Aller Reichtum dieser Welt

24.05.2010 | Münster
Präsentation des LWL-Museums für Naturkunde zum Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt (IJB)

Etwa 500.000 Pflanzearten, 5.000 Säugetierarten, 10.000 Vogelarten, 25.000 Fischarten und mehr als 950.000 Insektenarten gibt es auf der Erde. Auf diese enorme biologische Vielfalt und ihrer Gefährdung wird im Jahr 2010 hingewiesen, das die UNO zum Jahr der biologischen Vielfalt ausgerufen hat. Das LWL-Museum für Naturkunde in Münster präsentiert aus diesem Anlass Exponate aus seinen Magazinen in einer kleinen Schau.

Auf rund 300 Quadratmetern zeigt das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) neben exotischen Arten aus der ganzen Welt auch eine Fülle von heimischen, zugewanderten und ausgestorbenen Tieren, Pflanzen und Pilzen, die das Museum in mehr als 100 Jahren zusammengetragen und erhalten hat.

Die Schau lässt vor allen Dingen die zahlreichen ausgestellten Tier- und Pflanzenexponate wirken, die am besten das Bild der "vielfältigen Natur" vermitteln. Tiere und Pflanzen weltweit werden angesprochen, Forschung und Wissenschaft spielen eine Rolle, und die ausgestorbenen Tiere Westfalens sowie auch die Neubürger werden vorgestellt.

Zu den gezeigten Sammlungsteilen gehören neben dem Herbarium und Tierpräparaten u.a. auch eine Sammlung von Vogeleiern, Federn und Flüssigkeitspräparaten, die bisher noch nie vom Museum in ihrer Fülle öffentlich gezeigt wurden. Hingewiesen wird auch auf moderne wissenschaftliche Arbeitsmethoden, wie z.B. die Bestimmung und Auswertung von genetischen Informationen. Biologische Vielfalt erkunden kann der Besucher auch bei einem Blick auf die Außenstellen des LWL-Naturkundemuseums am Heiligen Meer bei Recke (Kreis Steinfurt) und auf dem Kahlen Asten (Winterberg) im Sauerland.

Hintergrund

Mit der Präsentation will das Museum soll die Bedeutung der biologischen Vielfalt sowie die Folgen ihres Verlustes stärker in das Bewusstsein der Menschen bringen. Der Verlust von Vielfalt kann gestoppt werden, wie Erfolge beim Artenschutz schon heute verdeutlichen. Museumsleiter Dr. Alfred Hendricks: "Der Mensch kann jedoch nur schützen, was er kennt. Das Fachwissen über die Vielfalt der Natur wächst unaufhaltsam, doch in der breiten Öffentlichkeit und selbst an Universitäten geht die Artenkenntnis zu großen Teilen verloren - es mangelt an Vermittlung. Das LWL-Museum für Naturkunde sieht sich somit in der Verantwortung, Artenkenntnis zu vermitteln." Dies geschehe nicht nur durch Ausstellungen, sondern vor allem auch im Kursprogramm der Außenstelle "Heiliges Meer". Wissenschaftler des Museums sind in den reichhaltigen Sammlungen und im Freiland aktiv an der Erforschung der Artenvielfalt Westfalens beteiligt. Das LWL-Museum für Naturkunde versucht, seine Arbeitsergebnisse und die von vielen ehrenamtlichen Helfern seit 140 Jahren in Zeitschriften und wissenschaftlichen Publikationen weltweit zu verbreiten.

Die Präsentation "Aller Reichtum dieser Welt" ist vom 22.05.2010 bis zum 09.01.2011 im LWL-Museum für Naturkunde, Sentruper Str. 285, zu sehen

Quelle: Pressemeldung Landschaftsverband Westfalen-Lippe

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