Betreiber der CMT sollen Türkei aufgrund von mangelndem Tierschutz ermahnen

14.01.2010 | Gerlingen
Offizielles Partnerland der Reisemesse wegen Hunde- und Katzenmorden kritisiert

Erschreckendes Foto- und Videomaterial wurde den Betreibern der CMT von der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. zugesandt. Die Bilder zeigen die aktuelle Tierschutzsituation in der Türkei: Jedes Jahr werden die Straßen vor Beginn der Touristensaison von heimatlosen Tieren "gesäubert". Hunde und Katzen werden meist nachts eingefangen, vergiftet oder erschossen. Ebenso fristen Abertausende von heimatlosen Tieren ein trauriges Dasein in sogenannten Tierheimen oder aber in weit von der Zivilisation abgelegenen Gebieten wie Müllhalden, Wäldern oder in Steinschlägen, in die sie abtransportiert worden sind. Die Tiere hungern, Krankheiten und Verletzungen bleiben unversorgt. PETA bittet die Betreiber der CMT daher, die Türkei hinsichtlich der Tierschutzsituation zu ermahnen. Als offizielles Partnerland der CMT werde die Türkei auf der Reisemesse durchgehend positiv repräsentiert. Für dieses positive Image fehle es dem Land aber an Mitgefühl und Menschlichkeit gegenüber den Tieren, so PETA.

"Dass sich die Türkei als offizielles Partnerland auf der CMT präsentieren darf, ist nicht tragbar! Jährlich sterben in der Türkei tausende Tiere einen grausamen Tod, nicht zuletzt auf Kosten des Tourismus", so Magdalena Scherk, Kampagnenleiterin für Auslandstierschutz bei PETA. Bereits seit Jahren klärt PETA über die Grausamkeiten an heimatlosen Tieren in der Türkei auf und bittet die Verantwortlichen um die Umsetzung nachhaltiger Methoden zum Management der Tierpopulation. Und das, obwohl die Türkei seit dem Jahr 2004 ein Tierschutzgesetz hat, welches die Geburtenkontrolle und den ethischen Umgang mit heimatlosen Tieren fordert.

Quelle: Pressemeldung PETA Deutschland e.V.

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