Flöhe beim Hund: Flöhe systematisch bekämpfen

Wenn der Hund Flöhe hat, muss man diese unbedingt gezielt bekämpfen. Doch welche Methoden kommen infrage? Nachfolgend erhalten Sie wichtige Infos sowie Tipps zu systematischen Mitteln.

Der Floh: Klein aber gefährlich

Zu jeder Jahreszeit besteht das Risiko, dass der Hund von Flöhen befallen wird. Wenn die Gradzahlen im Herbst sinken, reduziert sich damit die Wahrscheinlichkeit von Hundeflöhen, doch die warmen Temperaturen in den Innenräumen bieten den kleinen Störenfrieden gute Lebensbedingungen. In den engen Spalten des Bodenbelags oder im Teppich haben die Larven die Chance, sich hier zu verpuppen, sodass sich der Flohbefall auf einen späteren Zeitpunkt verschieben kann.

Der eigentliche Lebenszweck eines Flohs scheint darin zu bestehen, sich fortzupflanzen. Wenn das Flohweibchen Blut aufgenommen hat, legt es einen oder maximal zwei Tage später seine Eier. Das können bis zu 50 Stück täglich sein. Für diese Eiablage nutzt der Floh vorzugsweise das Hundefell, von dem jedoch viele Eier herunterfallen. Bei Raumtemperatur schlüpfen die Larven teilweise schon am nächsten Tag, manchmal aber auch erst nach zehn Tagen.

Flohlarven verbergen sich tagsüber im Dunklen, wofür sie die Ritzen des Sofas oder das Hundefell nutzen. Die Larven ernähren sich von den Abfällen und vom Kot der Hundeflöhe. Wenn es für sie angenehm warm ist, kommt es bei ihnen im Laufe von einer bis vier Wochen zum zweimaligen Häuten.

Video: Flöhe beim Hund – Wie erkenne ich Flohbefall?

Wie finden die Flöhe zum Hund?

Hundebesitzer fühlen sich oft verantwortlich dafür, wenn ihr Hund Flöhe hat. Sie glauben, dass sie das Hundefell nicht ausreichend gepflegt haben. Der Flohbefall kann aber auch dann stattfinden, wenn man sich an alle Hygiene-Tipps hält. Auch vorbeugende Maßnahmen sind keine Garantie gegen Hundeflöhe, doch das systematischen Bekämpfen zeigt eine gute Erfolgsrate.

Meistens setzen sich die Flöhe auf den Hunden fest, wenn diese draußen unterwegs sind. Sie werden typischerweise beim Kontakt mit den Artgenossen oder mit anderen Tieren übertragen. Vor allem Igel sind als Überträger bekannt. Wenn sich ein Hund dorthin begibt, wo vorher ein Igel war, beispielsweise in aufgehäuftem Laub, erhöht sich das Risiko des Flohbefalls drastisch.

Der Weg zum Tierarzt

Flöhe sind einerseits lästig, andererseits können sie die Gesundheit der Haustiere beeinträchtigen. Schnell eingeleitete Gegenmaßnahmen verhindern, dass aus dem Befall eine langwierige Plage wird. Immer wieder weisen die Tierärzte darauf hin, dass Flöhe als Träger von Krankheitserregern sehr gefährlich sind. Genau deshalb ist es wichtig, sie gezielt zu bekämpfen.

Tatsächlich gehört Flohbefall zu den typischen Gründen für den Besuch des Tierarztes. Im Jahr 2006 wurde in Deutschland eine Untersuchung durchgeführt, bei der die Mediziner für Kleintiere feststellten, dass rund 70 % der Fälle mit Flöhen zu tun hatten. Nicht nur bei Hunden, auch bei Katzen können sie allergische Reaktionen oder andere gesundheitliche Folgen auslösen.

Typische Erkrankungen sind:

  • Die Flohallergiedermatitis, die Juckreiz auslöst,
  • die Übertragung von Bandwürmern.
Der Floh ist ein Schädling mit großer Sprungkraft: Man muss ihn also möglichst schnell bekämpfen, damit er sich nicht ausbreiten kann. (#01)

Der Floh ist ein Schädling mit großer Sprungkraft: Man muss ihn also möglichst schnell bekämpfen, damit er sich nicht ausbreiten kann. (#01)

Warum man Flöhe sofort bekämpfen muss

Nicht alle Hundehalter kennen die Gefahr der Hundeflöhe und handeln zu spät. Dann leidet ihr vierbeiniger Freund womöglich schon unter den gesundheitlichen Folgen. Der Floh ist ein Schädling mit großer Sprungkraft: Man muss ihn also möglichst schnell bekämpfen, damit er sich nicht ausbreiten kann.

Der Hundefloh verfügt über scharfes Mundwerkzeug, mit dem er die Tierhaut einritzt. Zudem sondert er Speichel ab, in dem sich Antikoagulantien befinden. Dabei handelt es sich um Substanzen, die sich auf die Blutgerinnung auswirken. In der Folge entzündet sich die Haut und es kann eine Allergie ausgelöst werden.

Schon ein einzelner Floh kann bei einem allergischen Hund eine Erkrankung auslösen: Bei einer Flohspeichelallergie entstehen juckende Knötchen und rote Stellen. Zu diesen eher kleinen Stellen kommt möglicherweise ein großflächiger Haarausfall im Bereich des Hunderückens.

Indizien für einen Flohbefall

Es gibt mehrere Zeichen, die darauf hinweisen, dass ein Hund Flöhe hat:

  • Krümel im Hundefell oder an den Stellen, wo sich der Vierbeiner häufig aufhält – hierbei handelt es sich um Flohkot,
  • Pusteln und Hautrötungen, vor allem an den Innenseiten der Schenkel und am Bauch,
  • auffälliges Kratzen des Tieres, das unter dem Juckreiz leidet,
  • Folgeschäden durch Kratzen, beispielsweise dünnes Fell oder Verletzungen der Haut,
  • verdickte Hautstellen.

Bei der Fellpflege erkennt man meistens sofort, ob der Hund Flöhe hat. Hierbei hilft ein Flohkamm, mit dem man entgegen der Haarwuchsrichtung arbeitet. Anschließend klopft man den Flohkamm über einem befeuchteten Küchentuch aus und verreibt den Inhalt. Wenn sich die Krümel rötlich einfärben, so ist es vermutlich Flohkot: Zeit, den Befall zu bekämpfen.

Wenn ein akuter Befall festgestellt wird, ist eine gut geplante Behandlung nötig. (#02)

Wenn ein akuter Befall festgestellt wird, ist eine gut geplante Behandlung nötig. (#02)

Flöhe bekämpfen auf die systematische Art

Wenn ein akuter Befall festgestellt wird, ist eine gut geplante Behandlung nötig. Damit lassen sich einerseits die ausgewachsenen Flöhe im Hundefell bekämpfen, andererseits die Flohlarven. Je eher man mit den Gegenmaßnahmen beginnt, umso weniger Chancen haben die Hundeflöhe, sich zu verbreiten. Eine sinnvolle Strategie im Kampf gegen Flohbefall setzt sich meistens aus mehreren Elementen zusammen.

Grundsätzlich sollte man vier Punkte besonders beachten:

  • Die Flohbekämpfung am Hund,
  • die prophylaktischen Maßnahmen am Tier,
  • die Behandlung der Umgebung,
  • das Bekämpfen des Bandwurms.

Wenn man sich an diesen vier Schritten orientiert, sollte der Vierbeiner bald von den ungewünschten Schädlingen befreit sein und sich wieder wohler fühlen.

Wie sich Hundeflöhe am Tier bekämpfen lassen

Durch eine intensive Behandlung des Hundefells lassen sich die Störenfriede zunächst einmal entfernen. Allerdings muss man daran denken, dass die ausgewachsenen Flohweibchen nicht viel Zeit brauchen, um ihre Eier abzulegen. Die geeigneten medizinischen Präparate zum Bekämpfen von Flöhen am Tier helfen dabei, das Fell möglichst gründlich zu reinigen und den Schädlingen das Leben schwer zu machen.

Oft werden zusätzlich zu der bekämpfenden Behandlung prophylaktische Schritte am Tier durchgeführt. Die Tierärzte kennen sich mit den geeigneten Maßnahmen aus und geben gerne Auskunft, wie die Hundehalter am besten gegen die Floheier vorgehen. Wenn sich die Eier erst verteilen, wird es immer schwieriger, die späteren Larven in ihren Verstecken zu finden und zu beseitigen.

Wer sich darauf konzentriert, den ersten Flohbefall am Hund zu bekämpfen, übersieht womöglich, dass sich dieser Befall wiederholen kann, wenn nicht vorgesorgt wird. Abhängig von der Jahreszeit können sich die Flohlarven schneller oder langsamer entwickeln: Es ist daher wichtig, in jeder Phase die geeigneten Schritte gegen Flohbefall durchzuführen und das Fell regelmäßig zu kontrollieren.

Die Flohbekämpfung in den Räumlichkeiten, wo sich das Haustier aufhält, darf nicht vernachlässigt werden. Dazu gehört eine gründliche Reinigung, vom Putzen der Fußböden über das Absaugen von Teppichen und Polsterelementen bis zum Waschen von Textilien. (#03)

Die Flohbekämpfung in den Räumlichkeiten, wo sich das Haustier aufhält, darf nicht vernachlässigt werden. Dazu gehört eine gründliche Reinigung, vom Putzen der Fußböden über das Absaugen von Teppichen und Polsterelementen bis zum Waschen von Textilien. (#03)

Wie man Flöhe in der Umgebung bekämpfen kann

Die Flohbekämpfung in den Räumlichkeiten, wo sich das Haustier aufhält, darf nicht vernachlässigt werden. Dazu gehört eine gründliche Reinigung, vom Putzen der Fußböden über das Absaugen von Teppichen und Polsterelementen bis zum Waschen von Textilien. Im Anschluss an das Staubsaugen sollte man den Beutel dicht verschließen und sofort entsorgen, damit auch wirklich kein einziger Floh entfliehen kann.

Wenn man befürchtet, dass die Hundedecke oder andere Heimtextilien wie Kissen befallen sind, sollten diese bei 60 Grad oder mehr in der Waschmaschine gewaschen werden. Auch das Einfrieren hilft beim Kampf gegen die Flöhe.

Mithilfe von speziellen Anti-Floh-Präparate kann man die Eier und Larven vom Floh sogar in schmalen Ritzen oder in schwierigen Ecken bekämpfen.

Video: Flöhe beim Hund – Diese Mittel bieten optimalen Schutz vor Befall

Die Bekämpfung des schädlichen Bandwurms

Der Floh überträgt häufig den gefürchteten Gurkenkernbandwurm (lat: Dipylidium caninum). So kann es durch den Flohbefall zu einer gefährlichen Ansteckung kommen. Im Anschluss an die eigentliche Flohbekämpfung sollte man daher im Zweifelsfall auch eine Bandwurmkur durchführen. Die Tierärzte wissen genau, was bei einer solchen Entwurmung beachtet werden muss, und liefern den Hundehaltern die nötigen Informationen zu den sinnvollen Maßnahmen.

Was man als Hundehalter tun kann

Gegen die Flöhe, die im Fell des Hundes sitzen, helfen moderne Flohschutzmittel, zu denen die praktischen Spot-on-Produkte gehören. Ein solches Spray oder Puder entfernt die Schädlinge zuverlässig. Meistens eignen sich diese Flohsprays nicht nur für den Hund selbst, sondern sie können auch dazu benutzt werden, die Umgebung zu behandeln.

Die Kontrolle des Hundefells ist nicht ausreichend, um den Flohbefall wirkungsvoll zu bekämpfen. Neben der gezielten Behandlung des Haustiers sollte man auch seine Lieblingsplätze im Haushalt überprüfen und gründlich reinigen. Mit einer Dosis Flohspray oder Puder verhindert man, dass die Hundeflöhe sich hier festsetzen. Zudem kann ein solches Mittel auch für andere Haustiere eingesetzt werden, mit denen der Hund häufiger Kontakt hat.

Schnell bekämpfen, wenn sich Hundeflöhe verbreiten

Die Flöhe sind zuerst am Blut der Hunde interessiert, doch sie bleiben nur kurz in seinem Fell sitzen. Sie verbergen sich in Polstern und Decken, direkt im Hundekorb oder in Ritzen. Sie mögen es warm und dunkel: An solchen Stellen kann der Floh über Monate hinweg leben, bevor er sich einen Wirt sucht.

Wenn man die Hundeflöhe bemerkt, ist das üblicherweise ein Zeichen dafür, dass es sich nicht nur um einzelne Exemplare handelt. Daher ist es wichtig, nicht zu zögern. Man muss sie sofort bekämpfen, damit sie keine Zeit haben, sich zu verbreiten und zu vermehren.

Der Hund muss möglichst schnell von den ungewünschten Schädlingen befreit werden, außerdem muss man seine Umgebung reinigen. Nur dann haben die Flöhe keine Chance, kurzfristig auszuweichen und gleich wieder den nächsten Angriff zu starten. Gründlichkeit ist dabei oberstes Gebot. Ein Flohbefall kann sich möglicherweise zu einem Massenbefall ausweiten.

Das Risiko ist besonders hoch, wenn die Vermehrungsbedingungen für den Floh günstig sind:

  • Warme Temperatur,
  • relativ hohe Luftfeuchtigkeit,
  • viele Möglichkeiten zum Verstecken.

Im schlimmsten Fall muss man einen Kammerjäger um Hilfe bitten.

Bei einem Flohbefall muss alles absolut sauber gemacht werden, damit die Schädlinge ausgerottet werden. Man beginnt meistens mit dem Schlafplatz des Hundes. Kissen, Decken und Bezüge sollten gewaschen werden, und zwar so heiß wie möglich. (#04)

Bei einem Flohbefall muss alles absolut sauber gemacht werden, damit die Schädlinge ausgerottet werden. Man beginnt meistens mit dem Schlafplatz des Hundes. Kissen, Decken und Bezüge sollten gewaschen werden, und zwar so heiß wie möglich. (#04)

Die perfekte Reinigung: So lassen sich Flöhe bekämpfen

Bei einem Flohbefall muss alles absolut sauber gemacht werden, damit die Schädlinge ausgerottet werden. Man beginnt meistens mit dem Schlafplatz des Hundes. Kissen, Decken und Bezüge sollten gewaschen werden, und zwar so heiß wie möglich. Beim Säubern und Abwischen sollte man Bettrahmen, Sofas sowie die anderen Möbelstücke nicht vergessen.

Aus dem Teppich bekommt man die Eier und Larven vom Floh am besten durch starkes Ausklopfen und gründliches, am besten mehrmaliges Staubsaugen heraus. Ein Hartboden wird bis in die Ecken aufgewischt. Durch Wiederholungen der einzelnen Reinigungsmaßnahmen lässt sich der Flohbefall erfolgreich bekämpfen. Zudem kann man zu einem Flohschutzmittel greifen, das als Prophylaxe vor einem erneuten Befall dient.

Ein Fogger ist eine Art Zerstäuber, der die Räume von den Larven und Eiern des Flohs befreit. Hier kommt ein Insektizid zum Einsatz, das gewisse Vorsichtsmaßnahmen erfordert. Während das Mittel einwirkt, sollte man die Zimmer nicht betreten, zudem muss man anschließend gut durchlüften.

Wenn kleine Kinder im Haushalt leben, ist es ratsam, auf solche Insektizide zu verzichten. Putzen ist hier die sicherere Art, den Floh zu vertreiben.

Für solche vorbeugenden Maßnahmen kommen die Spot-on-Produkte zum Einsatz, die man in den Nacken des Hundes gibt, oder auch Flohhalsbänder. (#05)

Für solche vorbeugenden Maßnahmen kommen die Spot-on-Produkte zum Einsatz, die man in den Nacken des Hundes gibt, oder auch Flohhalsbänder. (#05)

Prophylaxe am Hund: So wird der Floh abgeschreckt

Man kann den Flohbefall auch vorbeugen, indem man Präparate direkt am Vierbeiner anwendet. Hiermit erspart man sich viel Arbeit und Ärger. Mit einer regelmäßigen Flohkur, die in Abständen von vier bis acht Wochen durchgeführt wird, wird der Floh von vornherein davon abgehalten, das Haustier als Wirt auszusuchen.

Für solche vorbeugenden Maßnahmen kommen die Spot-on-Produkte zum Einsatz, die man in den Nacken des Hundes gibt, oder auch Flohhalsbänder. Eher ungeeignet sind natürliche Hausmittel wie Knoblauch oder ätherische Öle. Bei Knoblauchpräparaten reicht die Dosierung offensichtlich nicht aus, um den gewünschten Effekt zu erreichen, und bei den Mitteln mit ätherischem Öl kann es zu allergischen Reaktionen der Haustiere kommen.

Es lohnt sich also, bei den zuverlässigen Präparaten zu stöbern und seinen Hund mit den geeigneten Produkten zu versorgen: Ein flohfreies Leben ist definitiv angenehmer als die unangenehmen Begleiterscheinungen von Flohbefall.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: sherwood -#01:  Kzenon  -#02:  Natee K Jindakum-#03: Anna Tronova  -#04: Joerg Huettenhoelscher -#05:  alexei_tm

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Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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