Deutschland im Viertelfinale - und wieder jubeln die Tiere!

28.06.2010 | Gerlingen
Was für ein Spiel! Deutschland schießt England mit einem beispiellosen 4:1 aus der WM und das Sommermärchen geht weiter. Auch nach diesem Spiel dürfen die Tiere mitjubeln, informiert jetzt Deutschlands größte Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. (Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren).

Wie schon nach dem Gruppenendspiel Deutschland-Ghana sind lederfreie Schuhe an allen Toren beteiligt! Sowohl Klose als auch Poldi und Superstar Thomas Müller tragen tierfreundliche Schuhe an ihren Füßen. Zudem kickt Mesut Özil, der das zweite Tor von Müller überragend vorbereitete, mit Stollen aus Synthetik. Alternativen zu Lederartikeln gewinnen international immer mehr an Beliebtheit und finden laut PETA im Profi-Sport immer größeren Anklang. Übrigens steht auch Neuer im Tor fest in seinen Lederimitatschuhen. Gespannt wartet PETA jetzt darauf, ob die Spanier Iniesta und Fabregas, Portugals Super-Stars Ronaldo, Deco und Nani sowie Robinho aus Brasilien ihre Mannschaften ebenfalls mit ihren tierfreundlichen Schuhen ins Viertelfinale kicken. Übrigens - von wegen "rundes Leder": Das letzte Mal, dass bei einer WM ein Ball aus echtem Leder benutzt wurde, war in Spanien 1982. Die FIFA-Bälle sind somit seit fast 30 Jahren aus synthetischen Materialien ganz ohne Tierhaut.

"Man muss kein weltberühmter Fußballspieler sein, um Leder-Produkte ins Abseits zu schießen", so Kampagnenleiterin Tanja Wiemann von PETA. Das meiste Leder kommt heute aus Indien und China, wo es noch keine oder nur minimale Tierschutzgesetzte gibt. Millionen von Kühen und andere Tiere werden allein wegen ihrer Häute getötet. Vorher werden sie schmerzhaft gebrandmarkt, verstümmelt und in extremer Enge zusammengepfercht. Eine Recherche von PETA ergab, dass erschöpften Kühen ihr Schwanz gebrochen und ihnen Chili und Tabak in die Augen gerieben wird, damit sie die Hunderte von Kilometern zum Schlachthof laufen. Jeder Leder-Neukauf trägt zum wirtschaftlichen Gewinn von Schlachthäusern bei. Doch Kunstleder verhindert nicht nur Tierleid, es ist auch langlebiger und weniger empfindlich. Zudem ist es umweltfreundlicher und birgt weniger Gesundheitsrisiken. Denn um die Verwesung der Tierhäute zu verhindern, werden bei der Lederverarbeitung zahlreiche Chemikalien benutzt, die hochgradig umweltschädlich sind, häufig Allergien auslösen und sogar das Krebsrisiko erhöhen. Um das immense Leid in der Lederbranche zu verhindern, fordert PETA die Menschen zu einem tierfreien Konsumverhalten auf.

Quelle: Pressemeldung PETA Deutschland e.V.

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