Automobilclub KS warnt dringend vor hohen Wildunfallkosten im Frühling

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Frühlingseinbruch bedeutet für Autofahrer ein erhöhtes Risiko durch Wildtiere auf ländlichen Straßen, in Wäldern und entlang von Feldern. Der Automobilclub KS e.V. und der GDV betonen die finanziellen Gefahren und hohen Reparaturpreise, die nach Wildunfällen anfallen können. Neben der normalen Kaskoversicherung offeriert der Club eine Wildschadenbeihilfe von bis zu 1.050 Euro pro Jahr. Ergänzend liefert die Wuidi-App zeitnahe Warnmeldungen direkt ans Display und mindert dadurch Unfallschäden effizient, verlässlich und komfortabel.

Längere Tage und steigende Temperaturen erhöhen Wildunfallgefahr auf Landstraßen

Die Kombination aus milderen Frühlingstemperaturen und verlängerten Tageslichtphasen führt zu einer deutlich erhöhten Wildaktivität auf Landstraßen, an Feld- und Wiesenrändern sowie im Waldrandbereich. Vor allem im Morgengrauen und in der Abenddämmerung kreuzen vermehrt Rehe, Wildschweine und weitere Tierarten die Fahrbahnen, um Nahrung aufzuspüren. Gleichzeitig erkunden junge Wildtiere ihr Umfeld, während Revierkämpfe zunehmen. Diese saisonalen Schwankungen werden von vielen Autofahrern unterschätzt, warnt Isabella Finsterwalder, Pressesprecherin des zweitgrößten Automobilclub KS e.V. Deutschlands.

Durchschnittskosten pro Wildunfall steigen 2024 auf rund 4.100 Euro

Laut Daten des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ereigneten sich im Jahr 2024 etwa 276.000 Wildunfälle mit kaskoversicherten Pkw. Die Gesamtschadenssumme überstieg dabei 1,1 Milliarden Euro. Im Jahresvergleich sind die durchschnittlichen Kosten pro Unfall von 3.850 Euro auf rund 4.100 Euro gestiegen. Hauptursache hierfür sind höhere Ersatzteilpreise sowie gestiegene Stundenverrechnungssätze in Werkstätten. Laut Anja Käfer-Rohrbach, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des GDV, wird dieser Kostenanstieg voraussichtlich noch weiter zunehmen und ist deutlich angestiegen.

Immer bremsbereit bleiben: Wildtiere im Frühjahr frühzeitig erkennen, bremsen

Um Wildunfälle zu reduzieren, sollten Autofahrer in Wald- und Feldrandzonen das Tempo deutlich verringern und jederzeit bremsbereit bleiben. Erscheint ein Tier am Fahrbahnrand, ist kontrolliertes Abbremsen erforderlich, riskante Ausweichmanöver sind zu unterlassen, um Auffahr- und Gegenverkehrsunfälle zu vermeiden. Außerdem ist das Fernlicht abzublenden, da Tiere vom Licht irritiert werden können. Eine defensive und vorausschauende Fahrweise erlaubt das frühzeitige Erkennen von Gefahren, effektiv minimiert das Unfallrisiko und schützt alle Verkehrsteilnehmer.

Warnblinker unverzüglich einschalten, Warnweste anlegen und Polizei sofort benachrichtigen

Direkt nach einem Zusammenstoß mit Wild ist der Fahrbahnrand sofort zu sichern. Aktivieren Sie unverzüglich die Warnblinkanlage und ziehen Sie eine reflektierende Warnweste über. Platzieren Sie das Warndreieck in ausreichendem Abstand, mindestens hundert Meter vor einer Kuppe oder Kurve. Berühren Sie weder verletzte noch tote Tiere und entfernen Sie diese nicht. Kontaktieren Sie umgehend die Polizei, die für die Versicherung eine Wildunfallbescheinigung ausstellt. Dokumentieren Sie Schadensumfang und Unfallstelle mit Fotos.

Wildschadenbeihilfe deckt Kosten bis 1.050 Euro für Kaskoversicherte Mitglieder

Mitglieder des Automobilclub KS e.V., die eine Kaskoversicherung abgeschlossen haben, erhalten jährlich bis zu 1.050 Euro erstattet, wenn ihr Fahrzeug bei einem Wildunfall beschädigt wird. Der Schutz umfasst Haarwild wie Rehe, Wildschweine und Füchse sowie jagdbares Federwild und Nutztiere wie Rinder oder Schafe. Die bei der Werkstatt fällige Selbstbeteiligung übernimmt der Club ebenfalls bis zum Höchstbetrag. Somit bleiben unerwartete Kosten nach einem Zusammenstoß überschaubar und planbar. Damit ist Kostenrisiko begrenzt.

Wildwarner-App überträgt Warnsignale direkt aufs Fahrzeug-Display und Head-up Display

Mit der Wildwarner-App Wuidi erhalten Fahrer unverzüglich Meldungen über Wildwechsel in ihrem unmittelbaren Umfeld. Über Bluetooth ist eine direkte Verbindung zum Fahrzeugdisplay oder Head-up-Display möglich, um visuelle Warnhinweise ohne Ablenkung anzuzeigen. Erreicht es zu einem Wildunfall, bietet die App eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum sicheren Vorgehen. Zusätzlich übermittelt sie per GPS genaue und umfassende Standortangaben und versorgt den Nutzer umgehend mit Kontaktdaten von Polizei und zuständigem Jagdrevier, um schnelle Hilfe zu gewährleisten.

Im Frühjahr erhöhen sich Wildwechsel und Unfallgefahren auf Landstraßen deutlich. Der Automobilclub KS e.V. unterstützt seine Kaskoversicherten mit einer Wildschadenbeihilfe bis zu 1.050 Euro pro Jahr, um Reparaturkosten effizient zu begrenzen und finanzielle Belastungen nachhaltig zu verringern. Ergänzend warnt die Wildwarner-App Wuidi in Echtzeit vor querenden Tieren. Eine vorausschauende Fahrweise mit reduzierter Geschwindigkeit, aufmerksamem Fahren bei Dämmerung und rechtzeitigem Abblenden des Fernlichts schützt Leben, minimiert Schäden und senkt dabei erheblich Kosten.

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