Hundehaltung in Mietwohnungen

Hundehaltung in Mietwohnungen

Da im deutschen Gesetz keine konkreten Vorschriften zum Thema Hundehaltung in Mietshäusern und -wohnungen festgelegt sind, müssen sich Mieter vor allem an die Bestimmungen, die aus dem Mietvertrag hervorgehen, halten. Steht im Mietvertrag also ausdrücklich, dass die Haltung von Tieren erlaubt ist, bestehen keinerlei Probleme.

Der Bundesgerichtshof entschied dieses Jahr, dass  Vermieter die Haltung von Tieren generell nicht untersagen dürfen. Laut Bundesgerichtshof ist „die Haltung von ungefährlichen und ungiftigen Kleintieren innerhalb des normalen Wohngebrauchs erlaubt. Die Haltung von großen Tieren wie zum Beispiel Hunden bedarf der Zustimmung des Vermieters.“ Darüber hinaus ist ein uneingeschränktes Verbot jeglicher Tierhaltung im Mietvertrag unwirksam, da eine solche Klausel auch die Haltung von Zierfischen, Wellensittichen und Goldhamstern untersagen würden.

Im Umkehrschluss hat der Vermieter jedoch die Möglichkeit, im Mietvertrag ein Verbot für die Haltung von gefährlichen Tieren, wie Kampfhunden, Gift- oder Würgeschlangen sowie Alligatoren, festzulegen. Verursacht der Hund eines Mieters allerdings konkrete Störungen, ist es dem Vermieter gestattet, ein Hundehaltungsverbot auszusprechen. Bei einer Tierhaltung trotz bestehenden Verbotes darf der Vermieter dem Tierbesitzer zwar nicht direkt kündigen, sondern muss ihn zunächst schriftlich abmahnen. Weigert sich der Mieter allerdings, das Tier abzuschaffen, kann der Vermieter gerichtlich vorgehen, um eine Unterlassung der Tierhaltung zu bewirken.

Über 

Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

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