich besser verwertet wird als das vorige Nassfutter.

Wir als bisherige BARF-Skeptiker aus Gründen der Gemütlichkeit sind absolut positiv überrascht. Ein schöner Nebeneffekt ist außerdem, dass wir jetzt auch deutlich weniger Müll produzieren. Eine Packung BARF-In-One verfüttern wir bei einem Hund in Terrier-Größe ungefähr vier Tage lang. In der Zeit hätten wir schon 8 Dosen Nassfutter entsorgen müssen. Zwar müssen wir jetzt langsam mal eine größere Gefriertruhe besorgen, damit wir nicht mehr jede Woche zur Zoohandlung müssen, aber das ist es uns wert!

Fragen zum Barfen mit Frostfutter

Unsere Redaktion erhält oft Fragen zum Barfen. Wir wollen jetzt die Gelegenheit ergreifen, einige der Fragen zu beantworten.

Woher bekommt man das Fleisch zum BARFen?

Barf-Shops im Internet bieten oftmals rohes Fleisch für Hunde an. Doch wie oben bereits geschildert, kann es trotz Klima-Verpackung zu aufgetauten Sendungen kommen. Daher raten wir zur Tiefkühltheke im örtlichen Fachhandel (eine Auswahl).

Wie Barfe ich richtig?

Richtig barfen ist ganz einfach, wenn man die folgende Checkliste beachtet:

  • Ermitteln Sie den Tagesbedarf des Hundes. Hierzu gibt es Bedarfsrechner im Internet.
  • Wenn Sie die Barf-Nahrung selbst zubereiten möchten, achten Sie darauf, dass der Hund alle Vitamine, Mineralstoffe & Co. erhält.
  • Wenn Sie die Barf-Nahrung nicht selbst zubereiten möchten, dann achten Sie darauf, ein Alleinfuttermittel zu kaufen. Diese bezeichnung garantiert, dass alles drin ist, was Fellnase braucht.
  • Achten Sie bei der Portionierung darauf, dass Sie ja tagsüber noch Leckerlies zufüttern. Das sollte man von der täglichen Futterration abziehen.

Ist BARFen wirklich so gut?

BARFen für Hunde ist – wenn man es richtig macht – die beste Ernährungsform für Hunde.

Vorteile

  • Individueller können Sie das Futter nicht zusammenstellen.
  • Naturbelassenheit der Zutaten: Die Zutaten wurden nur von Ihnen verarbeitet. Da wird nichts untergemischt
  • Bessere Futterverwertung durch den Hund. Über 90% der Barf-Futters können vom Hund tatsächlich verdaut werden. Herkömmliches Futter liegt da oft sehr weit drunter.

Nachteile

  • Häufige Keimbelastung in rohem Fleisch, die pathogen wirken kann,
  • Unausgewogene Nährstoffversorgung, wenn man es nicht völlig richtig macht.

Wie viel kostet BARFen im Monat?

Beim Frostfutter BARF-in-One kostet eine Tagesration 0,94 Euro im obigen Beispiel. Mal 30 Tage ergibt das 38,20 Euro im Monat. Da kommen auch keine Öle und sonstwas mehr dazu, weil BARF-in-One ein Alleinfuttermittel ist, das alles beinhaltet, was der Hund an Nährstoffen braucht.

Wer selbst Barf zubereitet, muss mit 25 Euro im Monat rechnen. Dazu kommen noch Öle & Co., die man dem Fleisch zugeben muss, um eine unausgewogene Ernährung zu verhindern. So kommt man dann auf 45 Euro, je nach Gewicht des Hundes natürlich.

Was kostet mich ein Hund monatlich?

Monatlich sollte man für den Hund 100 bis 200 Euro einkalkulieren. Große Hunde und vor allem die typischen Listenhunde haben einen noch höheren Bedarf. Dies sind natürlich Richtwerte, die variieren können.

Bitte bedenkt auch, was ihr für die Erstausstattung braucht:

  • Welpenfutter für den kleinen Racker.
  • Leckerlis zum belohnen. Das erleichtert die Erziehung.
  • Ein Hundebett.
  • Ein Hundeklo, denn dann müsst ihr weniger aufwischen.
  • Halsband, Leine fürs Gassigehen.
  • Medizin: eine kleine Hausapotheke für die Fellnase. Der Tierarzt berät gerne.
  • Futternapf und Wassernapf
  • Spielzeug zur Unterhaltung, auch damit Möbel weitestgehend verschont bleiben.

Ist Barfen günstiger als Fertigfutter?

Ja, Barfen ist günstiger. Selbst hochwertiges Fertigfutter kostet oft mehr. Barfen ist zudem viel gesünder, wenn man ein Alleinfuttermittel füttert. Wer barft und das Futter selbst zubereitet, kann da auch seine ganze Liebe zur Fellnase reinlegen. Das spürt das Tier.

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

1 Kommentar

  1. Avatar
    Manuela & Bob on

    Hallo Marius,
    danke für diesen interessanten Bericht. Ich barfe jetzt meinen 5 jährigen Mischling (Bob) auch seit 2 Jahren mit dem Komplettfutter. Was mich irritiert ist die unterschiedliche Bedeutung die die Hersteller dem „gesetzlichen*“ Begriff Alleinfutter zuordnen. (*Da schreibst du so).
    Wer kontrolliert das? Und was wird kontrolliert? Gibt es dort Normen die eingehalten werden müssen oder macht es jeder Hersteller wie er es will?
    Bob kommt übrigens super mit dem oben beschriebenen Sorten zurecht, am liebsten mag er die Sorte Lamm.
    Manuela und Bob aus Köln

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