Fledermäuse in Bayern willkommen

12.04.2010 | München
Das Artenhilfsprogramm Fledermäuse in Bayern ist eine Erfolgsgeschichte: Die Bestände vieler Arten haben sich stabilisiert. Einige Arten, wie das "Große Mausohr", konnten sogar von der Roten Liste der gefährdeten Arten genommen werden. Dies erklärte Umweltstaatssekretärin Melanie Huml heute auf Schloss Thurn in Heroldsbach (Landkreis Forchheim) anlässlich der Verleihung der 1000sten Plakette "Fledermäuse willkommen" an Benedikt Graf von Bentzel.

Zusätzlich erhielten acht weitere Fledermausunterstützer aus dem Landkreis Forchheim die Auszeichnung des Umweltministeriums. Huml rief auf, sich an der Aktion zu beteiligen: "Für einen effektiven Fledermausschutz müssen vorhandene Fledermausunterkünfte an Gebäuden erhalten und neue geschaffen werden."

Die Aktion "Fledermäuse willkommen" ist Teil des bayerischen Artenhilfsprogramms. "Wer sich für den Schutz von Fledermausquartieren einsetzt, kann dies mit der Plakette "Fleder-mäuse willkommen" sichtbar machen", so Huml. Die Zusammenarbeit staatlicher Stellen mit Verbänden, den Koordinationsstellen für Fledermausschutz in Süd- und Nordbayern und ehrenamtlich Tätigen kann beachtliche Erfolge aufweisen. Insgesamt sind in Bayern 23 verschiedene Fledermausarten nachgewiesen, die alle geschützt sind. 21 Arten davon pflanzen sich regelmäßig fort. Bei fünf dieser Arten haben sich die Bestände erholt, so dass sie aus der Roten Liste der gefährdeten Arten entlassen werden konnten. Andere Arten wie die einst häufige Kleine Hufeisennase sind weiterhin vom Aussterben bedroht.

Quelle: Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit

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