Mit dem Hund durch Kanada: im Holiday-Home-Car von Edmund Kunke

Mit dem Hund in Urlaub zu fahren ist schon hier in Deutschland nicht einfach. Aber mit dem Hund durch Kanada? Geht das?
Unsere Redaktion war in diesem Jahr in Sachen Weinreise in Kanada unterwegs. Bianca war auch dabei und wollte unbedingt ihre Maika mitnehmen. Von daher und auch weil man mit dem Wohnmobil wie der Name schon sagt mobil und unabhängig ist, haben wir uns für dieses Transportmittel entschieden. Bei der Gelegenheit haben wir mit unserem Wohnmobilvermieter, Herrn Edmund Kunke in Vancouver, auch noch einen echten Hundefreund gefunden. Aaaber… da war ja auch noch der Flug und so weiter.

Edmund Kunke von Holiday-Home-Car

Ja, ich habs oben schon erwähnt. Ausgerechnet der Part, den wir uns am schwierigsten vorstellten, wurde zum einfachsten überhaupt. Wir haben uns ja einige Ziele in Kanada als Anlaufstationen vorgenommen. Dazu gehörten (vorwiegend in British Columbia liegende) Weingüter, die wir für unser Schwesterportal www.edelste-weine.de besuchten. Dazu gehörten unter anderem die Okanaga Falls südlich vom Okanaga Lake nördlich von Oliver und Langley sowie Westham Island. Die beiden letzteren finden sich im Süden von Vancouver.

Für unseren Start suchten wir uns eine Wohnmobilvermietung in Vancouver, weil wir auch hier auf dem International Airport ankamen. Noch in Deutschland hatten wir das per Google und Telefon ausbaldowert. Mit Edmund Kunke und seiner Firma Holiday Home Car kamen wir schnell gut ins Gespräch. Wir haben gleich gemerkt, dass er solcherlei Problemchen schon öfters hatte, was kein Wunder ist, da er schon na so zwanzig Jahren Deutsche durch Kanada touren lässt. Und Hunde sind da auch regelmäßig mit bei.

Die Einreise in Kanada

Technisch gesehen völlig easy, da uns Edmund Kunke sogar am Flughafen abgeholt hat. Wir mussten im Prinzip nur Umsteigen. Generell dürfen Hunde ja in Kanada eingeführt werden. Man muss allerdings ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis über eine Tollwutschutzimpfung vorweisen. Diese Tollwutschutzimpfung muss wenigstens einen Monat zurückliegen und darf nicht älter sein als ein Jahr! Wäre Biancas Maika jünger als drei Monate gewesen, hätte man die Tollwutschutzimpfung sogar gar nicht erst anerkannt. Gut, dass uns Edmund Kunke auf diesen Papierkrams hinweis.

Einreisebestimmungen für Haustiere in Kanada

Genauer: die Einreisebestimmungen in Kanada für Haustiere sehen keine Quarantäne vor. Einige wenige Punkte müssen jedoch beachtet werden. Die kanadischen Behörden unterscheiden die Länder aus denen man einreist anhand der in den abgelaufenen sechs Monaten geschehenen Tollwutfälle ob diese tollwutfrei sind oder nicht. Reist man aus einem solchen „Tollwutland“ ein, ist von einem lizenzierten Tierarzt ein englisch- oder französischsprachiger Nachweis über eine Tollwutimpfung erforderlich.

Tierärztliche Bescheinigung erforderlich

Anders ist es, wenn man mit den Hund (oder der Katze) aus einem tollwutfreien Land einreist. In diesem Fall braucht man eine tierärztliche Bescheinigung, mit der das Tier identifizierbar ist. Es muss aus ihr ebenfalls hervorgehen, dass unsere Maika in den abgelaufenen sechs Monaten Deutschland nicht verlassen hat.

Hundefutter darf nicht nach Kanada eingeführt werden

Edmund Kunke besorgte uns bei einem Freund auch die ersten kanadischen Happen für unsere Maika, denn Hundefutter darf nicht nach Kanada eingeführt werden, es sei denn, es kommt als Lieferung aus den USA, aber den Schlenker über den Süden wollten wir nur wegen dem Futter nicht auch noch machen müssen. Gut für Maika: Edmund Kunke’s Bekannter ist Anhänger des BARF und so gabs dann für Maika lecker Futter als wir bei ihm zuhause ankamen. Schon am Flughafen hatte Herr Kunke einen Kanister mit frischem Wasser für Maika dabei. Kam echt gut. Nicht ganz so erfreulich: die Behörde knöpften uns für die „Prüfung von Maikas Papieren“ einen Obulus von 30 kanadischen Dollars ab.

Kleiner Tipp für den hungrigen deutschen Magen

Abends hat uns Herr Kunke noch in ein megamäßiges Steak-Restaurant eingeladen. Das Glowbal Grill Steaks & Satay, in Yaletown gelegen, genauer in der Mainlandstreet. Klaus und ich nahmen uns die Glowball Platter, ein 16oz RibEye und dazu gegrillte Riesengarnelen, Hummer und leckerstes Gemüse vom Grill. Bianca wollte sich unserer Fleischorgie nicht anschließen und musste unbedingt die „Lobster Linguine Puttanesca“ ausprobieren. Also ich denke, ich spreche für uns alle, wenn ich sage, dass man dort oberlecker speisen kann. Anschließend sind wir mit ihm und Maika nochmal durch den Helmcken Park runter an die „Yaletown Ferry Docks„, das ist der Yachthafen. Dort im Coopers Park hat sich Maika dann ausgetobt.

Den Hund im Flugzeug mitnehmen

Etwa zehn Stunden sitzt man (und frau und hund) im Flieger von Frankfurt nach Vancouver. Das ist schon eine lange Zeit. Mit Air Canada war es schon eine Tortur. Maika musste die ganze Zeit bei uns am Sitz in der Transportbox bleiben, was ihr nicht gefiel, schließlich waren es ja über zwölf Stunden, die Zeit des Ein-/Ausscheckens mitgerechnet. Wir mussten auch früher am Schalter in Frankfurt einchecken, um dir Formalitäten mit Maika zu erledigen.

Unsere Reise fing für Maika (und damit für Bianca) schon viel früher an. Maika musste an die Transportbox gewöhnt werden, Schließlich konnten wir sie nicht von jetzt auf gleich für zwölf Stunden in die Box sperren. Sowas muss langsamer angegangen werden.

Als wir in Vancouver ankamen und alle Formalitäten hinter uns gelassen hatten, war es unser Erstes, Maika aus der Box herauszulassen und – wenn auch an der Leine – sich die Beine vertreten zu lassen. Da kam natürlich der Napf mit frischem Wasser von Herrn Kunke besonders gut bei ihr an.

Mit dem Hund im Wohnmobil

Hier in Deutschland gelten gesetzliche Bestimmungen für die Mitnahme von Hunden in Fahrzeugen. Grundsätzlich müssen Tiere stets gesichert „transportiert“ werden. Einfach mal so auf den Rücksitz gesetzt geht nicht, denn schon bei kleinen Unregelmäßigkeiten auf der Fahrt könnte unsere Maika zur Gefahr für alle Passagiere und sich selbst werden. Ich habe mal gelesen, dass bei einer Aufprallgeschwindigkeit von nur 50 Stundenkilometern sich die Schwungmasse von Maika auf das 30fache erhöhen würde.

Die Transportbox im Wohnmobil

Wir haben uns daher schon vorher mit Edmund Kunke abgestimmt. Er hat für das von uns gebuchte Home Car eine ziemlich geräumige Box besorgt, welche in der Dinette untergebracht werden konnte. So konnten wir Maika während den Fahrten sicher und guten Gewissens unterbringen.

Regelmäßige Pausen

Auf der Fahrt haben wir regelmäßig Halt gemacht und nach Maika geschaut. Schon auf dem Flug haben wir bemerkt, dass es ihr zwar nicht sooo angenehm war, in einer Box zu sein, aber irgendwie konnte sie damit umgehen. Natürlich haben wir dann auch mit ihr Pausen gemacht und die schöne Natur Kanadas für Spaziergänge genutzt (wir brauchen ja auch etwas Auslauf). Maika war jedenfalls begeistert und fand dann auch immer Zeit und Gelegenheit ihre persönlichen Geschäfte an geeigneter Stelle zu verrichten.

Maika war das Autofahren schon von Deutschland her gewöhnt. Wir kennen andere Hunde, denen beim Autofahren schlecht wird. Bei Maika war das glücklicherweise nicht so. Deswegen haben wir sie auch guten Gewissens mitgenommen.

Trockenfutter: nicht nur, aber auch

Edmund Kunke von Holiday-Home-Car hatte uns ja mit John bekannt gemacht. Wir haben mit ihm auch darüber diskutiert, welches Futter für die Fahrt auf den teils langen Strecken wohl das Beste sein würde. Wir haben dann sein Angebot angenommen und gebarft. Der Fridge im Home Car hat uns dazu ermutigt; dennoch haben wir auch ein paar Packungen TroFu mitgenommen. Er hatte uns zwei 5 Pfund-Packs „ACANA ADULT SMALL BREED“ besorgt und mitgegeben.

Ende gut, alles gut

Unsere Fahrt hat uns und Maika viel Spaß gemacht. Wir haben unter den kanadischen Winzern – und unter den Kanadiern generell – viele sehr tierliebe Menschen kennengelernt, die auf ihren Winerys oft selbst einen oder mehrere Hunde hatten. Tief beeindruckt von Kanadas Natur – und last but not least dem Wein – haben wir schlussendlich wieder die Rückreise antreten müssen.

Von Edmund Kunke – dem wir an dieser Stelle mal für seine Unterstützung zu allen möglichen Gelegenheiten danken möchten – haben wir uns ganz besonders herzlich verabschiedet. Da bleibt zu hoffen, dass uns unsere Redaktionsarbeit mal wieder nach Kanada verschlagen wird, aber vielleicht werden wir auch mal privat nach Kanada fahren. Das Land hat ja so viel zu bieten und wir konnten in der kurzen Zeit nur einen kleinen Teil davon sehen. Hier auch mal der Link zu seiner Website.


Bildnachweis: Titelbild: ©Shutterstock – Katya S

Über Klaus Müller-Stern

Klaus Müller-Stern

Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

Comments are closed.