Pferdeanhänger: Haftpflicht und Teilkasko im Versicherungsschutz enthalten?

Wer selbst regelmäßig die eigenen Pferde von A nach B transportiert, benötigt dafür einen entsprechenden Anhänger. Aber ist besagter Anhänger über die Kfz-Versicherung eigentlich mitversichert? Und falls nicht: Welchen Versicherungsschutz benötigt man?

Pferdeanhänger: Separate Haftpflicht und Kasko nötig?

Bei Transportaufgaben jeglicher Art – ob geschäftlich oder privat – sind Anhänger eine rundum praktische Sache. Da aber das Gros der Autofahrer (und vor allem diejenigen, die keine Pferde besitzen) nur recht selten einen Anhänger benötigt und sich selbigen einfach irgendwo für einen Tag oder ein Wochenende leiht, hält sich der Irrglaube, dass Anhänger über das eigene Auto mitversichert sind, weiterhin hartnäckig. Schon seit fast dreizehn Jahren gilt das nämlich nicht mehr.

Die Pferdeanhänger bedürfen seit August 2002 einer separaten Haftpflichtversicherung sowie einer Kaskoversicherung. Ausgenommen sind davon lediglich solche Pferdeanhänger, die zu Sportzwecken genutzt werden und über das Zugfahrzeug versichert sind.

Pferdeanhänger: Haftpflicht und Teilkasko im Versicherungsschutz enthalten?

Die Wahl des passenden Versicherungsschutzes

Die meisten unserer Leser werden in ihrem Leben schon einmal eine Pkw-Versicherung abgeschlossen haben. Im Vorfeld bietet es sich dabei in jedem Fall an, die Tarife der verschiedenen Anbieter miteinander zu vergleichen, da die Beiträge und Leistungen mitunter recht unterschiedlich ausfallen. Außerdem sollte man bei dem Wahlanbieter die Kosten für den Versicherungsschutz noch einmal genau berechnen lassen und nähere Informationen zu der Offerte einholen. Das geht zum Beispiel hier.

Bei der (Pferde-)Anhängerversicherung funktioniert das eigentlich genauso. Allerdings sollte man auf einige Dinge achten:

Wissen sollte man zum Beispiel, dass diverse Leasing-Anbieter und/oder Kreditinstitute auch bei einem noch gar nicht abgezahlten Anhänger auf den Abschluss einer entsprechenden Police bestehen. Ob der Anhänger nun ein schwarzes oder ein grünes Kennzeichen aufweist (Letztere sind zum Beispiel an landwirtschaftlichen Fahrzeugen montiert), ist im Übrigen unerheblich.

Nachdem wir also wissen, dass die zulassungspflichtigen Anhänger gesetzlich haftpflichtversichert werden müssen, stellt sich die Frage, worauf man bei der Auswahl des passenden Angebots achten sollte. Eines der Hauptkriterien ist sicherlich die Deckungssumme, die bei einigen speziellen Pferdeanhängerversicherungen pauschal 100 Millionen Euro beträgt. Aber das ist noch nicht alles.

Gewerblich oder geschäftlich genutzte Pferdeanhänger

Möglichst flexible Varianten der Selbstbeteiligung im Schadensfall sowie der kostenlose Einschluss von Beschriftungen und Sonderlackierungen von gewerblichen Pferdeanhängern sind bei einer guten Versicherung ebenfalls dabei.

Und apropos gewerbliche Nutzung: Im Falle derselben ist der Anhänger üblicherweise über die Betriebshaftpflicht abgesichert. Eine gewerbliche Nutzung liegt vor, wenn die Nutzung des Pferdeanhängers unmittelbar mit Einnahmen verbunden ist – zum Beispiel wenn man sein Geld mit entgeltlichen Pferdetransporten verdient.

Anders sieht es allerdings bei der geschäftlichen Nutzung aus, wenn der Anhänger lediglich für berufliche Zwecke eingesetzt wird. Hier ist der Versicherungsschutz im Schnitt ein wenig teurer als die private Police. Weitere Tipps rund um den Anhänger gibt es auf dieser Seite.


Bildnachweis: Titelbild: ©Shutterstock – Kim Lewis Photography; alle anderen ©istock.com/ROMAOSLO

Über Klaus Müller-Stern

Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

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