Zu blutig für die BVG: PETA darf neue Bärenfell-Kampagne nicht zeigen

10.05.2010 | Gerlingen
Eine schockierende Werbekampagne der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. soll das englische Verteidigungsministerium dazu bewegen, Alternativen für die Pelz-Hüte der britischen Garde einzusetzen. Das eindrucksvolle Motiv zeigt einen Gardesoldaten mit einem abgehackten, blutigen Bärenkopf als Mütze.

Dieses wollte PETA in Großformat an Berliner Bussen anbringen, die vor dem Gelände der britischen Botschaft fahren. Denn mit dem Kauf von Pelz-Hüten finanzieren das britische Verteidigungsministerium und das Königshaus die grausamen Praktiken des Bärenschlachtens in Kanada. Doch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben abgelehnt - politisch motivierte Anzeigen wären auf den Bussen nicht zulässig. Jetzt fordert PETA die Öffentlichkeit auf, selbst Druck auf die Botschaft auszuüben: Nehmen Sie an den Protest-Aktionen auf www.peta.de/bvg teil und retten Sie die Schwarzbären!

"Für einen einzigen Hut wird das Fell von einem Schwarzbären benötigt. Jedes Jahr bestellt das Verteidigungsministerium bis zu 100 neue Hüte - das ist der absolute Wahnsinn!", so Kampagnenleiterin Tanja Wiemann von PETA. Die Jagd auf kanadische Schwarzbären ist laut PETA tückisch: Denn die Tiere werden mit Futter-Ködern an bestimmte Plätze gelockt, um sie erschießen zu können. Häufig geraten ahnungslose Muttertiere in die Falle, die auf der Suche nach Nahrung für ihre Babys sind. Die Kinder können jedoch ohne die Hilfe ihrer Mütter nicht überleben und somit werden oft ganze Bärenfamilien ausgelöscht. PETA hat dem Verteidigungsministerium schon häufiger Alternativen zu den Bärenfellmützen geliefert - bislang ohne Reaktion.

Quelle: Pressemeldung PETA Deutschland e.V.

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