Hundefotografie: Erinnerungsfotos mit Bello

Um schöne und aufregende Bilder von seinem besten Freund auf vier Pfoten zu erhalten, muss man weder Profi-Fotograf sein, noch eine teure Spiegelreflexkamera besitzen. Die Hundefotografie vom Spezialisten hat zwar in der Regel eine bessere Qualität, doch tolle Momentaufnahmen können jedem mit ein paar Tipps im Hinterkopf gelingen.

Bewegung oder Stillaufnahmen in der Hundefotografie: Unterschiede bei den Kameraeinstellungen

Möchte man seinen Hund in Action in hoher Qualität einfangen, sollte man eine kurze Verschlusszeit einstellen, sodass möglichst wenig Licht in die Kamera gelangen kann. Eine geringe Blendenanzahl bedeutet eine höhere Schärfe, lässt jedoch auch mehr Licht in die Kamera einfallen. Die Iso-Zahl der Kamera beeinflusst die richtige Belichtung der Hundefotografie: je höher die Zahl, desto heller und körniger ist das Endprodukt und sollte deshalb idealerweise zwischen Iso 400 und Iso 100 liegen. Neben Grundkenntnissen der Fotografie spielt natürlich auch das Können der Kamera eine Rolle. Bei der Hundefotografie mit Bewegung verhindern kurze Auslösezeiten und ein schnellerer Autofokus verwischte Aufnahmen. Auch eine Serienbild-Funktion ist sehr vorteilhaft.

Steht der Hund jedoch still und man möchte Portrait- oder stark fokussierte Bilder aufnehmen, benötig man weniger kurze Verschlusszeiten und eine extra kleine Blendenanzahl, die mehr Schärfe bringt. Ist das Wetter an dem geplanten Shooting-Tag grau und dunkel, sollte man sich an diesem Tag auf die Portraitmotive konzentrieren und Action-Shoots auf einem Tag mit mehr natürlicher Helligkeit und Sonne im Rücken verschieben. Worauf Sie noch beim Ausnutzen des Sonnenlichts und beim Auswählen der Perspektive für professionell wirkende Hundefotografie achten sollten, wird hier ausführlich erläutert.

Das richtige Motiv einfangen

Möchte man ein möglichst natürliches Bild von seinem Hund aufnehmen, sollten seine Bewegungen nicht forciert werden. Egal, ob ein Fotograf oder der Hundebesitzer den Abzug drückt, Letzterer kennt sein Haustier und dessen Verhalten am besten. Deshalb sind manchmal spontan aufgenommene Fotos mit dem Smartphone interessanter anzusehen als im Studio aufgenommene Porträtaufnahmen. Wenn man einen eher fußfaulen oder nicht mehr ganz so jungen Hund, kann man als charakteristisches Motiv sein Gähnen einfangen. Ihr Hund folgt Ihnen überall hin auf Schritt und Tritt? Dann nutzen Sie das aus, rennen ein paar Meter voraus und schießen ein Foto, wie der Hund zu Ihnen aufschließen will. Das Bild wird garantiert lebendig und natürlich aussehen.

Natürliche Fotos schießen

Auch Hunde sind irgendwann erschöpft. Wenn man mit ihm einen ganzen Nachmittag lang draußen herumtobt und dennoch kein zufriedenstellendes Foto entstanden ist, sollte man es lieber an einem anderen Tag nochmal probieren. Lassen Sie Ihren Hund auch einmal ganz für sich mit seinem Lieblingsspielzeug spielen. Ist Ihre Kamera einsatzbereit, rufen Sie oder pfeifen Sie nach ihm. So kann ein schönes Bild mit Blickkontakt und aufmerksamer Haltung Ihres Lieblings entstehen. Wenn Sie noch nach Inspiration bezüglich Location oder Aufnahmewinkel suchen, können Sie diese auf Social-Media-Seiten wie Instagram finden. Dort haben einige Hunde einen eigenen Account und teilweise über mehrere zehntausende Follower. Dabei werden Sie bei den beliebtesten Bildern feststellen, dass es bei der Hundefotografie weniger auf die Professionalität als auf den richtigen Moment und Kreativität ankommt.

Mit oder ohne Begleitung

Ob man einen Freund oder Partner beauftragt, mit dem Hund zu spielen und ihn zur gewünschten Position zu locken, hängt von der Persönlichkeit des Hundes ab. Wird er durch die Kamera und die zweite Person zusätzlich abgelenkt oder sogar nervös, wird dies an seiner Haltung auf den Bildern sichtbar sein. Besonders bei Stillaufnahmen von hyperaktiven Welpen sind ein paar helfende Hände auf jeden Fall von Vorteil. Wichtig ist nur die davor stattfindende Absprache, um zu klären, welche Aufgabe wem zufällt. Wer gibt Leckerlis raus, wer darf den Hund rufen, usw.


Bildnachweis: Titelbild: ©Shutterstock – Jaromir Chalabala

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

Comments are closed.