Katzen: 10 Spiele für drinnen

Katzen spielen für ihr Leben gerne und haben viel Freude daran, wenn ihr Halter mit ihnen zusammen spielt. Das hat etwas mit ihren Urinstinkten zu tun. Damit die Katze nicht unterfordert ist, gibt es verschiedene Spielideen für den Innenbereich.

Die wichtigsten Fragen rund um das Spiel mit Katzen

Auf der Suche nach einem tollen Spielzeug, das im Innenbereich zum Einsatz kommen kann, stellen sich einem Halter auch noch ganz andere Fragen in Bezug auf die Katze und ihren Spieltrieb. Zu den häufigsten Fragen gehören:

  1. Warum spielen Katzen gern?
    Das Spielen ist für die Katze nichts anderes als ein Training. Sie sorgen dafür, dass sie das Jagen und Klettern lernen und perfektionieren und folgen damit ihrem eigenen Urinstinkt, denn ohne ein gutes Gefühl für die Jagd würden Katzen nicht überleben können. Gerade kleine Kätzchen spielen noch sehr viel und gerne. Die Kitten erlernen auf diese Weise alles, was sie brauchen. Wer also mit Kitty spielt, der tut etwas für die Entwicklung der Katze.
  2. Warum spielen Katzen mit ihrer Beute?
    Ein wenig verwunderlich erscheint dem Halter der Drang, mit der Beute zu spielen. Das ist direkt in der Natur bei Wildkatzen nicht so oft zu beobachten. Daher hat sich als Antwort auf diese Frage herauskristallisiert, dass dies in erster Linie mit dem Bedürfnis der Katze zusammenhängt. Da die Katze zu Hause nicht viel zu jagen braucht, fördert sie ihren Jagdtrieb durch das Spiel mit der Beute und wird so ihre Energie los.
  3. Was spielen Katzen am liebsten?
    Das hängt von der Katze ab. Hat sie gestern noch gerne mit der Wolle gespielt, möchte das Kätzchen heute lieber zu einer anderen Unterhaltung greifen. Katzen haben durchaus Freude daran, gemeinsam mit ihren Menschen zu spielen. Oft sucht der Vierbeiner die Unterhaltung aber auch allein. Daher ist es wichtig, eine gute Mischung an Spielzeug zur Hand zu haben.
  4. Wie oft sollte mit der Katze gespielt werden?
    Hier gibt es keine Empfehlung, wichtig ist, dass die Katze auch Lust haben sollte. Natürlich ist es gut, wenn man sich pro Tag Zeit nimmt und wenigstens eine halbe Stunde mit der Katze spielt. Stubentiger fordern das Spiel auch oft von ihrem Halter ein und animieren ihn. Ebenso kann andersherum animiert werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Katze ausreichend Ruhezeiten hat und das Spiel nicht zu aggressiv wird. Das ist für beide Seiten nicht angenehm.

Video 10 Life Hacks: richtig mit Katzen spielen

Lustige und abwechslungsreiche Katzenspiele für drinnen

Katzen spielen für ihr Leben gerne. Sie spielen mit ihren Menschen - und auch mit ihrer Beute. (#1)

Katzen spielen für ihr Leben gerne. Sie spielen mit ihren Menschen – und auch mit ihrer Beute. (#1)

Es gibt so viele verschiedene Spielsachen für Katzen, dass es gar nicht so einfach ist, die richtige Auswahl zu treffen. Ein Klassiker dafür, dass die Katze auch allein spielen kann, ist natürlich der Kratzbaum. Dieser sollte auf jeden Fall vorhanden sein und dient auch als Ruheoase und als Möglichkeit, die Krallen zu schärfen. Weitere Ideen sind:

  1. Eine Strumpfmaus selbst machen

    Es muss gar nicht immer das gekaufte Spielzeug sein, es ist auch durchaus möglich, die eine oder andere Sache selbst zu machen. So finden Katzen eine Strumpfmaus toll. Ein alter Strumpf wird gefüllt mit Backpapier und dann mit einem Faden geschlossen. Die Form sollte rund sein. An der Strumpfmaus wird eine Schnur befestigt. Diese sollte ruhig ein wenig länger sein, damit gut gespielt werden kann. Durch das Papier im Inneren knistert es schön, wenn die Katze die Maus fängt. Die Schnur ermöglicht es, die Maus schnell zu ziehen oder auch in die Luft zu heben. Das fast schon klassische Spielzeug ist zudem günstig und kann schnell erneuert werden, wenn die Krallen für ein Loch im Strumpf gesorgt haben.

    • Die Katzenangel für den Beuteinstinkt

      Sehr schön ist eine Katzenangel. Diese hat einen langen Griff und daran ist ein Band befestigt. An diesem Band können verschiedene Spielzeuge fest gemacht werden. Klingelnde Bälle, Federn oder bunte Mäuse sorgen für Abwechslung. Der Vorteil bei einer Angel ist, dass der Halter etwas weiter entfernt steht und die Katze ihn nicht unbedingt gleich sieht. Er kann auf diese Weise das Spielzeug über den Boden laufen lassen. Die Katze ist hier in ihrem Element und legt ordentlich los. Das sollte bedacht werden. Das heißt, die Krallen sind ausgefahren und sie steckt voller Energie, weil ihr Jagdinstinkt geweckt ist.

    • Das Versteckspiel

      Katzen haben viel Freude daran, sich ihr Futter selbst zu erjagen und das gilt auch für die Suche nach kleinen Leckereien. Es macht Spaß, der Katze beizubringen, dass sie diese Leckereien suchen soll. Dafür werden ganz am Anfang erst einmal in offensichtlichen Verstecken kleine Leckerbissen verborgen. Nach und nach wird die Schwierigkeit bei den Verstecken erhöht. Katzen sind kluge Tiere und merken sich Dinge schnell. Die Samtpfote wird sich auf den Weg machen und nach den Leckereien suchen. So ist sie beschäftigt, muss ihren Kopf und ihren Körper nutzen und hat einen Erfolg bei der Suche.

    • Mit dem Ball spielen

      Oft sind es einfache Spielzeuge, die bei der Katze für Aufregung sorgen. Der Halter kann sich auf den Boden setzen und einen kleinen Ball zur Hand nehmen. Sein Ziel ist es, den Ball an der Katze vorbei zu rollen. Wichtig ist, dass der Ball wirklich gerollt wird. Die Katze wird das bewegende Objekt auf jeden Fall unter ihre Fittiche nehmen und immer wieder versuchen, den Ball aufzuhalten. Sie ist schnell und wendig und oft sehr erfolgreich. Viele Katzen rollen den Ball sogar zu ihrem Halter zurück und fordern ihn so auf, das Spiel zu wiederholen.

    • Der Erlebniskarton für die Katzen

      Große Kartons hat man im Haushalt eigentlich immer übrig und genau diese können zu einer Erlebniskiste für die Katze werden. Der Karton sollte wenigstens zwei Löcher haben. Im Innenbereich wird er mit Decken ausgelegt und erhält verschiedene Spielzeuge, die von der Katze entdeckt werden können. Der Karton sollte jedoch nicht immer zur Verfügung stehen, sondern hervorgeholt werden, wenn man gerne möchte, dass sich die Katze ein wenig selbst beschäftigt. Er ist also immer wieder eine neue Überraschung und wird damit auch nicht langweilig. Auch Leckerlis lassen sich in der Kiste gut verstecken.

    • Einen Parcours bauen

      Katzen lieben neue Herausforderungen, daher ist es eine besonders gute Idee, einen Parcours zu bauen und der Katze damit ein paar Steine in den Weg zu legen. Stühle, unter denen sich leere Küchenpapierrollen mit Leckereien verbergen, ein Berg aus Zeitungspapier mit einem versteckten Spielzeug, sowie Bälle, die hin- und her gerollt werden können – es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, einen Parcours immer anders zu gestalten und der Katze damit Abwechslung zu bieten. Sie kann klettern und balancieren, sich klein machen und kriechen und ihrem Jagdinstinkt folgen. Für die Samtpfote ist dies der Himmel auf Erden.

    • 7. Fange spielen

      Das klingt vielleicht ein wenig außergewöhnlich, aber viele Katzen spielen sehr gerne fangen. Das zeigen sie dadurch an, dass sie vor dem Halter hin- und herrennen und sich verstecken, plötzlich wieder hervorspringen und wieder Fahrt aufnehmen. Dieses Spiel ist bei den Kätzchen sehr beliebt. Wer mitmachen möchte, der rennt hinter der Katze her und tut so, als würde er sie fangen wollen. Für die Katze ist das eine gute Möglichkeit, sich abzureagieren und damit die besten Voraussetzungen für ein paar ruhige Stunden zu schaffen. Allerdings machen viele Vierbeiner das Spiel gerne am Abend. Besser ist es, wenn es auf den Tag gelegt wird.

    • 8. Spielzeuge mit Geräuschen

      Natürlich ist es schön, wenn die Spielzeuge wie eine Maus aussehen oder sich über den Boden rollen lassen. Noch mehr Spaß hat die Katze allerdings bei Spielzeugen mit Geräuschen. Das können klingende Bälle oder rasselnde Schachteln sein. Das Spielzeug lässt sich sehr gut selbst machen. So können in eine größere Schachtel beispielsweise mehrere Kronkorken gelegt werden. Diese Klimpern bei jeder Bewegung und die Katze wird versuchen, an den Inhalt zu kommen. Damit ist dies ein Spielzeug, das von der Samtpfote auch allein genutzt werden kann. Denn viele Kätzchen spielen sehr gerne allein.

    • 9. Eine Rassel selber machen

      Rasseln lassen sich sehr schön selbst machen. Dafür braucht es nur den Behälter von einem Überraschungsei, der mit trockenem Reis befüllt wird. Wichtig ist es, dass der Behälter nicht aufgehen kann. Daher sollte er mehrfach mit Klebeband umwickelt werden. Katzen haben Probleme, glatte Dinge zu fassen zu bekommen. Halter machen es dem Vierbeiner deutlich leichter, wenn die Rassel noch mit Wolle umwickelt wird. Es darf ruhig ein wenig mehr Wolle sein, damit die Katze die Möglichkeit hat, ihre Krallen in die Rassel zu hauen und damit zu spielen. Die lustigen Geräusche kommen gut bei den Tieren an.

    • Das Leckerli in der Papprolle

      Eine leere Rolle Klopapier findet sich eigentlich in jedem Haushalt. Diese wird genommen und mit einem oder mehreren Leckereien gefüllt. Damit die Katze nicht so schnell an das Objekt der Begierde herankommt, wird die Rolle von beiden Seiten mit Zeitungspapier gefüllt und die Rolle kann auf den Boden gelegt werden. Nun hat die Katze die Möglichkeit, ihrem Jagdinstinkt zu folgen und zu probieren, an die Leckerei zu kommen. Vermutlich nimmt sie dafür das Papier auseinander. Dafür werden jedoch Körper und auch Geist optimal gefordert.

Katzen sollten nicht zu stark mit Reizen zum Spiel gelockt werden. Es reicht aus, wenn pro Tag ein Spielzeug angeboten wird.


Bildnachweis: © shutterstock – Titelbild + #1 andrewpotter4

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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