Hundehalsband: Leder, bestickt oder mit Strass?

Hundehalsbänder gibt es in jeglicher erdenklichen Ausführung. Aus Stoff mit unterlegtem Gurtband, aus Leder. Mit Applikation und ohne oder mit Strass besetzt. Hundehalsband-Hersteller wie Hunter bieten ein großes Sortiment an Hundehalsbändern, oftmals mit dazu passender Hundeleine an. Je nachdem ob der Hund eher einen langen oder kurzen Hals hat variieren auch die Breiten der Halsbänder.

Wie viele Hundehalsbänder für einen Hund?

Es gibt Hunde die tragen ihr Leben lang ein und dasselbe Halsband, meist sind diese dann aus hochwertigem Leder gearbeitet, ohne großen Schnickschnack oder Schnörkeleien. Ist man Windhund- oder Kleinhundebesitzer wie wir, sieht das schnell mal anders aus.

Das nächste Bild zeigt doch recht eindrucksvoll, dass wir schon einige Euros in den Halsschmuck unserer Hunde gesteckt haben. Und dabei sind das im Vergleich noch nicht einmal viele Hundehalsbänder. Ich glaube, wir haben im Schnitt 4-10 Halsbänder pro Hund.

Einige Hundehalsbänder hatten die Hunde am Hals, als sie bei uns einzogen und danach nie wieder. Aus anderen sind sie – sofern sie im Welpenalter zu uns kamen – herausgewachsen. Nach einer gewissen Zeit sammle ich die Halsbänder, die bei uns kein Hund mehr trägt und spende diese an Tierschutzvereine. Einige gebe ich an Versteigerungen ab für einen guten Zweck.

Bild 1: Hier eine „kleine“ Auswahl unserer Hundehalsbänder

Bild 1: Das Hundehalsband als Schmuck: Hier eine „kleine“ Auswahl unserer Hundehalsbänder

Schmuckhalsbänder: die liebe Haltbarkeit

Und auch wenn man vermuten mag, dass wir ja nie wieder Halsbänder kaufen müssten – bei der Anzahl – so bleibt der Neukauf nicht aus. Gerade beim Schmuckhalsband mit aufwendig bestickten Borten oder Strass-Besatz leiden die Halsbänder mit der Zeit und verlieren auch ganz gern mal die Steine. Aufwendig bestickte Borten sehen zwar – wenn sie neu sind – toll aus, aber hat der Hund ein paarmal daran gekratzt, ist auch meist die Borte hin.

Das sind dann die Halsbänder für jeden Tag, mit denen man bei Wind und Wetter an den Strand fährt, denn die salzige Meeresluft nagt auch sehr stark an der Optik der Halsbänder. Und wenn man dann mal wieder schick sein möchte – samt Rudel – sind alle Halsbänder ausgeblichen, zerfleddert oder haben nur noch die Hälfte der Applikationen und Strass-Steine.

Und was tut man dann? Richtig – Shoppen! Schließlich sollen die Hunde ja auch schön aussehen. Also wird wieder eine neue Kollektion „Ausgehhalsbänder“ (wie ich sie nenne) angeschafft um genau diesen Zweck zu erfüllen. Allerdings haben wir dafür nicht zu jedem Halsband die passende Hundeleine. Im Gegenteil, bei den Hundeleinen sind wir eher sparsam – aber dafür sind es Leinen von toller Qualität und langer Haltbarkeit.

Bild 2: Verschiedene Arten und Ausführungen von Halsbändern

Bild 2: Hundehalsbänder in Hülle und Fülle: Verschiedene Arten und Ausführungen von Halsbändern

Qualitätsunterschiede bei Halsbändern

Die qualitativen Unterschiede beim Halsband sind tatsächlich enorm. Ich kaufe eher selten Halsbänder im Tierfachgeschäft. Da wir für die langen schmalen Hälse der Windhunde eher Sonderanfertigungen benötigen. Wenn ich dort ein Halsband gekauft habe, dann war es meist eines aus Leder; zum Beispiel von Hunter.

Es gibt auch viele einfache Halsbänder aus Nylon. Ich persönlich mag das Material allerdings nicht besonders. Das Hunter Lederhalsband hatte dann auch eine lange Lebensdauer und erfüllte seinen Zweck. Allerdings sind diese eher einfach gearbeiteten Halsbänder im Verhältnis zu den eigens für die Windhunde angefertigten Modellen optisch kein Vergleich.

Hundemessen, Onlineshops und DaWanda – die Angebote sind riesig

Auf Hundemessen und Ausstellungen findet jeder Hundebesitzer für seinen Hund das passende Halsband. Und mit einiger Erfahrung weiß man auch, welche kleineren Manufakturen und Hersteller besonders hohe Qualität liefern.

Fragt man Tante Google nach Halsbändern bekommt man eine ewig lange Liste an Shops präsentiert. Kleinere Hersteller und Manufakturen finden sich ganz gern bei DaWanda.

Dies hat auch den Vorteil, dass man die Bewertungen lesen kann. So hat man zumindest einen ersten Anhaltspunkt in Bezug auf die Qualität.

Denn beim Onlinekauf hat man die Ware ja nicht in der Hand und kann somit nicht sehen, ob die Nähte sauber verarbeitet sind oder Ähnliches.

Video: Hundeleine häkeln

Gerade für kleine Hunde ist dieses Halsband ein echter Hingucker – wer gerne häkelt, kann es sich nach seinen eigenen Vorstellungen selbst herstellen – ansonsten gibt es auch viele gehäkelte Hundehalsbänder im Internet:

Lederhalsband oder Stoffhalsband – was ist besser?

Eigentlich kann man nicht sagen, dass eines der beiden besser oder schlechter wäre. Es kommt darauf an, wann und wo die Halsbänder getragen werden. Die Stoffhalsbänder haben in der Regel den Vorteil, dass man sie waschen kann.

Das ist mit Leder natürlich nicht möglich. Außerdem sollte man Lederhalsbänder pflegen, damit sie lange halten und dabei noch schön bleiben. In der Haltbarkeit allerdings haben Lederhalsbänder klare Vorteile.

Ist hochwertiges Leder verarbeitet worden und geht man entsprechend pfleglich mit dem Halsband um, so kann es tatsächlich ein Hundeleben lang halten. Das kann auch ein Stoffhalsband, sieht dann aber entsprechend ausgeblichen oder schlimmer aus.

Bild 3: Das oben liegende Lederhalsband haben wir mittlerweile 14 Jahre und es sieht immer noch aus wie neu.

Bild 3: Hundehalsband aus Leder – das hält und hält und hält: Das oben liegende Lederhalsband haben wir mittlerweile 14 Jahre und es sieht immer noch aus wie neu.

Bestickt, mit Strass oder einfach?

Das ist natürlich immer auch eine Geschmacksfrage. Einem stattlichen Rüden würde ich jetzt nicht unbedingt ein mit Strass besetztes Halsband an den Hals legen. Bei einem kleinen Chihuahua kann das durchaus sehr reizend sein.

Mein Rüde hat ein schwarzes Lederhalsband mit karierter Stoffborte und Piratenabzeichen. Das passt zu ihm, ohne kitschig oder gar weiblich zu wirken. Grundsätzlich muss man allerdings schon bedenken, je mehr an einem Halsband dran ist, desto weniger haltbar ist es.

Wer keinen Wert auf wechselnde Halsbänder bei seinem Hund legt, sollte eher schmucklose Hundehalsbänder kaufen, denn die sehen dann immer gut aus. Ein Halsband, bei dem die Applikationen abgebrochen sind, ist einfach nicht mehr schön.

Eine andere schöne Art Halsbänder zu verzieren, ohne dass diese nach kurzer Dauer nicht mehr schön aussehen ist das Punzieren / Prägen von Lederhalsbändern mit Ornamenten und Mustern. Dazu gibt es übrigens auch einige tolle Shops bei DaWanda.

Bild4: Mein Rüde mit seinem Piratenhalsband und die Kleine mit Strass-Totenköpfen

Bild4: Hundehalsbänder am Hund: Mein Rüde mit seinem Piratenhalsband und die Kleine mit Strass-Totenköpfen

Noch mehr Ideen rund ums Hundehalsband

Das Leberhalsband – der Klassiker schlechthin – hier aufgepeppt mit Nieten. Bei großen, wuchtigen Hunden kann das allerdings beängstigend wirken. Jeder Hundehalter muss sich hier fragen, ob so ein Nietenhalsband zu seinem Hund passt.

Ein Leberhalsband – in dunklen Farben. Das gibt es in allen möglichen Farben und Qualitäten. Wichtig bei allen Halsbändern (sieht man auch schön auf den beiden letzten Bildern) – die Schnalle und die Anleinstelle sollten nahe beieinander liegen.

Der Grund liegt auf der Hand: sind sie gegenüber angebracht, drückt die Schnalle immer auf die Kehlkopf des Hundes. Man kann sich gut vorstellen, wie unangenehm der Druck auf den Hals des Hundes sein muss. Warum immer noch solche Hundehalsbänder angeboten werden, verstehe ich auch nicht.


Bildnachweis: Titelbild: ©Shutterstock – Marietjie; alle anderen © Schwarzer.de

Über Bianca Brendel

Ich bin seit 30 Jahren Hundebesitzerin und habe in den ganzen Jahren sehr viel über Hunde, deren Ernährung, Erziehung und Pflege gelernt. Jetzt bin ich in der Redaktion von haustier-news.de als Fachauthorin tätig und versuche, allen Hundebesitzern und Besuchern von haustier-news.de die oben genannten Themen ans Herz zu legen.

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