Gesundheit und Wohlbefinden: Gute Gründe für einen Hund

Zugegeben, ein Hund kann teuer sein. Die Anschaffung eines Rassehundes liegt im vierstelligen Bereich, evtl. kommen hohe Tierarztkosten auf den Halter zu. Dennoch ist ein Hund eine der lohnendsten Investitionen überhaupt.

Fit mit Hund

Der wohl wichtigste Grund: Hunde halten fit und gesund. Dabei sind sie gleich mehrfach erfolgreich. Denn zum einen müssen sie natürlich nach draußen, verlangen ihren täglichen Spaziergang und wünschen sich spaßige Spiele mit Herrchen oder Frauchen. Wer seinen Vierbeiner müde toben will, kann auf die Sportstunde im Fitnessstudio getrost verzichten. Dabei gilt, dass der Effekt umso größer ist, je größer der Hund ist. Eigentlich logisch, denn ein großer Hund braucht mehr Bewegung und längere Spaziergänge, während der kleine Vierbeiner auch mal mit dem Toben auf dem Hof zufrieden ist.

Durch die regelmäßige Bewegung sind Hundebesitzer schlanker: Studien zufolge haben sie seltener mit Übergewicht bzw. deutlichem Übergewicht zu kämpfen. Vor allem die Besitzer von Jagdhunden kommen selbst schon bei einem kleinen Magyar Vizsla Welpen um jede Menge Bewegung nicht herum. Solche Hunde fordern Bewegung sowohl körperlicher als auch geistiger Art ein, um ausgeglichen und zufrieden zu sein.

Hunde können sogar Allergien entgegenwirken: Hundebesitzer reagieren nachweislich weniger allergisch auf Blütenpollen und Tierhaare. Sogar bestehende Allergien können dadurch reduziert werden. Der Grund: Der Körper ist permanent den Allergenen ausgesetzt und es findet gewissermaßen eine Abhärtung dagegen statt. Allerdings beklagen viele Hundebesitzer, dass sie auf den eigenen Hund nicht allergisch reagieren würden, wohl aber auf fremde. Hier reagiert das Immunsystem allergenspezifisch.

Der wohl wichtigste Grund: Hunde halten fit und gesund. (#01)

Der wohl wichtigste Grund: Hunde halten fit und gesund. (#01)

Weitere Gründe, warum ein Hund das perfekte Haustier ist

Die folgende Liste zeigt sehr deutlich, warum ein Hund der perfekte Begleiter fürs Leben ist.

  • Hunde senken den Blutdruck
    Wer einen Hund streichelt, beruhigt damit auch sein Herz-Kreislauf-System und senkt damit sein Risiko, eine entsprechende Erkrankung zu erleiden. Allerdings werden manche Hundebesitzer dem wohl widersprechen: Wenn Sie ihren Hund beobachten und sehen, dass er wieder einmal die Katze des Nachbarn jagt, schnellt der Puls in ungeahnte Höhen! Die anschließende Streichelrunde des im Jagdhundetyp stehenden Haustiers jedoch beruhigt alle Beteiligten wieder (mit Ausnahme der Katze).
    Interessant ist in dem Zusammenhang, dass Menschen nach einem Herzanfall schneller genesen, wenn sie einen Hund haben. Ist das nicht der Fall, braucht die Rekonvaleszenzzeit deutlich länger.

 

  • Hunde senken das Schmerzempfinden
    Was auf den ersten Blick eher paradox klingt, ist wissenschaftlich nachgewiesen: Hunde helfen ihren Herrchen oder Frauchen dabei, weniger Schmerzen zu empfinden. Der Hundebesitzer ist weniger angespannt, geht gelassener in den Tag und braucht sogar weniger Medikamente.

 

  • Hunde sind Ärzte auf vier Pfoten
    Ein Hund kann nicht nur schmerzsenkend wirken, sondern sogar bedrohliche Situationen erkennen. Es gibt Tiere, die ihre Besitzer vor einem epileptischen Anfall warnen oder die erkennen, wenn dem Diabetiker ein Zuckerschock droht. Es gibt sogar Vierbeiner, die den nahenden Tod scheinbar spüren können. Die Frage ist allerdings, ob der Hundebesitzer in diesem Punkt wirklich informiert sein möchte und ob er das Verhalten des Tieres richtig zu deuten weiß.
    Auf der „Endocrine Society“ wurde von US-Wissenschaftlern sogar ein Hund vorgestellt, der mit einer Treffsicherheit von 88 Prozent Krebs erschnüffeln konnte. So wurden 34 Personen anhand ihres Urins als Krebspatienten diagnostiziert, obwohl bis dato nichts davon bekannt war. Wie genau dieses Erschnüffeln jedoch vor sich geht, kann niemand genau erklären.

 

  • Hunde helfen Kindern
    Hunde sind wunderbare Helfer im Alltag und beweisen sich täglich als Blindenhunde oder psychologisch wichtige Begleiter für Kranke und Behinderte. Doch auch Kindern können sie helfen und stärken deren Selbstbewusstsein. Das Kind, das mit dem geliebten Hund an der Leine spazieren gehen darf, tritt deutlich selbstbewusster auf, traut sich mehr zu und wächst sozusagen innerlich.
    Hunde wirken zudem positiv auf aggressive Kinder und auf solche, die unter ADHS leiden. Die Kleinen müssen Verantwortung für das Tier übernehmen, müssen sich mit diesem gemeinsam bewegen und bauen damit Stress und überschüssige Energie ab. Der Hund beruhigt und wirkt ausgleichend auf die oftmals überhitzten Gemüter der Kleinen.

 

  • Hunde trösten
    Wer ein Trauma durchlitten hat oder einen geliebten Menschen gehen lassen musste, findet in einem Hund einen Begleiter, der tröstet und den Seelenschmerz lindert. Sie können auch dabei helfen, die eigene Einsamkeit zu überwinden, denn Menschen mit Hund müssen aus dem Haus gehen und der Gesellschaft ins Auge blicken. Darüber kommen sie mit anderen Leuten in Kontakt und ziehen positive Erfahrungen und Erlebnisse aus diesen Treffen.

Des Weiteren sorgt das Spiel mit dem Hund dafür, dass im Körper Serotonin ausgeschüttet wird. Das Glückshormon hebt die Stimmung, sorgt für Entspannung und allgemein besseres Empfinden. Zudem steigt das Level an Oxytocin. Das Hormon, das vorrangig bei stillenden Müttern vorkommt, steht für ein Gefühl von Vertrauen, Ruhe und Liebe und wirkt ausgleichend auf das Gemüt der Menschen.

Wer ein Trauma durchlitten hat oder einen geliebten Menschen gehen lassen musste, findet in einem Hund einen Begleiter, der tröstet und den Seelenschmerz lindert. (#02)Wer ein Trauma durchlitten hat oder einen geliebten Menschen gehen lassen musste, findet in einem Hund einen Begleiter, der tröstet und den Seelenschmerz lindert. (#02)

Wer ein Trauma durchlitten hat oder einen geliebten Menschen gehen lassen musste, findet in einem Hund einen Begleiter, der tröstet und den Seelenschmerz lindert. (#02)

Hunde lassen Freundschaften entstehen

Natürlich gelten Hunde als beste Freunde, doch ein oder zwei zweibeinige Freunde sind auch nicht zu verachten. Wer ohne Begleitung schwer mit anderen Leuten ins Gespräch kommt, wird es über einen Hund deutlich leichter schaffen. Der Grund: Hundebesitzer kommen bis zu dreimal häufiger mit anderen Menschen ins Gespräch, darüber entstehen neue Kontakte und vielleicht sogar Freundschaften.

Das Schöne daran: Ein Mensch mit Hund ist gezwungen, immer wieder nach draußen zu gehen und kann gar nicht anders, als sich unter die Leute zu mischen. Schwieriger mag das sicherlich in einem kleinen Dorf werden, wenn kaum andere Leute auf der Straße unterwegs sind. Doch wer hier neu und regelmäßig auf der Straße unterwegs ist, findet ebenso schneller Kontakt – der Neugier der Einwohner sei Dank.

Vierbeiner haben eine Art Warnsystem im Körper, das das eigene Verhalten regelt und sich praktisch auf die Stimmung der wichtigsten Bezugsperson anpasst. (#03)

Vierbeiner haben eine Art Warnsystem im Körper, das das eigene Verhalten regelt und sich praktisch auf die Stimmung der wichtigsten Bezugsperson anpasst. (#03)

Hunde sind ein Stimmungsbarometer

Neben all den genannten Punkten gibt es noch so viele weitere Gründe für einen Hund, dass es verwunderlich ist, dass nicht längst jeder Mensch einen solchen Vierbeiner besitzt. So kann ein Hund beispielsweise auch als Stimmungsbarometer dienen, wobei dieses wohl eher für die Mitmenschen des Hundebesitzers von Belang sein dürfte. Zieht sich das Tier zurück oder wirkt sehr traurig, wird aber gut behandelt, könnte das ein Hinweis darauf sein, dass es Herrchen oder Frauchen nicht gut geht.

Vierbeiner haben eine Art Warnsystem im Körper, das das eigene Verhalten regelt und sich praktisch auf die Stimmung der wichtigsten Bezugsperson anpasst. Die Forscher der Newcastle Universität haben sogar eine Art Halsband entwickelt, das dabei helfen soll, das Verhalten der Hunde zu analysieren. Das Halsband soll noch weiterentwickelt werden, damit Rückmeldungen auf den Besitzer des Hundes möglich sind. Eine solche Entwicklung käme allen Hundebesitzern, die mit ihrem Vierbeiner allein leben, zugute, wenn es im Umfeld eine Person gibt, die die Daten des Halsbandes unter Beobachtung halten kann.

Um der Wahrheit halber sei gesagt, dass ein Hund natürlich nicht nur positive Seiten mitbringt, auch wenn diese eindeutig überwiegen. (#04)

Um der Wahrheit halber sei gesagt, dass ein Hund natürlich nicht nur positive Seiten mitbringt, auch wenn diese eindeutig überwiegen. (#04)

Auf den Hund, fertig, los! Oder nicht?

Um der Wahrheit halber sei gesagt, dass ein Hund natürlich nicht nur positive Seiten mitbringt, auch wenn diese eindeutig überwiegen. Er kostet auch Zeit und wer in den Urlaub fahren möchte, muss sich entweder für ein Ziel entscheiden, das mit Hund zu bereisen ist oder das Tier zu einer Betreuungsperson bzw. in Pension geben. Zudem können diejenigen, die lange Zeit auf der Arbeit sind und damit außer Haus sind, keinem Tier gerecht werden, wenn sich nicht während ihrer Abwesenheit jemand um das Tier kümmert.

Hier gilt es daher, trotz aller positiven Euphorie realistisch zu bleiben, denn der Hund darf nicht zum Glücke des Menschen selbst nur zurückstecken müssen. Als Faustregel gilt, dass jemand, der ständig länger als fünf bis sechs Stunden außer Haus ist, nach einer Möglichkeit der Betreuung für den Hund suchen sollte. Ein zweiter Hund kann die Lösung sein, denn die beiden werden sich sicherlich gut zu beschäftigen wissen. Doch sind Sie täglich acht bis zehn Stunden von den Tieren fort, wäre auch der Hundepartner als Ersatz für Herrchen oder Frauchen nur unfair den Tieren gegenüber.

Ansonsten gilt es, sich am besten direkt mit den Eigenschaften der verschiedenen Hunderassen vertraut zu machen und den Gang zum nächsten Tierheim oder wahlweise zum Züchter anzutreten, um das neue Familienmitglied kennenzulernen.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Dean Drobot  -#01:  Monkey Business Images-#02: wavebreakmedia -#03: Africa Studio  -#04: FXQuadro

Über 

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

1 Kommentar

  1. Lisa

    Super Beitrag! Kann ich alles genauso unterschreiben! Hunde sind einfach die besseren Menschen :)Carlos war für mich auch die beste Entscheidung meines Lebens und ich freue mich schon, wenn mein zeiter Hund bei mir einziehen wird!
    Liebe Grüße
    Lisa mit Calli

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