Unterwegs mit dem Hund: So reist der Vierbeiner sicher

Immer mehr Menschen haben den Wunsch, ihren Hund mit in den Urlaub zu nehmen – die Vierbeiner sind heute richtige Familienmitglieder und sollen überall dabei sein. Das ist auch kein Problem, denn erstens gibt es viele Unterkünfte, in denen die Fellnasen willkommen sind, und zweitens können Hunde problemlos mit dem Zug, dem Flugzeug oder Auto reisen. Für die nötige Sicherheit sorgen Herrchen und Frauchen zum Beispiel mit Transportboxen.

Wohin in den Urlaub mit dem Hund?

Es ist grundsätzlich eine gute Idee, den Hund mit in den Urlaub zu nehmen, denn es stärkt den Zusammenhalt und verhindert, dass der Vierbeiner während der Ferienzeit im Tierheim untergebracht werden muss. Natürlich müssen sich Herrchen und Frauchen genau überlegen, wohin die Reise mit dem Vierbeiner gehen soll, denn auch seine Bedürfnisse müssen berücksichtigt werden. Ein Städtetrip nach New York oder Badeurlaub in der Karibik sind nicht die richtige Wahl. Das Klima am Urlaubsort sollte dem heimischen Klima recht ähnlich, die Umgebung hundegerecht sein. Die 10 besten Länder für den Urlaub mit Hund liegen beinahe alle in Europa, was das Reisen weniger kompliziert macht.

Auf Platz 1 der beliebtesten Reiseziele mit Hund liegt Deutschland, vor allem die Nord- und Ostsee, die mit Hundestränden und Hotels, in denen Hunde wohnen dürfen, auf den Urlaub mit Fellnasen eingestellt sind. Hundestrände finden sich übrigens auch in Holland, Belgien und Dänemark. Wer gerne Skiurlaub macht, kann den geliebten Vierbeiner ebenfalls mitnehmen – in Österreich und der Schweiz gibt es Hotels, in denen Hunde willkommen sind. Sie werden sogar betreut, wenn Herrchen und Frauchen auf Skiern unterwegs sind.
Einen sehr jungen oder alten Hund sollte man nach Möglichkeit nicht mit einem Aktivurlaub belasten, sondern es eher ruhig angehen lassen.

Das Schöne an europäischen Reisezielen ist, dass sie leicht mit dem Auto erreicht werden können. Das bedeutet, auf eine recht komfortable Art zu reisen und gleichzeitig unabhängig zu sein. (#02)

Das Schöne an europäischen Reisezielen ist, dass sie leicht mit dem Auto erreicht werden können. Das bedeutet, auf eine recht komfortable Art zu reisen und gleichzeitig unabhängig zu sein. (#02)

Mit dem Hund im Auto unterwegs

Das Schöne an europäischen Reisezielen ist, dass sie leicht mit dem Auto erreicht werden können. Das bedeutet, auf eine recht komfortable Art zu reisen und gleichzeitig unabhängig zu sein. Man kann jederzeit anhalten und den Hund Gassi führen, der natürlich seine normalen Bedürfnisse nicht stundenlang unterdrücken kann. Eine Rast zwischendurch und ein kleiner (!) Snack sowie ein Schluck Wasser helfen auch reisekranken Hunden, die Fahrt besser zu verkraften.

Bevor man sich auf eine stundenlange Fahrt mit dem vierbeinigen Freund macht, sollte das Autofahren zunächst einmal geübt werden. Dafür beginnt man mit kleineren Strecken und steigert die Distanz allmählich.

Manche Hunde neigen dazu, sich im Wagen zu übergeben. Der Tierarzt hat mit Sicherheit das richtige Mittel gegen Reiseübelkeit. Und dann gibt es noch die Vierbeiner, denen das Auto einfach Angst macht. Sie mögen beim besten Willen nicht einsteigen und zittern am ganzen Körper, wenn sie erst einmal drin sitzen. Leider beruhigen sie sich nicht immer von selbst, und niemand mag eine stundenlange Fahrt mit einem so verängstigten Tier unternehmen.

Einerseits kann hier auch der Tierarzt helfen und ein sanftes Beruhigungsmittel verschreiben, andererseits lässt sich das Autofahren mit einem Hund auch trainieren. Dafür gibt man dem Hund besondere Leckerlis oder sein Lieblingsfutter nur im Auto. Einfach den abgestellten Wagen mit der Leckerei oder dem Napf bestücken, den Hund hineinspringen und fressen lassen und das möglichst täglich wiederholen. So wird auch der größte Autohasser zum Fan.

Es ist grundsätzlich eine gute Idee, den Hund mit in den Urlaub zu nehmen, denn es stärkt den Zusammenhalt und verhindert, dass der Vierbeiner während der Ferienzeit im Tierheim untergebracht werden muss. (#01)

Es ist grundsätzlich eine gute Idee, den Hund mit in den Urlaub zu nehmen, denn es stärkt den Zusammenhalt und verhindert, dass der Vierbeiner während der Ferienzeit im Tierheim untergebracht werden muss. (#01)

Die Sicherheit des Hundes im Auto

Wenn der Hund freiwillig in den Wagen steigt und sich einigermaßen wohlfühlt, ist der erste Schritt getan, der nächste ist die Sicherheit im Auto. Hunde gelten in Deutschland als „Sache“ und müssen wie jede andere „Ladung“ gesichert werden. Geschieht dies nicht und wird man erwischt, ist ein Bußgeld fällig. Schlimmer ist, dass im Fall einer Vollbremsung oder eines Unfalls der Hund sich selbst oder andere schwer verletzen kann, wenn er durch die Wucht des Aufpralls durch den Wagen geschleudert wird. Er muss also gesichert werden, wofür es verschiedene Möglichkeiten gibt.

Eine Variante ist, den Hund im Kofferraum unterzubringen und diesen mit einem Schutznetz oder Gitter vom Fahrgastraum abzuteilen. Der Vorteil ist, dass der Hund (je nach Wagen) dabei relativ viel Platz hat und es sich „gemütlich“ machen kann. Die Nachteile sind, dass der Kofferraum verschmutzt und zudem keinen Platz für das Gepäck mehr bietet.

Besser ist es, man greift auf eine Transportbox zurück, die man sich sogar in der gewünschten Größe anfertigen lassen kann. Eine solche Box sollte stabil und dennoch so leicht sein, dass sie bei Nichtgebrauch einfach aus dem Auto gehoben und untergestellt werden kann.
In der Box ist der Hund absolut sicher. Er hat seine eigene, kleine Höhle um sich und fühlt sich geborgen. Ausgestattet mit einer gewohnten Kuscheldecke verschläft er die Fahrt und ist auch im Fall einer harten Bremsung geschützt.

Eine Zugreise ist für Hundehalter und ihre Vierbeiner nur bedingt geeignet. (#04)

Eine Zugreise ist für Hundehalter und ihre Vierbeiner nur bedingt geeignet. (#04)

Mit dem Hund im Zug

Eine Zugreise ist für Hundehalter und ihre Vierbeiner nur bedingt geeignet. Mit kleinen Hunden kann diese Art der Reise komfortabel sein, denn wenn sie in eine Transporttasche passen, dann reisen sie quasi als Gepäckstück, und zwar kostenlos. Man kann sie einfach vor seinem Sitz auf den Boden stellen. Das funktioniert am besten, wenn man nicht in der Hauptverkehrszeit reist und die 1. Klasse wählt, denn dort hat man mehr Beinfreiheit.

Größere Hunde haben es im Zug nicht so einfach, denn für sie muss ein Ticket gelöst werden, sie bekommen jedoch trotzdem keinen Sitzplatz. Ist der Zug voll, entsteht für den Hund unter Umständen eine beängstigende Situation, die ihn in Stress versetzen kann. Außerdem sollte er einen Maulkorb tragen.

Ein weiteres Problem bei einer Zugfahrt sind eventuell fehlende Zwischenstopps, bei denen sich der Hund erleichtern kann. Das Umsteigen lässt sich jedoch so planen, dass eine kleine Gassirunde eingeschoben werden kann. Vor Fahrtantritt sollte auf jeden Fall ein langer Spaziergang gemacht werden, der Hund bekommt nur eine Kleinigkeit zu fressen. Etwas Wasser und einen Reisenapf sollten trotzdem immer im Handgepäck sein, gerade, wenn man in der warmen Jahreszeit reist.

Eine Flugreise mit Hund muss sehr gut geplant werden. Zunächst muss man entscheiden, ob man seinem vierbeinigen Freund eine solche Reise wirklich antun will, denn sie bedeutet Stress. (#03)

Eine Flugreise mit Hund muss sehr gut geplant werden. Zunächst muss man entscheiden, ob man seinem vierbeinigen Freund eine solche Reise wirklich antun will, denn sie bedeutet Stress. (#03)

Mit dem Hund im Flugzeug

Eine Flugreise mit Hund muss sehr gut geplant werden. Zunächst muss man entscheiden, ob man seinem vierbeinigen Freund eine solche Reise wirklich antun will, denn sie bedeutet Stress. Von allen Reisevarianten ist sie wahrscheinlich diejenige, die der Hund selbst zuerst abwählen würde. Manchmal lässt es sich jedoch nicht vermeiden, und es ist technisch gesehen auch kein Problem.

Zunächst einmal muss man sich bei der Airline erkundigen und einen „Platz“ für den Hund buchen. Kleine Vierbeiner haben es wieder leichter, sie dürfen in einer Transporttasche bei Herrchen oder Frauchen in der Kabine bleiben. Das gilt je nach Fluggesellschaft bis zu einem Gewicht von 5 bis 8 kg (inklusive Tasche oder Box). Größere Hunde gehören in eine Transportbox und reisen im Frachtraum mit. Die Gebühren richten sich nach dem Gewicht des Hundes, er stellt sozusagen ein Übergepäck dar und verursacht Kosten zwischen rund 70 und 300 Euro.

Eine solche Reise ist für den Vierbeiner jedoch Stress pur. Im Frachtraum ist es extrem laut. Vielen Tieren werden Beruhigungsmittel verschrieben, doch was ist, wenn der Hund auf eine solche Tablette zum Beispiel mit Erbrechen oder einem Kreislaufkollaps reagiert? Dann ist niemand da, um ihm zu helfen.

Was sollte der Hund im Gepäck haben?

Wer mit dem Hund in die Ferien fährt, muss auch für ihn packen und die wichtigsten Dinge mitnehmen. Dazu zählt ein vertrauter Schlafplatz, zum Beispiel eine Decke, die nach zu Hause riecht. Ein altes Handtuch zum Abtrocknen, das vertraute Futter und die eigenen Näpfe sowie ein Maulkorb gehören ebenfalls ins Gepäck. Wer zusätzlich eine kleine Hundeapotheke mit einem Mittel gegen Reisekrankheit, einer Zeckenzange, Wundspray, Kohletabletten und Verbandsmaterial dabei hat, ist auch im Urlaub mit dem Hund auf der sicheren Seite.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild:  Sergey Lavrentev   -#01:  Sergey Lavrentev   -#02: Andrey_Popov -#03:  Monika Wisniewska  -#04: Soloviova Liudmyla

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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