Hund und Katze: So werden sie Freunde fürs Leben!

Hunde und Katzen können sich nicht leiden – dieses weit verbreitete Klischee bringt viele Tierliebhaber dazu, sich für eine der beiden Arten zu entscheiden. Es stimmt jedoch nicht: auch Hunde und Katzen können Freunde werden. Wir zeigen Ihnen hier wertvolle Tipps, wie die Zusammenführung der beiden Vierbeiner reibungslos gelingen kann.

Haben Ihr Hund bzw. Ihre Katze noch keine schlechten Erfahrungen mit der jeweils anderen Art gemacht oder werden beide als Jungtiere zusammengeführt, sind das die besten Voraussetzungen für eine lange und intensive Freundschaft. Doch auch wenn das nicht der Fall ist, können Hunde und Katzen friedlich in einem Haushalt zusammenleben. Dazu müssen nur einige wichtige Schritte im Voraus eingehalten werden.

1. Die Planung

 

Das ist der Neuzugang, na hoffentlich werden die Beiden Freunde

Das ist der Neuzugang, na hoffentlich werden die Beiden Freunde (#01)

Wer eine Katze in einen Hundehaushalt integrieren möchte (oder umgekehrt), sollte die Zusammenführung vorher umfassend planen. Generell sind die unterschiedlichen Körpersprachen das größte Problem, weswegen es zwischen Hunden und Katzen zu Unstimmigkeiten kommen kann. Zudem ist es einfacher, eine Katze in einen Hundehaushalt einzugewöhnen, da Hunde von Natur aus Rudeltiere sind und neue Mitglieder meist akzeptieren.

Entscheiden Sie sich, einen neuen Vierbeiner bei sich aufzunehmen, sollte dieser vom Charakter her zu ihrem Hund bzw. ihrer Katze passen.

Das heißt: ist ihr Hund sehr lebhaft, sollte auch die Katze nicht zu ängstlich oder scheu sein.

Andersherum ist es für alte, ruhige Tiere angenehmer, wenn der Neuankömmling ebensolche Eigenschaften besitzt. Achtung: ist Ihr Hund bereits ausgewachsen, sollte die Katze mindestens vier Monate alt sein, damit diese nicht unterdrückt wird.

Ich bin hier der Chef: Ich war als Erster hier

Ich bin hier der Chef: Ich war als Erster hier (#02)

2. Die Vorbereitungen

Damit die Eingewöhnung nicht zu stressig wird, sollten die Tiere schon vorher den Geruch des anderen kennen lernen. Dies kann beispielsweise mit Hilfe einer Decke erfolgen.

Wird ein Hund in einen Katzenhaushalt integriert, sollte diese im Voraus an Bellgeräusche gewöhnt werden. Dazu können Sie eine CD mit Hundegebell zunächst leise, nach einiger Zeit auch etwas lauter abspielen.

Zudem ist es wichtig, in der Wohnung getrennte Futterstellen zu errichten. Damit es nicht zu Futterneid kommt, sollten die Näpfe der Katze an einen erhöhten Platz gestellt werden. Auch das Katzenklo muss geschützt vor dem Hund platziert werden.

Mal ehrlich, so nach Liebe auf den ersten Blick sieht das nicht aus.

Mal ehrlich, so nach Liebe auf den ersten Blick sieht das nicht aus. (#03)

3. Die Zusammenführung von Hund und Katze

In den ersten Tagen sollte der Neuankömmling räumlich vom anderen Tier getrennt sein, damit er sich möglichst stressfrei an die neue Umgebung gewöhnen kann. In dieser Zeit sollte auch das andere Tier nicht vernachlässigt werden, da es sonst zu Eifersucht kommen kann, was die Zusammenführung erschwert.

Die erste Begegnung von Hund und Katze sollte in einer ruhigen, entspannten Atmosphäre erfolgen. Bestenfalls sind zwei den Tieren bekannte Personen anwesend, die sich jeweils einem Tier zuwenden und beruhigend auf es einreden und bei positivem Verhalten loben. Wird eine Katze in einen Hundehaushalt integriert, sollte der Hund bei dem ersten Zusammentreffen angeleint und festgehalten werden sowie satt und ausgelastet sein.

Zeigt der Hund beim Anblick der Katze Abwehrverhalten wie Bellen oder Zerren, sollte er durch Zureden beruhigt und bei entsprechendem Verhalten mit Leckerchen belohnt werden. Die Katze darf selbst entscheiden, wo sie sich im Raum aufhalten bzw. wie nah sie an den Hund gehen möchte. Auf jeden Fall müssen erhöhte Rückzugsmöglichkeiten bereit stehen. Die erste Begegnung sollte bereits nach einigen Minuten beendet und die Tiere entsprechend gelobt werden.

4. Die Gewöhnung – Freunde werden

Da hat es sogar mit zwei Kätzchen und Hund geklappt

Da hat es sogar mit zwei Kätzchen und Hund geklappt  (#04)

Dieses Verfahren wird nun so lange wiederholt, bis sowohl Hund als auch Katze keine heftigen Reaktionen mehr zeigen. Dabei sollte stets auf die Signale der Tiere geachtet werden – so wird individuell entschieden, wann die Leine weggelassen werden kann. Bei solchen „freien“ Begegnungen sollten Sie ihren alltäglichen Tagesablauf beibehalten, da sie beiden Tieren Sicherheit und Normalität vermittelt.


Bildnachweis:© Fotolia-Titelbild: Rita Kochmarjova-#01:Mikkel Bigandt-#02: Africa Studio-#03:Happy monkey_

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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